Werbung

Wie jeder/jedem wahrscheinlich schon mindestens einmal aufgefallen ist, gibt es in fast allen Werbeclips (nicht nur in Deutschland) extreme und überzogene Rollenbilder von Frauen und Männern. Geht es um Putzmittel, dann kommt der perfekte Rat für die Hausfrau. Dreht es sich um ein Auto, dann fährt natürlich der Mann den neuen Ford Focus. Und selbst wenn es um Kinderspielzeug geht, dann wird auch bei den Kleinen schon ein großer Unterschied gemacht, ob nun ein Mädchen oder Junge vor dem Fernseher sitzt, und sich von der Werbung inspirieren lässt.
Als sich dann neulich meine Fernbedienung mal wieder in den Untiefen meines Sofas versteckt hat und ich also praktisch gezwungen wurde die Werbepause zu sehen, war ich doch sehr verblüfft und erschrocken, vielleicht auch teils belustigt aber doch eher erschüttert, als mir das „Maggie Kochstudio“ mal wieder zeigte, wie „perfekt“ eine Familie doch nur sein kann. Hier mal der Link für alle, die nicht genau wissen wovon ich rede:

http://www.maggi.de/Rezepte/unternehmen/Produkte/tvprodukte/gemuesepfannehack.htm?sid=0521a60e-a57e-49bc-b578-ed4b068f26f1

Und für alle bei denen der Link nicht funktioniert ist hier eine kurze Beschreibung:
Mutter und Tochter wollen ihren Männern (Vater und sohn bzw. Bruder) mal etwas richtig Gutes tun. Die sind nämlich schwer in der Garage am schuften. Also gehen sie ins Maggie Kochstudio und fragen die freundliche Dame von Maggie um Rat, die ihnen doch gerne das neue Rezept vorstellt. Glücklich gehen die beiden nach Hause und Vater und Sohn freuen sich über das gute Essen, das die beiden zufriedenen Hausfrauen ihnen vor die Nase stellen.

Meiner Meinung nach bietet dieser Clip nicht viele Interpretationsmöglichkeiten für eine Gleichstellung in der Familie. Um genau zu sein, ist diese Werbung nur ein Abklatsch von dem perfekten Familienbild aus den 60er Jahren.

Was haltet ihr davon?


31 Antworten auf “Werbung”


  1. 1 mysa 21. März 2010 um 14:28 Uhr

    Meine Mama kann ohne Maggi kochen, meine Schwester auch, sogar ich schaffe das. Die Frage ist doch, was soll an dem Bild schlecht sein?
    Solange Maggi keine alternativen Lebensmodelle zeigt und als schlechter hinstellt, muss man dies auch nicht für die klassische Familie fordern.
    Wäre noch die Frage, wenn denn wie meiner Erfahrung nach gerade in der klassischen Familie Maggi kaum von Nöten ist, wer Fertiggerichte überhaupt kauft? Stünde ja jedem frei auf die Werbung nicht anzuspringen, wenn das nicht seinem Rollenmodell entspricht. Oder eben ein Unternehmen zu gründen und selber Fertigessen für alternative Lifestyle auf den Markt zu bringen mit entsprechend eloquenten Werbespots.
    Maggi vorzuwerfen, dass es eben genau jenen, die dem klassichen Familienmodell entbehren, in die anscheinend offene Wunde sticht um etwas zu verkaufen, bringt kaum was. Bestärkt vermutlich nur die Werbeabteilung.

  2. 2 addicted 21. März 2010 um 14:47 Uhr

    Ich finde Werbung allgemein schrecklich, wobei es teilweiße richtige gute gibt. Oder eben richtig trahsige die zB :D http://www.youtube.com/watch?v=Of-HU6p9sT4

    Aber zum eigentlichen Thema. Ich finde das Thema irgendwie schwierig. Ich meine natürlich ist Stereotypisierung scheiße. Aber ich persönlich finde eine Rollenverteilung ist perse nichts schlechtes. Es muss eben nur auf beiden Seiten gewollt sein.

  3. 3 Christian 21. März 2010 um 15:05 Uhr

    Der Spot dürfte die Lebenswirklichkeit der meisten Maggiekunden wiedergeben.
    Werbung ist nicht dazu da politisch korrekt zu sein oder eine bessere Welt zu schaffen, sondern um Produkte zu verkaufen. Werbung ändert sich, wenn sich die Gesellschaft ändert, nicht andersherum

  4. 4 K 21. März 2010 um 15:32 Uhr

    Was haltet ihr davon?

    Es ist offenichtlich genauso wie Du schreibst. Ich finde die Werbung funktioniert aber irgendwie trotzdem.

    Am Ende ist es ganz lustig, wie die Hausfrauen über die Jungs schmunzeln, wie sie sie mal wieder voll durchschaut haben und voll ihren Geschmack getroffen haben.

  5. 5 Frank 21. März 2010 um 15:44 Uhr

    Hm, die Seite scheint zusammengebrochen zu sein. Bei mir läd leider das Video nicht (egal welcher Browser). Inspiration hat sich Maggi aber scheinbar bei Dr. Oettger geholt.

    http://www.youtube.com/watch?v=072LrlGvSq8

    Finde es nur traurig. Übrigens, ich hasse backen und liebe kochen!

  6. 6 schokolade 21. März 2010 um 18:09 Uhr

    in spanien ist es noch viel krasser. da habe ich erst eine werbung gesehen, wo ein mann irgendwas in der küche anfässt, und da spielt er den 5*chefkoch, das ist ja eher männerdominiert. sonst sind es immer frauen die für koch-, wasch- oder produkte für kinder werben. naja, ich will jetzt deutschland nicht loben, da ist das auch in ca 80% der werbung nicht anders, ist mir in den letzten tagen nur wieder krass aufgefallen.

  7. 7 zapperlott 21. März 2010 um 18:43 Uhr

    Der Punkt des Clips ist – neben der gesetzten Selbstverständlichkeit, dass Mutter und Tochter „ihre“ Männer bekochen – doch vielmehr die Gleichsetzung Gemüse = weiblich, Fleisch = männlich. Die schuftenden Männer wollen nicht Gemüse, sondern brauchen angeblich Fleisch (klar, in Gemüse sind ja auch keine Nährstoffe drin, man(n) braucht Fleisch einfach!). Während die zarten Frauen, die sich in ihrer Hausfrauenrolle dem Wellnessdiktat hingeben, lieber gesundes Gemüse mümmeln. Das Produkt setzt nun an, diese scheinbar divergenten (ganz klar geschlechtlich kodierten) Bedürfnisse zu vereinbaren: Gemüse *und* Fleisch. *Dann* schmeckt es allen, gemeint ist beiden Geschlechtern. Klar, weil Männer Fleisch- und Frauen Gemüseesser sind. Das ist doch die vornehmliche Aussage des Clips. Dass es „natürlich“ die Frauen sind, die das Produkt kaufen und zubereiten, tut sein übriges.

  8. 8 brigitte 22. März 2010 um 0:47 Uhr

    maggi werbungen sind fast immer furchtbar. die arbeiten ja ausschließlich mit dem konzept der alleskönner-mutter, die ihre lieben verwöhnen will.

  9. 9 Maria 22. März 2010 um 11:01 Uhr

    Und wieso fallen mir da wieder andere Werbespots ein?

    - Der Sparkassenwerbespot mit der Powerfrau, die den anderen egoistischen dummen Männern erklärt wie eine Band funktioniert (Kundenberater statt Wimpel)

    - die seltsame Colawerbung wo die ganzen Mädels „total crazy“ sind und ihre kleinen dicken Männer veralbern?

    - der seltsame Fastfood-Werbespot in dem Männer erst zu Männern gemacht werden müssen?

    Also ich als Frau möchte gerne mal wieder Männer im Fernsehen sehen, die keine absoluten Idioten, Versager, Trottel oder Spinner sind. Von daher verwundert es mich, dass du dich über Rollenklischees aufregst?
    Ich finde ehrgeizige souveräne Männer attraktiv. Und da ist es mir scheißegal, was andere dazu sagen.
    Allerdings gebe ich auch zu, nicht in der Werbung danach zu suchen. Es stört mich einfach nur, dass Frauen alle so top und „total suuuppppi“ sind und alle Kerle genau das Gegenteil.

  10. 10 jali 22. März 2010 um 11:05 Uhr

    Man könnte meinen, bei den Werbemachern liefe den ganzen Tag die „Donna Reed Show“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Donna_Reed). Während dieses Relikt aus den 50ern einer gewissen unfeiwilligen Komik nicht entbehrt, finde ich das in der Werbung eher zum fremdschämen.
    Da Werbung ja auch immer den Zeitgeist reflektiert, scheint die Vorstellung einer heilen Welt in vielen Köpfen immer noch mit den Rollenklischees verbunden zu sein: Sie kocht, er bringt den Müll raus. Stellt sich die Frage, in wieweit diese Vorstellungen von einer „heilen Welt“ von der Werbung mitgeprägt sind.

  11. 11 K 22. März 2010 um 11:45 Uhr

    @jali: Die Frage wird in „Dialektik der Aufklärung“ > Kulturindustriekapitel beantwortet. Also es wird erklärt wie bestimmte wirkliche Verhaltensweisen durch z.B. die Werbung zu festen standardisierten Klischees gemacht werden, die dann wieder eine eigenständige Macht gewinnen.

    Allgemein: Habs jetzt nochmal gesehen. Also es ist gewissermaßen gebrochen. Z.B. die Leute haben niemals Augenkontakt und überhaupt scheint diese Familie eher eine Zweckgemeinschaft zu sein, wo man sich halt die Arbeit teilt und sich ansonsten aus dem Weg geht. Der außenstehenden Person vom Kochstudio ist das auch bewusst und sie hat auch gleich so einen ernsten Gesichtsausdruck unter Ihrem professionellen Lächeln. Also Sie drückt halt aus, dass Maggi um die Kaputtheit der Familie schon weiß und aber immerhin eine Notlösung vorschlagen kann?

  12. 12 fankenstein 22. März 2010 um 12:32 Uhr

    @zapperlott: wichtiger punkt der leider oft übersehen wird oder zu so etwas führt.

  13. 13 jali 22. März 2010 um 13:45 Uhr

    @Maria: Sind das nicht zwei Seitenn der selben Medallie?
    In der einen Werbung (Maggi) werden Frauen in einer Rolle dargestellt, die einem Rollenverständnis des vorletzten Jahrhunderts entspricht, in der anderen werden sie als übermenschliche Supermamis gezeichnet, die in der Männerwelt aber letztendlich auch nur besetehen, weil die Männer um sie herum allesamt sabbernde Idioten sind. Das ist letztlich genau das Gegenteil, von dem was es zu sein behauptet: Frauen werden nicht als positive Figuren präsentiert, sondern nur deshalb zu den Heldinnen des Stücks, weil die Männer neben ihnen auch noch degradiert werden. Seximus hebt sich eben nicht dadurch auf, dass man zum Ausgleich auf dem anderen Geschlecht auch gleich noch mal ein bischen rumtrampelt.

    Insofern finde ich beide Arten von Werbespots gleichermaßen unerträglich. Werbespots in denen Menschen ohne Klischees dargestellt werden, gibt es eh‘ nicht. Normalerweise will der Werbende ja auch Menschen ansprechen, die sich selber in einem bestimmten, positiv besetzten Klischee wiederzufinden meinen (Eine bekannte Biermarke warb‘ z.B. mal damit „Männerdurst“ zu lsöchen, was immer das sein mag). Gute Werbeung erkennt man daran, dass sie dieses nicht auf Kosten einer anderen Gruppe tut. Und das ist, leider, sehr selten.

  14. 14 martin/a 22. März 2010 um 13:45 Uhr

    @Maria ich „als mann“ verzichte gerne darauf „ehrgeizig und souverän“ zu sein (schon das wort: e.h.r.g.e.i.z.i.g! das lasse man sich mal auf der zunge zergehen).

    Werbung spiegelt halt im großen und ganzen die gesellschafftlichen verhältnisse wieder und bestärkt diese gleichzeitig, indem sie mutmassliche bedürnisse anspricht bzw. versucht diese zu erzeugen/zu verstärken. beide sind da aber tatsächlich nicht ganz so einfach und eindeutig wie im beitrag beschrieben. sicherlich gibt es die (wirklich unerträgliche) maggi, henkel, etc. werbung.. es gibt aber eben auch welche mit „lustiger“ übertreibung oder vermeintlicher selbtskritischer ironie arbeitet. darüber hinaus gibt es, nocht recht selten, aber doch hin und wieder, werbung die dein bedürfnis nach verständnisvollen aber doch erfolgreichen tollen männern versucht anzusprechen (wobei das jetzt, da du deine vorstellungen von tollen nichtidioten/versagern/trotteln/spinnern ja nicht näher spezifiziert hast, natürlich erstmal eine unterstellung meinerseits ist.. )

    wem „als frau“ die gewünschten rollen oder jobs vorenthalten und das leben schwer gemacht wird, gilt ertmal meine solidarität. ich frage mich aber durchaus, warum man so manches wollen sollte.

    konkurenz, ehrgeiz und erfolg sollen von mir aus gerne irgendwelche alphamädchen haben. ich persönlich halte es da lieber mit den versager_innen und spinner_innen die nicht nur mit „geschlechter ungerechtigkeit“ sondern
    mit mit repressiver heteronormativität und kapitalistischer vergesellschaftung insgesamt ein problem haben und sich nicht mit „erfolg“ und „anerkennung“ innerhalb dieser gesamtscheiße begnügen…

  15. 15 Knorr 22. März 2010 um 16:38 Uhr

    „Der Spot dürfte die Lebenswirklichkeit der meisten Maggiekunden wiedergeben.“

    Glaub ich nicht. Maggi ist ja was für Leute, die keinen Bock auf oder keine Zeit für „richtiges Kochen“ haben, aber trotzdem nicht nur Tiefkühlsachen futtern wollen. Zielgruppe dürften deshalb v.a. Berufstätige, Studierende und allgemein Singles sein.

  16. 16 miri 22. März 2010 um 20:29 Uhr

    Der Werbespot ist mit einem Wort : Unerträglich!!!
    Hab‘ ihn schon vor einer Weile zum ersten Mal gesehen und
    krieg seitdem jedesmal aufs neue das Kotzen.
    Werbung will uns die Dinge verkaufen, die die Industrie
    produziert. Von einem genormten Massengeschmack profitiert
    die nun aber mal erheblich mehr, als von lauter individuell
    geprägten Einzelwesen. Deswegen lohnt es sich aus kapitalistischer
    Sicht völlig, Menschen geschlechtsbezogene Bedürnisse einzureden,
    mit denen sie sich identifizieren, und dann greifen eben die große Mehrheit der Frauen zu den von der Werbung angepriesenen Beautyartikeln, oder kaufen als Familienfrau eine bestimmte Suppe oder was auch immer. In einer Gesellschaft, in der Menschen über ihr Konsumentendasein definiert werden, werden Wünsche und Bedürfnisse eben massenkompatibel erzeugt, gelenkt, befriedigt, und die Zementierung von den herkömmlichen Geschlechterklischees hilft dabei enorm. Was hilft? Ich führe tatsächlich eine kleine Liste von Marken und Produkten, die ich aufgrund sexistischer Werbung boykottiere. Bei Maggisuppen fällt mir das leicht, denn ich kann eine frische, gute Suppe sehr wohl selbst zubereiten. Nur die Suppen, die mein Freund macht, sind noch besser.

  17. 17 ticke 22. März 2010 um 21:16 Uhr

    @knorr:

    und du meinst, berufstätige frauen stellen davon nicht etwa einen großen teil?!

  18. 18 Thomas Christopher 27. März 2010 um 12:24 Uhr

    @addicted: :d ich lach mich schlapp über deinen link….

  19. 19 Frank 04. April 2010 um 15:32 Uhr

    Ich seh da kein Problem. Das ist ein Spot für eine Zielgruppe, die es gern so hätte. Und wichtig: Er verkauft (wahrscheinlich).

  20. 20 kinky 05. April 2010 um 14:16 Uhr

    zu mysa:
    ey, leute, die nicht im traditionellen familienbild leben, die „entbehren“ etwas. die kann man gleich mal schon pathologiesieren, „die haben eine offene wunde“, die sind ja nicht ganz normal… schon klar
    @ zapperlott: zum kotzen find ich auch die plakate von den halberstädter würstchen, die jetzt überall rumhängen, mit dem spruch „alles was man gern ist“:

    „Alles was Mann gern ist“ sorgt seit der ANUGA im Herbst 2009 in Köln dafür, „dass man nun auch in Worms weiß, dass unsere Würstchen etwas ganz besonderes sind“. Kräftig, einzigartig und ehrlich, so wie ein echter Mann sein will, so präsentiere man die Produkte.

    (Quelle: Mitteldeutsche Zeitung, http://www.mz-web.de/ntb/ContentServer?pagename=ntb/page&atype=ksArtikel&aid=1269291665881&openMenu=1037634251521&calledPageId=1037634251521&listid=994342720546 )
    @ christian und frank: werbung bildet ja nicht nur die scheiße ab, sondern reproduziert sie auch wieder und progagiert hier in dem fall, nicht nur dass frauen unbedingt maggiefix kaufen sollen, sondern auch kinder kriegen sollen, „ihre männer“ bekochen usw. und auch ein bestimmtes bild von kindererziehung. und da seh ich sehr wohl ein problem.
    b-)

  21. 21 Christian 06. April 2010 um 8:55 Uhr

    @kinky
    Also darf ein Produkt nicht zielgruppenbezogen beworben werden, wenn diese Zielgruppe tatsächlich existiert und den größten Kundenkreis darstellt, nur weil damit diese Zielgruppe vertieft wird?

  22. 22 Leeza 07. April 2010 um 6:52 Uhr

    @Christian
    Diese Zielgruppe ist doch nur Show! Mit dieser Werbung versucht man nur das heimische Gefühl zu vermitteln, was dann ein positives Licht auf das Produkt bringt. Der Käufer soll sich wohl fühlen, wenn er Maggi kauft/kocht. Und es ist ein Armutszeugnis für die Gesellschaft, wenn sich die meisten Kunden immer noch von so etwas angesprochen fühlen, schließlich sieht die Realität anders aus! Und 100% sieht das Leben des „größten Kundengreises“ auch nicht so aus, wie in der Werbung dargestellt!

  23. 23 Christian 07. April 2010 um 8:18 Uhr

    Inwiefern ist die Zielgruppe Show? Und wie sieht die Realtität deiner Meinung nach aus?
    Das überwiegend Frauen für die Familie kochen und einkaufen scheint mir Realität zu sein, damit sind sie auch die Hauptzielgruppe von Kochprodukten.

  24. 24 mysa 07. April 2010 um 9:22 Uhr

    @ Kinky

    Ey, lies das doch einfach mal richtig und versuche zumindest es zu verstehen.

  25. 25 Cyrano 07. April 2010 um 12:09 Uhr

    @ Leeza & @ Christian: Wie solle eine Zielgruppe Show sein? Kein Unternehmen wird dem konservativen Familienministerium die Aufgabe abnehmen, eigentlich progressive KundInnen auf ein traditionelles Familienmodell einzuschwören, um dann vielleicht auch noch ein paar Produkte zu verkaufen. Vorausgesetzt, die Werbung erfüllt ihren Zweck, existiert auch die Zielgruppe, so, wie sie für ein Unternehmen nur existieren muss, als (potentielle) Käufer. Ob deren Geschlecht nun als biologisch determiniert, gesellschaftlich oder sprachlich gedacht wird, oder ob auf dem Papier das Konzept Kernfamilie längst „dekonstruiert“ wurde interessiert leidlich wenig, so lange die Familie kauft. Auf der andren Seie aber: „es ist ein Armutszeugnis für die Gesellschaft…“ Eben. Es kann der Kulturkritik (und insbesondere einer Kulturkritik die sich an der Werbung als einer Form der Darstellung die gezwungen ist, sich direkt auf das gegebene zu beziehen, abarbeitet) nicht darum gehen ob ein Produkt „zielgruppenbezogen beworben…“ werden darf, sondern es interessiert die gesellschaftliche Verfasstheit, auf die die Werbung sich bezieht, in der Hoffnung an bestehende Rollenmodelle anzudocken.

  26. 26 Frank 07. April 2010 um 12:46 Uhr

    @kinky: Aber wenn du doch die Scheisse erkennst, warum bist du der Meinung, dass andere dazu nicht in der Lage sind?

  27. 27 n.n. 07. April 2010 um 13:01 Uhr

    „@kinky
    Also darf ein Produkt nicht zielgruppenbezogen beworben werden, wenn diese Zielgruppe tatsächlich existiert und den größten Kundenkreis darstellt, nur weil damit diese Zielgruppe vertieft wird?“

    Klar darf das geschen, aber nicht wenn wenn es da inhaltlich etwas daran zu kritisieren gibt. Lies halt was da steht. So schwer ist das nicht.

  28. 28 Christian 10. April 2010 um 8:50 Uhr

    Kritisiert wird doch eigentlich nur, dass die Zielgruppe so abgebildet wird wie sie auch häufig vorzufinden ist, weil damit das Rollenbild verfestigt wird. Es gibt schließlich genug Hausfrauen, die für ihre Männer kochen, während diese Arbeiten wie „in der Garage schuften“ übernehmen.

  29. 29 n.n. 10. April 2010 um 21:19 Uhr

    „@kinky: Aber wenn du doch die Scheisse erkennst, warum bist du der Meinung, dass andere dazu nicht in der Lage sind?“
    Das ist doch beobachtbar. Schau dir doch allein Christian hier an. Der blickt es schon nicht, und ich würde sagen, dass man das verallgemeinern kann.

  30. 30 Frank 19. April 2010 um 22:08 Uhr

    @kinky: Aber für Christian ist Christians Welt Okay. Und ich glaube er stellt auch keine Bedrohung für deine dar.
    Oder: Wie schon die erste Direktive der Sternenflotte lehrt: Keine Einmischung in die Belange fremder Zivilisationen, insbesondere dann nicht, wenn sie noch nicht über Warp-Antrieb verfügen.

  31. 31 Franziska 20. April 2010 um 14:47 Uhr

    Also ich finde es ziehmlich „§$%“§“ das frauen in diesen Werbespots nur als köche und Hausfrauen dargestellt werden, wir leben im 21Jahrhundert frauen sind stark^^

    Mfg Franzi:)

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