Der ZARA-Boykott

Hallo liebe mädchenblogger_innen, mit diesem Beitrag möchte ich meinen Einstand geben. Über Kommentare zu ähnlichen Erlebnissen und über anderes Feedback würde ich mich freuen.

ZARA ist die größte und erfolgreichste spanische Modeketteeine großen Textilkonzerns, die sich laut eigenen Aussage an Laufsteg- sowie Straßentrends orientiert und probiert, diese für ihre Käufer möglichst schnell in kaufbare Kleidung umzusetzen.

Gleich danach kommt MANGO, die zweitgrößte Modekette Spaniens, die auf der ganzen Welt und eben auch in Deutschland erfolgreich ist.

Zara und MANGO sind von der Standortpolitik wie Aldi und Lidl. Sie treten gerne gemeinsam, oft nebeneinander, auf und bieten ein ähnliches Sortiment. Vermutlich wollen sie dieselbe Zielgruppe erreichen und leben daher in „stiller Konkurrenz“. Denn meistens stimmen nicht nur die Preisniveaus, die Trendfarben und Schnitte, sondern auch die ähnlichen Models, die verwandten Papiertüten statt H&M Plastiksack und eben die Gestaltung der Läden. Selbst die beiden Markennamen ähneln sich in Typografie und Der Großschreibung enorm.
Spielt man bei Mango mit schwarzen Wänden, ist es bei ZARA das weiß, welches dominiert. Irgendwie verkehrte Welt mag man meinen.

Ich möchte nun in diesem Beitrag nicht über ökosoziale Themen wie Kinderarbeit, internationalen Transport oder Ökonomie schreiben. Ich greife einen Aspekt heraus, der mir im Alltag begegnet ist und der, wie ich finde, oft in der Gesamtdiskussion beim Für und Wider „Konsum und wennja, unter welchen Bedingungen …“ untergeht.

ZARA und MANGO, die beiden großen Spanierinnen, unterscheiden sich in einem Punkt elementar: Kleidergrößen.

Bei ZARA haben viele Leute das Gefühl, da hat jemand die Etiketten vertauscht, was vergessen oder schlicht gelost.
Die Mehrheit hat dort eine komplett andere Kleidergröße und das immer nach oben verschoben. Da wird die allgemeine 38 zur 42, oder manchmal nicht mal das. 42 bzw XL ist auch das größte, was und Zara anbieten will. Diese Kleidergröße ist auch nicht in jedem Store vorhanden. Ich war bis zum Besuch eines Zaras in einer anderen Stadt davon überzeugt, dass das Sortiment bei L endet.
Bei der Anprobe eines Kleidungsstücks vernahm ich passende Kommentare einer Mutter aus der Kabine nebenan, die ihrer Tochter erklärte, „was das denn für ein mieser Schnitt sei“. Später hört ich, dass man schon drei Größen durchhabe und das ja nicht sein könne. Die dünne Tochter, und das betone ich um die Größenproblematik nicht nur nach oben zu schildern, verließ geknickt mit der Mutter den Laden.
D.h. Konkret, ab Größe 40 aufwärts ist das Thema Zara gegessen. Einsame Ausnahmen bestätigen die Regel.

Bis vor kurzem war mir nicht bewusst, dass MANGO auch Spanierin ist. Eigentlich hat das erst eine Vorrecherche für diesen Beitrag ergeben.
Also betrat ich ohne das Wissen einen Laden der Kette MANGO und war äußerst erstaunt, in alles ab Größe L zu passen (hier gehen die Größen auch bis XL) – freie Wahl also. Außerdem ist mir aufgefallen, dass Kleidungsstücke dort nach Größen sortiert sind und von jedem Exemplar alle Größen immer existieren (außer Frau vor euch war schneller und es wurde noch nicht nachsortiert).
Die Größen dort scheinen nicht vom „spanischen Markt“, wie es gerne einige enttäuschte Zaraeinkäuferinnen beschreiben, zu kommen, sondern eher der Realität zu entstammen.

Ich finde es richtig spannend, dass zwei so änhliche Konzernen (ein Wunder, dass sie (noch) nicht der gleichen Großkette angehören) mit gleicher Herkunft eine so unterschiedliche Größenpolitik betreiben. Das ist sicherlich kein Zufall, keine falsche Abmessung. Nein, es ist Berechnung.
ZARA wirbt nicht für eine Zielgruppe, sondern durch Minigrößen und winzige Schnitte gegen Zielgruppen. All die, die man nicht in Läden der Kette sehen will, werden durch kleingeshcneiderte Größen ausgegrenzt. ZARA ist also ein Modebereich für sich, der die Realität nicht durch die Ladentüren lässt. Dort gibt es nur ranke schlanke Damen, die das Bild der Kette weitergeben und uns auch unterbewusst klarmachen, wer dazu gehört und wer nicht. Wer hat die Zaratüte, wer geht dort ein und aus – wer passt rein…
Dort gibt es kein dick, mollig, normal oder wieauchimmermanallesabeinerdurchschnittlichenGrößebezeichnet.

Warum das bei MANGO anders ist, weiß ich nicht. Würde ich aber gerne wissen. Schließlich sind Spanierinnen eher für Hüften, Po, Tänze und Leidenschaft (Klischee, ich weiß) bekannt. Wie soll dann die typische Klischeespanierin in Zaraklamtten passen? Bekommt die Kette gesellschaftliche Akzeptanz der Frauen, weil sie auch Gürtel, Handtaschen und Schuhe (bis 41..) anbietet und man ja „da auch immer etwas Schönes findet, wenns wieder nicht gespasst hat“. ZARA ist dumm, wenn sie die größte Masse an Frauen außen vor lässt. Welcher Weltkonzern lässt sich mit 1/3 Frauen abspeisen, wenn man bei MANGO sicherlich 2/3 kriegt?

Ich sage klipp und klar: Ich lasse mir von keiner Modelinie, keinem Schnitt und keiner Firma diktieren, wie ich auszusehen habe und ob ich „in Ordnung“ bin. Klamotten sollen Menschen bekleiden; heute diktieren sie Leben und Ideale. Mode muss sich den Menschen anpassen und nicht wir ihnen.

So nicht!

Ich boykottiere ZARA.


33 Antworten auf “Der ZARA-Boykott”


  1. 1 Paulina 29. September 2010 um 1:30 Uhr

    Also im spanischen Shop von zara.com gibt es Klamotten für Frauen bis Größe XXL.

  2. 2 DrNI 29. September 2010 um 8:18 Uhr

    Der Boykott dürfte Dir leicht fallen, wenn es nichts in Deiner Größe gibt. Der Text könnte genauso in einem „Bubenblog“ erscheinen. Auch da gibt es „Formate“, für die es kaum noch Klamotten gibt. Außer dann manchmal auch wieder im Online-Shop von just dem selben Laden. Nimmt man dann noch andere Faktoren dazu wie potentiell vorhandener persönlicher Geschmack vs. Modetrends, dann bleiben nicht mehr viele Kleidungsstücke übrig, wenn man nicht einer gewissen Norm entspricht.

    Leider ist es in unserer Klimazone zu kalt, um nackt herumzulaufen.

  3. 3 Mademoiselle Nocturne 29. September 2010 um 11:52 Uhr

    Also bei Mango finde ich es immer etwas speziell, dass die Größenschilder eben doch den spanischen angelehnt sind, sodass die „Hauptgröße“ die Spanische ist, und ich mich dann an der zweiten orientieren muss. Was also für mich hier „S“ ist, ist auf der oberen Größenangabe „M“. Ich habe da schon immer das Gefühl, wirklich eine Größe größer zu kaufen. Im Prinzip finde ich es sehr interessant, welche Zermürbungsakte einen in Kleidungsgeschäften erwarten können. Ich glaube es gibt kaum etwas gruseligeres als nackte Oberschenkel in der Umkleide von H&M durch den Spiegel betrachtet. Und was Schnitte angeht, so habe ich das Gefühl, dass diese die Bank weg für Frauen über 1,75 gemacht wurden, die dann aber auch ca. 55 kg wiegen sollen. Gerade bei H&M habe ich ewigkeiten nichts mehr gekauft, weil es einfach scheiße sitzt. Ich habe keinen flachen Bauch, bin aber vollkommen normalgewichtig. Ich habe kein Problem mit meinem Gewicht und auch keins mit meinem Bauch, solange ich trotzdem in meinen Augen schön gekleidet sein kann.

  4. 4 hn 29. September 2010 um 11:54 Uhr

    wir nannten das ja immer Marktwirtschaft. Andere Marken produzieren nur Übergrößen… so finden halt alle ihre Nische…
    Es muss ja nicht immer alles mit allem kompatibel sein, wenn ich einen Benziner fahre boykottiere ich ja nicht Diesel. (mir fällt gerade nichts besseres ein)

  5. 5 dodo 29. September 2010 um 12:13 Uhr

    Daß man sich auf Größen nicht verlassen kann, kenne ich von sämtlichen Kleidungsgeschäften… irgendwie trage ich alles von Größe 38 bis Größe 44.

    Richtig kaufen tu ich Kleidung eigentlich nur noch bei ebay – da ist meist eine beschreibung dabei, die aufschlußreicher ist als ein etikett (z.b. sowas wie „steht zwar Gr. 38 drin, paßt aber auch gut einer 40, evtl. sogar einer 42, wenn der busen nicht große ist“ oder so). außerdem gebe ich meine kohle lieber ner privatperson als nem konzern.

    am spaßigsten sind allerdings die in meinem freundeskreis inzwischen schon traditionellen kleidertauschnachmittage: cocktails machen, musik auflegen, nen haufen leute einladen – und jeder bringt die alten klamotten mit, die nicht mehr passen oder gefallen und dann nimmt sich jede(r), was ihm/ihr gefällt. da gibts dann auch angebote wie „kein problem, ich mach dir da nen abnäher dran, dann paßt das!“, umsonst ist eh alles, und überhaupt isses 10x angenehmer (und vor allem weniger deprimierend!) als in einer schlecht beleuchteten umkleide zig größen durchzuprobieren, um dann viel geld für was wenigstens halbwegs passendes auszugeben.
    kann ich nur wärmstens empfehlen!!!

    von dem her: einfach ALLE kleidungskonzerne boykottieren! :D

  6. 6 franky 29. September 2010 um 12:30 Uhr

    Kommt das nicht aufs gleiche raus, ob du das boykottierst oder einfach da nicht einkaufst, weil dir nichts passt ? Da ist wohl die Not zur Tugend verklärt worden.

    P.S.: Ich kaufe da ständig ein, einfach weil es da schöne enganliegende Klamotten für zierliche Jungs wie mich gibt.

  7. 7 piep 29. September 2010 um 16:52 Uhr

    also ich finde es auch erstaunlich, hatte auch schon öfter größere größen in der hand bei zara… aber dass es irgendwie vermixt zu sein scheint ist mir auch schon aufgefallen.
    ich finde allerdings, dass zara harmlos ist im gegensatz zu american apparel. ich trage normalerweise xs-s und bei american apparel bin ich froh, wenn m nicht wie eine presswurst aussieht.
    aber naja, das ist wohl ein anderes thema. jedenfalls seh ich keinen grund zara zu boykottieren, boykott in den meisten fällen halte ich eher für unangebracht.
    achso. aber ich glaube, dass du recht damit hast, dass bestimmte läden/marken/ketten, die größen absichtlich kleiner machen…also das l zu m wird, m zu s und so. und damit im grunde das allgemeine schönheitsbild der schlanken frau vertiefen.
    aber ich seh da keinen ausweg, außer halt einfach ne größere nummer zu nehmen, ist ja nicht grade ein weltuntergang ;)

  8. 8 punkerin 29. September 2010 um 19:48 Uhr

    hey
    ich würd allgemein alles boykottieren was in der innenstadt so abgeht,aus meiner sicht gehören solche läden zur konsumgesellschaft und sind natürlich menschenverachtend.

  9. 9 Jasna 29. September 2010 um 20:21 Uhr

    Es wäre schön, wenn du mal über deine Rechtschreib- und Tippfehler drüber schauen könntest. Liest sich sonst etwas anstrengend.

    Du sprichst ein richtiges und wichtiges Thema an. Ich kenne das Problem auch.
    Leider kann ich Zara nicht boykottieren. Wenn ich nicht reinpasse, ist das ja kein bewusster Boykott mehr…

    Viele Grüße,
    Jasna

  10. 10 alina 29. September 2010 um 21:36 Uhr

    Ich lasse mir von keiner Modelinie, keinem Schnitt und keiner Firma diktieren, wie ich auszusehen habe und ob ich „in Ordnung“ bin. Klamotten sollen Menschen bekleiden; heute diktieren sie Leben und Ideale. Mode muss sich den Menschen anpassen und nicht wir ihnen.

    stimme ich dir definitiv zu.

    Aber warum machst du das an ZARA fest???

    Ich persönlich kaufe weder im einen noch im anderen besprochenen Laden ein; habe aber ein paar Second Hand – Klamotten von Zara und die sind von der Größe wie bei H&M 42 oder 44 ist. Für mich ist Zara auch ein Laden, in dem frau eher große Größen findet (obwohl ich wie gesagt dort nicht einkaufe und es daher nicht genau weiß).

    Wie auch immer – es gibt Modegeschäfte, die bei L aufhören und wo L auch alles andere als auch nur annähernd groß ist (was mega ätzend ist!) und solche, die in einer sog. „Übergrößenabteilung“ (evtl. auch netter formuliert, aber die Message ist ja klar) dann auch etwas größere Kleidungsstücke (bis 46) anbieten (was ebenfalls ausschließt, nur eben weniger Menschen).

    Zu beiden Gruppen kann ich verschiedene Ketten aufzählen.
    Welche Rolle spielt es in der globalisierten Gesellschaft, ob eine Firma aus Spanien oder sonstwo herkommt? Ich hatte keine Ahnung, dass Zara und Mango spanisch sind und ich denke, das geht den meisten so (dir ging es bei Mango ja auch so) und ich denke nicht, dass sich die Firmen an nationalen Körpernormen orientieren („Schließlich sind Spanierinnen eher für Hüften, Po, Tänze und Leidenschaft (Klischee, ich weiß) bekannt. Wie soll dann die typische Klischeespanierin in Zaraklamtten passen?“), sondern an „allgemein gültigen westlichen Normen“.

    Ich frage mich also weiterhin, warum du ZARA boykottierst. Damit machst du es dir ziemlich einfach. ZARA = böse, der Rest = gut. Oder was?

    Die Reproduktion von Korpernormen ist doch ein Problem bei allen Kleiderketten, es gibt Nuancen, aber letztlich ist es doch ähnlich.

    Welcher Weltkonzern lässt sich mit 1/3 Frauen abspeisen, wenn man bei MANGO sicherlich 2/3 kriegt?

    scheint ja zu funktinieren.

  11. 11 magna 29. September 2010 um 21:46 Uhr

    Glaubst du, die DesignerInnen und VertriebsleiterInnen von Zara interessieren sich ernsthaft dafür, wie sie dich am besten in die Rolle der sexy Chikse drängen können? Könnte es nicht einfach sein, dass sie dadurch Geschäfte machen, dass sie einen Absatzmarkt gefunden haben, bei kleinen Frauen, die sich hübsch kleiden wollen? Ich nehme mal an, dass eine Kollektion nicht nach soziologischen Maßstäben erstellt wird, sondern einfach danach, wo die zahlende Kundschaft ist. Allenfalls könnte es noch an den Diätkuren vieler Frauen liegen, dass dieser Absatzmarkt besteht und offensichtlich rentabel ist. Warum ist es überhaupt für dich ein Problem, nur in Klamotten ab Größe L zu passen?? Fühlst du dich da etwa in deinem Schönheitsideal angekratzt?

  12. 12 Steffie 29. September 2010 um 23:22 Uhr

    Ich finde das in deinem Beitrag angesprochene Thema ziemlich spannend. Bekleidung/Mode etc. ist ebenso wie Werbung und was weiß ich nicht alles stark an der Re/Produktion dualistischer, sexistischer etc. Denke beteiligt. Also auf alle Fälle einen Gedanken wert.
    Nur ein Boykott von einer Modemarke kann doch nur ein Anfang sein, am besten alle boykottieren
    -> Second Hand, Selber Nähen, Tauschparties organisieren fühlt sich für mich irgendwie „wirksamer“ an…

    Ha und was noch gar nicht angesprochen wurde: wer unter welchen Arbeits/Lebensbedingungen die Klamotten von H&M und dem Rest produziert?

  13. 13 ziegenbart 30. September 2010 um 0:09 Uhr

    @DRNI
    Ja, ich denke das könnte er. Ich weiß schon, dass es ein universelles Problem ist, jedoch Modewerbung und die meisten Geschäfte speziell auf Frauen ausgerichtet sind (wenn man z.B mal die Frankfurter Zeil runter geht oder gar die Goethestraße) und deshalb habe ich den Blickwinkel und das Geschäft gewählt.
    Was die Nacktheit betrifft: Sag ich mir auch oft. Ist wie mit dem Veganismus: Man kriegt ständig zu hören man solle doch aufhören Pflanzen zu essen. Aber von Luft und Liebe geht halt nicht..

    @Mademoiselle Nocturne
    Die blöden Erfahrungen mit Lichtinstallationen kenne ich. Ich glaube für den nächsten Beitrag werde ich mal nen Umkleidencheck machen, Licht, Größe, Spiegel etc untersuchen oder überhaupt mal alle bekannten Modeläden nach dem Größensortiment abtelefonieren. Einfach um mal ne übersichtliche Liste bieten zu können und „Umkleidendiskriminierung“ aufzuklären.

    @hn
    Stimm prinzipiell, aber mir geht es ja nicht um Zara alleine. Mich interessiert ja gerade, warum sich Zara und Mango so unterschiedlich verhalten. Ich bin mir momentan nicht sicher, ob man da bewusst auf Abgrenzung durch andere Markenkonzepte setzt oder was genau dahinter steckt.

    @dodo
    Das finde ich ne prima Idee. Mein Freundeskreis ist aber 2/3 männlich und wenn ich mit denen tauschen will, dann wollen sie das nicht..
    Das Konzept „Nett mit Freundinnen, Cocktails, Geschenkchen, Kleider tauschen..“ ist jetzt auch kommerziell umgesetzt. Siehe dazu: http://www.swapinthecity.com/de/index.php

    @franky
    Das habe ich mir vorher auch überlegt. Das problem habe ich probiert mit dem letzten Absatz anzusprechen. Es gibt genug Frauen die probieren auf Schuhe „die kann man ja immer kaufen“ auszuweichen, oder so trotzdem ein „Teil von Zara“ zu sein, dieselbe Tüte zu haben, da auch mitreden zu können á la „mir hat die neue Linie ja nicht zugesagt, aber ich hab die geleb Tasche aus dem 3. Stock von ..“. Dieses inkonsequente: Man weiß, es passt nicht, will es aber nicht einsehen.
    Außerdem ist Boykott für mich etwas Politisches. Das ist nicht: Okay ich verzichte still und geh dann eben in den H&M nebenan, sondern ich klage, ich sage was mir nicht passt, ich mache andere Menschen darauf aufmerksam. Und deshalb boykottiere ich.

    @piep
    Ja, da Größen eh wenig Aussagekraft über Figuren haben, weil sie ewig schwanken, stimmt. Aber wo soll man die nächste Größe nehmen, wenn sie nicht da ist? Und irgendwann wird’s ja auch merkwürdig, wenn man sich bald notieren muss, bei welchem Geschäft man was hat, weil man spontan beim Anziehen total verwirrt ist und die „normale“ Größe nimmt. Da es aber laut Paulina XXL in Spanien gibt, fände ich es interessant zu wissen, ob mir das bisher nur entgangen ist in Deutschland?

    @Jasna
    Danke für den Hinweis. Ich habe franky oben schon geschrieben wie ich Boykott definiere, deshalb verweise ich einfach nochmal darauf ;)

    @alina
    Weder Mango noch Zara will ich hier besonders loben oder runtermachen. Mir geht es schlicht darum aufzuzeigen, wo bei so ähnlichen Konzernen die Unterschiede liegen und wie überrascht ich selber davon war. Dann folgt eben eine Interpretation bzw. einige Fragen die ich mir als Fazit stelle.
    Die beiden sind ein hervorgehobenes Beispiel und ja, da könnten auch andere Modeketten stehen.
    Mir ist es aber nicht möglich in einem Beitrag alle und alles anzusprechen, deshalb dieses Beispiel.
    Zu der Spaniendiskussion: Was ich sehr häufig höre oder lese, wenn es um Zaragrößen geht, dann ist es das:“ Also Zara ist ja ein spanischer Konzern und die schneidern nun mal zierlicher und für kleinere Frauen. Gut für uns kleine dünne Käuferinnen!“. Das heißt viele erklären sich den Schnitt mit einem nationalen Grund und da ich das eben auch anzweifle, hat es mich interessiert zu gucken, wie das eigentlich sein kann.

    @magna
    Ne, an meinem Selbstbewusstsein kratzt das nicht mehr, da war vielleicht mit 15/16 mal so. Vielleicht hast du meinen Beitrag falsch interpretiert, das ist kein „mimimimi, ich passe nicht rein, Zara ist doof, bäh“-Beitrag, sondern ne Analyse bei der persönliche Erfahrungen mitwirken.
    Letzten Endes habe ich mich geärgert, weil ich gerne etwas Bestimmtes tragen wollte und ich in KEINE Größe reingepasst habe. Obs nun ein L oder ein XL ist, kümmert mich wenig. Ist es mir aber in einem Geschäft, das nach außen hin durch Größenbezeichnungen wie XL den Anspruch vermittelt, viele Käufer_innenschichten abzudecken, nicht möglich, in irgendetwas zu passen, dann bin ich böse.
    Übrigens glaube ich tatsächlich, dass hinter Kleidergrößen Marketing steckt und viel Soziologie.

  14. 14 kinky 30. September 2010 um 3:34 Uhr

    ZARA und MANGO, die beiden großen Spanierinnen, unterscheiden sich in einem Punkt elementar: Kleidergrößen. […]
    Bis vor kurzem war mir nicht bewusst, dass MANGO auch Spanierin ist.

    firmen sind keine menschen.

    aber worüber ich mich schon seit gestern wirklich aufrege:

    Schließlich sind Spanierinnen eher für Hüften, Po, Tänze und Leidenschaft (Klischee, ich weiß) bekannt.

    ein klischee wird doch nicht davon besser, dass du das noch mit dazu schreibst!!!

  15. 15 babygotback 30. September 2010 um 6:20 Uhr

    Ich hatte keine Ahnung, dass Zara und Mango spanisch sind und ich denke, das geht den meisten so (dir ging es bei Mango ja auch so) und ich denke nicht, dass sich die Firmen an nationalen Körpernormen orientieren […]

    „Auf dem Weg geht eine Bauersfrau mit einem erheblichen Popo. In Andorra-la-Vella … da war im Gasthaus eine Frau bedienstet, die hatte eine leichte Andeutung von Steatopygie. (Der Deutsche Sprachverein: »Warum sagen Sie das nicht deutsch?« – Ich kann nicht. – »Warum nicht?« – So … – »Sagen Sies!« Fettsteiß. Sprachverein ab.) Dergleichen kommt bei Spanierinnen manchmal vor; ich weiß das aus den Büchern.“
    http://www.textlog.de/tucholsky-auf-der-wiese.html

  16. 16 Su 30. September 2010 um 10:45 Uhr

    In Anlehnung an Steffie möchte ich betonen, dass möglicherweise die Produktionsbedingungen ein wesentlich trifftigerer Grund wären, diverse Ketten zu boykotieren.

    Der Text liest sich wie eine Aufforderung bei Mango einzukaufen und ich bin mir sicher, dass die Arbeitsbedingungen dort nicht besser sind als bei Zara oder den meisten anderen Firmen. Aber wenn wir in Mitteleuropa nicht größendiskriminiert werden ist ja alles in Butter, nicht wahr?

    Dass die Größenangaben so extrem nach unten korrigiert werden, finde ich natürlich trotzdem nicht toll. Laut meiner spanischen Sprachlehrerin hat Spanien übrigens die höchste Anorexiequote Europas (diese Statistik habe ich nicht überprüft)…

  17. 17 cancan 30. September 2010 um 13:16 Uhr

    @ziegenbart
    deine verkürzte und allein aus deiner subjektiven frustration entspringende argumentation finde ich doch recht faszinierend. allein, dass dein problem nur bei zara liegt, zeigt eigentlich eine beglückwünschenswerte position (oder körper- und kleidergröße) auf. zara stellt sicherlich eine ausnahme dar, aber eben diese ausnahme der kleineren kleidergrößen bestätigt nur die norm, die ansonsten in anderen geschäften vorherrschend ist. und diese normierten größen, die an den markt angepasst sind und d.h. eben an die massen von konsument_innen, blenden menschen aus, die „unter“– oder „übergrößen“ bedürfen. spreche ich aus meiner subjektiven perspektive als kleine, zierliche person, so stellt zara für mich einen kleinen hoffnungsschimmer dar, der mir nicht immer wieder einen herunterhängenden sack in der umkleidekabine präsentiert oder mich in die kinderabteilung verfrachtet (frustration und stigmatisierung eingeschlossen). das problem ist m.E. nicht zara, sondern die normierung der kleidergrößen an sich, die zur diskriminierung von menschen führt, die nicht in diese kleidergrößen passen (seien es so genannte „unter“– oder „übergrößen“ oder andere körperformen, die nicht dem schönheitsideal entsprechen). betrachtet man bspw. die entwicklung der h&m-kleidergrößen so zeigt sich eher ein abwärtsdrift: weitere kleidungsstücke werden permanent als kleinere größen verkauft; M wird zur S. Gerade dieser Abwärtsdrift der Größenkategorisierung hängt aber mit dem Kaufverhalten der Konsument_innen ergo dem Markt zusammen (hier kommt auch die Soziologie + Psychologie ins Spiel): Kund_innen sind eher geneigt Kleidungsstücke zu kaufen, die ihnen passen und ihnen eine kleinere Kleidergröße „vorgaukeln“, weil dies ihr Selbstwertgefühl steigert.
    In Bezug auf den Vergleich mit Mango müsste daher eher bei Mango die Frage nach Marktanpassung gestellt werden, setzt man voraus, dass bpsw. spanische oder auch italienische kleidungsstücke grundsätzlich kleiner produziert werden.

    Sicherlich könnte es, deiner Argumentation folgend, wirtschaftlicher für Zara sein, würden sie auch -nur- den Markt der Masse bedienen (die ja hier auch erstmal nur auf Dtl. bezogen sein kann, immerhin sind die Normalverteilungen der Kleidergrößen zwischen verschiedenen Regionen doch recht unterschiedlich). Aber ich sehe dabei keine Relevanz darin mit dem Markt zu argumentieren, geht es (auch dir) ja offensichtlich eigentlich auch darum geltende Schönheitsnormen, an die sich die Kleidergrößen anpassen, aufzusprengen. Thematisieren müsste man dementsprechend die Normierung der Größen und die Diskriminierung derjenigen, die nicht dieser Norm entsprechen.

  18. 18 rather_ripped 30. September 2010 um 14:30 Uhr

    und glaubst du wirklich, dass du diesen konzernen durch dein fernbleiben schadest? hälst du es nicht für realistischer, dass sie dich dort (so hart es klingt) gar nicht haben wollen?

    diese läden verkaufen doch nicht nur ein stück stoff, sie verkaufen lifestyle. und der ist in dem falle eben „jung, dünn, sexy“. er wird verkörpert durch die menschen, die sich in diesen läden aufhalten – die verkäufer*innen und die käufer*innen. passt du nicht ins bild, gehörst du nicht in den club; so einfach ist das.

    und es ist längst nicht nur bei klamottenläden so. überall wird aussortiert. das centro oberhausen ist zB extra so gestaltet worden, dass ältere menschen sich dort unwohl fühl (keine bequemen sitzgelegenheiten usw.). sie sollten das bild nicht verfälschen, was dieses einkaufszentrum von sich vermitteln wollte. vielleicht haben dann auch einige leute gesagt: „das boykottier ich, dort fühl ich mich nicht wohl.“ – doch damit ist der plan doch erst recht aufgegangen.

    nichtsdestotrotz ist kleidung ein thema, das in vielerlei hinsicht dringend zur diskussion gestellt werden sollte (auch was produktionsbedingungen, seperation männlich/ weiblich angeht usw.).

  19. 19 franky 01. Oktober 2010 um 9:38 Uhr

    Dieses inkonsequente: Man weiß, es passt nicht, will es aber nicht einsehen.

    Das ist aber eine Verrücktheit der Käufer, die da kritisiert gehört. Denn in zu enge Klamotten zu schlüpfen dient weder dem Wunsch toll auszusehen noch dem nach Bequemlichkeit.

    Und zu Boykott versus Not: Der Boykott hat den Zweck das Unternehmen zum Umdenken zu zwingen, indem man ihm das Geschäftemachen verweigert, Käuferstreik quasi. Wenn du aber eh nicht da einkaufst (aus oben genannten Gründen), dann tauchst du auch nicht als fehlende Einnahme in der Jahresabrechnung auf. Das, was du machst, hat eher den Charakter von Stiftung Warentest.

  20. 20 TaP 01. Oktober 2010 um 10:16 Uhr

    @ dodo – 29. September 2010 um 12:13 Uhr:

    „von dem her: einfach ALLE kleidungskonzerne boykottieren!“

    Das, was Du bei ebay ersteigerst oder im Freundinnenkreis tauschst, wird doch zum weit überwiegenden Teil ursprünglich auch von Konzernen stammen, oder?

    Das mit dem privaten Ausstieg aus dem Kapitalismus durch ‚bewußtes‘ Konsumieren scheint mir nicht so einfach zu sein.

  21. 21 Cyrano 01. Oktober 2010 um 13:01 Uhr

    @ Ziegenbart. Verstehst du die beschissene Beleuchtung in Umkleiden wirklich als „Umkleidendiskriminierung“? Wer wird denn diskriminiert, wenn alle dem beschissenen Licht ausgesetzt sind? Die Unmöglichkeit, in Umkleiden festzustellen, wie ein Kleidungsstück im Real-Life aussehen/sitzen wird, ist einer der Gründe, warum ich ungern Klamotten im Laden kaufe. Aber den Schaden hat das Geschäft. Es ist doch so, dass die helle Beleuchtung, meist von allen Seiten, wirklich jeden in einem schlechten Licht ;) erscheinen lässt… was zu der Frage führt: warum? Sortimente die nur auf bestimmte Größen abziehlen, Damen/Herrnmodeläden, Spezialisierung auf bestimmte Wahren, all das lässt sich einfach damit erklären, dass eine Nische auf dem Markt gesucht wird. Aber die Beleuchtung, die scheint mir einfach nur kontraproduktiv…

  22. 22 egal 01. Oktober 2010 um 14:11 Uhr

    nur ein tip, wenn du „nur“ mit der größe ein problem hast und nicht mit dem kapitalismus im ganzen, dann geh doch zu REAL. dort gibt es fast alle größen, bis zu 7XL.
    zum thema antisexismus, es gibt auch unisex klamotten.
    zum thema antikapitalismus, es gibt auch klamotten aus linker produktion
    was ich sagen will, es gibt mittlerweile alles! und nicht zu vergessen selber machen ist immer noch die besste lösung!

  23. 23 miri 02. Oktober 2010 um 4:12 Uhr

    Ich habe lange in Spanien gelebt und dort mit Klamottenkauf viel Frust gehabt. die Durchschnittsspanierin ist vor allem kleiner als die Durchschnittsdeutsche, das fängts schon mal an. DAs Kurven Klischee stimmt nicht, im Gegenteil hab ich eher das Gefühl, dass dort viele Frauen einfach von Natur aus sehr schlank sind, b.z. sich durch das spanische essen auch einfach gesünder ernähren. Ich hab dort selten was gefunden, bei desigual gibts schöne Sachen, und dann gibts da noch Lefties, das ist ein Zara Outlet, aber dort hab ich eigentlihc auch in meiner Größe meistens was gefunden.

  24. 24 dodo 05. Oktober 2010 um 1:52 Uhr

    @TAP: haha ja, sicher. aber trotzdem geht mein geld im endeffekt dann an ne privatperson und nicht an h&m und konsorten.
    das allein mag zwar nicht den kapitalismus stürzen, aber ich finde es einen sinnvollen anfang.
    abgesehen davon ist es billiger.

  25. 25 lisa 05. Oktober 2010 um 14:53 Uhr

    manchmal frag ich mich, ist das unkenntnis oder ignoranz… als ob man die menschen oder besser gesagt, die frauen nach „von der Stange“ einstufen kann… es gibt doch kleine, große… dann gibt es auch noch schlanke mit großer oberweite und die molligen mit kleiner oberweite usw. … also vielleicht sollte die textilindustrie sich darüber vielleicht mal ein wenig gedanken machen… um uns allen das leben ein bisschen erträglicher zu machen.

  26. 26 Cat 06. Oktober 2010 um 0:24 Uhr

    Also ich boykottiere Zara aus einem anderen, meiner Meinung nach viel triftigerem Grund: Zara verkauft Pelz!
    http://offensive-gegen-die-pelzindustrie.net/wordpress/

  27. 27 Paulinchen81 13. Juli 2011 um 8:52 Uhr

    Zara und Mango werden von Spaniern entwickelt und orientieren sich deshalb an die Spanischen Größentabellen.
    Ich habe auch für die meistenanderen Modeketten eine „Problemfigur“ weil die sehr weiblich ist: großer Busen (C-Körbchen), schmale Taille, Po und weibliches Becken.
    Die Schnitte heutzutage sind leider sehr androgyn, deshalb greife ch von vornherein zu Stretch und Jersey, weil ich weiß, dass es passt und nicht zu schwierigen Teilen mit vielen Abnähern etc, weil ich weiß: wird schwierig.

    Die Klamotten werden zu 100.000 in Bangladesh, Indien und China produziert. An den Nähmaschinen sitzen keine Profis und wenn ein 1,50 großer chinese eine 2 meter hohe stofflage zuschneiden muss..ist doch klar, dass der sich verschneidet oder mal s-ärmel an Blazer L genäht wird…das ist der Preis für den Preis…

  28. 28 rhetorik 14. Juli 2011 um 1:39 Uhr

    Warum das bei MANGO anders ist, weiß ich nicht. Würde ich aber gerne wissen. Schließlich sind Spanierinnen eher für Hüften, Po, Tänze und Leidenschaft (Klischee, ich weiß) bekannt. Wie soll dann die typische Klischeespanierin in Zaraklamtten passen?

    Wird eigentlich jeder rassistische Satz wieder ok wenn er im Namen der Frauen daherkommt und mit dem Zugeständnis ausgesprochen wird, er sei wissentlich klischeehaft? Aber was frag ich nur…

  29. 29 Piet 16. April 2013 um 10:53 Uhr

    Sorry, für den etwas verspäteten Kommentar…

    …aber vielleicht liegt die Sache ja viel einfacher:

    Nämlich, dass modebewußte junge Leute (also Leute, die sehr auf Optik/Figur/Stil achten) einfach mal in der Regel schlanker und vergleichsweise „normaler“ Statur sind, und weniger zur „Übergewichtigkeit“ tendieren.

    Das ist ja schließlich auch eine Frage der Einstellung, Lebenseinstellung, und was einem wichtig ist, und worauf man wert legt.

    Gegenbeispiel: In den Baumärkten sieht man mehr „kräftigere“ Männer rumlaufen, die oft auch eher vergleichsweise nicht-stylish gekleidet sind.
    Was daran liegen könnte, dass die sich für andere Dinge interessieren und beschäftigen, als fünfmal am Tag in den Spiegel zu schauen, und wo das Fashion-Victim ’nen Flash vor‘m Shirt-Regal kriegt oder auf DIE neuen Schuhe spart, träumt der Baumarkt-Stammbesucher halt von Bohrmaschinen, Sägen, und dem neuen Gartenhausanbau. Und ist der kleine Bierbauch relativ egal.

    Und warum soll ZARA jetzt XXL-Größen reinnehmen für 1,98-Männer mit Bodybuilder- oder Bierbauch-Figur, wenn die eh nicht zu ZARA shoppen gehen werden, weil die lieber im Fitti Hanteln stemmen und möglichst den ganzen Tag mit Jogginghosen rumlaufen, oder im Karoflanellhemd irgendwas in der Garage, Keller oder Garten futteln?

    ZARA macht Mode für fashion-interessierte Leute, und stellt die Größen her, welche diese Kundschaft zum größten Teil benötigt.

    Und das sind keine baggy Schnitte und keine XXXLs, – und warum sollte ZARA Sachen produzieren, die von ihrer Stammkundschaft keiner kauft und braucht, und die denen sie passen würde, sich kaum für Fashion-Kleidung und Klamottenshopping interessieren?!?

    Vielleicht einfach mal so rum und aus dem Blickwinkel betrachten.

  30. 30 Zusammenfassend 17. April 2013 um 14:38 Uhr

    kann man sagen, das der zweck eines Unternehmens NIE sein kann es den Leuten (auch in Form von Größen) recht zu machen, sondern immer nur Mittel zum Zweck des Profits ist.
    Also warum wundern!?

  31. 31 Piet 27. April 2013 um 10:45 Uhr

    Vor 20 Jahren war es übrigens genau umgekehrt – und ist es bei vielen US-Marken auch noch heute:

    Alles super weit und riesengroß (und „baggy“ geschnitten) und als schmaler 1,75m-Mann sah da schon die Gr. M ziemlich „naja“ bis „besch*****“ aus.
    Und blieb nur die Suche und Jagd auf ein Exemplar in Gr. S – was auch nicht so ohne ist/war, weil 1. früher (Mitte der 90er) meistens gar nicht hergestellt wurde (Band-Merch-T-Shirts z.B.) oder hier im Laden vertrieben (Import-Ware), und 2. bei einer Nummer kleiner dann vielleicht die Weite stimmt, aber die Länge dann nicht mehr und schon wieder zu kurz (oder umgekehrt).

    Insofern könnte man auch sagen: Jetzt – oder bei ZARA – sind eben mal wieder die Anderen „am Zug“.

    Beziehungsweise die Schnitte wieder so, dass sie für den Normalstatur-Menschen (wie er im Biologie-Buch abgebildet ist) geschneidert sind – und nicht auf maximale „Dicken-Kompatibilität“.

    Welche mit ihrer Statur ja A) auch von mehr als genügend (US-)Labels bedient werden, und B) eine Nummer größer zu nehmen einfacher ist, als z.B. mit Gr. S eine Nummer kleiner nehmen zu müssen.

    Verstehe die Aufregung also nicht so richtig….

  32. 32 Helena 15. Oktober 2014 um 23:39 Uhr

    Ich habe grundsätzlich massive Probleme beim einkaufen, nicht weil ich „moppelig“ o.ä, sondern weil ich mit einer üppigen Oberweite von 85D leben muss. Mittlerweile orientiere ich mich schon gar nicht mehr an Konfektionsgrößen sondern achte gezielt auf die cm Angabe des Brustumfangs.
    AArbeit 17 Jahren ist das auch nicht immer einfach passende Kleidung zu finden, die in diesem Alter auch gefällt. Taillenmäßig ist immer alles super, aber dann kommt die Brust und zerstört wieder alles.
    Ähnlich der Bh Einkauf. Bei h&m wird gepusht bis zum geht nicht mehr, aber Jugendliche die mit so einer Oberweite zu kämpfen haben, und das ist es wirklich was Kleidung anbelangt, passen allein schon nicht in die „Norm“ weil sie keinen Push Up benötigen.
    Herzlichen Dank für regelmäßige Frustration beim Shoppingversuch

  1. 1 Kleidergröße – von Size Zero bis Extra Extra Large | RSS Verzeichnis Pingback am 30. September 2010 um 19:17 Uhr

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


− vier = zwei