Archiv für März 2010

Jemen Mindestheirtasalter

Hunderte demonstrierten im Jemen für ein Mindest-Heiratsalter.

Equal Pay Day

Am 26.3 ist „Equal Pay Day“. Wer an dem Tag ein Zeichen setzen will, sollte eine rote Tasche tragen.

Dieses Exemplar gibt es bei der Mädchenmannschaft

Wir wollen Notfallverhütung ohne Hürden

Nicht nur an die FDA, sondern auch an die europäischen Kollegen und Kolleginnen!

Tell the FDA to Act on Emergency Contraception from Center for Reproductive Rights on Vimeo.

Health Care ohne Abtreibung

Die amerikanische „Health Care Reform“ ist beschlossene Sache. Nach einem Jahr ringen um die Reform gelang es Barack Obama nun doch die Reform, welche als sein größtes innenpolitisches Ziel galt, zu verabschieden. Dadurch werden 32 Millionen Amerikaner_innen endlich staatlich krankenversichert.
Die Kosten für einen Schwangerschaftsabbruch werden von dieser Versorgung jedoch nicht abgedeckt. Monatelang verweigerten „anti-choice“ Demokrat_innen ihre Zustimmung zur Reform für den Fall dass diese eine staatliche Finanzierung von Abtreibungen beinhaltet.
Letztendlich schafften sie es ihren Willen durchzusetzen. Die Leidtragenden werden vor allem finanziell schwache Frauen sein. Dies kritisiert auch Diana Goldstein auf „The Daily Beast“.

I‘m glad health-care reform passed. It’s difficult not to be moved by the figure 31 million—the number of uninsured people who will have access to less-expensive coverage after reform. But we should all understand that the bill was passed at the expense of poor women’s reproductive rights. Middle-class and rich women—the wives, daughters, and mistresses of politicians—can always travel to get an abortion or pay out of pocket if they have to. Poor women cannot, and as 60 percent of American women who seek abortion already have kids they struggle to care for, it is children alive today who will suffer.

Dass eine Abtreibung nicht ebenso zu medizinischer Versorgung gehören sollte, wie andere Leistungen bleibt mir unverständlich. Wer die Gesundheit der weiblichen Bevölkerung gewährleisten will, darf einen sicheren Abbruch nicht zum Luxusgut werden lassen, das für bestimmte Teile der Bevölkerung kaum zugänglich ist.
Und genau in diesem Punkt versagt die Reform, für Frauen wird ein Abbruch auch in Zukunft mit einem erheblichen finanziellen Aufwand verbunden sein. Gerecht ist das nicht. Von einem Pro-Choice Präsident hätte man sich ohnehin mehr Rückgrat gewünscht. Aber wie schon bei anderen linken „Errungenschaften“ müssen Frauenrechte wohl erst mal hinten anstehen.

Etwas gutes lässt sich aber auch aus feministischer Sicht über die „Health Care Reform“ schreiben. Mit der Reform soll der Zugang zu und die Beratung über Verhütungsmitteln ausgebaut werden. Auch der Schwangerschaftsvor- und nachsorge soll größere Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Piusbrüdern entgegentreten

„Die Piusbrüder und ihre Anhänger_innen treffen sich am Freitag, dem 26. März, in Freiburg zu einem „Gebets- und Demonstrationszug zum Schutze des Lebens“, der mittlerweile leider Tradition hat. Auch in den vergangenen Jahren versammelten sich mehr als hundert Gläubige um gegen Abtreibung und damit gegen das Selbstbestimmungsrecht der Frau zu demonstrieren.“ Den ganzen Aufruf gibt es unter http://piusentgegentreten.blogsport.de

Kapitalismus und freiwillige Unterwerfung

“So it’s a little disconcerting that at 12, 13 years old, I was stamping myself with this complete and total interest in submission, when I didn’t have any experience with sex at all,” she says. “It’s an interesting seed to plant in a teenager’s mind that that’s how sex operates.”

Internal Affairs: How Ayn Rand Followers Rationalize “Welcomed” Rape

PorYes @ Reclaim Feminism, Berlin

Mein Blogbericht vom gestrigen Abend zu queerfeministischen Pornos:

PorYes im Sonntags-Club (ca. erste Hälfte)
(classless Blog)

Werbung

Wie jeder/jedem wahrscheinlich schon mindestens einmal aufgefallen ist, gibt es in fast allen Werbeclips (nicht nur in Deutschland) extreme und überzogene Rollenbilder von Frauen und Männern. Geht es um Putzmittel, dann kommt der perfekte Rat für die Hausfrau. Dreht es sich um ein Auto, dann fährt natürlich der Mann den neuen Ford Focus. Und selbst wenn es um Kinderspielzeug geht, dann wird auch bei den Kleinen schon ein großer Unterschied gemacht, ob nun ein Mädchen oder Junge vor dem Fernseher sitzt, und sich von der Werbung inspirieren lässt.
Als sich dann neulich meine Fernbedienung mal wieder in den Untiefen meines Sofas versteckt hat und ich also praktisch gezwungen wurde die Werbepause zu sehen, war ich doch sehr verblüfft und erschrocken, vielleicht auch teils belustigt aber doch eher erschüttert, als mir das „Maggie Kochstudio“ mal wieder zeigte, wie „perfekt“ eine Familie doch nur sein kann. Hier mal der Link für alle, die nicht genau wissen wovon ich rede:

http://www.maggi.de/Rezepte/unternehmen/Produkte/tvprodukte/gemuesepfannehack.htm?sid=0521a60e-a57e-49bc-b578-ed4b068f26f1

Und für alle bei denen der Link nicht funktioniert ist hier eine kurze Beschreibung:
Mutter und Tochter wollen ihren Männern (Vater und sohn bzw. Bruder) mal etwas richtig Gutes tun. Die sind nämlich schwer in der Garage am schuften. Also gehen sie ins Maggie Kochstudio und fragen die freundliche Dame von Maggie um Rat, die ihnen doch gerne das neue Rezept vorstellt. Glücklich gehen die beiden nach Hause und Vater und Sohn freuen sich über das gute Essen, das die beiden zufriedenen Hausfrauen ihnen vor die Nase stellen.

Meiner Meinung nach bietet dieser Clip nicht viele Interpretationsmöglichkeiten für eine Gleichstellung in der Familie. Um genau zu sein, ist diese Werbung nur ein Abklatsch von dem perfekten Familienbild aus den 60er Jahren.

Was haltet ihr davon?

Deutschlands Dr.Quinn

Arte zeigt einen Film über die Ärztin Hope Bridges Adams-Lehmann. Sie gilt als Pionierin der Frauenbewegung und war die erste Frau, die in Deutschland ein Staatsexamen in Medizin absolvierte. Nach zahlreichen Kämpfen bezüglich der Anerkennung ihres Abschlusses praktizierte sie schließlich in München als Gynäkologin. Sie pflegte Kontakte zu Anita Augsburg wie auch zu Clara Zetkin.

Der Film ist auf Arte + 7 Online verfügbar.

Kanada: Geburtenkontrolle?- Ohne Uns!

Der kanadische Außenminister Lawrence Cannon ließ verlauten, dass er Geburtenkontrolle kein adäquates Mittel findet um die Muttersterblichkeit in armen Ländern zu senken. Mit dieser Aussage hat sich klar gegen ein gemeinsames Vorgehen der G8-Staaten zu diesem Thema ausgesprochen.

The Conservative government has offered an explanation for why it will exclude contraception from its initiative to improve the health of mothers in poor countries: Birth control doesn‘t fit with saving lives.

„It does not deal in any way, shape or form with family planning. Indeed, the purpose of this is to be able to save lives,“ Mr. Cannon told the Foreign Affairs committee.

Jodi Jacobson´s kommentiert wie folgt auf ihrem Blog.

Nearly 600,000 women die each year due to complications of pregnancy, labor, childbirth or unsafe abortion. Family planning is the first and most critical prevention intervention. Programs to reduce maternal mortality and morbidity that do not include family planning will be as effective as plans to reduce motor vehicle mortality by abolishing seat belts, to reduce diabetes by force-feeding corn syrup to diabetics, and reduce dental decay by forbidding the sale of toothpaste.

Such programs will be about as successful in reducing maternal deaths--the leading cause of death among poor women ages 15 to 49 in most countries worldwide--as the no-condoms-for-youth policies and the abstinence-only-until-marriage programs of the Bush administration were in stopping the spread of HIV among women and girls in Africa. Which is to say: A stupendous failure.