Archiv für Juli 2010

Suizide junger Türkinnen

Die taz berichtet über den Start der Kampagne „Beende dein Schweigen, nicht dein Leben“. Mit dem Forschungsprojekt der Berliner Charité sollen vor allem türkischstämmige junge Frauen erreicht werden, deren Suizidrate doppelt so hoch ist wie die nichtmigrantischer Frauen.

Steinigung wegen Ehebruchs im Iran

Die Jerusalem Post berichtet über eine iranische Frau, der die Steinigung droht:
„Eine iransiche Frau, wegen Ehebruchs angeklagt, ist zum Tod durch Steinigung verurteilt worden. Falls die Steinigung durchgeführt wird, wäre sie die erste (bekanntgewordene) Steinigung in der Islamischen Republik seit Jahren.

Sakineh Mohamamadi e Ashtiani, eine 43-jährige Mutter von 2 Kindern aus der im Nordwesten des Irans gelegenen Stadt Tabriz wurde beschuldigt, außereheliche Beziehungen mit zwei Männern gehabt zu haben, die ihren Ehemann umbrachten. Untreue ist im Iran illegal und wird üblicherweise mit Auspeitschung und Gefängnis besrtaft. Obwohl das iranische Strafgesetz die Todesstrafe in Fällen von Untreue erlaubt, ist Steinigung selten.
Der Fall, der zuerst durch „Radio Farda“, das von der Frauenrechtlerin Soheila Vahdati betrieben wird, bekannt wurde, nahm seinen Ausgang mit der Verhaftung von Ashtiani im Jahr 2005 wegen „unrechtmäßiger Beziehungen“. Ein Jahr später wurde sie von einem örtlichen Gericht zu 99 Peitschenhieben und einer unbestimmten Zeit im Gefägnis verurteilt, wo sie sich seitdem aufhält. Sie bestreitet, etwas Unrechtmäßiges getan zu haben, bat die lokalen Autoritäten aber wiederholt um Vergebung. Sie sagte: „Wenn ich etwas falsches getan habe, bitte ich um Vergebung.“ Die Bitte um Gnade wurde wiederholt abgelehnt.

Mina Ahadi, eine Anwältin des International Committee Against Stoning, sagte, dass die Familie der Verurteilten keine weiteren Neuigkeiten bezüglich des Status des Falles habe. „Ich stehe in Kontakt mit ihren Kindern und ihr Sohn ist nach Teheran gefahren, um mit den Autoritäten über den Fall zu sprechen. Aber eigentlich warten wir nur. „[…]
„Es wurde nicht öffentlich verkündet, darum weiß niemand viel über den Prozess, durch den das Urteil weitergegeben wird.“ sagte Niusha Boghrati, eine Iranische Journalistin, die sich mit Menschnrechten befasst. „Frauenrechstaktivistinnen vor Ort haben herausgefunden, dass es das Urteil gibt, und es gibt Gerüchte in der Blogosphäre, dass diese Frau gesteinigt werden soll. Ein berühmter Menschenrechtsanwalt, Mohammad Mostafaie, fuhr dann nach Tabriz und bestätigte, dass die Frau zum Tod durch Steinigung veruteilt wurde.“
[…]
„Bei Steinigungen, oder anderen schweren Menschenrechtsverletzungen, die im Iran geschehen, geht es nicht nur darum, dass die Islamische Republik darauf besteht, das Urteil zu vollstrecken, es ist auch eine Art, auf die das Regime Bürgerrechtsaktivist_innen und die Zivilgesellschaft herauszufordert. Dadurch steigert Medienaufmerksamkeit in diesem Fall die Wahrscheinlichkeit, dass die Frau hingerichtet wird, weil die Regierung den Aktivist_innen zeigen will, dass es egal ist, wie sehr sie kämpfen, oder wieviel Unterstützung sie von der UN und internationalen Menschenrechtsgruppen bekommen – sie können sie immer noch im Zaum halten.“
Den ganzen Artikel auf englisch gibt es hier.

Update: Die Standard berichtet mit Berufung auf The Guardian, dass die Steinigung abgesagt wurde. Unklar ist allerdings, ob die Hinrichtung in anderer Form stattfinden soll.

Gottes Plan

Sharon Angle, republikanische Politikerin in Nevada, lässt die Nation wissen, dass eine Vergewaltigung und eine daraus resultierende Schwangerschaft „Gottes Plan“ sind.
Auf die Frage, ob sie Abtreibung auch in Fällen von Inzest oder Vergewaltigungen illegalisieren will, antwortete sie:

You know, I‘m a Christian, and I believe that God has a plan and a purpose for each one of our lives and that he can intercede in all kinds of situations and we need to have a little faith in many things.

Feministing hat mehr.

Die Frau macht mich fertig

Ja gemeint ist wieder einmal Frau Schröder. Nachdem ich heute morgen den Fehler gemacht habe, den Tag mit einem Klick auf die Seite www.kristinaschroeder.de zu starten., weiß ich wieder warum mir diese Frau so suspekt ist (milde ausgedrückt).Ich bin also ein paar Sekunden auf der Seite und dann sticht mir die „Schlagwörter.Box“ ins Auge. Unter den Schlagwörtern finden sich: „Familie“, „Demographie“, „Islamismus“ etc, nur eines fehlt „FRAUEN“. Ja kann mensch schon mal vergessen, vor allem als Frauenministerin.

AArrghh…