Oklahoma, ein Bundesstaat im zentralen Süden der USA, hat sich diese Woche eine besonders große Medaille in der Kategorie Frauenhass verdient. Das dortige Parlament hat trotz Ablehnung des Gouverneurs, die Abtreibungsgesetzgebung verschärft und zahlreich Schikanen eingebaut.
Selbst Opfer von Vergewaltigungen oder Inzest müssen sich laut den am Dienstag beschlossenen Gesetzen eine ausführliche Schilderung ihres ungeborenen Kindes anhören und eine Ultraschalluntersuchung des Fötus vornehmen lassen, bevor sie abtreiben dürfen. Damit die Ultraschallbilder möglichst genau und anschaulich sind, muss die Ultraschallsonde vaginal eingeführt werden. Eine Untersuchung entlang des Bauchraums reicht nicht aus.
Das macht mich wirklich sprachlos/ wütend etc.
Der Wahnsinn geht aber noch weiter: Ärzt_innen dürfen ihre Patientinnen nun auch ganz offiziell anlügen.
Die Neuerungen sehen außerdem vor, dass ÄrztInnen in Oklahoma werdende Eltern nicht über Untersuchungen möglicher Missbildungen des Fötus informieren müssen. Die MedizinerInnen werden im Fall von Missbildungen bei Neugeborenen außerdem vor Klagen der Eltern geschützt.
Auf Radio F.R.E.I. gibt es ein Interview mit Thomas Gesterkamp, der kürzlich für die Friedrich-Ebert-Stiftung eine Expertise zum Thema Männerrechtler verfasst hat. Nachzuhören ist das Interview über „Antifeminismus inder Mitte der Gesellscahft“ hier
Das Girls Rock Camp wird von 25. Juli bis 1. August 2010 im Jugendkulturzentrum Explosiv Graz stattfinden.
Es richtet sich an alle Mädchen und junge Frauen, die Interesse an alternativer Musik haben (Rock, Punk, Metal, Indie,…) und gerne mehr in diesem Bereich machen würden!
Dabei ist es egal, ob Du schon ein Instrument spielst, in einer Band aktiv bist oder noch keine Vorerfahrungen hast.
Das Camp wird in den neuen Räumlichkeiten des „Explosiv“ in Graz stattfinden – Essen und Schlafplätze werden den Teilnehmerinnen zur Verfügung gestellt.
Alle Workshops werden von Frauen geleitet, die auf unterschiedliche Art und Weise im alternativen Musikbereich tätig sind (Musikerinnen, Ton- und Lichttechnikerinnen, Organisatorinnen,…) und ihr Wissen und ihre Erfahrungen weiter geben.
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Supporting girls!
Das Girls Rock Camp Graz ist Teil einer weltweiten Vereinigung, der „Girls Rock Camp Alliance“, die in vielen Ländern Mädchen und junge Frauen dabei unterstützt, Musik zu machen und in diesem Bereich aktiv zu sein oder zu werden!
Wir fördern in den Camps Kreativität, Vernetzung und Teamwork und stellen uns gegen Klischees und Stereotype in der (Rock-) Musik und den damit verbundenen Sexismen.
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Wer kann teilnehmen?
Teilnehmen können alle interessierten Mädchen und junge Frauen zwischen 16 und 20 aus der Steiermark!
Musikalische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Wenn Du schon Musik machst, kannst Du dein eigenes Instrument gerne mitbringen!
Die Teilnehmerinnenzahl ist auf 30 Mädchen und junge Frauen beschränkt.
Andrea Ypsilanti spricht in der TAZ, zwar sehr vage, aber immerhin über die Benachteiligung von Frauen im politischen Diskurs.
Sie haben sich für die Zusammenarbeit mit der Linken entschieden und wurden daraufhin von den Medien und Ihrer Partei abgestraft. Ist dies grundsätzlich das Risiko einer Politikerin, die mit der Linken flirtet?
Für den grenzwertigen Umgang mit mir gibt es jedenfalls kein geschichtliches Beispiel. Eine linke Frau hat es schwer in Deutschland. Wenn mein Name Andreas Ypsilanti gewesen wäre, wäre manche Debatte sicher anders geführt worden.
Für alle die Inspiration in der Küche, oder besser gesagt in der Backstube brauchen, hier ein Tipp: Vagina Cupcakes.
Kleine Kuchen in Vulva-Form – bunt, schrill und todschick, sicherlich der Renner auf jeder Party!
Nach der Diskussion um das Kiely Williams-Lied halte ich es für angebracht, einfach mal die rechtliche Definition, was in Deutschland als „Vergewaltigung“ gilt, wieder ins Spiel zu bringen.
Klar, die rechtliche Definition ist keine erschöpfende Antwort in einem tiefschürfenden Diskurs über den Komplex – aber eine unverzichtbare Grundlage, über die anscheinend immer noch nicht ausreichend Klarheit herrscht.
§ 177
Sexuelle Nötigung; Vergewaltigung
(1) Wer eine andere Person
1. mit Gewalt,
2. durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben oder
3. unter Ausnutzung einer Lage, in der das Opfer der Einwirkung des Täters schutzlos ausgeliefert ist,
nötigt, sexuelle Handlungen des Täters oder eines Dritten an sich zu dulden oder an dem Täter oder einem Dritten vorzunehmen, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.
„Sich selbst beim Vortragen sehen und dann das ganze auch noch shamelessly promoten“, dem kann ich mich nur anschließen. Schließlich geht es hier auch darum, das eigene Thema voranzutreiben. Da muss ein bisschen Scham wohl sein. Also: die republica10-Macher laden zur Zeit peu a peu die Video- und Tonmitschnitte der Vorträge von der Konferenz hoch. Darunter befindet sich auch der Mitschnitt unseres Diskussionspanels „Feministische Netzkultur 2.0″, über das schon an vielen Stellen berichtet wurde (kleine Linksammlung am Ende des Artikels). Schauts Euch an und gebt gerne Feedback, nur so kann das Thema weiter vorangetrieben werden!
Die Diskussionsrunde gibts für unterwegs auch als MP3, könnt Ihr Euch also auch im Zug anhören. Das gleiche gilt übrigens auch für die Diskussionsrunde zu „Sexismus im Netz“, welche Ihr hier als MP3 und bestimmt bald auch im re-publica-Youtube-Channel als Video findet.
Resumees gibt es schon viele zu dem Panel, ich möchte mich hier an dieser Stelle zurückhalten (ja, ich weiß, ich bin halt so). Nur möchte ich betonen, dass ich persönlich mich immer über Lob und explizit auch Kritik freue. Wenn es keine Kritik gibt, kann das Thema nicht vorangetrieben werden. Und auch halte ich kritische Blogbeiträge in anderen Blogs per se erstmal für positiv, denn auch schlechte Werbung ist immernoch gute Werbung (im Sinne von schlechter Inhalt und so… Ihr versteht mich).
In Mexiko wird einem 10-jährigen Vergewaltigungsopfer ein Schwangerschaftsabbruch untersagt. Das Mädchen wurde vom Stiefvater missbraucht und geschwängert. Abbrüche sind in Mexiko verboten, nur Mexiko City stellt Abtreibungen straffrei. Die 10-jährige stammt aus dem Bundesstaat Quintana Roo, dort sind Abbrüche zwar im Fall einer Vergewaltigung legal, aber nur bis zu 90 Tagen, das Mädchen ist bereits einen Monat über dieser Frist.
So schrecklich der Fall auch ist, er ist leider kein Einzelfall. In nahezu allen Teilen Südamerikas wird Frauen ihr Recht auf einen Abbruch verwehrt, oft selbst wenn das Leben der Schwangeren auf dem Spiel steht oder eine Vergewaltigung stattgefunden hat.
Der Fall des jungen Mädchen lässt in Mexiko erneut die Debatte über die Strafbarkeit von Abbrüchen aufflammen. Adriana Ortiz-Ortega eine Pro-Choice Aktivistin sieht jedoch den Einfluss konservativer Kreise wieder wachsen. Damit würde auch eine Legalisierung von Abbrüchen in weite Ferne rücken.
Dieses Jahr waren auf der Re: publica endlich mal mehr Frauen mit feministischen Themen am Start. Es ging dabei um Themen wie „Feministische Netzkultur 2.0” und „Sexismus im Netz”. Eigentlich alles Klasse, was dabei aber in dem Chat abging, der parallel zum Livestream lief ist mehr als widerlich und zeigt wiedereinmal das Sexismus im Netz allgegenwärtig ist.
Hier eine Zusammenfassung des erlebten von Piratenweib, Snapshots des Shitstreams gibts hier(Trigger Warning)
Die Diskussion auf der Bühne war geprägt von sachlichen, aber auch sehr zutreffenden Aussagen über den alltäglichen Sexismus, der Frauen im Netz begegnet. Angefangen von hasstriefenden Blog-Kommentaren, über den “kleinen Sexismus” in alltäglichen Diskussionen in nicht-feministischen Zusammenhängen, bis hin zu Morddrohungen, die per Anonymisierer verschickt werden. Und da hört der Spaß nun wirklich auf!
Nicht aufgehört hat der Spaß im Livechat, der praktischerweise direkt neben dem Filmfensterchen bei der Livestream-Übertragung aus der Kalkscheune platziert ist.
Was allerdings heute dort abgegangen ist, spottet jeder Beschreibung.
Anscheinend haben die Veranstalter_innen auch keinen Anlass gesehen den Livestream von sexistischen Übergriffen zu befreien.
Ihr habt gewusst, was dort passiert, dennoch konnte der Chat einfach so bis zum Ende des Panels weiterlaufen. Ein Mann im Publikum (danke!) hat euch vor Ort live informiert über die unhaltbaren Äußerungen. Ich selbst habe per Feedback-Funktion ums Abschalten gebeten, ich habe euch per Twitter aufgefordert, zu moderieren oder wenigstens mal etwas aus dem Chat im Panel vorzulesen – leider null Reaktion von euch.
Damit ist das “Hintergrundrauschen” zu diesem Panel der beste Beweis für das Vorhandensein von Sexismen gegen Frauen im Internet.
Ich bin jedenfalls ziemlich aufgebracht, sauer, enttäuscht und auch irgendwie froh, dass jetzt ein wenig mehr öffentliche Aufmerksamkeit für dieses Thema erreicht werden wird.
Ja Aufmerksamkeit braucht das Thema wirklich. Hier geht es aber nicht nur um Sexismus gegen Frauen im Netz, sondern allgemein gegen Frauen in der Öffentlichkeit. Vor allem gegen Frauen die feministische Themen äußern.
Blogs leben von Kommentaren, und Kommentare sind ja an und für sich nichts Schlechtes. Wenn man aber Autorin auf einem feministischen Blog ist, möchte man manchmal weinen. Neben Beschimpfungen und der gleichen kommen nämlich auch eine Vielzahl an Kommentaren mit denen ich schlichtweg nicht weiß was ich machen soll. Auf dem Mädchenblog gibt es seit kurzen eine Netiquette, denn wir wollten die Atmosphäre in dem Blog so friedlich wie möglich gestalten und auch kein Spam-Nest für Maskulinisten und dergleichen werden.
Die Frage ob ich aber nun ein Kommentar freischalte oder nicht, kostet mich aber trotz ausformulierter Netiquette manchmal Stunden. Löschen ist zwar leider oft nötig, aber ich tue es nicht gerne zumal ich auch manchmal denke vielleicht ist es gut wenn die Menschen da draußen sehen, was so alles im Internet herumschwirrt. Andererseits zieht man wenn man Kommentare stehen lässt eine Vielzahl dieser Idiot_innen an. Feministischer Meinungsaustausch wird dadurch unmöglich und oftmals absichtlich behindert.
Gerade ist also so eine Situation, ich schaue mir die Kommentare in der Moderation an und schon sticht mir dies hier ins Auge.
Wenn jetzt schon jeder Sex mit ner Betrunkenen rape ist…
Bekommt die Gute nun ihr Recht auf hemmungslosen Sex mit nem Hengst abgesprochen?
Ich schüttle den Kopf und schon geht das Überlegen los, soll ich es frei schalten? Muss jetzt wirklich jemand dem Guten erklären, um was es hier geht. Was einvernehmlicher Sex ist und was nicht? Und warum die Bezeichnung „Hengst“ für den Typen aus dem Text/Video? Zumal der Tonfall auch mehr als ätzend ist.
Hätte sich die Person den Songtext und die verlinkten Texte wirklich zu Gemüte geführt und darüber nachgedacht, käme so ein Schrott wohl eher nicht.
Vielleicht ist es vielen nicht klar, aber hier ist ein feministischer Raum, wer darauf keine Lust hat ist hier falsch und sollte schnell Seite wechseln ohne seinen_ihren Kommentar-Abfall zu hinterlassen.
78 per cent of those questioned support access to abortion in Ireland if the pregnancy endangers a woman’s health or if the pregnancy is the result of sexual abuse, rape or incest.
Support for abortion when a pregnancy seriously endangers a woman’s life increases further to 87 per cent.