Pulitzer-Preis an Anti-Feministin

Jessica von feministing.com berichtet , dass Kathleen Parker, eine „conservative political columnist“ den diesjährigen Pulitzer-Preis in der Kategorie „Kommentar“ gewonnen hat.
Der Preis ist mit §10.000 dotiert und ist eine der wichtigsten Literaturauszeichnungen in den USA.
Parker machte sich verständlicher Weise durch Aussagen wie die, dass College-Frauen die gerne mal rummachen ihre psychische Gesundheit gefährden, oder die dass Frauen in der Army nichts anderes erwarten können als vergewaltigt zu werden, nicht gerade beliebt in der feministischen Welt.

Die Neo-Cons sind im Anmarsch, zwar nichts wirklich neues aber trotzdem ätzend.
Um ein Gegenbeispiel zur schnöden Parker zu bringen, Susan Faludi, Autorin des Buches „Backlash, the Undeclared War Against Women“ gewann 1991 den Pulitzer-Preis für erläuternden Journalismus.


3 Antworten auf “Pulitzer-Preis an Anti-Feministin”


  1. 1 ichgehschlafen 13. April 2010 um 22:51 Uhr

    dass Frauen in der Army nichts anderes erwarten können als vergewaltigt zu werden

    1.) Diesem Satz würde ich nicht widersprechen. Im militärischen Kontext ist die Vergewaltigung der Frau Usus, wie die letztjährigen Vorfälle in Maguindanao traurigerweise erneut gezeigt haben. Und wenn man sich deinen Link mal anschaut, dann wird Parker nicht für diesen Satz kritisiert, sondern vielmehr dafür, dass sie die Vergewaltigungen der Männer entschuldigt und zwar mit folgendem Satz

    many men resent women because they‘ve been forced to pretend that women are equals, and men know they‘re not.

    Darum heißt ihr Artikel auch „Victim-blaming at its finest“.

    Finde ich fragwürdig von dir, dass so aus dem Kontext zu reißen.

    2.) Die Neocons sind ganz bestimmt nicht auf dem Vormarsch. Sie hatten ihre große Zeit unter Bush, und dort zwischen Ende 2001 und Mitte 2004. Bis dahin waren sie entweder in der Administration vertreten oder haben durch ihre kriegslüsternen Analysen Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Jetzt dümpeln sie recht ideenlos in der politischen Landschaft rum. Vor allem scheinst du Parker – aus mir unerfindlichen Gründen – als Neocon abzutun. Fragt sich, wie du zu dieser Annahme kommst.

  2. 2 n.n. 14. April 2010 um 10:41 Uhr

    Das ist doch der simple Gebrauch des Alltagsbegriffs „Neocon“ anstatt des Begriffes den ein Politikwissenschaftler (der sich eventuell damit beschäftigt?) davon hat.

  3. 3 leonie 15. April 2010 um 9:36 Uhr

    Ich denke nicht, dass die Zeit der Neo-Cons schon vorüber ist. Klar waren sie unter Reagan und Bush an der Regierung, aber während dieser zeit haben sie es geschafft ihre Weltanschauungen in der Gesellschaft zu etablieren und wenn du dir die Karriere einer Sarah Palin anschaust, dann kann da schon noch was auf uns zu kommen.

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-04/sarah-palin

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