Archiv für Mai 2010

globale-filmfestival schwerpunkt israel

Im Rahmen des Schwerpunkts zu Israel
zeigen wir auf dem globale-filmfestival 2010 in Berlin
zwei Filme der israelischen Filmemacherin Anat Zuria,
die Zusammenhang und Problematik zwischen jüdisch/orthodoxer Religion und Geschlechterverhältnis aus einer feministischen Perspektive thematisieren.
Filmgespräche und Diskussion mit der Filmemacherin Anat Zuria.

www.globale-filmfestival-org
Kino Moviemento, Kottbusser Damm 22

„Sentenced to Marriage“
Sa. 29.5. 20:30
Anat Zuria, Israel, 2004, 65 min hebräisch meU
Der Dokumentarfilm zeigt die absurden und erniedrigenden Folgen der Abwesenheit einer säkularen Ehe -und Scheidungsgesetzgebung in Israel. Frauen haben danach kein Recht die Scheidung zu fordern, selbst wenn der Ehemann bereits mit einer anderen Frau zusammenlebt. Der Film zeigt den jahrelangen Scheidungsprozess einiger Frauen der zugleich in einen Kampf gegen das rabbinische Gericht mündet.

„Black Bus“
Sa. 29.5. 22:30
Anat Zuria, Israel 2009, 76 min hebräisch meU.
„Black Bus“ beleuchtet die patriarchale Struktur von ultraorthoxen Gemeinden in Israel aus der Sicht von zwei Aussteigerinnen, die sich mit der untergeordneten Rolle der Frauen in diesen Gemeinschaften nicht abfinden wollten. In sogenannten Black Busses sitzen die Passagiere nach Geschlechtern getrennt, Männer vorne, Frauen hinten.

Care Work auf Globale filmfestival 2010 Berlin

Schwerpunkt: Care Work
auf dem globale-filmfestival 2010 Berlin
www.globale-filmfestival.org

Die Bedeutung von bezahlten Haus -und Pflegedienstleistungen hat in den letzten 15 Jahren global stark zugenommen. Diese Arbeit wird, wie die traditionell unbezahlte Reproduktionsarbeit, nahezu ausschließlich von Frauen gemacht.
Wir zeigen in unserer Reihe Filme über Arbeitsverhältnisse in Indien und Mexico, Länder in denen die Tradition von Kindermädchen und Hausangestellten nie abgerissen ist.
Wir möchte aber auch beleuchten, wer diese Arbeit unter welchen Bedingungen in Deutschland macht.
Spezifisch ist für die meisten dieser Arbeiten die Affektivität. Das gilt sowohl für die vielen häufig migrantischen Pflegekräfte, die ihre eigenen Kinder der Obhut anderer überlassen müssen, während sie selbst zur festen Bezugsperson für die Kinder ihrer Arbeitgeber werden.
Leihmütter haben als kleiner aber zunehmender Teil des medizinischen Tourismus eine andere Aufgabe. Ihre emotionale Arbeit besteht darin, sich von den Kindern, die sie austragen zu lösen.

Moviemento Kino, Kottbusser Damm 22

„Google Baby“ Dokumentarfilm von Zippi Brand Frank, Israel 2009, 76 min.
Do. 27.5. 20:30
Wer sind die Eltern eines Kindes wenn das Spermium aus Israel kommt, das Ei aus den USA stammt und die Schwangerschaft von einer Leihmutter in Indien übernommen wird?
Dieses System transnationaler Elternschaft folgt den Spielregeln von nationaler Gesetzgebung und Ökonomie. Ob Unfruchtbarkeit oder Homosexualität, ob Durchschnittsverdiener oder mit Erbschaft, der Markt der Reproduktionstechnologien ist international und bietet ein breites Spektrum für die Babyproduktion. In dem Dokumentarfilm kommt die Eispende für das schwule israelische Paar von einer Amerikanerin und die Leihmutterschaft wird nach Indien ausgelagert, eine sehr ungleiche Kette von Tauschbeziehungen hält diese Geschichte von moderner Leihmutterschaft zusammen. Diskussion mit Andrea Trumann
„://Google_Baby“, Zippi Brand Frank, Israel 2009, 76min

„Lakshmi and me“
Dokumentarfilm von Nishta Jain, Indien 2008, 59 min.
So. 30.5. 20:45
Der Film reflektiert das Verhältnis der Regisseurin und ihrer Haushaltshilfe in Bombay. Er problematisiert den Zusammenhang von weiblicher Emanzipation indischer BildungsbürgerInnnen die häufig auf der kostengünstigen Delegation von Hausarbeit an Frauen aus einer rangniedrigeren Kaste beruht.

Care Work: Kurzfilmprogramm
Di. 1.6. 18:15
„Clandestinas“, Silvia Chiogna, D, I, 2007, 20min
“Know your rights”Videogroup know your rights, D 2009, 9min
“Marisol” Hella Wenders, D 2009, 25 min
„Lotería“, Dokumentarfilm von Janina Möbius, D/Mex 2009, ca. 60 min.
“Territorio Domestico”: Cinéma Copains, D 2010, 9min

Vier unterschiedliche Perspektiven auf migrantische Hausarbeit in Europa. Zwei Kurzfilme über den Umgang zweier Frauen mit ihrem Status als „Illegale“, ihrer Angst, dem finanziellen Druck un der emotionalen Belastung der Distanz. Zwei Videoclips zeigen Möglichkeiten der Selbst-Organisation und des Kampfs um Arbeitsrechte.
Gäste: Vertreterin des Arbeitskreises AK undokumentiertes Arbeiten, Silvia Chiogna (Regisseurin), Juliane Karakayali (arbeitet zu Care work Migrantinnen in Deutschland)
Diskussion in Deutsch

„Lotería“
Dokumentarfilm von Janina Möbius, D, Mexiko, 2009, 60min.
Di. 1.6.2010 20:45
Was haben eine indianische Amme, eine berufstätige alleinerziehende Mutter, ein Kindermädchen mit Anhang in Mexico City und mittelamerikanische Migranten an Mexikos Südgrenze gemeinsam? Sie wollen das Beste für ihre Familien und Kinder. Nur die Möglichkeiten sind unterschiedlich. Lotería!
Filmgespräch mit der Filmemacherin Janina Möbius und Katrin Zeiske (Expertin zu Frauen-Migration in Lateinamerika) Diskussion in Deutsch/Spanisch

The AXE-Effect

Axe-Werbung war schon immer sexistisch, die neuste Werbekampagne topt aber sogar bisher dagewesenes:

Ein fliegender Soldat steuert mit ausgestreckten Armen sein Ziel an. Doch das, was er sieht, bleibt dem Betrachter dieses Werbeplakats verborgen. Dieser erblickt nur ellenlange, gespreizte Beine und einen Po, der in knappen Militärshorts steckt. Mehr braucht es ja auch nicht für eine erfolgreiche Werbekampagne. Findet zumindest Axe. Der Oberkörper und das Gesicht der jungen Frau wurden einfach abgeschnitten. Dieser „Männertraum auf High Heels“ sei „der wohl heißeste Po der Nation“, preist Axe in einer Pressemitteilung seine Plakatkampagne an. Dass die Frau auf dem Poster wirklich nur noch Arsch ist, scheint dabei niemanden zu stören.

Ganz im Gegenteil, mit einer Onlineapplikation auf www.axe.de kann man das Hinterteil dieses „heißen, weiblichen Sergeant“ sogar „bespielen“ (weil weibliche Militärs bekanntlich unterwürfige, geile Luder sind). Und das geht so: Der auf einem virtuellen Flugzeugträger stolzierende Po auf zwei Beinen kann mit einem Klick von zwei Grabscherpfoten an der Gürtelschnalle gepackt und mit einem „beherzten Griff“ ans Objektiv herangezerrt werden. Ja! Geil! So möchten Frauen behandelt werden.

Langsam weiß ich auch was der Slogan „Axe reizt Frauen und nicht die Haut“ bedeuten soll, bei mir macht sich ein Kotzreiz bemerkbar, aber ein gewaltiger…

Berlin, Do., 27.5.: Was erwarten wir uns von FrauenLesbenTrans-Räumen?

FrauenLesbenTrans-Tresen in den Räumen des Subversiv e.V.

am 27.05.2010 ab 19 Uhr

Zum Auftakt gibt es Volxküche und eine Diskussionsrunde zum Thema:

Was erwarten wir uns von FrauenLesbenTrans-Räumen?

Ausgehend von den Diskussionen rund um den 8. März (bzw. die Demo) wird es hierzu einen kleinen Input geben. In Zukunft wird es jeden letzten Donnerstag im Monat einen FLT-Tresen im Subversiv geben. Achtet auf weitere Ankündigungen. Alle FLTs sind herzlich willkommen!

Adresse: Brunnenstraße 7 Berlin-Mitte, U-Bhf Rosenthaler Platz, 2. HH

Flyer als .pdf-Datei

Die Privatisierung der Pflege

Altenpflege ist ein wichtiges und bisher vernachlässigtes Thema, unter diesen Umstand leiden sowohl die Betroffenen, welche Altenpflege in Anspruch nehmen, als auch die Arbeiter_innen, welche meist unter schlechten Arbeitsbedingungen wie Schichtdienst oder Nachtarbeit, zu Billiglöhnen arbeiten müssen.
Jetzt nimmt sich Familienministerin Kristina Schröder diesen Thema an und findet: Pflege gehört privatisiert, denn wie sie so schön sagt wir müssen uns von dem Gedanken trennen, dass Probleme immer mit mehr Geld zu lösen sind. Um den Sozialstaat zu erhalten müssen wir innovativ sein.“ Aha, und Innovativität heißt in diesem Fall Privatisierung. Menschen die Ältere pflegen können ab jetzt Teilzeit arbeiten (50% der Zeit), dafür bekommen sie dann 75% Lohn, ist die Pflegezeit vorbei, müssen sie wieder 100% arbeiten, bekommen aber weiterhin nur 75% Lohn, bis die Differenz ausgeglichen ist.

Wie auch schon die Privatisierung der Kinderpflege, durch die Herdprämie, wird auch dieser Schachzug vor allem Frauen vom Arbeitsmarkt fernhalten und ans traute Heim fesseln, da es meistens Frauen sind die Kinder und ältere Familienangehörige pflegen. Zweitens zeigt es auch den schwarz-gelben Trend zur Aushöhlung des Sozialstaats. Der/Die Bürger_innen müssen für das Aufkommen, was der Staat „spart“ bzw. in andere Projekte steckt wie zum Beispiel Banken oder in die Automobilindustrie.

Die negativen Auswirkungen auf die Arbeitsmarktchancen für Frauen hat Frau Schröder, übrigens auch Frauenministerin, wohl nicht bedacht. Wahrscheinlich ist es ihr aber auch egal, einmal zu Hause und weit weg von jeglichen Aufstiegschancen, entscheidet sich die moderne Frau von heute vielleicht auch viel eher für Nachwuchs.

Glück gehabt in einer „Rape Culture“

Ein ganz normales Wochenende, man ist unterwegs man trifft Freund_innen von Freund_innen man quatscht, man lacht. Mit machen Menschen unterhält man sich besonders gut und nach 1 bis 2 Stunden gibt es dann keinen logischen Grund mehr warum aus zwei Heimwegen nicht einer werden sollte. So auch letztes Wochenende. Ich finde mich also gegen 5 Uhr Nacht in der Wohnung eines Bekannten, alles ist schön und nach dem obligatorischen im Gang rumknutschen liegen wir auch schon im Bett. Eins kommt zum anderen und letztendlich beschließen wir miteinander zu schlafen. Soweit kam es dann aber doch nicht, kurz vor knapp wollte ich nicht mehr, ich habe dies also formuliert: „Nein, ich glaub es geht doch nicht!“, mein Gegenüber war erstaunt, wahrscheinlich auch enttäuscht, hat es aber vollkommen akzeptiert, ohne blöden Kommentar oder sonstiges. An der Geschichte ist also eigentlich nichts spannendes und der Grund warum ich mich entschieden habe hier so aus dem Nähkästchen zu plaudern ist ein anderer als die Reaktion des Mannes.

Was mich nämlich wirklich erstaunt hat war die Reaktion meiner Mitmenschen, denn allen denen ich die Geschichte erzählte, waren erstaunt, dass ich „aus der Sache so gut rausgekommen bin.“ Denn „immerhin war ich schon nackt in seinem Bett und da hätte ja weiß Gott was passieren können“. Viele stellten also fest, ich „hätte Glück gehabt!“

Glück bedeutet für mich als Frau also, dass wenn ich mich ins Bett eines Mannes lege und nicht mit ihm Sex haben will, dass dieser mich dann nicht dazu zwingt.
Würde er meinen Willen nicht akzeptieren wäre das dann „normal“ oder „Pech gehabt“ oder vielleicht „selbst Schuld“. Und was geht überhaupt in den Köpfen der Menschen vor die dieses „Glück gehabt“ formulieren. Verliere ich als Frau die Entscheidungsgewalt über meinen Körper wenn ich mich nackt in ein fremdes Bett lege, Nein, auch dann habe ich noch das Recht nicht mit jemanden Sex haben zu wollen. Und wenn der Andere dies akzeptiert sollte es nicht „Glück“ sein sondern verdammt nochmal „normal“!

Frage des Tages…

… warum tragen Frauen in Werbespots für Tampons oder Binden immer strahlend weiße Röcke?

Und warum fallen nie Worte wie Blut oder Vagina? Würde frau bei diesen Spots nicht schon wissen, um was es dabei geht, sie würde nie darauf kommen. Dieses ganze Drumherum-Gerede zeigt wie inexistent, dass Thema Menstruation in unserer Gesellschaft noch ist. Ein roter Fleck am weißen Rock würde für vielen Frauen, wohl das Peinlichste überhaupt sein, obwohl die Hälfte der Bevölkerung regelmäßig blutet. Ein coolerer Ob-Werbespot wäre , wenn die eine Frau zur Anderen sagt „Schwester ich blute auch und ich stecke mir ein OB rein, weil sich ne Binde anfühlt wie ne Windel und stinken kann´s auch.“ Dann bräuchten wir auch keine walzertanzenden Mini-Autos um allmonatliches zu beschreiben…

Also Happy bluten!

„Unsere stammesgeschichtliche Haut“

Profil, ein österreichisches Nachrichtenmagazin, setzt sich für die großen Unterschiede zwischen den (2!) Geschlechtern ein. In einem Artikel mit dem viel versprechenden Titel „Testosteron: Was macht den Mann zum Mann?“ lassen uns die RedakteurInnen wissen, dass ein Mann nun mal ein Mann ist, aber „eine feministisch verblendete Gesellschaft wünscht sich einen Mann, der keiner mehr ist. Der Widerstand wächst.“
Wer nach diesem ersten Absatz noch weiter liest erfährt auch gleich was den alles männlich ist. Waffen zum Beispiel, wer hätte es gedacht.

Die auf männlich gepolte Verschaltung des Gehirns reicht dennoch aus, um oft schon beim Kleinkind eindeutiges Machoverhalten aufkommen zu lassen. „Kaum können Buben krabbeln, steuern sie schon aufs Kriegsspielzeug zu, Mädchen auf den Lippenstift der Mutter“, beschreibt der Wiener Gynäkologe und Hormonforscher Markus Metka, Autor oder Mitautor einschlägiger Bücher („Der Mann 2000“, „Die Phyto-Hormonrevolution“) das Phänomen frühzeitiger Männlichkeit. Viele Eltern, die ihrem Spross aus Angst vor allzu männlicher Prägung jegliches Kriegs- und Gewaltspielzeug versagten, müssen dann enttäuscht ­miterleben, wie sich ihr Vierjähriger aus ­Legobausteinen ein Schießeisen bastelt. Und kaum findet der eben erst dem Kleinkindalter entwachsene Bub einen Prügel am Wegesrand, schwingt er ihn schon als ­Waffe.

Alles hormonell natürlich, Gesellschaft und Sozialisation spielen da sicherlich keine Rolle, die Gene des Mannes sind voller Panzer und Schwerter. Also es lebe das Testosteron und der Krieg!

Und woher kommts, Darwin lässt grüßen, von den Schimpansen natürlich.

Verhaltensforscher und Psychologen ziehen Vergleiche zu unseren nächsten Verwandten: Die Schimpansenmännchen heben einen Stein vom Boden auf, um ihn zu werfen, oder sie nehmen Stöcke, um damit aufeinander loszugehen. Die Weibchen nehmen einen Stein, um damit eine Nuss zu knacken, einen Stock, um damit nach verborgener Nahrung zu stochern. Ihre Handlungen sind auf Ernährung der Nachkommen ausgerichtet. Im Kreis einer wandernden Horde bewegen sich die Weibchen mit ihren Jungen in der Mitte, auch der Alphamann, der Rudelführer, hat seinen Platz im Zentrum. „Wer an der Peripherie herumläuft und alle Risiken trägt, das sind die jungen Männchen. Die machen dort allen Unsinn und sind die Kundschafter“, erklärte der emeritierte Zürcher Psychiatrie-Professor Jules Angst in einem Interview mit dem Hamburger Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. „Wir Männer haben von diesem Risikoverhalten einiges in unserem Genpool.

Dem wissenschaftlichen Unsinn aber noch nicht genug es geht weiter denn auch Männer haben Emotionen, zumindest in den Eiern.

Nicht ohne Grund wird die männliche Emotion oft als „aus den Eiern kommend“ beschrieben, was sich etwa bei siegreichen Sportlern häufig in Form eines vorgeschobenen Unterkiefers, einer geballten Faust und eines Urschreis manifestiert. Die Demonstration der Kraft, des sportlichen Erfolgs hat zu einem nicht unbeträchtlichen Teil mit dem maskulinen Sexualhormon zu tun – durch regelmäßiges körperliches Training steigt die Testosteron-Basiskonzentration im Blut.

Der Artikel und die darin enthaltenen unhaltbaren Aussagen lassen sich aber sogar von meinem Bett aus widerlegen:

Ein typischer Indikator sei das Längenverhältnis von Zeige- und Ringfinger, so die Forscher: Ein längerer Ringfinger spreche für eine höhere Testosteronkonzentration und männlichere Gesichtszüge.

Mein Ringfinder ist länger und war es auch schon immer, ich bin aber weder männlich noch habe ich männliche Gesichtszüge. Ich bin eher das, was man nach gängiger Vorstellung als „weiblich“ bezeichnen würde und wenn ich einen Stein finden würde, würde ich zuallererst die Profil-Redaktion damit bewerfen.

sexuelle Gewalt

mo jour schreibt über selbst erlebte sexuelle Gewalt (trigger warning) in ihrer Kindheit und die Ignoranz ihrer Familie

Laura Bush ist Pro

Laura Bush, die Ehefrau des ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush spricht sich in einem Interview für die Ehe zwischen homosexuellen Partner_innen und für ein Recht auf Abtreibung aus.

Interessant an der Sache ist für mich, dass sie während der Amtszeit ihres Mannes, ihre Meinung zu diesen Themen verschwiegen hat. Dieses „Klappe-Halten“ sagt meiner Meinung nach viel über das Bild der „perfect wife“ aus: Als Gattin eines Präsidenten soll frau keine eigene Meinung haben, schon gar nicht wenn diese konträr zu der des Ehemannes ist.
Dieser Rolle hat sich auch schon die neue „First Lady“ gefügt, ganz häuslich begrünt Michelle Obama lieber den Garten oder sucht Gardinen aus statt politisch aktiv zu sein. Dieses gängige Ehefrauenbild wird uns also auch weiterhin weich-gewaschene „First-Ladies“ beschaffen.
Die Kurzhaarfrisuren sitzen aber immer perfect…