Für mehr Frauen in der Luft bei Olympia

Auf dem Bild Hannah Kearney aus dem us-amerikanischen Team in der Disziplin „Freestyle“.
Den Skispringerinnen wurde die Teilnahme an den olympischen Winterspielen, trotz zahlreicher Klagen, verwehrt.


37 Antworten auf “Für mehr Frauen in der Luft bei Olympia”


  1. 1 mysa 14. Februar 2010 um 19:15 Uhr

    Und mit welcher Bergründung?

  2. 2 leonie 14. Februar 2010 um 21:44 Uhr

    Bereits im August 2009 erklärte der Präsident des IOC, Jacques Rogge, dass er gegen eine Teilnahme von Skispringerinnen sei. Die Entscheidung des IOC basiere strikt auf technischen Grundlagen und keinesfalls auf geschlechtsspezifischen Gründen, schrieb Rogge damals. Zudem erfülle die Disziplin nicht das formelle Olympia- Zulassungskriterium, mindestens zwei Weltmeisterschaften veranstaltet zu haben.

    http://diestandard.at/1256744881390/Olympische-Spiele-Skispringerinnen-endgueltig-abgeblitzt

  3. 3 gtz 14. Februar 2010 um 21:56 Uhr

    könnte ich vermutlich selber rausgoglen, aber was sollen denn das für technische grundlagen sein?

  4. 4 leonie 14. Februar 2010 um 22:12 Uhr

    Die Stellungsnahme der IOC

    While we are pleased that the Games can now proceed as planned, we strongly disagree with the court’s analysis that the IOC acted in a discriminatory manner. As previously explained, our decision was based on technical issues, without regard to gender.
    The IOC will continue to follow the development of women’s ski jumping and remains open to considering its possible inclusion in the Sochi Games in 2014. We understand and appreciate how important inclusion is to the dedicated athletes who participate in the sport.

    We also welcome the court’s recognition that that “the IOC in recent years has supported the inclusion of women in the Olympics and in amateur sports.“ and the observation that, “The IOC has implemented a wide range of initiatives to increase women’s involvement in leadership and administration within the Olympic movement and the wider sporting community.“

    The judgment goes on to say, “VANOC points out that these are not empty words or empty policies; women now compete in approximately 48% of the events at the Winter Olympics and the percentage of female athletes has steadily increased to just over 40%” (quote from pages 34-35 of court decision)

  5. 5 leonie 14. Februar 2010 um 22:14 Uhr

    mehr Infos auf an.schläge

    Das IOC entschied 2006, dass es beim Skispringen nicht genug Frauen auf internationalem Level gäbe. „Es ist ein Fall von Diskriminierung wie aus dem Bilderbuch“, sagte Anita De Frantz, Vorsitzende der Kommission für „Frauen und Sport“ des Olympischen Komitees. „Einer Gruppe von Athletinnen wird gesagt, sie wären nicht gut genug. Dabei war das noch nie ein Kriterium.“
    FIS-Präsident Gian Franco Kasper ließ 2005 im Radio verlauten, dass Skifliegen für Frauen zu gefährlich wäre, da „es für Frauen aus medizinischer Sicht nicht zu vertreten ist“. Die Rede war von möglichen Quetschungen des Geburtsbeckens und einer Verdrehung der Eierstöcke. Ein neueres Argument besagt, dass das Feld zu weit auseinander liege, tatsächlich liegen die Ergebnisse der Springerinnen jedoch relativ eng beieinander. „Anfangs gab es nur dreißig bis vierzig Rodlerinnen weltweit, Langlauf galt auch lange als obskur und im Snowboard gibt es inzwischen starke Frauen – für Österreich z.B. Marion Kreiner oder Dorosia Krings. Sie nehmen an Olympia teil. Es gibt fantastische Motorrad- und Autofahrerinnen, wenn sie aber eine Gefahr für den Erfolg der Männer sind, boxen sie sie raus“, meint Rush, der selbst Trainer einer Damen-Softball-Mannschaft war – inzwischen auch keine olympische Disziplin mehr.

  6. 6 gtz 14. Februar 2010 um 23:01 Uhr

    verstehe. also nicht „technische“ sondern „verfahrensformelle“ hindernisse. gibs denn überhaupt vernünftige gründe, wettbewerbe im skispringen geschlechtergetrennt durchzuführen? das scheint mir jetz keine sportart zu sein, in der männliche körper irgendeinen vorteil hätten.

  7. 7 pietsch 14. Februar 2010 um 23:41 Uhr

    naja, mehr sprungkraft haben männer wahrscheinlich schon als vorteil.

    andererseits dürften die meisten frauen kleiner und leichter sein. gewicht ist im skispringen essentiell und erst kürzlich wurde das mindestgewicht wegen kritik an ungesunden richtlinien nach oben korrigiert. das mindestgewicht müsste ohne trennung dann ja allerdings für beide gleich sein. und schon wären männer wieder im vorteil.

    insofern wärs interessant, was dabei rauskäme wäre aber denk ich nicht praktikabel.

  8. 8 leonie 15. Februar 2010 um 0:07 Uhr

    Die Autorin des an.schläge Artikel meint dazu folgendes

    Möglicherweise liegt der Grund für die andauernde Diskriminierung aber ohnehin woanders. Die US-amerikanische Skispringerin Lindsay Van stellte bei den Vorflügen einen neuen Rekord auf. Und darf nun nicht antreten. Seit der WM in Liberec ist sie die erste Weltmeisterin in der Geschichte des Damenskispringens. Eine Vorspringerin, Daniela Iraschko, erreichte in Österreich am Kulm 2003 eine Weite von zweihundert Metern, obwohl die Bedingungen in der Spur für Vorspringerinnen schlechter sind. Nur vier Männer gelangten damals in die Nähe ihrer Vorgabe. „Die verantwortlichen Entscheidungsträger sagten aber nicht, ‚Wow super‘, sondern, ‚Du fliegst nicht mehr …‘“, erzählt William Rush bei einem Kaffee in einem Einkaufszentrum in Wien Heiligenstadt. Er ist der Onkel der aufstrebenden Skifliegerin Jessica Jerome, die die US-Nationals in Lake Placid im Staate New York gewann und schon vor acht Jahren Vorspringern für die Olympiade in Salt Lake City war: „Ich glaube, es gibt eine große Chance, dass Frauen besser springen als Männer! Frauen sind aerodynamischer und haben leichtere Knochen. Männer müssen abmagern, sie müssen lang und leicht sein, um weit zu fliegen. Kein Wunder, dass die Männer dagegen sind, dass Frauen springen.“
    „Skispringen ist eine der extremsten Sportarten“, sagte Jessica Jerome selbst in einem Interview. „Es besitzt dieses wagemutige, gefährliche Element, aber auch schöne, elegante Seiten. Springen ist ein sehr traditioneller, europäischer, alter Männer-Sport. Manche Männer befürchten, dass Frauen ihm das Extreme nehmen könnten.“ Die Tochter von William Rushs Schwester, die in Park City in Utah aufwuchs, leidet sehr darunter, dass sie nicht antreten darf und währenddessen immer älter wird. Die jungen Frauen müssen sich die Ausrüstung, die Flüge und den Unterhalt selber erarbeiten, denn sie erhalten keinerlei Gelder vom Olympischen Komitee oder von Sponsoren. Und so fehlen ihnen auch die finanziellen Mittel für professionelles Training. „Alle Gelder, die sie hereinbringen, werden verteilt, sie selbst bekommen nichts. Wenn Jessica einen Privatsponsor ergattern würde, verliert sie ihren Amateurstatus und darf erst recht nicht antreten“, schildert Rush die Schwierigkeiten. Die Japanerinnen konnten sogar einige Male nicht nach Europa kommen, weil es kein Geld für Flugtickets gab.

  9. 9 Kratzbürste 16. Februar 2010 um 9:19 Uhr

    Also ich finde ja, dass die Diskussion hier etwas sehr biologistisch ist, und sich eben an den hegemonialen Vorstellungen von „Mann“ und „Frau“ orientiert.

  10. 10 (A) 16. Februar 2010 um 10:03 Uhr

    Bitte darum etwas über die momentane Olympiade selbst zu äußern. Zum Beispiel eine Verurteilung des ganzen scheiß Spektakels. Ist schön und gut wenn Hannah Kearny springen darf und ist natürlich scheiße wenn sie auf Basis ihres Geschlechts ausgeschlossen wird.

    Aber einen Artikel auf einem meines Wissens nach linken, wenn nicht gar antikapitalistischen Blog der die krassen Umstände der momentanen Olympiade in vancouver nicht erwähnt finde ich von fraglicher Qualität. Mehr dazu auf vancouver.mediacoop.ca

  11. 11 l 16. Februar 2010 um 12:09 Uhr

    Also ich finde ja, dass die Diskussion hier etwas sehr biologistisch ist, und sich eben an den hegemonialen Vorstellungen von „Mann“ und „Frau“ orientiert.

    na klar. und wer auf die lohnschwere zwischen den geschlechtr hinweist, argumentiert auch biologistisch. und wer darauf hinweist, wer die meiste hausarbeit verrichtet, ist auch biologistisch. und wer darauf hinweist, wer meist opfer von sexueller gewalt wird, ist auch biologistisch.

    indifferent und die brutalität des geschlechterverhältnisses unsichtbar machend? iwo, emanzipativ-antibiologistisch-subversiv!

  12. 12 Cyrano 16. Februar 2010 um 13:22 Uhr

    @ Kratzbürste: Die Diskusssion hier verharrt auf biologistischer Ebene weil das Diskutierte Thema nichts anderes zulässt, es sei denn eben durch unbestimmte Negation desselben, also nach dem Motto: „Im Kommunismus gibts kein Olympia, keinen kompetativen Sport und die Geschlechterschranken sind eh aufgehoben“.
    Mag sein. Das ist aber eine Null-Aussage, mit der alle konkreten gesellschaftlichen Widersprüche abgehandelt werden können, ohne dass diese begriffen worden sind.
    Das besondere im Sport ist doch, dass eine Zwangsmodifikation des kapitalistischen Konkurenzprinzips nach dem jedeR gegen jede zu kämpfen hätte, im Interesse der wettsreitenden Frauen ist, da diese so erst die Möglichkeit erlangen, sich in der Weltspitze zu inszenieren, so lange der Frauenwettkampf ausreichend annerkannt ist. Das wäre selbst dann noch gegeben wenn eine Protagonistin auf Augenhöhe mit der Männerkonkurrenz streiten könnte, so lange der Erfolg in ihrer Sportart nahezu gleichwertig (finanziell, gesellschaftlich) ist wie unter Männern wird sie wahrscheinlich den einfachen Weg wählen, und die Reproduktion des Zweigeschlechterschemas im Sport unterstützen. Ausnahmen machen stark männlich dominierte Sportarten (Im Eishockey etwa gab es Klagen von Frauen, die im Männerteam spielen wollten, und in der Formel 1 gab es glaub ich mal ne Fahrerin die es über das Testlevel brachte).
    Nun kann die Unterscheidung in Frauen und Männer noch so positivistisch-willkürlich sein, am in der Konkurrenz des Sportes reproduzierten Interesse [der Masse der] als Frauen definierter Menschen, unter sich zu bleiben, ändert das erstmal wenig. Deshalb eignet ja selbst die unselige „Hermaphroditendiskussion“ nicht, die zweigeschlechtlichkeit im Sport aufzulösen: Abgesehen davon dass „männliche Frauen“ (las ich so irgendwo) als Ausnahme dazu herangezogen werden die Regel zu bestätigen, beziehen sich ja auch die Interessen der betroffenen komplett auf die Zweigeschlechlichkeit: Athlet_Innen wie Caster Semenya wollen bei den Frauen starten, ihre Konkurrenz will das Verhindern…

    @ (A): „Bitte darum etwas über die momentane Olympiade selbst zu äußern“. – Warum äußerst du nicht selbst? Allerdings frage ich mich was dieser Link zum konkreten Thema – Skisprung Frauen von Olympia ausgeschlossen – beiträgt. Die Frauen wollen springen, das anti-olympic-movement will keine Olympiade. Definitiv ein Interessenskonflikt.

    P.S.: Übrigens führt selbst die FIDE (Schach) (neben einer gemeinsamen) eine abgestufte Liste für Frauen, nach dem diese sich schon bei einer um 200 Punkte geringeren Elo-Zahl „Großmeisterin“ nennen dürfen. Was im ersten Moment absurd wirkt, dann darauf zu verweisen scheint dass die FIDE davon ausgeht das Frauen nicht nur schwächer, sondern auch noch blöder sind, könnte laut Wikipedia jedoch auch aus Sichtbarkeitserwägungen eingeführt worden sein.

  13. 13 Entdinglichung 17. Februar 2010 um 14:06 Uhr

    abgesehen davon gibt es darüber hinaus genügend gute Gründe, diese olympischen Spiele zu boykottieren bzw. zu ignorieren

  14. 14 ADAM 20. Februar 2010 um 13:17 Uhr

    Die Entscheidungen des IOC, gleich als Frauenfeindliches Machwerk
    Patriarchaler Strukturen entlarvt zu sehen, sobald es Frauen nicht
    uneingeschrenkte „GLEICHSTELLUNG“ zu den Männern zubilligt, wird nicht zum ersten mal beklagt und hat langsam eine nervtötende Tradition.

    Als im Fall Susi Erdmann, eine Ex-Freundin des Bob-Olympiasiegers Christoph Langen, dieser seine Bedenken aüsserte,
    die lauteten:“Warum muss denn Frauen-Bobfahren jetzt schon olympisch werden – 2006 hätte doch auch noch gereicht.“ Oder:“Das regt mich auf, eine Sportart von null auf olympisch hochzupuschen“,lauteten die Anfeindungen etwa so ähnlich wie eure.
    Machos,Neid der Männer,Bastionen fallen u.s.w

    Mit dem Ergebnis, dass obschon eine der vier Rodlerinnen eine Ex-Gewichtheberin war, die Damen nicht eimal in der Lage waren den
    wuchtigen 200kg Bob zum Start zu befördern.Zum Start nämlich, trugen den Bob geau jene nachdenklichen „Machos“ wie Christoph Lange, die ein Problem darin sahen.

    Es sind genau diese Fälle, die das IOC mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im Hinterkopf hat, wenn es eine in
    euren Augen Frauenfeindliche Entscheidung trifft.Es wäre vielleicht sinnvoll, nicht immer gleich mit dem Finger auf die Männer zu zeigen, denn deren Lebensinhalt besteht sicher nicht daraus den Frauen, wo immer sie können, Stöcke zwischen die Beine zu werfen.

    mfg

  15. 15 n.n. 20. Februar 2010 um 14:51 Uhr

    Wo ist denn jetzt dein Argument? Alles was du aussagst, ist, dass Männer den Bob getragen haben.
    Wenn der IOC frauenfeindliche Entscheidungen fällt, dann kann man die kritisieren. Dass da irgendwer der Meinung ist, das kann auch später gemacht werden oder das auch doof findet. Das tut doch überhaupt nichts zur Sache.

  16. 16 Cyrano 20. Februar 2010 um 15:09 Uhr

    Eine weit längere nervtötende Tradition hat natürlich der Ausschluss von Frauen vom Leistungssport im Allgemeinen und von den Olympischen Spielen im Besonderen.
    Könntest du @Adam dein Argument wenigstens dahingehend untermauern, das Aufgrund von Gefahren für die Gesundheit der Athletinnen, etwa aus mangelnder Erfahrung, zu wenig Training, was weiß ich, gerechtfertigt wäre (ich ging erst fälschlich davon aus das wäre die Linie der du folgen wolltest), wäre das Ganze vielleicht zu diskutieren.
    Die meisten Sportwettkämpfe spielen allerdings genau mit dem Nervenkitzel „gleich passiert was – huh, das hat er sie nochmal gut hingekriegt“. Ginge es um Schutz müssten viele Wettbewerbe ganz abgeschafft werden und man dürfte Helden wie „Eddie the Eagle“ gar nicht mehr starten lassen.
    So, damit wäre der vernünftigste mögliche Einwand vom Tisch.

    Deine Argumente, gestützt nur von dem Herrn Lange, von dem mir nicht ganz klar ist was ihn zum herausragenden Experten macht, nur weil er auch erfolgreich in nem Schlitten den Berg runter rutscht, lautet aber: „die Frauen konnten den Bob nicht tragen“ … und das wars schon.
    Belegt sehe ich das nicht, Relevanz ist auch nicht gegeben, und wäre das Tragen des Equipments in irgend einer Art für den Sport von Bedeutung, sei versichtert: die Springerinnen werden ihre Ski mit Sicherheit tragen, die Schanze hinauf und auch wieder hinunter.

  17. 17 kinky 20. Februar 2010 um 17:03 Uhr

    einfach aus einem maskulistenforum rauskopierter blödsinn.
    viererbob für frauen ist immer noch keine olympische disziplin. zweierbob für frauen ist olympisch seit 2002.
    ganz schlimm, wenn das überhaupt stimmt, dass die zwei frauen den 170kg-bob nicht alleine durch die gegend getragen haben. also wirklich.
    http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Olympic_medalists_in_bobsleigh

    Als im Fall Susi Erdmann, eine Ex-Freundin des Bob-Olympiasiegers Christoph Langen,

    achja, was wären frauen ohne männer über die sie definiert werden…

  18. 18 mysa 20. Februar 2010 um 17:49 Uhr

    Also darf auch jede bei Olympia Läuferin sein, die ihre Schnürsenkel nicht alleine gebunden bekommt. xD
    Ja, wenn jetzt schon erfolgreiche Athleten nicht mehr als Experten für ihre Sportart gelten, wer bitte dann? Da hier wohl wenige Olympioniken sich äussern dürften, sollte deren Aussage doch eine gewisse Gültigkeit haben.
    Ich jedenfalls finde Adams Einwurf durchaus einleuchtend. Das von Null auf Hundert-Argument ist beileibe kein schwaches!

  19. 19 kinky 20. Februar 2010 um 19:07 Uhr

    mysa, nein es ist ein sehr schwaches.
    warum frauen, die bob fahren wollen, gleichzeitig gewichtheberinnen sein müssen, hast du noch nicht beantwortet.
    können eigentlich alle männer ihren 170 kg schweren zweierbob alleine tragen?
    das mit den schnürsenkeln: ja, genauso wie die tatsache, dass michael schumacher noch nicht einmal sein kaputten rennwagen selbst repariert. – völlig irrelevant.
    „sollte eine gewisse gültigkeit haben“
    „einwurf einleuchtend“
    „argument kein schwaches“
    bla, bla, bla, kein inhalt, langweilig…………. gähn

  20. 20 frankenstein 20. Februar 2010 um 19:32 Uhr

    gehören die olympiateilnehmer nicht einfach zu einem weiteren elite-kreis, der sich selbst beweihräuchert, auf anderer leute (und umwelt) kosten feiern und neuen nationalstolz in den herzen aufflammen lässt? und da müssen auch mehr frauen ganz dringend mitmachen?

  21. 21 Cyrano 20. Februar 2010 um 19:40 Uhr

    Ja wo setzt du denn die 0 an? Eher bei 105,5 m von der Kleinschanze oder eher bei den überflogenen 200m in Planica? Und Van ist schon lange nicht mehr die einzige, die so weit springt. Und ein Olympionike ist nunmal kein Argument, sondern n´ Olympionike. Wenn der Mist labert, oder irgendne Befindlichkeit äußert, kann mensch das zur Kenntnis nehmen, inhaltlich ablehnen oder zustimmen. Mehr Gewicht hat ein Expertenurteil nur im Bezug auf den Bereich seiner Expertise, und die ist bei Lange eben mit dem Schlitten den Berg runter rutschen. Die Frage ab wann und aus welchen Gründen FRauen das gleiche tun dürfen fällt da nicht rein, insbesondere da das „Argument“ eben nicht auf etwaige Gefahren, zu kleines Starterfeld oder desinteresse der Zuschauer abhebt, sondern einzig auf eine behauptete Unfähigkeit das Sportgerät zu tragen (warum das schon faktisch falsch ist hat kinky belegt), und so ein 0 auf Hundert Ding, mit ner vollkommen willkürlich gesetzten 0.

  22. 22 mysa 20. Februar 2010 um 22:21 Uhr

    Schumi ist ja ein ganz schlechtes Beispiel, kaum ein Fahrer wurde mehr dafür gelobt, so eng mit seinen Mechanikern zusammen zu arbeiten.
    Warum sollte man einen Zweierbob alleine tragen?
    Du bist schon ein kleines Lolbärchen, mehr schreib ich dazu mal nichtmehr lil‘kinky.

  23. 23 leonie 20. Februar 2010 um 22:29 Uhr

    @frankenstein: Jaja die Debatte kennen wir – sind rechte, konservative Politikerinnen super nur weil sie Frauen sind? Nein! Aber es ist trotzdem von Bedeutung, dass die Frauen nun Zugang zu Disziplinen haben obwohl dieser ihnen immer von eben diesen Strömungen verwehrt wurde. Das zeigt einen gesellschaftlichen Wandel der sich maifestiert hat. Besser wird die Politik dadurch natürlich nicht. Andere politische Strömungen waren schon vor 100 Jahren so weit. Dies lässt sich so auch auf die Olympiade anwenden…

    @ADAM: klasse Nick, bye the way…
    was soll dass den bitte für ein Argument sein mit dem Bob? Auch wenn eine Frau einen Bob, der wahrscheinlich von einem Mann für einen Mann konstruiert wurde nicht schleppen kann, können sie trotzdem ne bessere Technik haben oder besser den runtersausen als ein Typ. Männer dürfen keine Eltern sein, weil sie das Kind ich aktiv aus sich rauspressen können und enstehen lassen können, oder was??? So ein Nonsens…
    Das ist doch das typishce an unserer patriarchalen Gesellschaft, dass alles an „Muskelkraft“ gemessen wird, aber selbst im Sport ist nicht alles bloße „Kraft“ sondern Technik, der Witz am Sport ist es ja mit so wenig Kraftaufwand wie möglich zu arbeiten um seinem Gegner durch langere Ausdauer überlegen zu sein.

  24. 24 frankenstein 20. Februar 2010 um 22:46 Uhr

    @leonie: du freust dich dann auch drüber, dass frauen zugang zum militär haben? ich versteh die logik nicht. lautet die devise hauptsache gleich blöd?
    gebe entdinglichung recht, es gibt genügend gründe gegen die olypmischen spiele zu sein. aber hier streitet man sich lieber darüber, wer bei dem scheiß mitmachen darf.

  25. 25 leonie 20. Februar 2010 um 23:16 Uhr

    Damit machst du es dir zu einfach, dass Frauen von bestimmten Dingen ausgeschlossen werden/wurden zeigt uns doch eben die patriarchalen Strukturen, wenn sich in diesen Dingen also etwas ändert zeigt es uns dass diese Strukturen aufgeweicht werden. Was positiv ist. Deshalb muss aber nicht gleich das militär etc positiv zu bewerten sein.

  26. 26 kinky 21. Februar 2010 um 5:37 Uhr

    Das ist doch das typishce an unserer patriarchalen Gesellschaft, dass alles an „Muselkraft“ gemessen wird.

    leonie??? :o :-" <:-p

  27. 27 leonie 21. Februar 2010 um 7:19 Uhr

    ja

  28. 28 frankenstein 21. Februar 2010 um 10:21 Uhr

    versteh ich dich dann richtig, du möchtest, dass frauen (elite-sportlerinnen) erst einen ebenso leichten zugang zu den olypmischen spielen bekommen, um danach sagen zu können „okay, jetzt sind „wir“ – „die frauen“… jaja- drin, wollen aber nicht mitmachen, weil die olympischen spiele eigentlich scheiße sind!“ ? ist das dann ein streit ums prinzip? wär es nicht einfacher sich gleich gegen die olympischen spiele zu stellen und nicht erst all seine mängel beheben zu wollen, womit sich das ganze nämlich in luft auflösen würde?

  29. 29 ADAM 21. Februar 2010 um 16:35 Uhr

    Ich glaube, dass ich meinen Standpunkt noch genauer präzisieren sollte.Ich kritisiere den feste Glaube daran, dass nur die Diskriminierungaufgrund des Geschlechts die Ursache solcher Entscheidungen ist.
    Und um dieses Thema drehen sich dann alle die Diskussionen.So wie
    ich den IOC verstanden habe, ist der Ausschluss der Damen aus dem
    Skisprung, keineswegs eine für alle Ewigkeit festgeschriebene Tatsache.

    Die Begründung ist zum einen, -für mich persönlich eine
    vernachlässigbare Tatsache- ,dass jeder olympische Disziplin schon
    mindestens zwei Weltmeisterschaften vorausgegangen sein müssen.

    Die zweite Begründung jedoch, gerade WEIL es um Olympia geht,erscheint mir enorm Wichtig,
    wenn nicht sogar elementar.Es gäbe schlichtweg nicht genügend professionelle Springerinnen,
    um daraus auf vernünftige Weise, ein komplettes, weibliches Startfeld zu erhalten.
    Mit anderen Worten, es springen NOCH zu wenige Damen auf olympischem Niveau. Aus meiner
    Sicht, werden jene Damen nicht opfer ihres Geschlechts, sondern von legitimen Werten.

    @Cyrano

    Bei Olympia geht es eben NICHT darum, einzig und allein sicherzustellen, dass die Athleten
    und Athletinnen sich nicht verletzen. Jenes nämlich, ist Voraussetzung für jede 0815- Veranstalltung.
    Wäre Olympia noch Olympia, wenn bei den 100m Läufern die Hälfte der Sprinter, zwar un-verletzt, aber Zeiten jenseits der 12s oder 13s erlaufen würden? Und wo läge dann der Unterschied, zu gewöhnlichen Sportfesten? Gibt es nicht eine vertikale Hierarchie, betrachtet man alle bekannten Sportveranstaltungen, an deren Spitze zweifellos Olympia steht?
    Und was genau prädestiniert Olympia, vor allen anderen?

    Olympia duldet keine Mittelmäßigkeit, zu keiner Zeit, vom KOMPLETTEN Feld und nicht nur von einigen wenigen, auch wenn das Verletzungsrisiko nicht gegeben ist.
    Es ist genau jener Olympische Geist, der aus Olympia erst Olympia macht. Der Neben-effekt, so könnte man sagen ist die Tatsache, dass dabei-sein eben nicht alles ist.
    Und das gilt für beide Geschlechter, denn der beschriebene Geist schert sich nicht darum.

    Es gilt also, eine genügend große Anzahl von Athletinnen, im Format einer Anna Häfele zusammenzubekommen. NUR so, – ich bin mir sicher ihr stimmt mir zu- , lässt sich der olympische
    Geist bewahren. Dass Frauen das Zeug dazu haben, auf olympischen Niveau zu springen, sollte jedem klar sein,es sind nur schlichtweg (noch)zu wenige.

    Ob diejenigen, die schon eine olympische Klasse erreicht habe, nicht mit eigener Wertung auch bei den Männern hätten springen können, oder ob ein solches Vorgehen in Erwägung gezogen wurde vermag ich nicht zu sagen, eine Möglichkeit aus dem Dilemma wäre es allemal.

    Grüße ADAM

  30. 30 tee 21. Februar 2010 um 17:09 Uhr

    freudscher verschreiber, kinky ;)

  31. 31 leonie 21. Februar 2010 um 23:55 Uhr
  32. 32 ADAM 22. Februar 2010 um 11:12 Uhr

    @ Leonie

    Dass es schlichtweg zu wenige professionelle Springerinnen gäbe ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern die offizielle
    Begündung des IOC.

    Auch kenne ich den Maßstab des IOC nicht, er dürfte aber ganz offensichtlich etwas schärfer gestrickt sein als der einer WM.
    (Schon allein der vertikalen Hierarchie wegen!)

    Aus Ihren Links wird man auch nicht schlauer, denn über die Anzahl der Topspringerinnen steht dort nichts, auch nicht wie-
    viele das Zeug zu einer olympischen Qualifizierung besäßen.

    Sollte ich etwas aufschlussreiches entdecken, werde ich euch selbsvertändlich informieren.

    „@ADAM: klasse Nick, bye the way…“ Danke für die Blumen!!

  33. 33 mysa 22. Februar 2010 um 11:19 Uhr

    Hah, dann muss man zumindest mal das Militär hier positivst bewerten. ;-)

  34. 34 leonie 22. Februar 2010 um 12:11 Uhr

    tja daran sieht man eben, dass das IOC lügt..

  35. 35 ADAM 22. Februar 2010 um 13:55 Uhr

    @Leonie

    Dass der IOC lügt, ihre Entscheidungen also NICHT mit dem Erhalt
    von elementaren Werten, Anforderungen an sich selbst und Erwägungen
    im Sinne des olympischen Geistes zu tun haben, ihre Werte also
    nicht einer: „We want it all and we want it now“ Philosophie geopfert sehen zu wollen, vermögen sie mit letzter Sicherheit zu
    sagen?

    Ich denke diese Sicherheit hat keine(r) in diesem Blog, einschließlich meiner Wenigkeit.

    Grüsse

  36. 36 mysa 22. Februar 2010 um 15:43 Uhr

    Man könnte auch herauslesen, dass sich die deutschen Springerinnen, aufgrund einer überschaubaren Konkurrenz, sehr gute Medaillenchancen schon in jungen Jahren ausrechnen.
    Aber weil Olympia ja Kommerz ist, und bei knackigen Springerinnen die meist männlichen Zuschauer bestimmt abschalten, vermute auch ich hier eine Diskriminierung wegen des Geschlechtes…

  37. 37 leonie 20. November 2010 um 14:01 Uhr

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