The AXE-Effect

Axe-Werbung war schon immer sexistisch, die neuste Werbekampagne topt aber sogar bisher dagewesenes:

Ein fliegender Soldat steuert mit ausgestreckten Armen sein Ziel an. Doch das, was er sieht, bleibt dem Betrachter dieses Werbeplakats verborgen. Dieser erblickt nur ellenlange, gespreizte Beine und einen Po, der in knappen Militärshorts steckt. Mehr braucht es ja auch nicht für eine erfolgreiche Werbekampagne. Findet zumindest Axe. Der Oberkörper und das Gesicht der jungen Frau wurden einfach abgeschnitten. Dieser „Männertraum auf High Heels“ sei „der wohl heißeste Po der Nation“, preist Axe in einer Pressemitteilung seine Plakatkampagne an. Dass die Frau auf dem Poster wirklich nur noch Arsch ist, scheint dabei niemanden zu stören.

Ganz im Gegenteil, mit einer Onlineapplikation auf www.axe.de kann man das Hinterteil dieses „heißen, weiblichen Sergeant“ sogar „bespielen“ (weil weibliche Militärs bekanntlich unterwürfige, geile Luder sind). Und das geht so: Der auf einem virtuellen Flugzeugträger stolzierende Po auf zwei Beinen kann mit einem Klick von zwei Grabscherpfoten an der Gürtelschnalle gepackt und mit einem „beherzten Griff“ ans Objektiv herangezerrt werden. Ja! Geil! So möchten Frauen behandelt werden.

Langsam weiß ich auch was der Slogan „Axe reizt Frauen und nicht die Haut“ bedeuten soll, bei mir macht sich ein Kotzreiz bemerkbar, aber ein gewaltiger…


7 Antworten auf “The AXE-Effect”


  1. 1 antiAXE 22. Mai 2010 um 19:59 Uhr
  2. 2 puddingteilchen 22. Mai 2010 um 22:16 Uhr

    sehr gut!!! super, dass du darauf aufmerksam machst!

  3. 3 schokolade 25. Mai 2010 um 12:34 Uhr

    „Wie immer werden dabei auch typisch männliche Verhaltensweisen gleich mit aufs Korn genommen“

    und das macht die frauenfeindlichkeit wieder wett.. ? ;)

    zitat aus der antwort auf meine beschwerdemail an axe (2. link in antiAXEs comment)

    hier die ganze antwort:

    „Sehr geehrte Frau XXXX,

    wir bedauern, dass Ihnen der aktuelle Axe Werbe-Spot Anlass zur Kritik gibt.
    Vielen Dank, dass Sie uns geschrieben haben.

    Axe ist sich seiner Verantwortung gegenüber den Konsumenten bewusst und prüft daher regelmäßig die Glaubwürdigkeit und die möglichen Auswirkungen des gesamten Kommunikationsauftrittes. So wurde auch die aktuelle Axe-Werbung im Vorfelde in Verbraucherrunden diskutiert und bewertet, wie die im übertragenen Sinn gemeinte Aussage bei den Verbrauchern ankommt.

    Sicher ist Ihnen aus Erfahrung bekannt, dass Werbung häufig übertreibt oder mit besonderen Effekten überrascht, die über die Realität hinausgehen, um Interesse zu wecken.
    Axe Werbung ist nie ernst gemeint und sollte aus der Sicht unseres Marketings mit einem Augenzwinkern verstanden werden. Sicherlich kommt es immer auf den Blickwinkel an.

    Gerade Werbung soll Emotionen wecken und wird entsprechend subjektiv wahrgenommen.

    Axe behandelt im aktuellen Spot auf spielerische Art immer das gleiche große Thema: die Anziehungskraft zwischen Mann und Frau.

    Im vorliegenden Werbe-Spot nimmt die Marke den Filmklassiker „Top Gun“ auf die Schippe, der die Geschichte eines jungen Mannes erzählt, der zum Kampfpiloten ausgebildet wird und sich dabei in seine Ausbilderin verliebt.
    Analog zur Story des Films konkurrieren im Axe Spot zwei junge Männer um die Gunst ihrer Ausbilderin. Dabei wird die ursprüngliche Geschichte persifliert: Es gibt keinerlei kriegerische Handlungen in dem Spot, die Jungs starten ohne Kampfjet, nur mit ihren ausgebreiteten Armen in den Himmel und schließlich lassen die juckenden Achseln einen der Kontrahenten „abstürzen“.

    Wie immer werden dabei auch typisch männliche Verhaltensweisen gleich mit aufs Korn genommen: der Wettbewerbsgedanke, wenn es um Frauen geht, Heldentum und Gewinnermentalität.

    Axe ist sich der aktuellen Lage in den weltweiten Krisengebieten sehr bewusst. Gerade die humoristische Aufbereitung des Spots unterstreicht die Distanz der Marke zu jeglicher Form von kriegsverherrlichender Darstellung.

    Da Ihre Meinung für uns sehr wertvoll ist, habe ich sie an unser Axe-Marketing weitergeleitet.

    Bitte schreiben Sie uns auch weiterhin Ihre Meinung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Heike Flemes
    Unilever Verbraucherservice
    Geschäftsbereich Home and Personal Care“

  4. 4 Costa 31. Mai 2010 um 2:05 Uhr

    Ich finde diesen Blog und die Themen die hier angesprochen werden sehr gut.Also erstmal ein großes Lob.

    Mit diesem Artikel hab ich aber so meine Probleme.Ich bin ein Mann und hab die Werbung ein paarmal schon gesehen.Ich verstehe worauf dieser Blog hier hinaus will.Finde es pesönlich aber besser,um diese sexystischen Mißstände auszugleichen,auch mehr Werbung für Frauen zu machen die in gleicher weise Männer zeigen.Das gleiche gilt natürlich auch für die website.Solange es nicht unter die Gürtellinie geht,finde ich es für legitim.Das sorgt auch für mehr sexuelle Freiheit bei der Frau wie ich finde,die auch heute noch für mehr zurückhaltung erzogen wird.Ich persönlich denke das mehr Humor in der Sexualität,auch für mehr sexuelle Freiheit zwischen den geschlechtern sorgt und die stereotypischen verhaltensweisen abbaut.Was nicht direkt mit diesen Thema zu tun hat,aber mir Persönlich viel wichtiger ist,darauf hinzuweisen,wie sexistisch Frauen in vielen Pornofilme dargestellt werden.Nicht das Pornofilme generell verboten werden sollen,sondern etwas realistischer in den sexuellen handlungen.Wer Pornofilme schonmal gesehen hat,weiss aus Erfahrung was für ein falsches Bild da vermittelt wird.

  5. 5 dahe 06. Dezember 2010 um 19:48 Uhr

    habt ihr eigenlich sonst nichts zu tun als beschwerde mails zu schreiben was eh nichts bringt????

  6. 6 Banken Crasher 30. Mai 2011 um 0:05 Uhr

    Hallo! Ich finde es sehr gut, dass man seine Meinung schreibt! Bitte weiter so!!!

    Das Axe eigentlich nichts bringt, kann man hier über axe nachlesen.

    Habe den Eindruck, dass manche Männer echt glauben, es gäbe den axe effekt. Allein deswegen ist es gut sich bei UL zu beschweren…
    LG

  1. 1 Diskriminierung gibt’s überall. Leider. « NewConcept Pingback am 25. Mai 2010 um 16:49 Uhr

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