Nicaragua: Verfahren gegen Abtreibungsaktivistinnen wird eingestellt

Wie Amnesty International berichtet wird ein Verfahren gegen neun Frauen eingestellt, welche einem neunjährigen Vergewaltigungsopfer zu einer legalen Abtreibung verholfen hatten.

Am 28. April 2010 erhielten die neun Frauenrechtsaktivistinnen Ana Maria Pizarro, Juanita Jiménez, Lorna Norori, Luisa Molina Arguello, Marta María Blandón, Martha Mungia, Mayra Sirias, Violeta Delgado and Yamileth Mejía die offizielle Benachrichtigung, dass nach zweieinhalb Jahren das Verfahren gegen sie endgültig eingestellt wurde. Sie waren angezeigt worden, weil sie 2003 einem vergewaltigten neunjährigen Mädchen zu einem legalen Schwangerschaftsabbruch verholfen hatten.

Nicaragua hat seit 2006 eines der striktesten Abtreibungsgesetze weltweit. Abtreibung sind in keinem Fall erlaubt. Zurückzuführen ist diese Menschenrechtsverletzung auf Daniel Ortega und dessen Frau Rosario Murillo, beide erhofften sich, durch die Propagierung eines Totalverbots, die Unterstützung der katholischen Kirche, in den darauffolgenden Wahlen zu erhalten. Am 26.10.2006 wurde das neue Abtreibungsgesetz schließlich, mit 28 Stimmen der sandinistischen Partei FSLN, im Parlament verabschiedet.
Wie man am Beispiel der krebskranken und schwangeren Amalia sah, der eine lebensrettende Behandlung untersagt wurde, da die Ärzte fürchteten den Fötus zu beschädigen und angezeigt zu werden, bedeutet diese Gesetz für viele Frauen ein Todesurteil.


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