Die „Terre de femmes “ Startseite zeigt diese Blume:
daneben einen Artikel über Genitalverstümmelungen. Jetzt ist es nicht meine Intention ein so coole Organisation wie „terre de femmes“ zu kritisieren oder in schlechtes Licht zu rücken, aber eine Blume als Anspielung auf eine Vulva finde ich ziemlich abgedroschen. Ich mag zwar Blumen und ich mag Vulvas, aber ich finde nicht das diese beiden Dinge zusammenpassen oder einander abbilden. Die Assoziation ist aber keine neue, Blumen sind schön, rein, duften und haben etwas harmonisches, kurz gesagt sie sind „weiblich“.
Dass eine Vulva aber nicht immer blumig duftet und Ort höchster Reinheit ist, weiß nicht nur Charlotte Roches „Helene“, sondern sollten auch ein paar mehr Menschen realisieren.
Dazu Helene:
Mir ist klar geworden, dass Mädchen und Jungs unterschiedlich beigebracht kriegen, ihren Intimbereich sauber zu halten. Meine Mutter hat auf meine Muschihygiene immer großen Wert gelegt, auf die Penishygiene meines Bruders aber gar nicht. Der darf sogar pinkeln ohne abwischen und den Rest in die Unterhose laufen lassen.
Aus Muschiwaschen wurde bei uns zu Hause eine riesen-ernste Wissenschaft gemacht. Es ist angeblich sehr schwierig eine Muschi wirklich sauberzuhalten. Das ist natürlich total Unfug. bisschen Wasser, bisschen Seife, schrubbel-schrubbel. Fertig.
Bloß nicht zu viel waschen. Einmal wegen der wichtigen Muschiflora. Dann aber auch wegen dem für Sex sehr wichtigen Muschigeschmack und -geruch. Das soll ja nicht weg.
Blumenbilder für Vulvas hätten Helenes Mutter wohl gefallen…
Also ich weiß ja nicht, ich dachte immer die Blumenassoziation hat was mit dem blütenartigen Aussehen der Labien zu tun? Wenn ich jetzt mal „flower vagina“ und „flower vulva“ google, dann also ja, wird das auch optisch so unterstützt. Das steht im Vordergrund, das aussehen. Geruch etc. sind dann doch eher nachgelagert?
Ich sehe den Zusammenhang zwischen der Blumenabbildung als Symbol gegen Genitalverstümmelung und dem Zitat aus „Feuchtgebiete“ nun nicht.
Würde es sich um eine Tamponwerbung handeln würde ich dir zustimmen, aber wenn es um Genitalverstümmelung geht finde ich die Blume sehr passen.
1. Wegen der optischen Ähnlchkeit und 2. wegen dem Symbolcharakter (abgeschnittene Blumen sind meistens auch tot).
Du betrachtest das Bild mMn. zu sehr gelöst vom Kontext.
ich gebe tebbo recht. ich schätze es ging bei dem foto in erster linie um die optische ähnlichkeit kalla – vulva. achja tebbo, google mal „georgia o‘keeffe“
für diese aktion finde ich das vollkommen in ordnung und auch passend.
trotzdem weiß ich, was du meinst. in der „sex“-ausgabe der letzten emma war alles mit orchideenbildern illustriert, damit auch alles schön ätherisch-abstrakt bleibt (nachdem sich ja auch viele leserInnen aufgeregt haben über die vulva-zeigende statuette, die klein auf nem vergangenen titelbild drauf war…).
ich seh das problem eher so, dass die zu feige sind zu zeigen, was wirklich abgeht und dann lieber n bild von ner duften (höhö wortwitz) blume nehmen.
also die Ähnlichkeit ist meiner Meinung nach nicht so gravierend, wenn ich mir zwischen die beine schaue denke ich nicht zu erst an ne blume, schon gar nicht an ne weiße.
@noosh Ich finde dass nicht feige wenn man nicht jede Form von Voyeurismus bedient.
Welche Darstellung würde euch, noosh und leonie, denn als geeignet erscheinen?
Ich denke mit jeder Art von reeller Darstellung wäre man denjenigen Frauen auf die Füße gelatscht, die von Genitalverstümmelung betroffen sind.
Ich denke eher an ein Rädedet zwischen den Beinen
Genau richtig, ein Rädedet zwischen der Muschi
was ist ein Rädedet?
Klärle, Du weißt nicht was ein Rädedet ist, das ist ein kleiner aber sehr geiler Cordbollen.
Rädedet? Irgendeine Erfindung der DDR, mangels Sexspielzeug?
Hallo Jenny
ein Rädedet ist eigentlich kein Sexspielzeug sondern man trägt es zwischen den Schamlippen was sehr angenehm und wohltuend ist. Ich z.B. trage gerne ein Feincord Rädedet und auch größer als ein normales Rädedet. Ist jetzt alles klar Jenny?