Berliner Sexparty *be_cunt* verlässt die Location Ficken3000 nach sexualisierten Übergriffen

Die Berlin FrauenLesbenTrans-Sexparty *be_cunt* verlässt nach zwei sexualisierten Übergriffen durch Veranstalter und Besitzer des Ficken3000 ebendiese Location (Text folgt unten). Erzählt es Euren Freund_innen weiter und boykottiert das Ficken3000! Sexualisierte Übergriffe dürfen nicht geduldet werden! Ansonsten: Kennt Ihr eine mögliche, passende Location für die *be_cunt*? Dann schreibt den Veranstalter_innen eine Mail!

Hier der offizielle Text dazu von der Veranstalter_innen:

Die FrauenLesbenTrans*-Sexparty *be_cunt* verlässt das Ficken3000 nach sexualisierten Übergriffen

In den letzten Monaten sind uns – den Veranstalter_innen von *be_cunt* – mehrere Fälle von sexualisierten Übergriffen im Ficken3000 berichtet worden. Der erste wurde von dem Organisator der „Pork“-Party begangen. Die Gespräche, die wir daraufhin auf Wunsch der Betroffenen mit ihm und dem Besitzer hatten, führten zu keinem für uns befriedigendem Ergebnis.
Zuerst entschlossen wir uns – v.a. mangels anderer Möglichkeiten – den Veranstaltungsort nicht so schnell aufzugeben und vorerst in den Räumen zu bleiben. Nach einem weiteren Vorfall, von dem uns nun berichtet wurde, hat sich die Situation jetzt jedoch geändert.

Am 6. Juni wurde auf einer schwulen Sexparty im Ficken 3000 ein Besucher, der am Tresen saß, mehrmals vom Besitzer aufgefordert mit ihm Sex zu haben, was dieser ablehnte. Daraufhin drückte der Besitzer seinen Kopf runter und urinierte ihm ins Gesicht, nach einer weiteren Auseinandersetzung verprügelte er ihn mithilfe anderer vor der Tür.

Wir, die Veranstalter_innen von *be_cunt*, wollen respektvolle und einvernehmliche Sexpartys veranstalten; das ist für uns nur in Räumen möglich ist, in denen bestimmte antisexistische Mindeststandards eingehalten werden. Das ist im Ficken3000 nicht der Fall.

Dennoch ist es unser Anliegen die Party-Reihe fortzuführen, da es uns wichtig ist, feministische und antisexistische Sexpartys feiern zu können. Dazu suchen wir nun neue Räume. *Wenn ihr Ideen habt, Räume kennt o.ä. meldet euch bitte bei uns: be_cuntNOSPAM!@gmx.deNOSPAM!*

Da wir bisher noch keinen neuen Raum gefunden haben, muss die Party im Juli leider ausfallen.

Viele Grüße,
be_cunt


7 Antworten auf “Berliner Sexparty *be_cunt* verlässt die Location Ficken3000 nach sexualisierten Übergriffen”


  1. 1 bla 07. Juli 2010 um 12:02 Uhr

    es muss trotzdem klargestellt werden dass der erste „Übergriff“ vom Veranstalter der Pork so einfach nicht stattgefunden hat.
    Menschen die da waren an dem Abend bezeugen dass niemandem das „Hemd vom Leib gerissen wurde“. Der Veranstalter geht öfter auf der Tanzfläche umher und versucht die Gäste dazu zu bringen sich zu entkleiden. Dass er dabei aufdringlich werden kann mag sein, daraus einen sexistischen Übergriff zu machen indem schlicht gelogen wird dass ein Hemd vom Leib gerissen worden sei, ist jedoch einfach nur verleumderischer Unsinn.

    „Zu erwähnen ist noch, dass nirgendwo – weder im Internet, noch auf Flyern – angekündigt wird, dass es zu solchen Übergriffen kommen kann.“

    Zitat der Pork Seite:

    «I don‘t want your identity – I just want a piece of your meat»
    Drink – Dance – Strip – Fuck

    Das übergriffige Verhalten des Besitzers ist jedoch schon länger bekannt und durch nichts zu entschuldigen. Der Typ nutzt seinen Laden anscheinend hauptsächlich dazu, betrunkene Jungs im wehrlosen Zustand zu begrapschen und, wenn sie noch laufen können, in den Darkroom zu schleppen. Dies als Anlass zu nehmen sich aus dem Ficken3000 zu verabschieden hätte als Begründung völlig ausgereicht.

  2. 2 sv 07. Juli 2010 um 18:36 Uhr

    @bla: Egal, wie es gelaufen ist, es war übergriffig. Meiner Meinung nach braucht mensch da nicht lange diskutieren, ob und was jetzt ein Übergriff war oder nicht und wie es abgelaufen ist.. Aber dem Zeitpunkt, wo ein nein kein nein ist, ist es ein Übergriff. Punkt.

  3. 3 sv 07. Juli 2010 um 18:36 Uhr

    Musste ich jetzt nochmal sagen. :)

  4. 4 illith 07. Juli 2010 um 19:40 Uhr

    völlig richtig, nur ist es zwecks glabwürdigkeit bei sowas einfach kontraproduktiv, dinge zu behaupten, die in der Form gar nicht passiert sind. ob das in diesem konkreten fall gegeben ist, weiß ich natürlich nicht.

  5. 5 Julinoir 07. Juli 2010 um 20:28 Uhr

    @ bla:
    In der ersten Stellungnahme der be cunt-organisator_innen heisst es dazu:

    Der derzeit alleinige Veranstalter der Party riss einer alleine auf der Tanzfläche tanzenden Frau gegen ihren Willen ihr T-Shirt vom Oberkörper. Außer ihren beiden Begleiterinnen griff niemand ein, obwohl es einige andere Gäste mitbekommen hatten. Die Begleiterinnen stellten den Veranstalter zur Rede, woraufhin er versuchte sie als prüde darzustellen.Er behauptete, sie hätten Probleme mit ihren Körpern, wenn sie sich nicht die Klamotten vom Leib reißen lassen wollen. Er mache das immer und für ihn sei das ein Mittel seine Party aufzupeppen.

    Demnach gab es also erstens sehr wohl Leute, die das mitbekommen haben, und zweitens hat der Typ auch gar nicht bestritten, dass er versucht hat, der Frau das T-Shirt runterzureissen, sondern hat noch versucht, dass zu rechtfertigen. Diesen Sachverhalt hier als „Lüge“ zu denunzieren, finde ich, ehrlich gesagt, dreist.
    Außerdem, wie sv bereits geschrieben hat, ist ein sexualisierter Übergriff ein solcher, selbst wenn dabnei keine Kleidungsstücke zerrissen werden.
    Im Übrigen rechtfertigt auch die Aussage „I just want a piece of your meat“ keine Übergriffe. Situationen, in denen sexualisierte Übergriffe hingenommen werden müssen, weil sie irgendwie irgendwo vorher angekündigt wurden, gibt es schlicht und ergreifend nicht.

  6. 6 StreetKatze 08. Juli 2010 um 12:20 Uhr

    I CAN‘T EVEN BELIEVE IT‘S TRUE!!
    This idiot should be punished. Is anybody taking legal actions?

  1. 1 Mädchenmannschaft » Blog Archive » Short Cuts Pingback am 10. Juli 2010 um 15:37 Uhr

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