In Costa Rica ist mit Laura Chinchilla erstmals eine Frau an der Spitze der Regierung. Die Rechtsanwältin löst damit den früheren sozialdemokratischen Präsidenten Oscar Arias ab. Chinchilla, selbst Mitglied de Sozialdemokratischen Partei PLN, hat angekündigt die liberale Wirtschaftspolitik ihres Vorgängers weiterzuführen und der Kriminalität den Kampf anzusagen.
Auch in Sachen Geschlechterpolitik wird Chinchilla keine Wende bringen, sie lehnt sowohl Abtreibung als auch die Ehe zwischen Homosexuellen Menschen ab. Im Wahlkampf betonte sie auch immer wieder ihre Nähe zur katholischen Kirche.
Einziges „frauenpolitisches“ Thema ihres Wahlkampfs war das Versprechen während ihrer Amtszeit mehr Frauen in den politischen Prozess einzubinden. Dass dies Frauen aber nichts bringen wird wenn keine wirkliche Frauenpolitik betrieben wird kann uns Chinchilla in den nächsten Jahren selbst beweisen.
in diesem Zusammenhang vielleicht interessant: http://www.socialismo-o-barbarie.org/centroamerica_y_caribe/091004_costa_rica_las_rojas.pdf … das Manifest der feministisch-sozialistischen Gruppe „Las Rojas“ aus Costa Rica