Angela Merkel, Christina Schröder, Zensursula, Sarah Palin etc. – alles Frauen, alles Politikerinnen, alle rechts. Im 21.Jahrhundert können Frauen* also auch in rechts-konservativen Parteien Kanzlerinnen oder Ministerinnen werden, oder wie derzeit in Österreich für den Posten der Bundespräsidentin kandidieren. So schickt die FPÖ die rechts-nationale Barbara Rosenkranz als Bundespräsident_innenkanidatin ins Rennen. Rosenkranz ist Mutter von 10 Kindern, die alle Namen aus germanischen Sagen tragen. Ihr Mann ein bekannter rechtsextremistischer Aktivist. Politisch setzt sich Rosenkranz für die Abschaffung des Verbotsgesetz ein, des weiteren will sie sich für ein Ende „ungezügelten Massenzuwanderung“ und „importierter Kriminalität“ einsetzen. Zum Thema Feminismus hat sie auch klare Ansichten, so klar, dass sie uns diese in einem Buch „MenschInnen. Gender Mainstreaming – Auf dem Weg zum geschlechtslosen Menschen.“ wissen ließ. Frauen gehören für Rosenkranz zu den Kindern, sie sollten in erster Linie Mütter sein und die Erziehung übernehmen. Homosexuelle passen da natürlich gar nicht rein können sie sich ja nicht reproduzieren, folglich mag Rosenkranz diese auch nicht sehr gerne.
1995 bezeichnete sie der Publizist Hans-Henning Scharsach im Magazin News als „Kellernazi“, eine definitiv zutreffende Bezeichnung. Scharsach wurde dafür jedoch vor einem österreichischen Gericht wegen Verleumdung verklagt. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte revidierte das Urteil jedoch.
Rosenkranz ist nicht nur Kellernazi, sonder auch eine Frau. Eine Tatsache, welche der FPÖ Führungsriege glänzende Augen bereitet. Waren sie doch oft damit konfrontiert sexistisch zu sein und nun schmücken sie sich mit einer Bundespräsident_innenkanidatin. „Eine starke Frau für Österreich “ oder gar „Eine Mutter aller Österreicher“ soll sie sein.
Wahnsinn die völkische Bewegung realisiert zum ersten Mal, dass Frauen nicht nur gebären können, sondern auch Reden. Auf die Reihenfolge ist nur acht zu legen.
Dass der Feminismus, welcher sich von Anfang an für politische Agitation von Frauen einsetzte, nicht nur coole, linke und weltoffene Frauen befreien wird, war in dieser Gesellschaft wohl unvermeidbar.
Die Gefahr ist aber, dass hier eine Rückschluss passiert, welcher fatal wäre. Nur weil Rosenkranz eine Frau ist heißt das noch nicht, dass sie der Sache der Frauen* dienlich wäre. Es heißt auch nicht, dass sie ein besser Mensch wäre oder sonstiges. Nein sie ist genau so böse wie ihre männlichen Parteikollegen. Und was das Thema Anti-Feminismus angeht haben rechte Menschen schon früh verstanden, dass es besser Frauen vorzuschieben um das Ende der Emanzipation einzuleiten, das wirkt dann nicht so patriarchal.
interessanter Artikel zum Thema: HJ Rosenkranz und seine Neonazis
vl sollte die gute frau mal ihre eigenen ansprüche an frauen umsetzten und lieber zu hause am herd bleiben statt politik-karriere zu machen. ziemlich heuchlerisch
und was ist nun die moral von der geschicht? feminismus allein bringt es nicht? das isn ding
Dass der Feminismus, welcher sich von Anfang an für politische Agitation von Frauen einsetzte, nicht nur coole, linke und weltoffene Frauen befreien wird, war in dieser Gesellschaft wohl unvermeidbar.
Die Gefahr ist aber, dass hier eine Rückschluss passiert, welcher fatal wäre. Nur weil Feministinnen Frauen sind, heißt das noch nicht, dass sie der Sache der Frauen* dienlich wären. Es heißt auch nicht, dass sie bessere Menschen wären oder sonstiges. Nein sie sind genau so böse wie ihre männlichen Parteikollegen.
Recht ähnlicher Kommentar aus der „Unique“: klick!