Die Pille danach – Ein Erlebnisbericht

Ich hab sie gebraucht. Die Pille danach. Das ganze spielte sich klassisch nachts so gegen 1:38 ab und ein gerissenes Kondom war der Auslöser. Ich bin nicht wirklich unvorbereitet in solchen Situationen schließlich kann so was ja immer passieren. Ich schalte also den Laptop an und lasse meine fruchtbaren Tage auf irgendeiner „Ich-will-ein-Kind-Seite“ berechnen. Und Volltreffer ihre fruchtbaren Tage sind im Zeitraum vom 25.2-2.3. Wer weiß wie die „Pille danach“ wirkt, weiß dass wenn der Eisprung schon stattgefunden hat, die Pille nicht mehr wirksam ist. Deshalb ist eine frühzeitige Einnahme, am besten in den ersten 12 Stunden nach dem „unverhüteten“ Geschlechtsverkehr ratsam.
Ich bin also kurz genervt fruchtbar zu sein (falls diese Seite recht hat aber auch so hätte ich mir das Ding reingehauen, nur jetzt hatte ich es eilig), gebe aber dann als nächsten Suchbegriff „Nachtapotheke“ ein und 2 Stunden später hab ich das Ding intus. Ich weiß nicht ob ich mich je darüber gefreut hab in Österreich und nicht mehr in Deutschland zu leben, aber in diesem Moment habe ich es auf jeden Fall. Ich muss also wirklich nicht mitten in der Nacht ins Krankenhaus, oder am nächsten morgen, nach einer schlaflosen Nacht, zum Arzt/Ärztin, nein ich kann die „Pille danach“ eigenverantwortlich in der Apotheke holen.
Und es gibt keinen besseren Schutz vor ungewollten Schwangerschaften, als sich die „Pille danach“ so schnell als möglich aus der nächsten Apotheke zu holen. Außerdem ist es unser Recht, Kontrolle über unsere Fruchtbarkeit zu haben!
Also super neues Gesetz. Ob es in Deutschland auch mal soweit kommen wird, bleibt aber weiterhin fraglich.

Update: Wahnsinn und dann lese ich heute sowas: Vorarlberg will die Rezeptpflicht zurück. Zu viele „Pillen danach“ verkauft. Schrecklich Frauen erlangen Kontrolle über ihren eigenen Körper und müssen dazu nicht erst zum/r Arzt/Ärztin rennen. Vollkommen egal wie viele verkauft werden.
Vielleicht bunkern die schlauen Vorarlbergerinnen auch nur um für die nächste konservative Wende ausgerüstet zu sein.

Tipp: wer jetzt eine „Pille danach“ kauft, hat ein Jahr lang Haltbarkeit und Notfallverhütung in der Hausapotheke.


84 Antworten auf “Die Pille danach – Ein Erlebnisbericht”


  1. 1 zitrone, b. 27. Februar 2010 um 0:34 Uhr

    oh man, diese situation des gleich früh morgens total verplant zum arzt gehen und den fragekatalog der unanehmlichkeiten durchgehen… igitt. das erlebte ich einmal.
    ich hoffe, dass es nicht zurück zur rezeptpflicht geht und dass in hiesigen region diese pflicht auch bald zum alten eisen gehören wird.

  2. 2 dodo 27. Februar 2010 um 0:53 Uhr

    wie war das denn mit nebenwirkungen und so?

  3. 3 n.n. 27. Februar 2010 um 3:58 Uhr

    Liebe Leonie, vielen Dank für diesen wirklichkeitsnahen Bericht.

    Pseudokritische Nachfragen aus katholische-lebensschützerischer Perspektive bitte unterbinden!

  4. 4 n.n. 27. Februar 2010 um 3:59 Uhr

    Danke für den Bericht, liebe Leonie!

  5. 5 leonie 27. Februar 2010 um 10:01 Uhr

    Also, ich habe nichts gemerkt, außer ein minimales Ziehen in der Brust was nicht wirklich heftig war und auch nur von sehr kurzer Dauer.

  6. 6 laylah 27. Februar 2010 um 10:46 Uhr

    ich habse schon viermal genommen und nie was gemerkt.

  7. 7 nummer.drei 27. Februar 2010 um 11:39 Uhr

    eine freundin von mir hatte schlimme nebenwirkung im zusammenspiel mit thc. solche mischungen vielleicht einfach sein lassen :o

  8. 8 leonie 27. Februar 2010 um 11:58 Uhr

    Ich jetzt auch schon zum zweiten mal, völlig nebenwirkungsfrei…

  9. 9 10ada01 27. Februar 2010 um 16:59 Uhr

    darf ich mich kurz aufregen? eisprung ausrechnen (wie es diese „ich will kein kind“ seiten machen) is totaler schwachsinn wenn man nicht entweder vorher basaltemperatur oder zervixschleim beobachtet (am besten beides)oder nen lh-test macht(gibts auch in der apotheke), alles andere is stochern im nebel, da kann frau auch auswürfeln ob sie fruchtbar ist^^. also bitte bitte bitte verlasst euch nicht auf sowas.

    ansonsten toller artikel ich hoffe ja immer noch das es in deuetschland irgendwann auch so einfach ist.

  10. 10 dodo 27. Februar 2010 um 23:34 Uhr

    @n.n.:

    Liebe Leonie, vielen Dank für diesen wirklichkeitsnahen Bericht.

    Pseudokritische Nachfragen aus katholische-lebensschützerischer Perspektive bitte unterbinden!“

    solltest du meine frage nach nebenwirkungen damit meinen – ich kann dich beruhigen. wie es überall auf diesem blog zu lesen ist: ich bin weder „lebensschützer“ noch gegen die pille danach. ich schreib ja schon eh die ganze zeit PRO recht zur abtreibung und PRO pille danach ohne rezept. von dem her wundert es mich, wie zum geier du immer auf derartige theorien kommst!
    meine nachfrage war auch weder pseudo (sondern ernst gemeint), noch kritisch. es interessiert mich einfach, weil ich aus dem engen freundeskreis eben weiß, daß die individuellen körper verschieden auf die pille danach reagieren – von null problemen bis hin zur kotzerei.
    das ist ein aspekt, den man nicht ignorieren sollte, im gegenteil – man sollte darauf aufmerksam machen und es sollte daran gearbeitet werden, die pille (danach oder normal) immer weiter zu verbessern, um sie verträglicher für die frauen zu machen.
    man sollte darüber reden, um sich gegenseitig zu unterstützen, zu helfen, um tips austauschen zu können, wie zum beispiel die nebenwirkungen, die bei manchen nunmal auftreten, zu lindern sind.
    was du für ein problem damit hast, ist mir schleierhaft.
    ich bin ja froh, daß leonie keine pprobleme hatte, freut mich ehrlich! aber man sollte auch dafür sorgen, daß alle frauen problemlos die pille danach nhemen können.
    DESwegen meine nachfrage.
    denn hätte leonie beispielsweise kotzen müssen, hätte ich ihr die empfehlung geben können, heißes wasser mit pfefferminzöl zu inhalieren. laut 2 meiner freundinnen (ich persönlich war noch nie in der lage, mir die pille danach besorgen zu müssen auf holz klopf*) hat das geholfen, den brechreiz erheblich zu mildern.

    du weißt genau, daß ich hier auf dem blog ständig gegen idioten wie abtreibungsgegner anschreibe, daß ich hier die rezeptfreie pille danach unterstütze.
    aber deine versuche, mich persönlich wegen meiner religion anzugreifen, verschiebt den fokus auf eine zankerei, die sehr kontraproduktiv ist.
    denn statt diesen thread hier optimal zu nutzen, indem man (positive UND negative) erfahrungen austauscht, ehrliche nachfragen stellt, sich unterstützt und tips austauscht, verschiebst du mit deiner persönlichen abneigung gegen mich die diskussion auf einen unnützen streit, der noch nicht mal auf fakten beruht (schließlich BIN ich nicht gegen die pille danach, also was soll denn das).
    findest du das gut?
    es ist durchaus in ordnung, kritik an kirche zu üben – da, wo es hingehört. in DIESEM thread war aber bislang keine rede davon, bis du das ins spielfeld geworfen hast und von der eigentlichen intention von leonies beitrag (und dem potential, das es in sich hat) abgelenkt hast, indem du mich grundlos angreifst.

    falls dein kommentar NICHT auf den meinigen bezogen war (auf was aber sonst?), entschuldige ich mich.

  11. 11 Efill 01. März 2010 um 21:36 Uhr

    erstens. warum ist ER nicht zur apotheke gefahren?

    zweitens. verwechselst du nicht verpeilt mit eingenverantwortlich?

    drittens. hier vermisch sich zu meinem unwohlsein die biologie etwas mit der kultur. biologistisch gibt es eine ungleichheit, die kulturell ausgeglichen werden sollte. und da finde ich diese verschreibungspflicht in deutschland auch ganz schlimm (gibt es den einen missbrauch anders als eigenverantwortung?), aber noch viel schlimmer ist die fortschrittslosigkeit der möglichkeiten die eigene biologie (irgendwie anders) zu steuern (vielleicht sogar gemeinsamm). zementiert durch einstellungen wie frau-nimmt-pille-und-gut und ich(als-frau)-nehm-die-pille-und-gut.

    tut mir leid, aber ich finde den post etwas ungenügend.

  12. 12 leonie 02. März 2010 um 0:38 Uhr

    1. Ich und Er sind da zusammen hin gelatscht.
    Zum Thema Kosten. Die wurden geteilt nach einer Diskussion die ungefähr so ablief.
    „Ist da teuer“
    „16 €.“
    „ok, muss ich da die Hälfte zahlen?“
    „Nein, du hast abgespritzt ab jetzt ist es mein Problem!“(ironisch)
    „Ok, sorry.“

    2. Nein ich verwechsle hier nichts. Notfallverhütung wird frau immer brauchen und es liegt in meinem ermessen, wann ich diese eigenverantwortlich nehmen will oder auch nicht.
    Was davor passiert ist spielt bei der Entscheidung (die ich eigenverantwortlich treffe) keine Rolle!
    Und das mit dem verpeilt, soll das jetzt ne Stigmatisierung sein? Alle Frauen die die Pille danach nehmen sind verpeilt = unverantwortlich. Schwachsinn!

    3. Dieses denken Frau=Verhütung ist ziemlich Scheiße und krass verankert. Viele Männer setzen sich ziemlich wenig damit auseinander. Nervt!

  13. 13 mysa 02. März 2010 um 11:06 Uhr

    Verstehe ich den zweiten Punkt richtig? Gemeinsam wird verhütet, aber wenn’s dann schief geht und eine Schwangerschaft droht hat er nichts mehr zu sagen?

  14. 14 Jess 02. März 2010 um 11:12 Uhr

    ich brauchte neulich auch die pille danach.
    da ich ein rezept brauchte, bin ich zur frauenärztin. ich bin mir recht sicher, dass ich meinen eisprung gerade kurz vor dem unfall hatte. oh je. die ärztin sagte, die pille danach verhindert eine einnistung des eis und ich fühlte mich sicher, nun lese ich in dem von dir verlinkten wikipedia-artikel, dass das umstritten ist! nun muss ich wohl abwarten…

    ich fühle mich nun recht gut damit, von einer ärztin betreut zu werden, auch wenn ihre kompetenz nun durch dieses detail für mich kritisch zu sehen ist. ich kenne noch von früher auf dem land die moralisierenden sprüche, denen ich in so einer situation ausgesetzt war und das war diesmal gar nicht so – meine größte angst wegen der rezeptpflicht. stattdessen bin ich nun froh, (weil ja alles so unklar bleibt bis hoffentlich die regel da ist), dass da ne ärztin ein auge drauf hat und mir sofort helfen kann, wenn ich abtreiben muss. drückt mir die daumen, dass die pille gewirkt hat!

    nebenwirkungen waren bei mir ähnlich wie damals bei der pille. ein bisschen übelkeit, ein bisschen ziehen in der brust und der unangenehme gedanke, voller künstlicher hormone zu sein.

  15. 15 leonie 02. März 2010 um 11:13 Uhr

    was?
    ja gemeinsam verhüten, auch ein Mann der kein Kind zeugen will, sollte seine Fruchtbarkeit kontrollieren.
    Und wenn es aber schief geht und die Frau schwanger wird, sollte sich der Mann auch dafür einsetzten, dass die Frau mit der er Sex hatte, das Recht gewährleistet bekommt selbst über ihren Körper zu verfügen. Kein Sex der Welt gibt einen Mann Verfügungsgewalt über meinen Körper, ich nehme die Pille danach oder auch nicht, ich treibe ab oder auch nicht…

    Soll etwa jeder der seinen Schwanz in eine Frau steckt dadurch auch gleich Mit-Kontrolle über deren gesamten Organismus erhalten? Lächerlich, die Frau hat ja auch kein REcht mitzuentscheiden ob du dir die Samenleiter durchschneidest oder nicht, obwohl das für sie die einfachste Lsg wäre.

  16. 16 sv 02. März 2010 um 11:15 Uhr

    Vielen Dank für den tollen, persönlichen Artikel! :) Hat mich sehr gefreut. Ich hoffe, es ist alles glattgegangen!

  17. 17 mysa 02. März 2010 um 11:52 Uhr

    Also wird gemeinsam verhütet, Kondom konkret und beide haben die Gewalt darüber, aber passieert ein Fehler, geht alle Entscheidungsgewalt auf die Frau über. Mehr war gar nicht meine Frage, lass dich nicht so von mir auf die Palme bringen.
    Ich finde das dann nur etwas unfair verteilt. Immerhin besteht doch dann die Möglichkeit, das trotz korrekten Verhaltens er ein Kind zu versorgen hat, das er nicht wollte. Auf mehr wollte ich gar nicht hinaus.
    Wo hier ja an anderer Stelle so sehr über böse Ausdrücke lamentiert wird, warum ist es erlaubt erzürnt von Schwänzen zu schreiben, aber vermutlich nicht von Fotzen?
    Naja, Nebenschauplatz.

  18. 18 Christian 02. März 2010 um 12:50 Uhr

    „Dieses denken Frau=Verhütung ist ziemlich Scheiße und krass verankert. Viele Männer setzen sich ziemlich wenig damit auseinander. Nervt!“

    In der Tat sollte dem Mann das Thema Verhütung wichtig sein.

    In Deutschland dürfte es sich innerhalb einer festen Beziehung aber regelmäßig auf die Frage reduzieren, ob sie die Pille nimmt oder nicht, da die meisten Männer damit einverstanden sind und lediglich einige Frauen bedenken haben.
    Bei einem One-Night-Stand würde ich mich persönlich immer durch ein Kondom absichern, schon wegen Eigenkontrolle und Krankheiten, aber ich möchte kurz zu bedenken geben, dass die Frau in diesem Fall zumindest einen Wissensvorsprung hat:

    Sie weiß, ob sie die Pille nimmt, was ja auch außerhalb einer Beziehung nicht unüblich ist oder ob sie gerade eben ihre Tage hatte oder diese gerade bevorstehen und damit eine Schwangerschaft sehr unwahrscheinlich ist, weil die fruchtbaren Tage sehr entfernt sind. Vergleichbare alltagstaugliche aber unsichtbare Verhütungsmethoden gibt es für den Mann nicht, so dass die Frau besser im Bilde ist. Meist wird es wohl gutgehen, weil man in der Regel ja zumindest davon ausgehen kann, dass auch die Frau nicht schwanger werden will und die Wahrscheinlichkeit damit hoch ist, dass sie eine dieser „unsichtbaren Verhütungsmethoden“ gewählt hat.

    Für mich hätte es trotzdem was von russischen Roulette und ich würde als Mann immer auf ein Kondom bestehen oder zumindest nachfragen, wie aus ihrer Sicht die Verhütung geregelt ist.

  19. 19 leonie 02. März 2010 um 15:20 Uhr

    Ok, wenn „Schwanz“ beleidigend wirkt etc., dann entschuldige ich mich hiermit. (ich persönlich benutze aber auch Fotze, einfach um es positiv zu assoziieren, aber anderes Thema, ne Fotze is ja an und für sich was wirklich großartiges!) Und dieses Thema treibt mich aber leider auf die Palme.

    das trotz korrekten Verhaltens er ein Kind zu versorgen hat, das er nicht wollte.

    Ja Männer haben einen Nachteil, weil das einzige Verhütungsmitte, dass sie benutzen können relativ unsicher ist. Wäre also mal einen Aufschrei der Männer wert, nach einem ähnlichen sicheren Mittel wir die Pille.

    Aber was ein Mensch mit seinem Körper anstellt, ist eben seine/ihre eigene Sache und es geht einfach nicht, dass eine Frau mit einvernehmlichen Sex, Verfügungsgewalt über ihren Körper auf den Partner übertragt, das ist aber leider ein Grundgedanke des Patriarchats.

  20. 20 frankenstein 02. März 2010 um 15:31 Uhr

    und dein lösungsansatz ist dann also die verfügungsgewalt des mannes über den körper der frau? mir käme da eher verhütung für männer in den sinn.

  21. 21 Christian 02. März 2010 um 16:18 Uhr

    „Aber was ein Mensch mit seinem Körper anstellt, ist eben seine/ihre eigene Sache und es geht einfach nicht, dass eine Frau mit einvernehmlichen Sex, Verfügungsgewalt über ihren Körper auf den Partner übertragt, das ist aber leider ein Grundgedanke des Patriarchats.“

    Ich bin der Auffassung, dass es nicht anders machbar ist in einer modernen Gesellschaft und beim gegenwärtigen Stand der Technik als die alleinige Entscheidung über eine Pille danach oder eine Abtreibung der Frau zu überlassen.

    Wenn in ferner Zukunft die Medizin weiter ist und die Abtreibung absolut folgenlos für den Körper der Frau ist, dann könnte ich mir allerdings ein solches Mitspracherecht oder gar ein Vetorecht des Vaters, (nicht aber ein Geburtszwangrecht) bis zu einem gewissen Stadium der Schwangerschaft (zB 4. Woche) vorstellen. Schließlich ist es nur ein Zellhaufen, der dann getötet wird, da sollten seine Interessen höher bewertet werden. Wahlweise kann sie sich doch entscheiden, dass Kind zu gebären, dann aber ohne finanzielle Verpflichtung für ihn.

    Wie das zu Bewerten wäre, wenn es eine Pille danach ohne Nebenwirkungen für sie geben würde? Wenn eigentlich klar war, dass verhütet werden sollte, wo belastet sie dann eigentlich ein Mitspracherecht des Vaters in dem gerade angegeben Sinne? Sie verhindert ja nur die Einnistung, was keinen Gewissenskonflikt begründen dürfte.
    Zumindest moralisch wäre sie meiner Meinung nach schon gehalten auch seine Meinung zu berücksichtigen, wenn etwas schief gegangen ist und sie sich vorstellen könnte das Kind zu bekommen.

  22. 22 leonie 02. März 2010 um 17:50 Uhr

    Ok einatmen ausatmen, ich versuche ruhig zu bleiben, aber bitte was… egal wie weit die „Technik“ ist, ein Mann darf nur weil er mit einer Frau Sex hatte nicht darüber entscheiden, was mit ihrem Körper geschieht. Ende. Und ein Vetorecht heißt ja wohl das einer in dem Fall der Mann seinen Willen durchsetzt, und ab zur Zwangsabtreibung mit ihr, Pech gehabt wenn sie Sex hat. Ist halt nichts für Frauen…

    Die Lösung ist nicht dem Mann Kontrolle über dem weiblichen Körper zu geben, sondern Kontrolle über seine eigene Fruchtbarkeit!!!!

    Und wenn der Staat für Kinder oder Mütter aufkommen würde müsste der Vater nichts zahlen, der hat aber keinen Bock für sowas Geld auszugeben, deshalb lieber traditionelles Rollenbild fördern.
    Der Frau ist es aber glaub ich egal wer sie finanziell unterstützt, nur Unterstützung bedarf es.

  23. 23 Christian 02. März 2010 um 18:11 Uhr

    @leonie

    ich denke mir den folgenden Fall:

    Prämisse ist eine Pille danach ohne Nebenwirkung.
    Beide schlafen miteinander und benutzen ein von ihr zur Verfügung gestelltes Kondom, da beide keine Kinder wollen. Im Nachhinein stellt sich heraus, dass das Kondom fehlerhaft war und sie schwanger werden könnte, wenn sie nicht die Pille danach nimmt.

    Sie teilt mit, dass sie es sich nunmehr anders überlegt habe und sie nunmehr eine Einnistung des befruchteten Ei zulassen wolle. Er teile mit, dass er an dem ursprünglichen Plan festhalten will und kauft die Pille danach, die in diesem Beispiel keine Nebenwirkungen hat, und bietet ihr die Pille an.

    Der einzige Nachteil bei ihr besteht in meinem Beispiel darin, dass sie diese Pille nehmen müßte. Der Nachteil für ihn besteht darin, dass er ansonsten ca. 20 Jahre Unterhalt zahlen muß, obwohl sie beide den Sex einvernehmlich mit dem Willen durchgeführt haben, dass Kind nicht zu bekommen.

    Wie würdest du bei dieser Konstellation eine Verweigerung der Frau, die für sie nicht nachteilige Pille zu nehmen und die Einnistung des Ei zu verhindern moralisch rechtfertigen?

    Ich sehe keinen Weg. Allenfalls die Überzeugung, dass Leben bereits mit Befruchtung beginnt und dann die Pille danach eine Tötung von Leben ist wäre eine Ausnahme, die aber nicht sehr verbreitet sein dürfte.

    Die „Kontrolle über den weiblichen Körper“ beschränkt sich hier auf eine Verhinderung der Einnistung. Das würde ich nicht als Kontrolle bezeichnen, eher würde ich die Entscheidung ein gemeinsames Kind zu bekommen, obwohl es anders abgesprochen war, als Entscheidung über sein Leben bezeichnen.

    Aber wie gesagt, es ist ein sehr theoretisches Beispiel.

  24. 24 n.n. 03. März 2010 um 11:48 Uhr

    „Ich finde das dann nur etwas unfair verteilt. Immerhin besteht doch dann die Möglichkeit, das trotz korrekten Verhaltens er ein Kind zu versorgen hat, das er nicht wollte.“

    Wieso unfair verteilt? Erklär‘ mal!

  25. 25 frankenstein 03. März 2010 um 14:38 Uhr

    in der ZEIT wird gerade ganz eifrig über das thema „ungewollte vaterschaft“ diskutiert, das mysa hier angeschnitten hat. „die macht der frauen und die angst der männer
    bei den kommentatorInnen finden sich zwar viele männer, die offensichtlich kein interesse am kinderkriegen haben (weder gewollt noch ungewollt), aber interessanterweise ziehen dabei die wenigsten eine sterilisation in erwägung.
    mal abgesehen davon dreht sich letztendlich natürlich mal wieder alles ums geld, also um die unterhaltskosten und nicht etwa darum, ob da nun das eigne erbgut weitergegeben wurde.

  26. 26 Miezchen 03. März 2010 um 21:33 Uhr

    „Und es gibt keinen besseren Schutz vor ungewollten Schwangerschaften, als sich die „Pille danach“ so schnell als möglich aus der nächsten Apotheke zu holen“

    Sorry, aber das ist falsch. Es gibt einen besseren Schutz als die Pille danach, nämlich die Spirale danach. Damit hängt auch dein zweiter Überlegungsfehler zu Grunde: Eisprung nachrechnen wenn nicht NFP machst, bringt nichts, kannst maximal sagen, unmittelbar nach der Periode ist das Risiko geringer. Ist aber auch nur eine Tendenz. Aber zum eigentlichen Problem:

    Die Pille danach verzögert den Eisprung. Hat er schon stattgefunden, war der Stress, die 16 Euro und die Hormondröhnung für nichts. Es gibt in deiner Situation ja nur drei Möglichkeiten, vorausgesetzt, du bist mit deinem Partner grundsätzlich fruchtbar: 1. Du hattest keine fruchtbaren Tage, also war die Pille danach unnötig. 2. Der Unfal und vor allem die Einnahme der Pille danach geschah vor deinem Eisprung, dann hat sie geholfen. 3. Der Eisprung hat schon stattgefunden, also kannst trotz Pille danach schwanger sein (deshalb wird auch empfohlen, trotz Pille danach nach 18 Tagen einen Test zu machen).
    Bei einer schnellen Einnahme der Pille danach bewegt man sich je nach Quelle zwischen 80 und 95% Sicherheit, bei der Spirale danach eben 99%. Und diese hat noch mehr Vorteile: Es eilt so nicht und man hat für die Zukunft eine gesicherte Verhütung. Und man erspart sich diese künstlichen Hormone. Deshalb bin ich bei der Abschaffung der Rezeptpflicht skeptisch, weil bei einem Gang zum Arzt die Alternative Spirale danach thematisiert werden kann. Gerade für Frauen, die keine künstlcihen Hormone wollen und solche, die auf keinen Fall eine Schwangerschaft riskieren möchten, ist sie geeigneter.

  27. 27 dodo 04. März 2010 um 6:05 Uhr

    „Deshalb bin ich bei der Abschaffung der Rezeptpflicht skeptisch, weil bei einem Gang zum Arzt die Alternative Spirale danach thematisiert werden kann.“

    Es braucht aber keinen Gang zum Arzt, um die Spirale danach zu thematisieren. Und ein Gang zum Arzt ist noch lange keine Garantie dafür, daß der sie überhaupt anspricht.

  28. 28 Petra 06. März 2010 um 13:45 Uhr

    Ich musste die Pille-Danach auch schon ein paar Mal nehmen, weil das Kondom nicht gehalten hat. Was hätte ich mich über eine Regelung, wie sie in Österreich praktiziert wird gefreut. Statt dessen musste ich mir genervte Ärzte im Krankenhaus antun, weil eben besagte Ärzte auch keinen Bock haben sich am WE mit diesen Lapalien rumzuschlagen.

  29. 29 Lori 06. März 2010 um 14:21 Uhr

    Schöner Post!
    Würde mich auch wohler fühlen, wenn in Deutschland das so geregelt sein würde wie in Österreich. Für den Zweck habe ich mir aber mal in Dänemark 2 Packungen der Pille danach geholt, für den Fall der Fälle.

  30. 30 Miezchen 06. März 2010 um 16:41 Uhr

    Unter Umständen ist die Pille danach angebracht, habe selbst auch davon Gebrauch gemacht. Aber sie gibt ein falsches Gefühl der Sicherheit. Geplatzte Kondome kommen eben vor, deshalb sollte frau sich vorher Gedanken machen, wie sie zusätzlich verhütet, das kann hormonell oder auch anders sein. Der rezeptfreie Zugang veranlasst vielleicht auch Frauen, keine zusätzliche Verhütungsmethode zum Kondom (oder gar keine) zu wählen, weil sie ja rezeptfrei erhältlich ist, während sie für die normale Antibabypille zum Frauenarzt muss.

  31. 31 leonie 06. März 2010 um 17:59 Uhr

    @Miezchen: Klar nur die Frau, soll sich Gedanken machen! Super Einstellung…

  32. 32 Stephanie 06. März 2010 um 19:10 Uhr

    Eisprünge trotz Pille kommen auch vor, und hinterhältige Spermien schleichen sich an chemischen Verhütungsmitteln vorbei;-) Keine Verhütungsmethode bietet komplette Sicherheit (und vermutlich haben auch schon Leute, die sich haben sterilisieren lassen, danach Kinder gezeugt). Wenn man Geschlechtsverkehr hat und die beteiligte Frau nicht schon lange vorher in den Wechseljahren war, kann das immer in einer Schwangerschaft resultieren.

    Die Idee, Kondome zu nutzen und, falls diese reissen, die Pille danach zu nehmen, klingt für mich eher interessant. Mich würde interessieren, ob dauerhafte Pilleneinnahme oder zweimal im jahr die Pille danach nehmen schädlicher für den Körper ist
    (die normale Pille verhütet bei mir dadurch, dass ich leicht depressiv werde und eh keine Lust mehr auf sexuelle Sachen habe – abgesehen davon, dass ich eh keine Medikamente nehmen mag, die dauerhaft meinen halben Hormonhaushalt umkrempeln).

    Als Beitrag zur Statistik: Ich habe auch zweimal die Pille danach genommen und gar nichts davon bemerkt – obwohl ich echt Horror davor hatte und mein damaliger Fraund und ich uns schon mit Graubrot und Eimer vor dem Fernseher eingerichtet hatten;-)

    Natürlich kann es fiese Nebenwirkungen geben (siehe Dodos Beitrag), aber ich vermute, dass die „Danach-Pillen“ heutzutage sehr viel verträglicher sind als früher und viele der Horrorgeschichten, die man kennt, aus älteren Zeiten stammen. Nein, das ist keine Aufforderung, die Dinger aus Spaß zu nehmen.

  33. 33 Miezchen 06. März 2010 um 20:49 Uhr

    @ Leonie
    Natürlich die Frau. Die ist im Fall einer unerwünschten Schwangerschaft die Hauptleidtragende. Das Gedankenmachen kann natürlich auch so aussehen, dass sie mit Männern, denen Verhütung schnuppe ist, gar nicht erst ins Bett geht:d

    @ Stephanie

    3mal habe ich die Pille danach genommen, einmal Tetrogynon als ich noch 15 war, einmal Duofem und zum letzten Mal Unofem. Tetrogynon ist nichts anderes als eine hochdosierte Antibabypille, entspricht etwa wie wenn man 2mal 5 Mikropillen einnimmt. Später wurde Duofem und dann Unofem eingeführt (als man merkte, dass es sinnvoller ist die Hormondosis auf einmal zu nehmen als im 12 Stunden Abstand). Beide bestehen nur aus Levonorgestrel, haben keine Östrogene. Entsprechen in ihrer Dosierung in etwa 50 Minipillen. Also auch der Hormonhammer. Die Dosierung ist seit über einem Jahrzeht die gleiche, also keine Märchen bitte mit modernen, verträglicheren „danach-Pillen“. Es ist nur ein neues Präparat auf den Markt gekommen, dessen Sicherheit höher sein soll, wird aber kaum verschrieben, weil es erstens zu teuer und zweitens noch viel unverträglicher ist.

    Ob es schädlicher ist, zweimal im Jahr diese Dosis zu nehmen, statt eine niedrigere Dosis das ganze Jahr durch, kann ich schlecht beurteilen, vertrage künstliche Hormone so oder so schlecht. Die Kombination Kondom+Pille danach bei einem Unfall ist Humbug, wenn eine Schwangerschaft wirklich unerwünscht ist. Erstens bedingt das, dass man die Kondompanne wirklich bemerkt, zweitens hilft die Pille danach nur, wenn der Eisprung schon stattgefunden hat. Bei korrekter Einnahme ist die Pille zu 99,irgendwas % sicher, die Pille danach nur zu 80-90%. Sicher hilfreich in der Not, aber kein sicheres Verhütungsmittel. Ist ungefähr im Bereich des Coitus interruptus anzusiedeln.

    Alternativen gibt es mehr als genug, sowohl für die normale, dauernde Verhütung, als auch für die Notfallverhütung. Aber die sind nicht so beliebt, da sie ein wenig unangenehmer als Smartieschlucken sind. Stichwort Kupferspirale/Kupferkette, im Notfall eine Sicherheit von über 99% (und die Verhütung für die nächsten Jahre ist erst noch gesichert).

  34. 34 Christan 06. März 2010 um 21:22 Uhr

    @leonie

    Miezchen sprach von zusätzliche Verhütungsmethoden neben dem Kondom. Welche VErhütungsmethoden bleiben denn da dem Mann noch über die er nachdenken kann?
    Letztendlich muss doch wohl die Frau entscheiden, ob sie bereit ist die Pille zu nehmen oder?
    Ich kann mir jedenfalls die feministische Reaktion vorstellen, wenn ein Mann sagen würde, dass seine Frau zusätzlich zu dem Kondom noch die Pille nehmen soll: Pille nehmen ist ein Recht der Frau und von ihr alleine zu entscheiden!

  35. 35 Miezchen 06. März 2010 um 22:24 Uhr

    @ Christian
    Ein Mann kann sich unterbinden lassen, kommt aber erst ab einem bestimmten Alter in Frage. Bleibt eben nur das Kondom übrig, das an sich alleine zu unsicher ist, bei einem Unfall ist es wiederum die Frau, welche die Pille danach nimmt. Fair ist es, wenn der Mann sich auch mit Verhütung auseinandersetzt und der Frau hilft, ihre optimale Methode zu finden. Häufig „bestehen“ Männer auf die Pille und der Rest ist ihnen egal. Ist immer ein netter A…loch-Test, wenn man einen Mann nach der Verhütung fragt.
    - Wie verhütet Ihr?
    - Sie nimmt die Pille
    - Welche Pille genau?
    - ähm, keine Ahnung, irgendeine Pille
    - Minipille, Mikropille? Gestagene der 2. oder 3. Generation?
    - keine Ahnung, echt nicht.

    Leider kennt die Mehrheit der Männer nicht mal den Markennamen der Pille ihrer Partnerin, geschweige denn hat ne Ahnung über die spezifischen Risiken. Aber: Da liegt teilweise auch eine Mitschuld der Frauen, die Verhütung als ihre Sache ansehen. Ein wirklich netter Freund setzt sich mit Verhütung auseinander, hat wirklich eine Ahnung. Hat seine Freundin mehrmals gefragt, ob sie nicht was anderes statt Pille nehmen will wegen den Nebenwirkungen und sie reagiert immer genervt, dass er sich ihr da einmischt…

  36. 36 dodo 06. März 2010 um 22:29 Uhr

    @Christian:
    Natürlich hat die Frau allein zu entscheiden, ob sie das Dingens nimmt!
    Trotzdem kann sich der Mann nicht nur mit Kondomen beteiligen.
    Auch, wenn die Frau die Pille nimmt, kann er sich Gedanken drüber machen und sie unterstützen: zum Beispiel die Hälfte der Kosten zahlen, ne „Notfallration“ bei sich bunkern, wenn’s mal zu ner spontanen Übernachtung kommt.
    Er kann auch über Sachen nachdenken wie: vertragen sich das Kondom und das Gleitgel überhaupt? oder bei der recherche helfen, wenn ein neues verhütungsmittel ins auge gefasst wird, mit ans pille nehmen denken helfen, evtl eine sterilisation (es gibt mehr männer, die das machen, als man meinen mag… bei männern ist das auch reversibel), die Pille von der Apotheke holen als Gefälligkeit, sich allgemein interessiert zeigen (von funktion der gewählten verhütungsart bis hin zu den körperlichen vorgängen), sich überlegen, eine pille danach für den notfall zu erschmuggeln (vllt. über bekannte/schwester?), um das Dingens im Zweifelsfall schnell bei der Hand zu haben statt sich dem stress und der panik über den langen doktor-apotheken-umweg zu ergeben, überhaupt das thema mal ansprechen und abchecken, wie der/die partnerIn so im detail dazu steht,…
    und das sind nur die dinge, die mir jetzt spontan einfallen, was für „gedanken sich ein mann machen kann“, außer ein kondom in der richtigen größe, nicht abgelaufen, dabei zu haben.
    dir fiel wirklich nur ein, der Frau die Pille reinzuwürgen??
    Na, vielleicht machst du dir doch nochmal gedanken. andere.

  37. 37 illith 08. März 2010 um 3:15 Uhr

    oha! :o obwohl ich mich in diesen dingen für recht informiert halte, wusste ich das mit der pille danach nicht! mist *paranoia*! danke miezchen.

    ansonsten find ich die einwände von christian ganz interessant.

    ansonsten bin ich mittlerweile (nach entsprechenden fällen im familiären und engeren freundeskreis) teils eher der ansicht, dass der mann/junge im fall einer verhütungspanne/drohenden ungeplanten schwangerschaft der gearschte ist – weil der (und das ist halt so, da kann man nichts machen) eben davon abhängig ist, wie die frau/mädchen sich entscheidet. und wenn die dann plötzlich auf den trichter kommt, es doch behalten zu wollen, steht er „toll“ da. (selbst wenn er sich dann weigert, finanziell oder sonstwie dafür aufzukommen).
    drum will es mir einfach nicht in den kopf, wie nachlässig/gutgläubig derart viele jungs sind oO
    ich würd mich doch NIE IM LEBEN darauf verlassen, wenn mir irgendein mädel erzählt „jaja ich nehm die pille“, wenn da so viel von abhängt! (selbst wenn sie die wirklich nimmt, weiß er, ob sie es auch korrekt tut?). grad, wo ‚teenager-schwangerschaften‘ so zunehmen….

  38. 38 wo kann ich 08. März 2010 um 8:12 Uhr

    „Woche) vorstellen“ – du hast hier nen kleinen fehler :)

  39. 39 frankenstein 08. März 2010 um 15:41 Uhr

    „und wenn die dann plötzlich auf den trichter kommt, es doch behalten zu wollen, steht er „toll“ da.“

    irgendwie finde ich deinen ton unpassend. wenn die frau/das mädchen sich für das kind entscheidet ist das für dich ne spontane und komische idee? danach kling „auf den trichter kommen“ für mich.

    „drum will es mir einfach nicht in den kopf, wie nachlässig/gutgläubig derart viele jungs sind oO“

    das versteh ich auch nicht. bin auch gespannt wie das wird, wenn in zwei jahren die pille für den mann auf den markt kommt.

  40. 40 Christian 08. März 2010 um 16:19 Uhr

    @dodo

    [viele Punkte]
    „und das sind nur die dinge, die mir jetzt spontan einfallen, was für „gedanken sich ein mann machen kann“, außer ein kondom in der richtigen größe, nicht abgelaufen, dabei zu haben.“

    Das betrifft im wesentlichen das Randgeschehen. Zumal meiner Erfahrung nach Frauen über die Wahl der Pille etc mit ihrem Freund nicht diskutieren wollen. Da kommt meist ein „die vertrage ich gut“ und das war es.
    Entscheidungsmöglichkeiten des Mannes siehst du dann allerdings wie ich deinen Beispielen entnehme auch nicht. Eher forderst du ein „Interesse zeigen und aufmerksam sein“. Bringt dem Mann aber auch nichts. Es wird meiner Meinung nach nicht als wesentlicher Pluspunkt angesehen. Für die Hälfte der Pille zahle ich in Beziehungen allerdings immer, finde ich fairer, dass ist allerdings auch nur das einrichten eines Dauerauftrages.

    Als in einer Beziehung allerdings mit Kondomen verhütet wurde, die ausschließlich von mir gekauft wurden, hat sie weder nach den Marken gefragt, noch warum ich gerade diese kaufe, noch eine Notfallpackung gekauft noch mir angeboten die Hälfte der Kosten zu tragen. Das nur mal am Rande.

    Mich hat auch noch nie eine Frau bei gelegentlichen Kondomgebrauch gefragt, welche mir am besten passen oder welche Sorte ich mag. Frauen fragen da genau so wenig wie Männer.

    „dir fiel wirklich nur ein, der Frau die Pille reinzuwürgen??“

    Wer spricht von mir? Ich sagte doch es ist eine theoretische Situation. Was würdest du denn in dieser nun für angemessen halten?
    Siehst du bei der oben geschilderten Lage tatsächlich ein moralisches Recht der Frau die Pille danach zu verweigern?

  41. 41 illith 08. März 2010 um 17:29 Uhr

    irgendwie finde ich deinen ton unpassend. wenn die frau/das mädchen sich für das kind entscheidet ist das für dich ne spontane und komische idee?

    ja, genau das ist es in vielen fällen.

  42. 42 n.n. 08. März 2010 um 17:31 Uhr

    „ansonsten bin ich mittlerweile (nach entsprechenden fällen im familiären und engeren freundeskreis) teils eher der ansicht, dass der mann/junge im fall einer verhütungspanne/drohenden ungeplanten schwangerschaft der gearschte ist – weil der (und das ist halt so, da kann man nichts machen) eben davon abhängig ist, wie die frau/mädchen sich entscheidet. und wenn die dann plötzlich auf den trichter kommt, es doch behalten zu wollen, steht er „toll“ da. (selbst wenn er sich dann weigert, finanziell oder sonstwie dafür aufzukommen).“

    Ich bin mir nicht sicher ob man einen Schwangerschaftsabbruch der Frau und Vaterschaft so gegeneinander aufwiegen kann, wie Du das tust. Wie FS schon sagt ist mir auch die Wortwahl unbehaglich. Es geht da um Kinder, 9 Monate Schwangerschaft, „Jugend vorbei“ etc. ich glaube nicht dass das so eine Entscheidung ist, wo man mal eben „auf den Trichter“ kommt.

  43. 43 Pik Ass 08. März 2010 um 19:24 Uhr

    @frankenstein wenn eine Schwangerschaft ungewollt bzw. ungeplant ist, kann man sich eigentlich nur „spontan“ dazu entschieden das Kind zu behalten oder nicht. Wobei das Erstere natürlich viel mehr Konsequenzen hat.
    Zum Thema „auf den trichter kommen“
    Wenn jemand Schwanger ist und sich z.B. ernsthaft beraten lassen will und denn auf einen Berater_In (oder Freund_In oder Familienmitglied) trifft, der einem nur ein schlechtes Gewissen einredet, kann es z.B. dazukommen, dass die Betroffene plötzlich, obwohl es vorher anders geplant, überlegt und/oder mit dem Partner vereinbart war, sich doch für ’s Kind entscheidet, wogegen der Partner dann natürlich nichts machen kann.

    Das mit den „gutgläubig[keit] [] viele[r] jungs“ kann ich auch nicht verstehen, aber immerhin, mein Vater ist auch drauf reingefallen und nun habe ich seit 10 Jahren einen Halbbruder.

    Ich habe eher das Gefühl, dass es einfach Gewohnheit war, für viele Männer, dass die Verantwortung, in Falle einer Schwangerschaft, auf die Frau abgeschoben wird – aber heutzutage lässt sich kaum eine Frau um das Unterhaltsgeld des Kindes prellen, denn das Kind hat schließlich Anrecht darauf, nicht die Mutter. So spürt der Mann denn auch (jedoch nur finanziell) die Konsequenzen eines ungewollten Kindes, wobei es auch nicht schön ist für ein Kind vom Vater oder von der Mutter abgelehnt zu werden.

    Ich find ’s gut – es gibt langsam einen Umschwung, Männer beginnen sich auch verantwortlich zu fühlen – denn Schwanger wird man wohl kaum alleine.

  44. 44 dodo 08. März 2010 um 22:59 Uhr

    „der mann/junge im fall einer verhütungspanne/drohenden ungeplanten schwangerschaft der gearschte ist – weil der (und das ist halt so, da kann man nichts machen) eben davon abhängig ist, wie die frau/mädchen sich entscheidet“
    Da bin ich anderer Ansicht. Es ist ja nicht so, als sei er 100% auf die Zuverlässigkeit seiner Sexualpartnerin angewiesen. Er kann das genauso beeinflussen, ob sie jetzt schwanger werden kann oder nicht.
    Wenn Frauen schon die ganze Zeit auf Kondome bestehen müssen, dann können die Männer das doch im Gegenzug auch, wenn sie das Risiko einer Schwangerschaft vermindern möchten.
    BEIDE können beeinflussen, ob es zu einer Schwangerschaft kommt. Es ist auch eine Entscheidung, die schon VOR dem Sex getroffen wird.
    Es ist nicht so, daß sie die einzige Gewalt darüber hätte.

  45. 45 dodo 08. März 2010 um 23:00 Uhr

    will sagen: er ist nicht mehr der gearschte als sie eben auch.

  46. 46 dodo 08. März 2010 um 23:20 Uhr

    „Siehst du bei der oben geschilderten Lage tatsächlich ein moralisches Recht der Frau die Pille danach zu verweigern? “

    Ja.

  47. 47 frankenstein 09. März 2010 um 0:43 Uhr

    @illith: von welchen fällen sprechen wir denn? ich würde dir recht geben wenn es um den fall gerissenes kondom und die kurzfristige entscheidung zur pille danach geht. da wäre es wirklich seltsam, wenn die frau aus heiterm himmel sagt, sie lässt es drauf ankommen, ob sie wirklich schwanger wird oder nicht. aber passiert das in den „vielen fällen“ von denen du sprichst? scheint mir eher unrealistisch zu sein.
    wenn eine frau erst tage, bzw wochen später merkt, dass sie schwanger ist, dann fällt sie ihre entscheidung doch in den meisten fällen nicht leichtfertig. das genau wurde und wird ja gerne frauen vorgeworfen, die abtreiben, und nun auch frauen, die sich doch dazu entscheiden, das kind auszutragen – womöglich gegen den willen des partners? oder verstehe ich dich da falsch.

    @pik ass: „spontan“ ist wohl je nach fall ein dehnbarer zeitraum.

  48. 48 illith 09. März 2010 um 1:33 Uhr

    dodo, zu deinem ersten posting: da sind wir völlig einer meinung, soweit ich das seh ;)
    ich hab ja auch geschrieben, dass ich als mann die verhütungssache schon aus purem egoismus selber in die hand nehmen würde (ob zusätzlich zur pille oder nicht). und das auch von männer/jungen ‚erwarte‘, die eben (aktuell oder allgemein) kein kind wollen.
    trotzdem kann sowas immer passieren (wenn nicht verhütet wird, natürlich sehr viel wahrscheinlicher, aber auch wenn die entsprechenden maßnahmen ergriffen werden, ist man ja nicht 100% gefeit) und dann steht M eben ‚hilflos‘ daneben, währen W die möglichkeit hat, sich für oder gegen schwangerschaft zu entscheiden.

    @n.n.:
    warum sollten menschen, die dauernd leichtfertige und dumme entscheidungen treffen, dies beim thema kinderkriegen auf einmal nicht mehr tun? ich mein, wär ja schön, wenns anders wäre, aber das entspricht halt einfach realität. (*in manchen/vielen/einigen fällen*)
    muss ich jetzt plakative beispiele von überforderten, verantwortungslosen teen-moms auspacken?

  49. 49 n.n. 09. März 2010 um 10:48 Uhr

    „@n.n.:
    warum sollten menschen, die dauernd leichtfertige und dumme entscheidungen treffen, dies beim thema kinderkriegen auf einmal nicht mehr tun? ich mein, wär ja schön, wenns anders wäre, aber das entspricht halt einfach realität. (*in manchen/vielen/einigen fällen*)
    muss ich jetzt plakative beispiele von überforderten, verantwortungslosen teen-moms auspacken?“

    Das stimmt natürlich, dass unverantwortungslose Menschen dazu neigen unverantwortungslos zu handeln :D Ich vermute ganz subjektiv und so trotzdem, dass auch unverantwortungslose Menschen mit der Frage „Soll ich das Kind austragen?“ anders umgehen als mit der Frage „schwänze ich heute die Schule?“.
    Du machst das ja glaube ich daran fest, dass die Mütter im nachhinein überfordert sind. Das sagt aber doch nicht zwangsweise, dass die verantwortungslos sind? Klar, die überwiegende Mehrheit der Fälle macht Verhütungsfehler, aber davon treibt dann der größere Teil ab. Ein kleinerer Teil trägt das Kind aus. Allgemein mit sinkender Tendenz der Geburt und steigender Tendenz zur Abtreibung. Da fehlt mir einfach die Grundlage davon auszugehen, dass diese ganzen Entscheidungen lediglich Ergebnis praktischer Verantwortungslosigkeit sind.

  50. 50 laylah 10. März 2010 um 7:11 Uhr

    @illith: von welchen fällen sprechen wir denn? ich würde dir recht geben wenn es um den fall gerissenes kondom und die kurzfristige entscheidung zur pille danach geht. da wäre es wirklich seltsam, wenn die frau aus heiterm himmel sagt, sie lässt es drauf ankommen, ob sie wirklich schwanger wird oder nicht. aber passiert das in den „vielen fällen“ von denen du sprichst? scheint mir eher unrealistisch zu sein. (frankenstein)

    scheint es dir, ja? obwohl illith dir grade das gegenteil erzählt hat? du bist ja nett. ich kenne nen ähnlichen fall, ohne gerissenes kondom und mit absichtlich weggelassener pille. wie im kino. und männer dafür anzugreifen, dass sie frauen vertrauen, kommt bisschen scheiße.

  51. 51 frankenstein 10. März 2010 um 8:23 Uhr

    @laylah: ich finde nur, dass ich den fall denn illith und du ansprecht für eine ausnahme und nicht die regel halte. frauen, die männern absichtlich ein kind anhängen, gibt es sicherlich, aber nicht jede frau, die sich nach einem unfall (!) gegen eine abtreibung entscheidet gehört zu diesen. wohl eher die minderheit. das will ich damit sagen. ich greife männer auch nicht an, wenn ich sage, dass sie – wenn sie strikt gegen kinder sind – auch dafür sorge tragen sollten, dass es nicht dazu kommen kann. vertrauen ist ja gut und schön, aber ich empfinde es nicht als vertrauensbruch der frau, wenn sie im zweifelsfall doch keine abtreibung vornehmen lassen will, das ist ja ihr recht – zum glück.

  52. 52 n.n. 10. März 2010 um 10:10 Uhr

    „scheint es dir, ja? obwohl illith dir grade das gegenteil erzählt hat? du bist ja nett.“
    Soll man wider besseres Wissen jetzt glauben was man nicht nachvollziehen kann?

    „ich kenne nen ähnlichen fall, ohne gerissenes kondom und mit absichtlich weggelassener pille.“
    Das ist aber alles andere als ähnlich, sondern klingt nach einer bewussten, durchdachten entscheidung und keinem spontanen Fall bei dem Sie mal eben auf den Trichter gekommen ist.

    „und männer dafür anzugreifen, dass sie frauen vertrauen, kommt bisschen scheiße.“
    Wieso denn angreifen? illitht findet die halt unfassbar gutgläubig. Die Alternative ist halt „nie ohne“, egal was die Frau erzählt oder nimmt oder stecken hat und egal wie angenehmer beide den Sex ohne Kondom auch finden mögen.

  53. 53 illith 10. März 2010 um 17:35 Uhr

    @laylah: ich finde nur, dass ich den fall denn illith und du ansprecht für eine ausnahme und nicht die regel halte. frauen, die männern absichtlich ein kind anhängen, gibt es sicherlich, aber nicht jede frau, die sich nach einem unfall (!) gegen eine abtreibung entscheidet gehört zu diesen.

    ja. was ja auch niemand behauptet hat.

    @n.n.:
    ja.

  54. 54 frankenstein 11. März 2010 um 0:16 Uhr

    @illith: du scheinst an einer diskussion ja nicht mehr wirklich interessiert zu sein…

    du behauptest, dass die entscheidung einer frau gegen abtreibung, „in vielen fällen“ eine leichtfertige ist, und absurd. damit beschwörst du mal wieder das bild der wankelmütigen frau, die mal eben „auf den trichter kommt“, dem wesen, das seiner natur eben nachgeben muss, auch wenn es nicht gut für es selbst ist, quasi eines menschen, der bevormundet gehört – zum eigenen schutz natürlich, man will ja nur keine überforderten, verantwortungslosen (teen!-) mütter, geschweige denn gearschte, ungewollte, unterhaltszahlende väter.

    und laylah setzt dem ganzen noch die krone auf und redet von der hinterhältigen, selbstsüchtigen frau, die dem hilflosen mann den samen raubt, um ihn dann wahrscheinlich auch noch finanziell auszusaugen.

    ich will hier bestimmt nicht sagen, dass alle frauen heilige sind, aber das was ihr hier schreibt erinnert mich eher an maskulisten als an feministen. die frau ist schuld – direkt oder indirekt- oder zumindest unvernüntig und verantwortungslos, der mann der gearschte, verratene, hintergangene.

  55. 55 mysa 11. März 2010 um 10:50 Uhr

    @ Frankenstein

    Naja, das haben wir doch hier schön herausgeabeitet, der Mann hat doch eigentlich weder Handlungs- noch Wahlfreiheit. Wenn wir davon ausgehen, dass Eier ab keine Option für einen jungen Mann ist.
    Und wenn das nach Maskulisten klingt, schön, so ganz ist die Wahrheit weder von Maskul- noch von Feministen gepachtet.
    Was ich sehr beruhigend finde an den hier vorgetragenen Erfahrungen ist die hohe Verträglichkeit der Pille danach. Das erleichtert im Falle eines Falles doch die Wahl erheblich.

  56. 56 n.n. 11. März 2010 um 13:04 Uhr

    „Naja, das haben wir doch hier schön herausgeabeitet, der Mann hat doch eigentlich weder Handlungs- noch Wahlfreiheit.“

    Doch, klar hat er. Wie so oft wird die nur dann eingeschränkt, wenn sie jemand anderes beschränken. In dem Fall ist das die Frau.

  57. 57 frankenstein 11. März 2010 um 13:26 Uhr

    @mysa: dass der mann weder handlungs- noch wahlfreiheit stimmt nunmal nicht. er kann sich durchaus vorsorglich um seine eigne fruchtbarkeit kümmern.
    da wären zum einen ganz offensichtlich kondome zu nennen, die ja oft als unnötig empfunden werden, solang die frau die pille schluckt. auch an der richtigen verwendung und der verträglichkeit einer pille sollte der mann interesse haben. „eier ab“ trifft eine sterilisation ja nicht gerade, aber wenn es um einen eingriff in ihre fruchtbarkeit geht sehen sich einige männer wohl gleich entmannt und impotent.
    und wer das alles nicht möchte oder trotzdem solche angst hat unfreiwillig vater zu werden, der hat immer noch die freiheit keinen sex zu haben.
    eine laute forderung nach der pille für den mann ist mir im übrigen auch noch nicht zu ohren gekommen. schon komisch, wo männer doch die wirklich gearschten sind. wie gesagt bin ich auch auf die reaktion gespannt, wenn dieses verhütungsmittel endlich auf dem markt ist.
    auch fehlt mir die debatte um unterhaltszahlungen. es wird lieber auf frauen geschimpft, die sich doch für ein ungeplantes kind entscheiden und dem mann „aufbürden“. es wäre interessant wie männer auf eine ungeplante schwangerschaft reagieren, wenn sie nicht finanziell dafür aufkommen müssten.

  58. 58 mysa 11. März 2010 um 13:34 Uhr

    @ n.n.

    Genau, und da steht dann, ich stütze mich mal auf die Erfahrungen hier, leichte Kotzeritis bei Mariuhanakonsum gegenüber einem ungewollten Kind.

  59. 59 Christian 11. März 2010 um 15:12 Uhr

    @frankenstein

    bei der Frau gibt es einen natürlichen Zustand der Unfruchtbarkeit (=die schwangerschaft) was für die Pille ausgenutzt wird.
    Beim Mann gibt es das nicht. Das macht den Eingriff wesentlich schwieriger.

    Was ich auch in die Debatte „was muss der mann machen“ einbringen möchte:

    Wenn man einer festen Freundin sagt, dass einem die Pille nicht reicht dann kommt meines Erachtens nach kein verständiges Kopfnicken.
    Eher rechne ich mit Reaktionen wie:

    „Schläfst du noch mit anderen oder warum willst du ein Kondom?“
    „Denkst du das ich dir nicht treu bin und mit anderen schlafe?“
    „Vertraust du mir nicht? Denkst du etwa, dass ich dir ein Kind anhänge?“

    Kann ein Herd ewigen Mißtrauens sein.

  60. 60 illith 11. März 2010 um 16:23 Uhr

    @illith: du scheinst an einer diskussion ja nicht mehr wirklich interessiert zu sein…

    du behauptest, dass die entscheidung einer frau gegen abtreibung, „in vielen fällen“ eine leichtfertige ist, und absurd. damit beschwörst du mal wieder das bild der wankelmütigen frau, die mal eben „auf den trichter kommt“, dem wesen, das seiner natur eben nachgeben muss, auch wenn es nicht gut für es selbst ist, quasi eines menschen, der bevormundet gehört – zum eigenen schutz natürlich, man will ja nur keine überforderten, verantwortungslosen (teen!-) mütter, geschweige denn gearschte, ungewollte, unterhaltszahlende väter.

    du hingegen scheinst weiterhin daran interessiert zu sein, mir irgendwelche aussagen unterzuschieben, die ich ganz bestimmt nicht getätigt habe.
    von „seiner natur nachgeben“ in dem punkt hab ich schonmal GAR nichts gesagt.
    und dass ich frauen als wankelmütige, zu bevormundende wesen ohne verantwortungsgefühl hier angeblich umschreibe, ist auch etwas lächerlich. die eigenschaften sind doch wohl geschlechtsunabhängig. nur kommt ein junge halt nicht so oft in die situation, über den abbruch seiner schwangerschaft zu entscheiden. 8-|

    für protokoll: als ich oben das mit den „(mehr) gearschten männern“ geschrieben hab, meinte ich damit nicht „von der frau verarscht“.

    und laylah setzt dem ganzen noch die krone auf und redet von der hinterhältigen, selbstsüchtigen frau, die dem hilflosen mann den samen raubt, um ihn dann wahrscheinlich auch noch finanziell auszusaugen.

    ich will hier bestimmt nicht sagen, dass alle frauen heilige sind, aber das was ihr hier schreibt erinnert mich eher an maskulisten als an feministen.

    achso und nur wegen ein paar sich einopfernden maskulisten darf ich (oder laylah) jetzt keine verhaltensweisen vor frauen/mädchen mehr kritisieren oder wie soll das laufen?

    ________
    @mblog-admins: macht doch bitte – wenigstens testweise – diese beitrags-moderation mal wieder weg :(

  61. 61 frankenstein 11. März 2010 um 20:08 Uhr

    @illith: ich hab gar kein interesse daran dir irgendwas „unterzuschiebe“, du hast nur gesagt, dass frauen „in vielen fällen“ absurde entscheidungen bezüglich einer ungewollten schwangerschaft fällen und ich halte das für eine unterstellung, die meiner meinung nach in richtung sexistisches vorurteil driftet. das ist alles.
    und dass du nicht mit den männerverarschenden frauen angefangen hast, sondern laylah, ist mir schon bewusst.

    „nur kommt ein junge halt nicht so oft in die situation, über den abbruch seiner schwangerschaft zu entscheiden.“

    stimmt, aber es gibt männer, die druck auf frauen ausüben, ein kind zu bekommen oder abzutreiben, weil sie davon ausgehen, das recht dazu zu haben. und die frage nach dem recht einer einmischung wird ja auch hier und da, mal mehr mal weniger dezent vorgebracht. das kann aber nicht der richtige ansatz sein, um männer vor einer ungewollten vaterschaft zu „schützen“ (wobei hier auch hinterfragt werden muss, vor was genau sie zu schützen sind, dem kind, oder den unterhaltszahlungen oder ?).
    vielmehr muss sich meiner meinung nach der blick auf die verhütungsmöglichkeit der männer richten und ihrer damit verbundenen verantwortung.

    natürlich „darfst“ du alles kritiesieren, aber pauschalisierungen oder klischees sind halt nicht besonders hilfreich.

  62. 62 frankenstein 11. März 2010 um 20:43 Uhr

    @christian:

    ob es schwieriger ist einen hormonmix für männer herzustelle, der die samenbildung unterbindet, als einen hormonmix für frauen kann ich als laie nicht sagen, aber veröffentlichungen zu forschungsergebnissen stimmen mich optimistisch. leider wird ja auch noch nicht allzu lange und mit wenig unterstützung von männern geforscht, was mich angesichts ihres oft genannten opferstatus schon wundert.

    was den herd ewigen misstrauens betrifft, kann ich nicht viel dazu sagen. ich kenne persönlich mehr frauen, die auf zusätzlichen schutz wert legen. ich verstehe auch nicht, warum eine frau beleidigt sein sollte, wenn ein mann über seine furchtbarkeit ebenso bestimmen will, wie sie es über ihre tut. ein misstrauensvorwurf ensteht da wohl eher aus dem kritikwürdigen wunsch nach vertrauensbeweisen. vertrauen hat aber nichts damit zu tun, dem anderen zu liebe etwas zu tun, was man selbst nicht verantworten kann.

  63. 63 mysa 11. März 2010 um 21:49 Uhr

    @ Frankenstein

    Zum einen ist bei der Vasektomie die Umkehrbarkeit des Eingriffes nicht zu 100% gegeben, was sie wohl für einen jungen Mann ausschliesst. Dazu kommt, dass ca. 5-30% der Patienten über chronische Schmerzen im Hodensack klagen.
    Da wir hier nicht bei wünsch dir was sind, sondern bei ist halt so, können wir erstmal die Pille für den Mann aussen vor lassen.
    Und über das Versagen der zweiten verantwortungsbewussten Methode reden wir hier ja gerade, das Kondom.
    Wenn weder die Allgemeinheit oder der unfreiwillige Vater für das Kind aufkommen müssen, dann sagt auch niemand was gegen eine entsprechende Schwangerschaft. Vorrausgesetzt, das Kind bekommt natürlich alle Chancen, die man heute in der Mittelschicht so braucht, soll ja später mal akademischer Nachwuchs werden und nicht zum Schneeschippen vor der FDP-Zentrale abgestellt werden.
    Und da sich aus eine ungewollten Schwangerschaft ja unliebsame Konsequenzen ergeben können, finde ich es sehr erbaulich zu wissen, dass die Pille danach so gut bekömmlich ist.
    Warum du aufbürden in Anführungszeichen setzt ist mir nicht ganz klar, denn genau das ist es.
    Niemand braucht zusätzliche Kinder um die sich nicht gekümmert werden will, vor allem braucht ein Kind das nicht.
    Das ist vielleicht eine der besonderen Tragiken der Frauen, biste nix, besorg dir ein Kind, und schwupp ist man schonmal Mutter.
    Das ist zwar die erste Form des Kindesmissbrauchs, aber leider sogar allimentiert…
    Ich schweife leicht ab. ;-)
    Christians Punkt mit den Vertrauensfragen innerhalb einer Beziehung, wenn man(n) der weiblichen Verhütung nicht traut finde ich auch interessant.

    Wie auch immer, mich hat der Bericht zumindest schonmal soweit überzeugt, das ich fast dafür bin die Pille danach in Automaten verkaufen zu lassen. Wobei ich in so einem Ernstfall, aus imho guten Gründen, das Selbstbestimmungsrecht über den weiblichen Körper, einschränken würde. Insbesondere auch wegen des Vergleiches zwischen den Nebenwirkungen gesundheitlich, sowie gesellschaftlich.

  64. 64 laylah 11. März 2010 um 21:55 Uhr

    frankenstein: hier wird überhaupt nix „beschwört“. ich kann dir den ifrit beschwören, wenn du willst. wir tauschen hier einfach nur erfahrungen aus. kennste?
    ich weiß nicht, ob du dir das vorstellen kannst, aber die frau, von der ich spreche, hat tatsächlich hinterhältig gehandelt. bescheuert ist sie aber nicht, von wegen „finanziell aussaugen“.
    witzig: wenn alle frauen heilige wären, dürftest du illith und mich gar nicht erst „kritisieren“.
    und nochmal ernsthaft: weis uns den unterstellten sexismus gefälligst nach oder halt die fresse.

    illith: naja, wir können ja nicht beurteilen, wie viel hier moderiert wird/werden muss, aber nervt mittlerweile schon krass.

  65. 65 bigmouth 12. März 2010 um 1:37 Uhr

    ob es schwieriger ist einen hormonmix für männer herzustelle, der die samenbildung unterbindet, als einen hormonmix für frauen kann ich als laie nicht sagen

    für frauen war das mit der medizinischen technik der späten 50er jahre möglich, eben weil da natürliche mechanismen ausgenutzt werden können:

    Antibabypillen enthalten heute das künstliche Östrogen Ethinylestradiol. Dieses wird mit unterschiedlichen Typen von Gestagenen kombiniert.

    Östrogene und Gestagene werden auch natürlicherweise vom weiblichen Körper produziert. Sie regeln den Ablauf des Monatszyklus und den Verlauf einer Schwangerschaft. Geringe Mengen an Östrogen fördern die Eireifung im Eierstock (Ovar), den Follikelsprung (Ovulation) und damit die Bereitschaft zur Empfängnis. Ist es zur Befruchtung der Eizelle (Oozyte) durch eine männliche Samenzelle (Spermium) und damit zu einer Schwangerschaft gekommen, produziert der weibliche Körper mehr Gestagen, was die Reifung einer neuen Eizelle unterbindet und einen weiteren Follikelsprung verhindert. Die bereits befruchtete Oozyte, die sich geteilt und in der Gebärmutter (dem Uterus) eingenistet hat, kann ungestört zum Embryo heranwachsen. Auch Gestagene haben während der Schwangerschaft einen schützenden Einfluss auf die befruchtete Eizelle. Sie verdicken etwa den Schleim, der den Gebärmuttermund (die Cervix uteri) verschließt, so dass er für Spermien undurchlässig wird, und verändern den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, so dass sich kein weiteres Ei mehr einnisten kann.

    Die in der Antibabypille enthaltenen Hormone machen sich diese natürlichen Effekte für die Verhütung zunutze.

    bei männern gibt es keine analogen mechanismen, die einfach nachgebildet werden könnten. auch über 80jährige produzieren noch spermien

    insofern halte ich das häufig zu lesende argument, das würde nur an sexismus liegen, für hinterfragungswürdig. da liegt es schon auch in der simplen biologischen natur der sache, dass hormonelle verhütung für frauen eher erfunden werden konnte

  66. 66 frankenstein 12. März 2010 um 10:16 Uhr

    @mysa:

    das stimmt, ich spreche aber nicht ausnahmslos von jungen männern, im übrigen besteht auch die möglichkeit der einfrierung von samen, um eine mögliche befruchtung doch noch in betracht zu ziehen. 5-30%? hast du da vll einen link? würde ich mir gern mal durchlesen.

    wir sind eher deswegen nicht bei wünsch dir was, weil die meisten männer offenbar gar nicht den wunsch nach einer „pille“ für sich hegen. und das finde ich merkwürdig. woran liegt das?

    „Wenn weder die Allgemeinheit oder der unfreiwillige Vater für das Kind aufkommen müssen, dann sagt auch niemand was gegen eine entsprechende Schwangerschaft. Vorrausgesetzt, das Kind bekommt natürlich alle Chancen, die man heute in der Mittelschicht so braucht, soll ja später mal akademischer Nachwuchs werden und nicht zum Schneeschippen vor der FDP-Zentrale abgestellt werden.“

    das ist interessant – mal abgesehen davon, dass nur der akademische nachwuchs von interesse ist. was sagt es uns denn, wenn nur die fianziellen mittel das streitthema sind.
    ich habe „aufbürden“ eher deshalb in anführungszeichen gesetzt, da ich nicht damit sagen will, dass es der frau -zumindest wohl den meisten frauen- darum geht dem mann etwas anzuhängen, und auch nicht, dass unbedingt das kind eine bürde ist, sondern die unterhaltszahlungen.

    „Das ist vielleicht eine der besonderen Tragiken der Frauen, biste nix, besorg dir ein Kind, und schwupp ist man schonmal Mutter. Das ist zwar die erste Form des Kindesmissbrauchs, aber leider sogar allimentiert…“

    ahja…

    „Wie auch immer, mich hat der Bericht zumindest schonmal soweit überzeugt, das ich fast dafür bin die Pille danach in Automaten verkaufen zu lassen.“

    du kannst dir ja doch auf einmal was wünschen.

    „Wobei ich in so einem Ernstfall, aus imho guten Gründen, das Selbstbestimmungsrecht über den weiblichen Körper, einschränken würde. Insbesondere auch wegen des Vergleiches zwischen den Nebenwirkungen gesundheitlich, sowie gesellschaftlich.“

    ja eben, der mann weiß das halt besser als die frau.

    @laylah: dann doch lieber shiva, bitte.
    ja, erfahrungen sind mir bekannt und der austausch auch. mir sind aber auch meinungen und deren austausch bekannt.
    und ja, das kann ich mir gut vorstellen und mir geht es ja auch gar nicht darum diesen fall, von dem du sprichst, zu leugnen, oder zu sagen, dass das keine ersnte sache ist. aber ich frag mich, was uns dieser fall sagen soll? dass frauen auch hinterhältig sein können? klar können sie das. aber auch hinterhältigen frauen kann man ja wohl schlecht ihr recht auf selbstbestimmung absprechen. das dilemma ist ja gerade, dass die frau, im falle eines unfalls zwar die entscheidung für oder gegen schwangerschaft allein treffen kann, dem mann aber die hände gebunden sind, bis er zahlen muss. es hilft also nix sich über die hinterhältigen zu empören, denn auch die vertrauenswürdigen können sich für das kind entscheiden, und das finde ich nunmal nicht so absurd wie illith das tut. darum muss doch über etwas anderes geredet werden: eben zum einen über die verhütungsmöglichkeiten für den mann, zum anderen über die unterhaltszahlungen, bzw allgemein die finanzielle situation von menschen.
    dir will ich gar nichts nachweisen, du hast meiner meinung nach nur ein beispiel gebracht, das nicht nicht unbedingt etwas zur sache tut, aber das selbstbestimmungsrecht der frau problematisiert, indem du ein klares beispiel zeigst, in dem eine frau hinterhältig und verantwortungslos handelt. aber so ein beispiel kann, wie schon gesagt, ja kein grund dafür sein, das selbstbestimmungsrecht der frau in frage zu stellen. das tun aber einige, zb. mysa.
    und zu illith habe ich ja schon einiges gesagt. so, wie sie das ganze formuliert hat, hört es sich für mich eben nicht gerade vorurteilsfrei an. warum, das hab ich schon erklärt. dass sich frauen „in vielen fällen“ unvernünftig verhalten, wenn es um abtreibung/schwangerschaft geht, und leichtfertig entscheidungen treffen, hört man halt sonst eher aus dem anderen lager.

  67. 67 frankenstein 12. März 2010 um 12:03 Uhr

    @bigmouth:

    „insofern halte ich das häufig zu lesende argument, das würde nur an sexismus liegen, für hinterfragungswürdig. da liegt es schon auch in der simplen biologischen natur der sache, dass hormonelle verhütung für frauen eher erfunden werden konnte“

    okay, es scheint aber auch auf seiten der männer nur ein geringes interesse an und wenig akzeptanz für so ein produkt zu geben. wie ist das zu erklären?

  68. 68 Christian 12. März 2010 um 12:21 Uhr

    @frankenstein

    du weißt was das einfrieren von Samen kostet und welche Risiken bei einer künstlichen Befruchtung zusätzlich zu den enormen Kosten bestehen (Insbesonder Mehrfahcgeburten)?

  69. 69 mysa 12. März 2010 um 13:01 Uhr

    @ Frankenstein

    http://de.wikipedia.org/wiki/Vasektomie Der schnellstmögliche Link.

    Warum der Wunsch nach einer Pille für den Mann nicht ausreichend artikuliert wird weiß ich auch nicht genau, ich kann da nur Mutmaßen. Wurde der Wunsch nach der Pille für die Frau vor der Pille großartig artikuliert? Vielleicht ist es die Vielfache ankündigung der Pille für den Mann, die dann desillusioniert hat.
    Unter Umständen wird der Mann auch nicht so zum Tabletten schlucken hin sozialisiert wird die Frau. Ich erinnere da nur an den Unterschied beispielsweise in der medizinischen Vorsorge bei diversen Krebsarten, die Thematisierung der Pille eben schon für junge Mädchen etc.

    Das nur akademischer Nachwuchs von interesse ist ist nicht direkt meine Meinung, entspricht aber dem Zeitgeist, oder liege ich damit so daneben, von daher auch der Seitenhieb auf’s Schneeschippen vor der FDP-Zentrale. Mir wären persönlich auch ganz andere Verteilungsverhältnisse Recht, die würden dann auch viele feministische Forderungen wesentlich erleichtern und viel Unsinn unnötig machen, aber das geht besteht hier zu weit, das zu erörtern.
    In der faktischen Ist-Situation ist ein gebohren werden in ein präkares Lebensverhältnis aber bestimmt keinem Kind wünschenswert.
    Ich sollte mich jedoch mit ironischen/ sarkastischen Tönen zurückhalten, das kommt ja bekanntlich im Netz nicht so gut.

    Bei der Bürde bleibe ich, ein nicht gewolltes Kind, wenn man es denn erzieht, ist eine Belastung, nicht nur finanziell.
    Das ein Kind auch eine Bereicherung darstellt ist auch klar, aber das muss es eben nicht.

    Das verantwortungslosen erzeugen von Leben ein Missbrauch sein kann, kann man in jedem Zoomarkt bei den Meerschweinchen sehen.
    Und was man mit denen machen kann geht mit Kindern genauso.
    Mal eben als Schnellschuss gegen die Einsamkeit, das gibt es durchaus.

    Ob es für die Entscheidung im Ernstfall eines Mannes bedarf bezweifel ich mal, aber wenn keine Gemeinsame Entscheidung bei so einer wichtigen Thematik getroffen werden kann, dann sollte man schon eine Möglichkeit finden, dass keine einsame Entscheidung getroffen wird, wohlmöglich auch noch aus den falschen Gründen.

  70. 70 n.n. 12. März 2010 um 13:26 Uhr

    „@ n.n.

    Genau, und da steht dann, ich stütze mich mal auf die Erfahrungen hier, leichte Kotzeritis bei Mariuhanakonsum gegenüber einem ungewollten Kind.
    Wieso ist denn das Kind ungewollt, wenn die Frau es austragen möchte? Hat jetzt der Mann wieder zu entscheiden, wer gewollt und ungewollt ist?

  71. 71 n.n. 12. März 2010 um 13:33 Uhr

    Kannst du auch was zu meinen Einwänden sagen, Laylah? Außerdem: Wenn es euch um das austauschen von Erfahrungen oder Meinungen geht, warum dann verallgemeinerungen mit „vielen Fällen“?
    Wie seht ihr beide denn die Situation der Frau in den beiden Fällen. Das würde mich interessieren. Wäre es eine Alternative sie zum Abbruch zu zwingen, wenn man ihr (wie es offenbar in eurem Umfeld häufig vorkommt) niedere Motive nachweisen kann? Oder die Unterhaltspflicht aussetzen, wenn der Vater das beantragt? Wie sieht es in euren Beispielen mit den Problemen (= vom Vater nicht gewollte Kinder) aus? Das sind so ein paar Sachen, von denen ich gerne wüsste um euren Standpunkt besser zu verstehen. Danke.

  72. 72 frankenstein 12. März 2010 um 14:18 Uhr

    @christian: ja, weiß ich. mir ist durchaus bewusst, das einige optionen aus diversen gründen nicht für jeden in frage kommen, aber für den ein oder anderen eben doch, weswegen ich nicht finde, dass man sie völlig ignorieren sollte.

  73. 73 Stef 13. Juni 2010 um 0:21 Uhr

    in england kann man die pille danach auch einfach im drugstore kaufen (Vorsorglich).. und auf http://notfall-verhuetung.info/ sind „normale pillen“ verzeichnet, die den gleichen wirkstoff wie die pille danach haben. muss man nur mehr nehmen. evtl nimmt ja eine freundin eine sorte und leiht ein paar aus?

  74. 74 LEnjA 04. September 2011 um 20:43 Uhr

    also bei mir ist es soo ich nehmen nicht die pille und sollt von meinen eltern gesundheidlich auch nicht diese nehmen aber ich bin ez einfach zu dem entschluss gekommen dadurch das ich in dieser nacht mit meinem freund geschlafen habe und wir wollten nur kurtz mal ohne gummi und so schnell war es geschehen das er dann nur noch schnell raus zog und sagte ja hmmm ich glaub es is n bisle rein und ich soo scheise was mach ich ez es is sonntag kein geschäft hat offen ich bin unter die dusche und hab mein loch erstmal gereinigt so gut es ging und ich bereuhe so einen scheis getan zu haben ich hol mir ez gleich moin früh die pille danach und hoffe einfach das besste für mich und mittlerweile geht es mir so beschissen das ich es echt bereuhe und ich bin defenitiv noch nicht für ein kind auch wenn ich nichts gegen die habe aber ich bin anfang meiner ausbildung und habe dafür keinen kopf und keine zeit und jo ich wollte fragen ob des ez schlimm ist die pille danach n tag später zu nehmen oder hilft es dann nichtmehr
    ?? :(

  75. 75 lafu 05. September 2011 um 18:11 Uhr

    Lenja:
    Das kann bis zu 3 Tage dannach klappen. Und jetzt geh zum Arzt.

  76. 76 Katze 09. September 2011 um 22:12 Uhr

    Ich habe mit der Pille danach eine echt schöne Erfahrung gemacht.
    Ich war da noch ein echt junges, sexuell unerfahrenes Mädel, und dann plötzlich der Schock: Kondom geplatzt.
    Während ich noch total unter Schock stand, hat mein Partner sofort Verantwortung übernommen, mich beruhigt und sofort alles rausgesucht, im Krankenhaus angerufen (natürlich war es Sonntag), Termin ausgemacht und ist am nächsten Tag noch mit mir dahin gefahren. Dann musste er leider weg und ich allein rumkurven, Notfallapotheke suchen und auf Nebenwirkungen warten (kamen zum Glück keine).
    Und er war die Ruhe selbst, als ich noch bis zu meiner Periode ständig in Panik ausbrach…

    Mich persönlich stört es auch nicht, wenn man die PD nur vom Arzt bekommt, finde ich gerade für die erste Verschreibung gut, alleine schon wegen der Beratung, die ja von Apotheken meist eher dürftig ist.

  77. 77 Steffi 12. Februar 2012 um 12:36 Uhr

    ich habe eine frage die mir sehr am herzen.liegt. also. ich hatte petting vor einer woche und er hat sich selber einen runtergeholt und hat mich dann gefingert.ich habe innerhalb von 12 srunden die pille danach genommen.und ca. 6 tage danach schmierblutungen bekommen. ( 12tage bevor meine tage eigentlich kommen sollten) mein problem. habe in den nächsten tagen einen termins beim frauenarzt weil ich mir schon länger die pille verschreiben lassen wollte. merkt der frauenarzt durch einen ultraschall am unterbauch, dass ich die pille danach.genommen habe?und, dass ich ein paar tage zuvorzwischenblutungen hatte?ich bitte um ejne antwort. bin sehr verzweifelt :/ und sind diese zwischenblutungen.normal?aja den arzttermin habe ich 11tage nachdem ich die pille danach genommen habe. ich bedanke mich für die antwort!

  78. 78 crashintoahouse 14. Februar 2012 um 2:42 Uhr

    dein arzt wird absolut nichts feststellen können, nicht allein aufgrund das ultraschalls. da sieht er nur, ob deine gebärmutter z.b. so liegt, wie sie liegen soll.

    aber dein arzt wird dir fragen stellen, ob du schon sex hattest, wann deine tage sind und solche dinge.
    falls du einen arzt hast, dem du nicht sagen möchtest, dass du sex hattest oder dass du die pille danach genommen hast, solltest du dir dringend einen arzt oder eine ärztin suchen, dem/der du wirklich vertraust.

    es ist sehr wichtig, dass du bei diesen medizinischen fragen zu jemandem gehst, bei dem oder der du keine angst hast, alles wichtige zu erzählen. er oder sie hat schon viel krassere geschichten von ganz normalen mädchen gehört und wird vermutlich nicht überrascht sein, sondern dir einfach helfen.

  79. 79 Gowan 28. November 2012 um 23:48 Uhr

    Fun fact: Die Pille für den Mann wurde schon getestet, hat wohl auch funktioniert, die Tatsache, dass es nur mittels Spritzen machbar war, war nichtmal das Hauptproblem.

    Nein, die armen Männer hatten plötzlich Stimmungsschwankungen. Die Placebogruppe lustigerweise auch!

    Tja, und deswegen wurde das Projekt gekippt.

    Männer, hört auf rumzujammern. Wenn ihr nicht ungewollt Vater werden wollt gibts da immer noch eine ganz geniale Methode: Einfach keinen Sex haben.

  80. 80 . 03. Dezember 2012 um 5:01 Uhr

    Also, die beste Verhütungsmethode hat die katholische Kirche ja schon seit Jahrhunderten neuentdeckt und predigt sie auch heute noch: Abstinenz. :d

    Mich verwundern jedoch die ganzen (anscheinend nicht seltenen) Fälle, in denen ein Kondom „geplatzt“ sei. Also, erstens habe ich glücklicherweise diese Erfahrung noch nie erleben müssen. Zweitens glaube ich, dass Menschen mit Wortfindungschwierigkeiten wohl eher „gerissen“ und nicht „geplatzt“ meinten; denn ein Kondom kann schon immerhin eine sehr große Spannung aufbauen und (blast mal auf!) bestimmt das dreifache eures Kopfvolumens fassen, ohne zu platzen. Und drittens glaube ich nicht einmal, dass Kondome so leicht „reißen“, wenn man sie ordnungsgemäß anwendet.
    Liegt es daran, dass scharfe Gegenstände (Fingernägel oder so) involviert waren? Wurde es anstatt „abgerollt“ vielleicht „übergezogen“, sodass es ungeeignete Spannung aushalten musste? Wurde vielleicht für größere Gliedmaßen ein zu kleines Kondom verwendet? Liegt es daran, dass zu wenig Sekret vorhanden war oder zu wenig Gleitmittel (Reibung erzeugt Hitze und Spannung!)? Also: Wie ungeschickt oder unaufmerksam müssen denn die Menschen letztlich sein, dass ihnen Kondom platzt oder reißt?

    Also, habe ich ein falsches Bild von den Menschen oder von dem Sex, den sie haben, oder sind sie einfach oft ungeschickt und/oder unaufmerksam, und berücksichtigen die oben genannten Aspekte nicht?

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