Mädel, Dame, Fräulein, Frau, Lady, … ?

Auf einer Mailingliste fragte neulich eine Person:

wie geht es euch dabei wenn euch jemand mit

mädel
dame
frau
fräulein
lady

anredet?

welche form gefällt euch findet ihr korrekt?
bei welcher fühlt ihr euch total angegriffen?
macht es einen unterschied wenn euch ein mann oder eine frau so anredet?

Ich würde die Frage gerne weitergeben und freue mich auf Antworten!

Eine von ebenjender Mailingliste schrieb zB auf die oben gestellte Frage hin:

Mädel fand ich früher lieb, wenn zB ein galanter Autofahrer sagte: Na, lassma dMänscha über dStrossn geh, oder „unsere Skimädls“, heute find ich, dass damit das im Patriarchat herablassende Bild eines weiblichen Menschen sprachlich sehr präzise zum Ausdruck kommt: Als Frau wirst nie eine Frau. Ein Bub ist schon ab 3 Jahren ein „kleiner Mann“. Du bleibst imma a Mädl. Außer, wenn Du Mama wirst. Dann aber auch nur, wenn DU eh ned auf die depperte Idee kommst, Deine Schwangerschaft amend unterbrechen zu wollen. Falls schon, bist wieda a Mädl, dem man sagt, was zu tun ist.

Dame: find ich neutral. Es sei denn, jemand sagt es mit einem eindeutig verarschenden Ton.

Frau: gefällt mir am besten. Las mal wo, Frau kommt von Fruwe, bedeutete Herrin. (ich glaub in „Es war die Frau“ von Gerhard Habarta.)

Fäulein: Nur zu! Wenn wir im Gegenzug MÄNNLEIN als Terminus einführen! Siehe „Die Töchter Egalias“ von Gerd Brantenberg. – Buch sehr gut zum Mal-verkehrt-rum-Denken! An dieser Stelle Danke an Christian für den damaligen Buchtipp!

Lady: kann mit dem ned viel anfangen, in unserem Sprachraum, hab das Gefühl, wird meist so a bissl verarschend gesagt, so von wegen, na Lady --- fühl mich da nicht ernst genommen. Gibt da aber sicher andere Meinungen, siehe ladyfest etc.


30 Antworten auf “Mädel, Dame, Fräulein, Frau, Lady, … ?”


  1. 1 illith 11. Mai 2010 um 17:30 Uhr

    also das hängt find ich ganz maßgeblich zusammen mit a.) dem ton und b.) der person, die es sagt und in welche beziehung ich zu dieser stehe.

    meine befindlichkeiten zu den aufgeführten begriffen:

    *mädel
    benutz ich eigentlich am meisten. hat den vorteil, dass es für mich sowohl mädchen als auch frauen einschließt, was praktisch ist (wenn man z.b. zu einer gruppe unterschieldicher altersstufen spricht).
    für mich wirkt es auch „flotter“ (LOL) bzw. cooler als „mädchen“. (männliches gegenstück ist dann „jungs“ oder seit neuerem auch „knabe“ =D )
    wenn es aber zb. ein älterer mann von oben herab zu mir sagen würde, wäre es unangemessen.

    *dame/lady
    mag ich (für mich) GAR nicht und wehre mich, so bezeichnet zu werden. wenn jemand sowas wie „ladies first“/“ich lass mal der dame den vortritt“ sagt (auf mich bezogen), sag ich immer „ich seh hier keine!“ :d

    *frau
    hmja, wäre an sich korrekt, kann ich mich aber irgendwie auch nicht so richtig mit identifizeren. ich schätze, weil ich damit gesellschaftlich „weiblich“ und „fraulich“ (*graus*) konnotierte attribute verbinde, gegen die ich antipathien hege?!
    außerdem fallen bei mir auch die meisten leute frühestens mitte/ende 30 in die erwachsene „mann“/“frau“ kategorie^^

    *fräulein
    geht GAR nicht. so nenn ich meine katzen, wenn die mist gebaut haben :d

  2. 2 grrrl 11. Mai 2010 um 20:27 Uhr

    mädel: als anrede mag ich das gar nicht! höre ich eigentlich nur von männern, die deutlich älter sind als ich. meist zusammen mit einer mich nicht ernst nehmenden äußerung verbunden. … wobei, nicht anbedingt, aber durch diese anrede klingt für mich alles, was darauf folgt, nicht wirklich cool und auf einer ebene.
    über „ein mädel/mädels“ zu sprechen klingt für mich schon anders. so sag ich manchmal so was wie „die anderen mädels in der gruppe“, inzwischen aber auch manchmal bewusst „die anderen frauen in der gruppe“ (weil ich das wort mädel(s) halt nicht mag). aber wenn ich von ca 20-jährigen spreche klingt das für mich unbewohnt. den männlichen teil der gruppe würde ich auch eher mit „die jungs“ oder „die typen“ bezeichnen, als mit „die männer“.
    insgesamt versuche ich den begriff nicht zu verwenden und dann stattdessen frau oder mädchen zu sagen.

    dame: so werde ich eigentlich nie angesprochen (jedenfalls ist es mir im augendblick nicht bewusst) außer in formellen briefen oder im zirkus „meine damen und herren“ ;) und da finde ich es okay.

    frau: neutral bzw. kontext abhängig

    fräulein: klingt für mich veraltet und ist für mich mit konverativen rollen-/frauenbildern verbunden. (fräulein als frau, die nicht verheiratet ist). werde zum glück nie so angesprochen.

    lady: so werde ich auch selten angeredet (deutscher sprachraum halt). verbinde ich mit ladyfest, daher ist der begriff positiv besetzt für mich. kommt da halt seeehr drauf an, wer das sagt.

    macht es einen unterschied wenn euch ein mann oder eine frau so anredet?
    ja, definitiv. aber der kontext und welche_r mann_frau spielt genauso eine rolle.

  3. 3 Maria 12. Mai 2010 um 2:19 Uhr

    Ist es nicht irgendwie egal?? Mir persönlich ist es völlig Schnuppe, wie man mich anspricht. Weder fühle ich mich von Frau, Fräulein, junge Dame, … beleidigt oder angegriffen. Es ist der Kontext, in dem diese Worte fallen, der eher angreifend wahrgenommen werden kann. Und selbst dann bilde ich mir keine ein („patriarchalische Systeme“), sondern schaue, wie mein Gegenüber mit diesen Worten umgeht.

    Ich finde es traurig, dass sich gewisse Personen eher in irgendwelchen Ideen verrennen und sich angegriffen fühlen, anstatt zu schauen, in welchem Kontext etwas von einem Gegenüber gemeint sein könnte.

    Bedenke ich, was mein Freund alles noch so zu mir sagt … ui, ui, ui … da würde so manche Leserin hier mich zusätzlich beschimpfen. Obwohl ich weis, was er wie meint. Denn KONTEXT ist das ZAUBERWORT.

  4. 4 Leeza 12. Mai 2010 um 9:05 Uhr

    fräulein geht überhaupt nicht! und mädel ist nicht gerade der burner.

  5. 5 frankenstein 12. Mai 2010 um 17:02 Uhr

    @maria:

    mhm, also wirklich alles nur ansichts- bzw auslegungssache? ist das nicht ein bisschen einfach? gerade für leute, die eigentlich ganz genau wissen, das manche worte ursprünglich eine klare botschaft hatten, und sie auch in dem sinne verwenden, nur um sich bei widerspruch dann mit einem „hab ich ja gar nicht so gemeint“ herauszureden. ich finde man sollte mit solche sachen schon vorsichtiger umgehen und nicht die verantwortung den leuten übergeben, die sich momentan durch solche anreden angegriffen fühlen, als wären die einfach zu empfindlich. es sollte schließlich ein klima geschaffen werden, indem sich alle wohlfühlen und nicht nur die, denen manches halt „schnuppe“ ist.

  6. 6 n.n. 12. Mai 2010 um 17:27 Uhr

    @ Maria,

    patriachale System sind also bloße Hirgngespinste? Aber du bist ja eh eine ganz schöne Rebellin, du.

    An alle:

    Ist eigentlich irgendwer schon einmal ernsthaft mit „Fräullein“ angesprochen worden?

  7. 7 panda 12. Mai 2010 um 19:45 Uhr

    @Maria du siehst doch an den Posts dass es nicht egal ist?

    mädel: Da fühle ich mich nicht ernstgenommen. Hab immer das Gefühl wenn mich jemand so anredet will er mir mitteilen dass ich zwar n toller Kumpel bin, aber bitte nicht denken soll.

    dame: Wnen ich 20 Jahre älter wäre fände ich das ganz nett, im Moment fühl ich mich für die Dame zu jung und zu wenig exzentrisch ;) .

    frau: Ist okay, neutral und korrekt halt.

    fräulein: Empfinde ich ähnlich wie Mädel, es sei denn ich merke dass mein gegenüber einfach wirklich nicht weiß wie er mich anreden soll (passiert mir manchmal mit älteren Herren)

    lady: Damit wurde ich höchstens mal beim Flirten angesprochen und da kams sehr drauf an wer das wie gesagt hat. Schmierig und mit Zungenakrobatik fand ichs furchtbar, aber locker im Gespräch geht okay.

    Madame fehlt mir noch, so werd ich immer genannt wenn ich irgendwo was kaufen soll.

  8. 8 sv 13. Mai 2010 um 11:36 Uhr

    Ich wurde letztens als „junge Frau“ angesprochen, und ich meinte, dass das ungefähr so garnicht auf mich passt. Daraufhin meinte die Person, dass ich doch nicht so pessimistisch sein solle.

    Ich wusste nicht so ganz, ob ich lachen oder weinen sollte! /:)

  9. 9 madame_adam 13. Mai 2010 um 12:46 Uhr

    von personen, in deren realitäten_ trans*_identitäten keine rolle spielen, möchte ich niemals mit mädel (mich erninnert das einfach zu sehr an ns-begrifflichkeiten), fräulein (also bitte!) oder dame angesprochen werden, sondern (wie andere erwachsene personen) mit frau*. innerhalb meiner community möchte ich ausschließlich mit meinem namen angesprochen werden und wenn es geht ohne geschlechtsbezeichnende pronomen_artikel_whatever.
    den begriff lady mag ich, auch wegen der positiven besetzung durch ladyfeste.
    und klar kommt es auf den kontext und die person und den tonfall und die intention an…
    schön wäre es, wenn wir uns gegenseitig fragen würden, wie wir angesprochen werden möchten.
    :)>-

  10. 10 Maria 14. Mai 2010 um 10:30 Uhr

    @Frankenstein

    „mhm, also wirklich alles nur ansichts- bzw auslegungssache? ist das nicht ein bisschen einfach? gerade für leute, die eigentlich ganz genau wissen, das manche worte ursprünglich eine klare botschaft hatten, ….“

    Nette Anekdote:
    Germanistikseminar im Grundstudium (Mediävistik) von einer Gleichstellungsbeauftragten. Die Frau ist promoviert, Mitte 30 und soweit ich weis auch gerade am habilitieren. „Warum heist es DAS Mädchen?“. Keiner antwortet. Der Kurs, vielleicht 50 bis 70 Stundenten (etwa 75% Frauen) „Und? Weis es jemand?“ Abermals antwortet keiner. „Nun“, meint sie (und ich kann mich LEIDER an den genauen Wortlaut nicht mehr erinnern) „weil UNS (!!) das Patriarchat zu Gegenständen degradieren will. Frauen sollen Dinge sein!“ Erstaunte Gesichter im halben Kurs und der Rest zeigt nur verdrehende Augen.
    Ich, frech wie ich war (3. Semester), hob die Hand und fragte: „Warum heist es das Jungchen? Oder das Frauchen? Oder das Männchen? Oder Muttchen? Sind das auch Dinge?“
    (Zur Information: Jede Verniedlichung („chen“ oder „lein“) verliert den Artikel und wird zu „das“ – Die Magd = Das Mädchen)

    Nur weil du dir Gedanken machst, heist es noch lange nicht, dass diese Gedanken richtig sind oder das andere sich auch darüber Gedanken machen. Ebenso könnte es doch auch sein, dass andere Menschen – ohne dadurch gleich dumm sind oder unwissend zu sein – sich Gedanken – und hier meine RICHTIG GEWAGTE THESE!! – über Dinge machen, die du noch nicht mal im Ansatz verstanden hast, interessant, überdenkenswert oder wichtig findest.
    Von daher bezweifel ich – aber auch mal ’ne RICHTIG TOLLKÜHNE THESE – dass jeder die genaue „ursprüngliche klare Botschaft“ kennt oder auch nur erahnt.
    Was jetzt allerings auch nicht heist, dass es niemanden gibt, der diese Botschaften versteht. Nur sollte doch die berechtigte Frage im Raum stehen, ob es sinnvoll ist jemanden Wissen zu unterstellen, nur weil man es selbst hat.

  11. 11 madame_adam 14. Mai 2010 um 12:51 Uhr

    achja, am allerallerliebsten werde ich z.b. im laden, restaurant, café gefragt: „und was darf ich dem jungen herrn bringen?“ oder auch von den jüngeren personen „bist du ein junge oder ein mädchen?“ das bietet dann hervorragende möglichkeiten für spannende antworten_diskussionen_rückfragen oder einfach nur ein lächeln.

  12. 12 Pik Ass 14. Mai 2010 um 16:19 Uhr

    Es kommt extrem darauf an wie es gesagt wird und vor allem von wem…

    Aber pauschal würde ich folgendes sagen:

    Solange es nicht offensichtlich abwertend angewendet wird, finde ich „Mädel“ ganz okay, aber tendenziell eher bei gleichaltrigen, als bei viel älteren…

    So was wie „Dame“ oder gar „Lady“ mag ich gar nicht hören, da fühlt man sich entweder 50Jahre älter oder wie in einer schlechten Soap.

    „Frau“ find‘ ich okay, wenn mich jemand nicht kennt und neutral bleiben möchte…
    Aber ich fühle mich eh komisch mit „Frau“ angesprochen oder „gesiezt“ zu werden… XD

    Fräulein kann ich mir ehrlich gesagt in keinem sehr positiven Kontext vorstellen, das mag ich gar nicht.

    „Hey du da“ oder gar meinen „Namen“ zu kennen und zu verwenden finde ich am besten XD

    LG

  13. 13 Flip 14. Mai 2010 um 16:41 Uhr

    @maria

    hab ich dich jetzt richtig verstanden? du wolltest das beispiel aus dem germanistik-seminar mit DIESEN vergleichen relativieren bzw. widerlegen??? das ist aber extrem holprig, findest du nicht?

    das gegenstück im sprechen über geschlechter zu „das mädchen“ ist nunmal nicht „das jungchen“ sondern „DER junge“. die anderen verniedlichungen sind auch umgangssprachlichen charakters und dazu noch veraltet und gar nicht mehr benutzt (wann hast du denn mal jemanden „das muttchen“ sagen hören!?). oder wolltest du durch die ergänzungen irritationen beim augenrollenden publikum wecken, indem du aufzeigst, dass die anderen bezeichnungen nicht die alltagsnorm in der sprache sind?

  14. 14 frankenstein 14. Mai 2010 um 20:42 Uhr

    @Maria:

    „Von daher bezweifel ich – aber auch mal ’ne RICHTIG TOLLKÜHNE THESE – dass jeder die genaue „ursprüngliche klare Botschaft“ kennt oder auch nur erahnt.
    Was jetzt allerings auch nicht heist, dass es niemanden gibt, der diese Botschaften versteht. Nur sollte doch die berechtigte Frage im Raum stehen, ob es sinnvoll ist jemanden Wissen zu unterstellen, nur weil man es selbst hat.“

    ich bestreite nicht, dass viele leute worte verwenden ohne sich deren bedeutung bewusst zu sein, oder sie diese worte verwenden, weil diese durch inflationären sprachgebrauch mit einer anderen bedeutung besetzt wurden. ich unterstelle also auch nicht gleich eine böse absicht, darf diese worte wohl trotzdem als unangenehm empfinden, die person darauf und auf die ursprüngliche bedeutung hinweisen, und darum bitten dieses wort aus diesen gründen nicht zu benutzen.
    das tue ich ja übrigens auch bei freunden, die ich nicht für dumm halte, aber eben doch für unwissend, weswegen ich sie ja darauf aufmerksam mache ;)

    wie madame_adam schon sagte, wäre es wohl am besten, wenn man bei anreden einfach nachfragt, was das gegenüber für angemessen hält.

    zu der anekdote: ich kenne mich auf diesem gebiet nicht aus, aber es wirkt auf mich eigenartig, dass das männliche kind junge, knabe, bube, bursche, bengel genannt wurde/wird, während es für das weibliche nur die verniedlichte form der maid bzw der magd gab/gibt, die sowohl die jungfräulichkeit, als auch die rolle beschrieb und hervorhob. ich will damit nicht sagen, dass das bei den jungen viel anders war, sie waren kleine knappen, knechte, diener, aber die ihre rollen waren vielfältiger, so wohl auch die bezeichnungen.
    realität beeinflusst sprache und andersherum, deswegen ist es mir zu einfach zu sagen „ist doch egal“.

  15. 15 illith 14. Mai 2010 um 23:49 Uhr

    @Maria:
    und was hat sie geantwortet? dass das kein sehr passender Vergleich ist, weil in den genannten Beispielen der Diminutiv nicht die Standardform ist, sondern eine mit Geschlecht?

    @Madame Adam:
    *gg* das passiert mir auch öfter. witzig, weil ich von Hause aus eigtl mit ziemlich „weiblichen“ Attributen ausgestattet bin. oder manchmal ist das in frage oder abredestellen des frauseins ja auch als bewusster Angriff gedacht (ob in spaßigem oder ernstem Kontext) – nur fühl ich mich von sowas impulsmässig immer total geschmeichelt :D (nicht weil ich gern ein „Mann“ wäre, mich aber meistens eher verqueer fühle^^)

  16. 16 JSK 15. Mai 2010 um 14:05 Uhr

    @Maria

    grammatikalisch absolut richtig: Endung „-chen“ macht das Wort zum Neutrum. Aber damit hat deine Dozentin absolut recht! Sonst hätte man sich doch für ein weibliches Kind ein anderes Wort als die Verniedlichung von Magd aussuchen können.
    Aber ich verstehe deine Einwände – man muss auch nicht auf Alles feministisch feuern, das irgendein Wort mit langer Geschichte in den Mund nimmt.
    Aber interessant finde ich schon das aus mittelhochdeutsch DIE „maget“ (übrigens nicht bedeutungsgleich mit neuhochdeutsch „Magd“) DAS „Mädchen“ wurde…

    Was die Anredeformen angeht: Ich bevorzuge Frau (ja das kommt von Mittelhochdeutsch „frouwe“ – die Herrin, edle Dame).
    „Mädel“ benutze ich nur in der 3.Person wenn ich über meine Freundinnen spreche (zB Mädelsabend) – nicht als Anrede. Und so verwenden das auch die Männer/Jungs, die mir nahestehen.
    Fräulein wurde ich schon manchmal genannt und das hat mich damals auch nicht gestört – heute würde ich mich dagegen wehren (und sei es mit Humor: „Ja was kann ich für Sie tun, Männlein Müller?“) – ich finde es klingt nett, wenn man „Fräulein“ sagt, aber ich sehe es nicht ein, warum meine Anrede von einem Ehemann abhängen sollte…
    „Dame“ lasse ich mich kommentarlos nennen – außer ich stehe gerade in Jeans und weitem T-Shirt breitbeinig rum und kratze mir die kurzen Haare, dann sage ich auch „Dame? Ich seh keine!“
    Aber da wären wir auch wieder beim Kontext…
    „Lady“ als Anrede kann ich mir eigentlich nur mit Zungenakrobatik vorstellen: „Stört es die Lady wenn ich rauche?“ „Es stört mich noch nicht einmal wenn du brennst.“
    (@madame_adam: wäre manchmal froh, wenn alle Menschen etwas mutiger wären und einfach nachfragen würden… im Neuen Testament heißt es ja auch schon „wer nicht wird wie die Kinder…“ -oder so ähnlich-)

  17. 17 Maria 16. Mai 2010 um 7:23 Uhr

    @ ilith

    Das gleiche wie du. Dummerweise lies ich mich damals noch von Fachbegriffen beeindrucken und schwieg daraufhin. (wie gesagt: 3. Semester). Neben Diminutiv benutzte sie allerdings noch ein paar andere Fremdwörter. Ich weis allerdings nicht mehr, was sie genau sagte. Heute sehe ich solche Gespräche natürlich anders, denn man lernt, wie man sich hinter Fachbegriffen verstecken kann oder etwas so einfach ausdrücken kann, dass es jeder versteht.

    Heute würde ich daraufhin anders reagieren.
    Vor Grimm gab es keinen wirklichen Sprachstandard und alles, was versucht wurde, einzuführen hatte nur begrenzten Erfolg. Sprache ist „lebendig“ und jede noch so schöne Regel kann eingeführt werden. Wenn sie nicht akzeptiert wird, setzt sie sich auch nicht durch. (siehe dazu Sprachwahrer – Denglisch – Entwicklung; Grammatikregelungen und tatsächliches Sprechen)
    Und wenn das nicht helfen würde, gäbe es eine kleine zynische Anekdote:
    Im April 1548 trafen sich einst 1 Papst, 2 Kaiser, 3 Könige, 4 Markgrafen und deren Bedienstete, um das größte Problem aller Zeiten aufzugreifen, welches man sich vorstellen konnte. DIE FRAU (*theatralische Musik*)!!
    So sprach der Papst: „Jungs, jetzt ma‘ Buttah bei de Fysch – Dat Weib – ne, aber jetzt echt ey – dat geht zu weit. Auch wenn wir noch nicht wissen, was diese seltsamen Wörter Freiheit, Individualismus, Emanzipation und Selbstverwirklichung bedeuten, so müssen wir alles tun, damit diese niemals entstehen. Nächstes Jahrhundert haben wir den 30jährigen Krieg – warum nicht jetzt schon mal vorplanen, um zu schauen, wie wir sei für immer unterdrücken. Zwar glaubt ein jeder, dass er seinen Platz im Leben durch Gott gefunden hat. Aber na ja, sicher ist sicher. Vorschläge?“
    „Steinigen.“
    „Töten.“
    „So lange zusammenschlagen, bis sie gehorchen.“
    Doch der perfideste aller Pläne war das Wort zu manipulieren.
    „Auch wenn 99% aller Menschen nicht lesen oder richtig sprechen können“ – „Was sind Prozent?“ – „Ruhe! Moment, wo war ich! Ach ja, müssen wir die Sprache manipulieren und so regeln, dass Frauen verachtet werden. Jedes Wort muss ein Ausdruck unserer Verachtung sein. JEDES WORT!!“
    „Und womit fangen wir an?“
    „Mit DAS Mädchen…..muharharhahar“
    Gröllend, sich am Arsch kratzend stießen diese widerlichen Machos mit jeder Menge gut gebräutem Bier an, um ihre Weltherrschaftspläne zur Unterdrückung der Frau – in Deutsch – zu feiern.

    (okay, die Anekdote wäre zu lang^^)

    Nehmt mirs nicht übel, aber überall eine Verschwörung zu sehen, dass es so gewollt war, wie es heute ist, finde ich übertrieben. Man muss doch nur ein wenig in der Sprache stöbern, ohne überall das Patriarchat (oder Matriarchat: „Frauen und Kinder zuerst“) zu wittern. Es gibt Dinge, die unsere Sprache beschreibt, aber andere Sprachen nicht kennen (bspw.: Schadenfreude) oder Dinge, die wir bis heute nicht ausdrücken können (öffnen – schließen; Schließbar – „öffnenbar?“; oder wann setzt sich endlich die Variante „satt“ von „nicht mehr durstig“ durch)
    Ich sehe einfach kein Intelligent Design, sondern eine Evolution der Sprache. Der Mensch hat auch keine drei Arme, weil die Natur damit ihre Missachtung und Geringschätzung des Menschen ausdrucken will, sondern weil einfach keine Notwendigkeit besteht. Vielleicht bestand auch nie eine Notwendigkeit darin, ein Wort mit einem weiblichen Artikel für „Mädchen“ zu finden. Vielleicht dachten die Menschen damals nicht so, dass sie damit jemanden schaden. Vielleicht war das phonetische Empfinden ein anderes und „Mädchen“ hat sich einfach „eingebürgert“.

    Und ja, ich bin mir der historischen Gegenargumente bewusst. Und ich will mit keinem Mann oder Frau in der frühen Neuzeit tauschen wollen.

    -------------
    Und zu den Varianten selbst:
    Ich schätze Humor, Sarkasmus, Zynismus und achte daher darauf, WIE man mich anspricht und nicht mit welchen Worten. Und ganz ehrlich: Ich würde mich ziemlich verarscht vorkommen, wenn man mich fragen würde, wie man(n) mich denn ansprechen soll.
    Ich respektiere niemanden weniger, nur weil dieser jemand mich anstelle von „Frau“ plötzlich „Mädel“ oder „Dame“ nennt. Ebenso bekommt niemand mehr Achtung von mir, nur weil er das macht.

  18. 18 Maria 16. Mai 2010 um 7:34 Uhr

    Ergänzung:
    „Ich schätze Humor, Sarkasmus, Zynismus und achte daher darauf, WIE man mich anspricht und nicht mit welchen Worten. Und ganz ehrlich: Ich würde mich ziemlich verarscht vorkommen, wenn man mich fragen würde, wie man(n) mich denn ansprechen soll.“

    Ich meinte „…, wie man(n) mich ansprechen soll“, sondern „…, WOMIT man(n) mich…“

    Vielleicht kam es beim ersten Mal auch nicht richtig rüber.
    Wenn ich mit einem Mann schlafe, möchte ich auch nicht, dass er mich fragt, was mir gefällt, weil ich nicht Sachlichkeit, Abarbeiten, Nüchternheit spüren will. Ich möchte einen Menschen wahrnehmen und da kann er mich anpacken wie er will. Es sollte so natürlich wie möglich sein, so emotional wie möglich und von ihm aus sein. Ich will dort einen Menschen und seine Ideen, Gedanken und Willen kennen lernen. Ih will niemanden, der so ist wie ich es will, sondern so ist, wie er selbst ist. Ich schätze einfach keine Emotionslegastheniker (im Bett^^).
    Und so sehe ich es auch im Gespräch. Mir ist egal, was passiert, hauptsache ich merke, dass es authentisch ist und nicht protokollarisch (oder provokativ: heuchlerisch, verlogen, hinterfotzig :P). Und wenn mir etwas nicht passt, so bin ich glaube ich alt genug, es mitzuteilen. Von daher: Egal, womit man mich abspricht. Wichtig ist WIE. :)

  19. 19 Julinoir 16. Mai 2010 um 11:44 Uhr

    @ Maria:
    Bitte beachte Punkt 10 der Netiquette:
    „Auch wenn die meisten hier diskutierten Themen mit so ziemlich allem anderen in der Gesellschaft vernetzt sind, ist es wünschenswert, halbwegs beim Thema zu bleiben. Es ist einfach schade, wenn der_die Verfasser_in sich Mühe mit einem Eintrag macht und dieser dann in den Kommentaren weitschweifig zerchattet wird. Mit der Suchfunktion findet mensch auch oft einen „passenden“ Thread, in dem weiterdiskutiert werden kann. Mensch muss nicht jede Grundsatzdiskussion in jedem einzelnen Thread wiederaufleben lassen.“

    Lange Anekdoten über mittelalterliche Könige scheinen mir ebensowenig zu der Anredendiskussion beizutragen wie Diskussionen über Aushandlungsprozesse beim Sex. Thx.

  20. 20 Josef 16. Mai 2010 um 16:52 Uhr

    @ an alle
    Das Wie entscheidet, wie das Was angekommt oder auch gemeint wird. Das geht sogar in Schriftsprache, würde ich die Metapher in “ “ setzen, wäre sie vielleicht das Gegenteil. Ungleich schwieriger das Ganze in der realen Welt. Da läßt selbst die neutrale Anrede „Frau“, entsprechend betont, eine Umdeutung zu.
    Probiert doch mal den Satz: „Was willst Du schon wieder?“, mit und ohne zusätzliche Satzzeichen in dieser und jener Betonung anzuwenden.

    @ Maria
    Also: Ich finde, Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Danke für die Bildhaftigkeit, der Beitrag hat mir sehr gefallen. Allein der Antworten wegen, habe ich geblogt.

    @ Julinoir
    Deinem Vollzitat folgend, habe ich die komplette Netiquette gelesen. Fast glaube ich, allein die Frage nach welche der weiblichen Anredeformen am … sei, gehört in das Kapitel 13 der Netiquette.

  21. 21 frankenstein 16. Mai 2010 um 18:21 Uhr

    @Josef: „Das Wie entscheidet, wie das Was angekommt oder auch gemeint wird.“

    das stimmt eben nicht. natürlich kann ich verstehen, dass etwas beispielsweise scherzhaft gemeint ist, ich muss es deswegen aber nicht selbst witzig oder gut finden.

  22. 22 n.n. 17. Mai 2010 um 9:48 Uhr

    Das interessante ist ja, dass Maria versucht mit ihrer Anekdote irgendwas zu belegen, was ihr nicht gelingt. Sie wird kritisiert, geht aber gar nicht darauf ein sondern versucht sich mit Kritik an ihrer Dozentin aus der Affäre zu stehlen. Was sie sagen will ist einfach: „Die Dozentin hat etwas gesagt, was mir nicht gefallen hat. Also habe ich ganz provokativ nachgehackt und eine Antwort erhalten. Die hat mir aber auch nicht gefallen“. Wir wissen jetzt, dass Maria eine ganz schön freche ist, mehr aber nicht. Ein Argument wäre mal ganz nett, andernfalls kann man das auch einfach weglöschen wenn da nichts mehr kommt.

  23. 23 Maria 17. Mai 2010 um 18:26 Uhr

    Argumente:
    ----------
    - Sprache ist variabel (Empfänger – Sender – Verständnis)
    - Sprache ist entstanden (Evolution, nicht Intelligent Design)
    - Sprache ist oft simpel(Interpretation von Patriarchat/Matriarchat ist oft Blödsinn)
    - Sprache ist nicht allmächtig (kann nicht alles beschreiben – viele Interpretationen möglich!)
    - Sprache ist geschichtlich entstanden (unter historischen Umständen, und nicht unter heutigem Verständnis – daher meine historische Anekdote)
    - Kontext ist wichtiger als Worte (Körpersprache, Subtext)

    Ergebnis:
    ---------
    - Mir ist egal, WOMIT (gute/schöne/junge/…. Frau/Lady/Mädchen/…) man mich anspricht, sondern WIE (böse/zynisch/lieb/sarkastisch/….)
    - DENN
    „Ich respektiere niemanden weniger, nur weil dieser jemand mich anstelle von „Frau“ plötzlich „Mädel“ oder „Dame“ nennt. Ebenso bekommt niemand mehr Achtung von mir, nur weil er das macht. “ [Maria 16. Mai 2010 um 7:23 Uhr]

    Hmm…ich sehe doch schon einige Argumente. Du hättest einfach nur LESEN müssen.

  24. 24 frankenstein 18. Mai 2010 um 8:57 Uhr

    „Sprache ist variabel (Empfänger – Sender – Verständnis)“

    sprache macht keinen sinn wenn sie so variabel ist wie du es behauptest. sie soll zur verständigung dienen und dies geht nunmal nur, wenn empfänger und sender von derselben bedeutung der worte ausgehen. um missverständnisse (also auch beleidigungen, gefühlsverletzungen etc) zu vermeiden sollte es im interessen beider gesprächsteilnehmer sein abzuklären welche worte was und warum bedeuten, zumindest wenn die gefahr besteht, sich misszuverstehen, bzw die gefühle des anderen zu verletzen.
    in gedichten kannst du so variabel sein wie du möchtest, aber wenn du eine eindeutige botschaft senden willst, dann solltest du auch eindeutig sein.

    „Sprache ist entstanden (Evolution, nicht Intelligent Design)“

    sprache hat sich entwickelt – sie entwickelt sich immer noch. es gibt auch worte/sätze, die durch vergangene ereignisse und umstände belastet sind (zb asozial, jedem das seine) und nur im richtigen kontext gebraucht werden sollten. sie wieder umgangssprachlich zu verwenden ist unangebracht.

    „Sprache ist oft simpel(Interpretation von Patriarchat/Matriarchat ist oft Blödsinn)“

    wie man sieht ist sie es oft auch nicht. interpretationen sind oft blödsinnig, stimmt.

    „Sprache ist nicht allmächtig (kann nicht alles beschreiben – viele Interpretationen möglich!)“

    was ist schon allmächtig? sie ist mächtig genug um missbraucht zu werden. was kann subtiler sein als durch sprache zu unterdrücken und geistige grenzen zu setzen? neusprech lässt grüßen.

    „Sprache ist geschichtlich entstanden (unter historischen Umständen, und nicht unter heutigem Verständnis – daher meine historische Anekdote)“

    richtig, historische umstände, die man nicht vergessen sollte und deren konsequenzen wir überprüfen sollten, deswegen ja auch diese diskussion. ein „alles wurst“ kann für dich ja ausreichen, für viele andere aber eben nicht.

    „Kontext ist wichtiger als Worte (Körpersprache, Subtext)“

    natürlich ist der kontext sehr wichtig. keine frage, aber in gewissen fällen sind manche worte einfach unangebracht, falsch, missverständlich, zweideutig, oder für einzelne personen aus welchem grund auch immer verletzend. das lässt sich dann aber ja zwischen den betroffenen klären.

    „Ich respektiere niemanden weniger, nur weil dieser jemand mich anstelle von „Frau“ plötzlich „Mädel“ oder „Dame“ nennt. Ebenso bekommt niemand mehr Achtung von mir, nur weil er das macht.“

    das hat hier eigentlich auch keiner behauptet. ich denke es geht nicht um den respekt den man dann dem anderen zollt oder vor ihm verliert, sondern allein um eine sprachkultur, die verständlich und für alle angenehm ist. keiner sagt, dass man denjenigen, der besagte worte/sätze benutzt genlyncht werden soll. man redet hier allein von aufklärung bzw die aufforderung zu mehr vorsicht im (sprachlichen) umgang miteinander.

  25. 25 earendil 18. Mai 2010 um 10:41 Uhr

    @Maria: Es wird bisher nur nicht deutlich, inwiefern deine Argumente der Aussage deiner Dozentin damals oder dem hier vorgebrachten widersprechen. Punkte 1, 2, 4 und 5 sind so schwammig wie banal. Dass sich Sprache entwickelt, und zwar meistens nicht geplant, sondern unbewusst, hat doch niemand bestritten, darum ist deine „historische“ Anekdote albern. Die Formulierung „weil uns das Patriarchat zu Gegenständen degradieren will“ würde ich mal blumiger Ausdrucksweise zuschreiben, denn natürlich „will“ das Patriarchat nichts, dessen dürfte sich auch deine Dozentin bewusst gewesen sein.

    „Sprache ist oft simpel“ soll wohl heißen „zufällig entstanden“. Ja, OFT – aber in diesem Fall? Um zu einer fundierten Aussage zu kommen, müsste man die sprachgeschichtliche Entwicklung und Verwendung der jeweiligen Ausdrücke genauer untersuchen, bzw. mal gucken, ob das nicht schon geschehen ist. Ansonsten bleibt der merkwürdige Befund, dass für männliche Heranwachsende sämtlich grammatisch männliche Worte gebräuchlich sind (Junge, Knabe, Bub, Bursche), während die Ausdrücke für weibliche vor der Heirat sämtlich sächlich sind/waren (Mädchen, Mädel, Fräulein). Da einfach mit „kann doch auch Zufall sein“ zu kommen ist ein bisschen dürftig.

    Kontext ist wichtig, aber auch nicht allein entscheidend, und Sprache ist auch nicht grenzenlos variabel, wie Frankenstein schon sagte. Es mag vielleicht wenige Kontexte geben, in denen es für dich auch ok ist, als Fotze angesprochen zu werden, aber generell ist das mit Sicherheit für dich nicht akzeptabel.

  26. 26 Sarah Moon 19. Mai 2010 um 14:07 Uhr

    Also, um hier nochmal auf das Thema zurück zu kommen:

    Mädel – ist für mich Kontext abhängig, zB „Noch´n Wodka , Mädels?“ Von der Wirtin an meine Koleginnen und mich vorm Tresen gerichtet,- völlig ok. Von ihrer jungen männlichen Aushilfe geäußert, würden dieselben Worte natürlich mit einer Flut Häme beantwortet werden. :))

    Frau als Anrede vor dem Familien Namen ist halt formell, wenn gesiezt wird, angebracht (ist euch schonmal aufgefallen, daß Kassierinnen in Supermärkten sich oft so anreden, sich aber trotzdem duzen „Frau Herbst, machste gleich Pause?“, während der männliche FilialLeiter gesiezt wird?)

    Wenn mich Fremde ansprechen oder rufen, die meinen Namen nicht kennen, finde ich „Junge Frau!“ am besten (NOCH, was ist, wenn ich alt bin?) Nur „He, Frau“ Wär ein bißchen seltsam, so wie wenn sich Teenager mit „He Mädschen/Junge“ anreden.

    „Junge Dame“, „Frollein“, „Madame“ bedeutet in diesem Zusammmenhang eigentlich IMMER Stress (meistens Bullen oder solche, die gerne welche wären)
    Da fällt mir ein (OT):
    Wenn ich Typen in so Alltagsdiskussionen, also mir nicht bekannte Personen auf der Strasse, im Hausflur ärgern will, sag ich immer „Junger Freund“ oder auch „Pass mal auf mein Freund“, ich finde, das hat ne ähnliche Wirkung wie „Frollein“ oder so bei Frauen – vielleicht können die Germanistinnen diese Wirkung erklären :))
    gruß, Sarah

  27. 27 illith 20. Mai 2010 um 0:23 Uhr

    „He, Frau“ – *MUAHAHAHA* aber stimmt, du hast recht. hab ich mir noch gar keine gedanken drüber gemacht.

    „mein Freund“ oder „Freundchen“ benutz ich wie du. „meine Freundin“ hätte umgekehrt aber irgendwie nicht den gleichen effekt, bei weiblichen mitmenschen^^° (oder „Freundinchen“?! @-) *PRUST*)

  28. 28 Regina 09. August 2010 um 13:35 Uhr

    .. weil ihr die Töchter Egalias erwähnt habt: Ich hab mir vor kurzem „Die Söhne Egalias“ von Peter Redvoort gekauft – tolles Buch – richtig profeministisch!

    LG Regina

  29. 29 Besser wie du 17. August 2014 um 1:57 Uhr

    Damen gibt es nicht mehr! Und diese Frauen sind darauf sogar noch Stolz! Traurig aber wahr!

  30. 30 Ceri37 15. April 2017 um 1:33 Uhr

    :x Mädel sage ich zu mir selbst z.B ich bin ein verrücktes Mädel auf der Arbeit sagen auch alle zu mir Mädel. Ich bin es gewohnt ich finde es auch toll.:-

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