Feministische Auseinandersetzung mit Männlichkeit: Macker Massaker vom 13.5.-16.5. in Mülheim an der Ruhr

mackermassaker

Hooliganverhalten auf der Demo? Nackte schwitzige Oberkörper in der Disco? Der ganze Raum um jeden Preis? Ätzendes, nerviges Mackerverhalten hat wohl jede_r von uns schonmal mitbekommen. Eine Gruppe von selbstdefinierten Männern* aus Mülheim an der Ruhr hat sich zum Ziel gesetzt, im Rahmen des Macker Massaker im AZ Mülheim Mackerverhalten und Männlichkeit kritisch-queerfeministisch zu hinterfragen. Zwar setzt sich das Orgateam nur aus Männern* zusammen, eingeladen sind aber auch Menschen jeglichen anderen Geschlechts.

In ihrer sehr ausführlichen Selbstbeschreibung gehen die Macher* übrigens auch auf Maskulisten ein:

Ganz im Ge­gen­teil er­star­ken wie­der re­ak­tio­nä­re Män­ner­be­we­gun­gen, nach deren Mei­nung „Frau­en“ nichts bes­se­res zu tun hät­ten, als bei der nächst­bes­ten Ge­le­gen­heit „Män­ner“ zu un­ter­drü­cken. Teil­wei­se gehen die Aus­sa­gen sogar so­weit, von ma­tri­a­cha­len Struk­tu­ren und einer be­vor­ste­hen­den „Macht­über­nah­me der Frau­en“ zu spre­chen.

Als weiterer Stein des Anstosses sind die „Struk­tu­ren und Men­schen in der Lin­ken, wel­che oft­mals weit weg von einer an­tis­e­xis­ti­schen und eman­zi­pa­to­ri­schen Theo­rie und Pra­xis zu sein schei­nen“. WORD! Das Macker Massaker (welches sich den Titel übrigens selbstironisch gesucht hat) möchte hier ansetzen.

Schaut Euch das Programm an und kommt nach Mülheim! Es wird übrigens auch FrauenLesbenTrans*-Schlafplätze geben!


13 Antworten auf “Feministische Auseinandersetzung mit Männlichkeit: Macker Massaker vom 13.5.-16.5. in Mülheim an der Ruhr”


  1. 1 illith 11. Mai 2010 um 18:54 Uhr

    klingt ja nach nem intressanten projekt.

    wobei: obenohne in der disko = mackerstyle?? (:| :-?

  2. 2 mensch im mohn 11. Mai 2010 um 21:19 Uhr

    Gute Sache das. Der provokante Name der Veranstaltung könnte aber viele auf den ersten Blick abgeschreckt haben, die bei genauerer Betrachtung des Ganzen vielleicht gekommen wären. Seis drum. Ich hoffe es wird gut.

  3. 3 sv 11. Mai 2010 um 21:54 Uhr

    Es wurde viel über den Namen diskutiert. In ihrer Selbstdarstellung sagen die Macher folgendes über den Namen „Macker Massaker“:

    Dass noch immer so viele Un­ter­schie­de zwi­schen den Gen­dern ge­macht wer­den, dass es immer noch zu einer so über­mä­ßi­gen Be­nach­tei­li­gung aller nicht-​“männ­li­chen“ Men­schen kommt, dass auch wir im All­tag diese Struk­tu­ren re­pro­du­zie­ren, macht uns trau­rig und wü­tend. Diese Wut und diese Emp­fin­dun­gen sol­len sich im Namen „Ma­cker Mas­sa­ker“ wi­der­spie­geln. Eben­so wol­len wir etwas iro­nisch das Mar­tia­li­sche an „Männ­lich­kei­ten“ her­aus­stel­len, ohne dass wir uns selbst davon in eli­tä­rer Weise frei­spre­chen könn­ten.

  4. 4 n.n. 12. Mai 2010 um 17:29 Uhr

    Mir sind bisher noch keine Nicht-Macker oben ohne in Diskotheken aufgefallen. Bis auf männliche Stripper vielleicht :d

  5. 5 panda 12. Mai 2010 um 19:51 Uhr

    Ich find den Namen dufte.
    Wär er nicht so „provokant“ würde die ganze Sache doch gleich untergehen.

    Und zu dem Oben ohne Ding, man merkt doch ob die Leute oben ohne gehen weil heiß oder weil rummackern, ich tipp mal ganz schwer das letzteres gemeint sein wird.

  6. 6 sina 13. Mai 2010 um 12:17 Uhr

    @n.n
    @panda

    ohja. oberkörper frei ist rummackern, aber abseits davon seinen körper zur schau stellen ist voll okay, so in knallenger hose, tiefem ausschnitt, muskelshirt (vielleicht schon grenzwertig?) usw, ja?

    ihr merkt echt nix. mal diesen kampf der eitelkeiten, des sich darstellens, des cool sein wollens kritisieren, da kommt ihr gar nicht drauf. diese scheiß konkurrenz im privaten um ansehen und aufmerksamkeit, die is doch auch mit bedecktem oberkörper voll im gange.

    den schlampenvorwurf gegen zu luftig bekleidete frauen, die moral habt ihr gelernt, den darf man nicht machen. hingegen wenn männer durch mehr haut aufmerksamkeit wollen, ist das mackern. ihr seid echt helden.
    da müsst ihr euch nicht wundern, dass man euch den feminismus glatt abnimmt, antisexismus hingegen nicht.

  7. 7 panda 13. Mai 2010 um 18:46 Uhr

    Häh?

  8. 8 panda 13. Mai 2010 um 18:54 Uhr

    Ich habs mir jetzt vier Mal durchgelesen und ich weiß absolut nicht wo dein Problem liegt.
    Das kann auch daran legen dass ich Heldin nix merke.
    Wenn ich Rumgemackere kritisiere kritisiere ich automatisch diesen „kampf der eitelkeiten, des sich darstellens, des cool sein wollens“.
    Müssen wir jetzt das Wort Macker definieren?

  9. 9 n.n. 13. Mai 2010 um 22:22 Uhr

    Hi sina,

    ich habe deine Kritik nicht ganz verstanden. Ich gebe dir recht, dass die Konkurrenz an sich das Kritikable ist. Was ich hier anbringe ist im Grunde eine Kritik an einer qualitativ anderen also aggressiveren Form des ganzen. Ich habe ja einschränkend kenntlich gemacht, dass es um meine Erfahrung (und Wahrnehmung davon) geht und ich habe das bisher nur als aggressivere Form des Konkurrenzverhaltens also Mackertum wahrgenommen. Das scheinst du ja zu kritisieren, oder?
    Der Rest deiner Ansage ist eh nur Persönlichkeitspflege. Das nehme ich gerne in Kauf. Aber mich interessiert tatsächlich dein Punkt warum das Verhalten jetzt etwas anderes sein sollte. Das machst du nämlich nicht klar.

  10. 10 huenerei 15. Mai 2010 um 23:52 Uhr

    finde das es auf den habitus von den „maennern“ mehr ankommt wenn sie leicht bis mit freien oberkoerper auf einer party tanzen. generell find ich oberkörper freie eher irritierend. finds aber oft auch abtörnend wenn die typen mit jacken, kapuzenpullovern und shirts auf der tanzfläche sind und die meissten „frauen“ leichter bekleidet bzw „tanztauglicher“.

  11. 11 Julinoir 17. Mai 2010 um 14:27 Uhr

    hey, war jemand da und mag berichten? ich fände einen gastbeitrag dazu klasse!

  12. 12 m 31. Dezember 2013 um 2:26 Uhr

    Massaker? Lese ich das richtig? o.O

  13. 13 ?? 01. Februar 2014 um 20:54 Uhr

    @sina

    mal von Partys weg: im Park laufen jungs ganz selbstverständlich oben ohne rum. Dagegen gibt es soweit ich weiß für Frauen ein Verbot für oben ohne in einigen Parks. vielleicht verstärkt das das negative empfinden von antisexisten gegenüber oben-ohne-jungs.

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