Archiv für Januar 2010

Demographie im Arsch – Gott hilft

National und international lässt sich sagen, dass religiös aktive Menschen weitaus mehr Kinder haben als ihre säkularen Nachbarn der gleichen Region sowie der gleichen Einkommens- und Bildungsschicht. Laut einer vom Heidelberger Religionswissenschaftler Michael Blume erstellten Tabelle existiert ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen religiöser Aktivität (Beten, Gottesdienstbesuch) und Kinderzahl. Am wenigsten Kinder bekommen Konfessionslose.

„Die Zeit“ weist uns einmal wieder daraufhin, dass es um die Demographie schlecht bestellt ist, schuld daran – Konfessionslose. In Irland und Amerika ist, Gott sei Dank, noch alles im Butter. Da werden Kinder geboren, zur Not auch unter Zwang, s. Irland, und Menschen die Geburten verhindern werden einfach über den Haufen geschossen, s. Dr.Tiller. Alles in Namen Gottes versteht sich.

Ach, schöne heile Welt…

Dr.Tiller spricht

via Feministing

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linke, feministische Kritik am Islam – geht das?

Ein Thema, das mich selbst schon länger beschäftigt, greift nun auch Claudia Pinl in der Taz auf. Kritik am Islam, jenseits von rechten Parolen.

Angst und Unbehagen zu spüren über die Ausbreitung bestimmter mit dem Islam begründeter Vorstellungen über das Geschlechterverhältnis, über Bekleidungsvorschriften und Sexualmoral ist aus feministischer Sicht absolut legitim. Sich deshalb an Rechtsextreme anzulehnen aber dumm und gefährlich. Dumm und gefährlich ist es jedoch auch, derartiges Unbehagen als Ausdruck rechtsextremer, ja faschistischer Gesinnung zu werten. Auch hier kann die Alternative nur lauten: freie und offene Diskussion.

Mich persönlich verdutzt, das Verhalten linker, antifaschistischer Menschen oft, die zwar Christentum und Patriarchat in der „westlichen“ Gesellschaft ablehnen, den Islam aber kritiklos hinnehmen.
Natürlich muss man aufpassen, rechten Ideologien aus dem Weg zu gehen und diesen nicht Aufwind zu verschaffen, aber ich denke die Art und Weise wie Linke dieses Thema bisher handhaben, nämlich mit ignorieren und nicht ansprechen, verschafft rechten zeitweise sogar einen Vorteil, da sie in der Öffentlichkeit die einzigen sind die Antworten (wenn auch die falschen) zu diesem Thema liefern. Ein linker Diskurs könnte dieses Thema weg von Hass auf alles Fremde hin zu einer Diskussion über wirkliche Gleichberechtigung im Sinne antirassistischer, antiklerikaler und antisexistischer Lehren bringen.

radical queer feminists against burschis

Bei der Demonstration gegen den rechten WKR-Ball in Wien am 29.01. wird es einen queer-feministischen Block geben. Mehr Infos (via asabm)

asoziale, aufgeblasene, narzistische Wichtigtuerinnen

Ein paar Gedanken zu Ratschlägen an Frauen, doch bitte vehementer und egozentrischer zu sein. von Helga von der Mädchenmannschaft

Wir sind nominiert

Die Mädchenmannschaft wählt die „Bloggerin des Jahres“ und das Mädchenblog wurde nominiert

Wer für uns Stimmen will kann das hier tun.

Der Untergang der Frauenpolitik hat einen Namen

warum genau ist diese Frau nochmal Frauen-/Familienministerin geworden?

Tja, Antwort bleibt leider aus. Aber mit Bekämpfung von Linksextremen und Islamisten scheint sie sich auszukennen. Unglaublich was für Frauen die CDU als Familien-/Frauenministerinnen rekrutiert. Warum nennen sie das Ministerium nicht gleich in „Ministerium für die Förderung der Gebärfunktion von Frauen und Verbreitung rechter Politik in der Gesellschaft“ um?

Viel mehr Weib

Süße Alltagsgeschichte bei Miss-Tilly über die MitbewohnerINNEN-Suche eines ganz besonderen Mannes.

Überregionales Vernetzungstreffen zu Unterstützungsarbeit

Hab’s leider nirgends online gefunden, daher poste ich erneut die ganze Email:

Einladung: 27./28. Februar überregionales Treffen zu Unterstützungsarbeit (in Berlin)

Hallo Zusammen,
wir würden euch gerne einladen zu einem überregionalen Treffen zu Unterstützungsarbeit von Betroffenen von sexualisierter Gewalt.
Die Idee zu so einem Treffen entstand letzten Sommer auf der Antisexistischen Praxen Konferenz. Damals hatten sich Menschen aus verschiedenen Städten ausgetauscht und es entstand der Wunsch nach einer überregionalen Vernetzung. Neben dem Wunsch nach Vernetzung und Kommunikation über eine gemeinsame Mailingliste, gab es die Idee sich einmal im Jahr zu treffen. Somit ist das Treffen am 27./28.Februar das erste dieser Art.

Wer ist eingeladen:
Eingeladen sind alle Menschen, Einzelpersonen und Gruppen, die Unterstützungsarbeit machen oder in irgendeiner Weise eine persönliche oder politische Nähe zu Unterstützungsarbeit haben und sich diesbezüglich mit anderen austauschen und vernetzen wollen.
Oder wenn du antisexistisch aktiv bist und in deiner Stadt gerne Unterstützungsarbeit etablieren würdest, z.B. falls es sowas dort wo du wohnst noch nicht gibt. Wenn du unsicher bist, ob das Wochenende das richtige für dich ist, dann frag gerne nach.
Weiter sind alle Geschlechter eingeladen, also FrauenLesenenBisInterTransMänner & xxx
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Bitte um Spenden

Kam per Mail. Leider sagen sie nicht, wohin mit der Kohle, aber auf dem Blog gibt’s vermutlich eine Kontaktadresse.
Bin mal gespannt, wer nächste Woche Soli-Cocktails verkauft oder die Gruppen-Kasse plündert ;)
Die Genoss_innen haben nichts von Roter Hilfe geschrieben, ich hoffe jedoch, die ist mit dabei?

Hallo,

um direkt mit der Tür ins Haus zu fallen: Wir brauchen dringend Kohle!

*Zum Hintergrund:*

Am 14. März 2009 fand in Münster eine Gebetsprozession („1000 Kreuze für das ungeborene Leben“) christlich-fundamentalistischer Abtreibungsgegner_innen statt. Zu diesem Anlaß hatte ein
antisexistisches Bündnis zu kreativen Gegenaktivitäten geladen, um den selbsternannten „Lebensschützern“ aus Münster und anderen Teilen der Republik zu zeigen, dass sie mit ihrem antifeministischen, reaktionärem Weltbild nicht erwünscht sind.

Als der Gebetszug mit ca. 200 Abtreibungsgegner_innen gegen 15.00 Uhr aus der Aegiidikirche herauskam, wurde er von ebensovielen Protestierenden empfangen. Profeministische Parolen, Schilder, Flyer und Transparente informierten die „Lebensschützer“ und interessierten Passant_innen, was die Protestierenden von einem menschenverachtenden Frauenbild halten und welcher emanzipatorische Gegenentwurf sinnvoll wäre.

Teile der Protestierenden wurden nach zwei Stunden von der Polizei eingekesselt und abgedrängt. Erst jetzt setzte sich der Kreuzemarsch in Bewegung. Andere Gegendemonstrant_innen mischten sich kreativ unter den Zug, warfen mit Kondomen und Konfetti oder begleiteten ihn lautstark von
der Seite mit emanzipatorischen Parolen.

Über 120 Personen mussten an dem Tag ihre Personalien abgeben und werden nun – acht Monate später – mit Anklageschriften und Strafbefehlen belästigt. Der notwendige Protest gegen die fundamentalistischen, reaktionären Weltanschauungen der „Lebensschützer“ wird kriminalisiert.
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