Kein Ende in Sicht

Zwar ist es gleichgeschlechtlichen Partner_innen endlich erlaubt in Argentinien zu heiraten, in Sachen Reproduktive Rechten scheint sich aber nichts zu bewegen. Wie Sarah Diel die auf dem Blog des European ProChoice Networks berichtet sind illegale Abtreibung immernoch die Haupttodesursache für schwangere Frauen.

In 2008, more than 20 percent of deaths resulting from obstetric emergencies were caused by unsafe abortions, according to a report issued by Human Rights Watch.

Die neue Präsidentin de Kirchner scheint vor dieser Tatsache aber konsequent die Augen zu verschließen und nimmt somit den Tod dieser Frauen in Kauf.

There had been some hope about President Fernandez de Kirchner’s position on abortion because she’s a women. But she has firmly stated on numerous occasions that she has “always been against abortion.

Die fehlende Sexualaufklärung gemischt mit dem Abtreibungsverbot wird für viele Frauen und Mädchen zu einem tödlichen Trunk.

Official figures estimate that 40 percent of pregnancies (500,000) per year end in illegal abortions. Each year about 68,000 women enter public hospitals due to complications from unsafe abortions, and about 100 of those women will die.

Beschwerden wie immer an die katholische Kirche.

The Catholic Church has enormous influence in Argentina, where 91 percent of the population is Catholic, and it opposes not only abortion but birth control and sex education, keeping the laws on the books from being enforced.

Sehr schön noch die abschließenden Worte:

I’ve often heard anti-choice mourning about the prevented birth of another Einstein or Gandhi. But what about the loss of a talented woman who dies from an illegal abortion? Or what happens to a young woman who can’t continue her education due to an unplanned pregnancy and is doomed to a life of poverty or trapped in a violent relationship because she’s economically dependent on a man? How many of these women could have been president (albeit with better politics than Fernandez), doctors, ministers of health, teachers, composers or scientists? Of course they couldn’t have been priests, but that’s another issue.
The Catholic Church, President Fernandez and anti-choice activists everywhere don’t want to hear about a woman’s life and potential. It’s only the fetus they imbue with a future.


6 Antworten auf “Kein Ende in Sicht”


  1. 1 gurt 28. August 2010 um 13:01 Uhr

    „How many of these women could have been president[…].“

    Was ein widerliches Argument. Da verrecken Frauen aufgrund von Gesetz und Moral und „euch“ fällt nur ein, dass die doch super
    für die Nation hätten tauglich sein können, „was eine Verschwendung!“.

  2. 2 leonie 28. August 2010 um 13:23 Uhr

    Es geht hier galube ich weniger darum einer Nation tauglich zu sein, weil das sind Frauen immernoch wenn sie Mütter sind, als eher um Selbstverwirklichung, heißt eine Frau die Präsidentin werden will, soll das können. Fehlende Reproduktive Rechte verhindern dies aber etc…
    Die Frage ob es gut ist wenn frau Präsidentin werden will,also im Dienste einer Nation stehen will, ist natürlich eine andere.

  3. 3 Eva Braun 28. August 2010 um 17:33 Uhr

    Ich finde auch, dass es um Selbstverwirklichung gehen sollte. Immer diese Kritiker des Feminismus!!! Und wenn ich eben eine KZ-Wächterin werden will, dann geht es eben um Selbstverwirklichung. Was ich da tue, ist eine ganz andere Frage!

  4. 4 leonie 28. August 2010 um 21:39 Uhr

    Liebe „Eva“,
    wir würden es sehr begrüßen wenn du dir ein anderes Pseudonym zulegen könntest.
    Nochmal kann ich dich damit leider nicht freischalten.
    Danke!

  5. 5 Steffie 30. August 2010 um 18:54 Uhr

    Mhh bei dieser Kritik an der „Entpolitisierung der Selbstverwirklichung“ (wie ich es mal frech nennen würde) fällt mir ein Gedankengang von Frau Cactus (Stereo Total) ein.
    Es geht dabei darum dass weder die alternative Kunstszene, noch andere Räume „Blasen im kapitalistischen System“ sind, und sich dass kein Mensch vorgaukeln sollte…
    Und ekelig finde ich es wenn Nationalsozialismus/KZ´s etc. zu Vergleichen herhält…
    und dass, was gurt geschrieben hat, dass steht so auch nicht da (von wegen reine Verschwendung) – ist also schon eine ganz schon zugespitzte Weiterformulierung des zitierten Satzes. Aber ohne Zuspitzungen lässt sich ja auch nicht so gut diskutieren (das ist nicht als ironie oder kritik gemeint)

  6. 6 Entdinglichung 01. September 2010 um 15:26 Uhr

    lesenswerter Artikel zum Thema: http://www.akweb.de/ak_s/ak511/13.htm … Freiheit für Romina Tejerina!

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