…nothing is sexist untilI say it is! Plus I <3 women. So lick my balls.“

Über Jezebel.
Die hier schon mehrfach zitierte Holly von The Pervocracy stellt eine Typologie von Positionen in Vergewaltigungsdiskussionen auf: The People You Meet When You Write About Rape.
Mr. I‘m Not Blaming Her But It’s Her Fault
„Rape is never the victim’s fault, of course. But I just want people to admit that she has some responsibility. That she maybe played a part in it. That in an alternate universe where she‘d done things differently and she lived in a steel Battlemech wearing a chastity belt, she wouldn‘t have gotten raped, and she did make the choice to not use a Battlemech. I just need people to acknowledge that.“
Ebenfalls empfehlenswert ist ihre Sammlung von „Argumenten“ zum Thema Gay Rights: How to discuss gay rights like a reasonable adult.
Argument from Children Starving In India, New Millenium Edition
„Why are we even arguing about this when our economy is in the state it’s in?“Argument from Gays Starving In India
„Why are you worrying about some poorly chosen words when gay people still get beaten in other places?“Argument from Blind Faith
„The number one, most important tenet of Christianity is to hate gay people. It’s the entire foundation of my faith. Look at the first page of the Bible: „In the beginning God created the heaven and the earth, and don‘t be a faggot.“
Interview mit Adong Anywar, Gründerin der in Uganda entstandenen „Fraueninititiave für Geschlechtergerechtigkeit“, über die schwierige Arbeit, Vergewaltigung als Kriegsverbrechen juristisch aufzuarbeiten.

Nochmal via Shakesville.

Geradezu rührend, wie deutlich Werbung doch mal war… Heute heißt es „damit du dich fit fühlst“ oder ähnliches, was ja prinzipiell ne tolle Sache ist, aber die Einstellung dahinter hat sich nicht weit geändert: Hand hoch, wer schon mal nen blöden PMS-Spruch oder ein „Hast du deine Tage oder warum zickst du so rum“ abgekriegt hat.
Via Shakesville.
Die TAZ berichtete heute über die Potenzprobleme russischer Männer. Diese leben zu ungesund, rauchen und trinken zuviel und sind zu risikofreudig.
O-ton TAZ:
Im Reich des Machos Putin haben Frauen ein Problem: Sie bleiben sexuell häufig unbefriedigt. Depressionen und Wodka machen aus ihren Männern lustlose Schlaffis.
Mal ganz abgesehen von der Irrelevanz dieses Themas haben russische Frauen ganz andere Probleme als impotent-gesoffene Männer, nämlich immens hohe Zahlen an sexueller Belästigung und häuslicher Gewalt.
According to a recent survey, 100 per cent of female professionals said they had been subjected to sexual harassment by their bosses, 32 per cent said they had had intercourse with them at least once and another seven per cent claimed to have been raped.[…]
Human rights activists say that Russian women remain second-class citizens and are subjected to some of the highest levels of domestic abuse in the world.
Laut Amnesty International stirbt in Russland jede Stunde eine Frau an den Folgen häuslicher Gewalt. Bei diesen Zahlen stellt sich durchaus die Frage ob es die Impotenz ist, die Frauen am Alkoholabusus ihres Mannes stört.
Bei soviel Kurzsichtigkeit des Jouralisten stellen die folgenden Sätze nur noch das Sahnehäupchen der Ignoranz dar.
Langfristig führt das zu einer noch tieferen Verunsicherung des Mannes. Er wird zwar als defizitäres Wesen umworben und mit Reizen angelockt – kann es aber nicht genießen. Im autoritären Staat hat der Mann ohnehin wenig zu sagen, muss sich unterwerfen, wird kontrolliert. Zuhause muss er sich auch noch zunehmend selbstbewussteren Frauen unterstellen.
Klar im Endeffekt ist wieder mal der Feminismus schuld.
Auch in München findet dieses Jahr wieder der „1000 Kreuze Marsch“ der AbtreibungsgegnerInnen statt. Der von EuroProLife veranstaltete Marsch findet am 30.10 statt, das Antisexistische Aktionsbündnis München ruft vorab schon mal zur Gegendemo auf. Also liebe Münchner_innen und auch alle anderen Interessierten, ab auf die Straße!
Zwischengeschlecht.info ruft auf zum Protest gegen Mediziner_innen, die weiterhin Operationen an Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen durchführen, nur, weil sie nicht in die (vermeintlichen!) Körpernormen ‚männlich‘ und ‚weiblich‘ passen:

Am 4. und 5. November findet in Augsburg eine Infoveranstaltung mit friedlichem Protest statt, am 6. November ist in Heidelberg eine friedliche Mahnwache organisiert.
Anlass ist die 5. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaften für Pädiatrische Endokrinologie und Pädiatrische Diabetologie.
Weitere Infos über ihre Verantwortung für nicht-lebensnotwendige Genital-Operationen an (Klein)kindern und Jugendlichen und eine Stellungnahme des Vereins findet ihr auf der angegebenen Seite.
Kommt zahlreich und solidarisiert euch!
Autsch, hier wird böse mit der Moralkeule geschwungen.
TV-Spots für Abtreibungen, Nein Danke, sagt zumindest RTL. Zwischen „Chips- und Bierwerbung“ eine Werbung, die Frauen über ihr Recht auf einen Abbrüch informiert, schrecklich. Dies findet nicht nur RTL sondern auch die im Bericht befragten Frauen. Denn ganz klar ist, wer Frauen so eine Werbung zeigt der riskiert, dass Frauen „leichtfertig“ abtreiben und „Kinder sind doch das Schönste der Welt“.
Besser ist es Abtreibungen Schein zu legalisieren und jegliche Werbung dafür zu verbieten, damit Frauen zwar eigentlich dürfen, also nicht mehr die Titelblätter bekannter deutscher Nachrichtenmagazine für ihre Nichtigkeiten beanspruchen, aber auch nicht so richtig wissen was-wie-wann zu tun ist.
Was natürlich auch nicht fehlen darf ist der Hinweis auf ein wissenschaftlich widerlegtes Phämomen- das „Post Abortion Syndrom“. Welches besagt, dass Frauen nach Abtreibungen angeblich ganz schwere Depressionen haben. Das dies Quatsch ist kann mensch hier nachlesen.
Traurig das Frauen im deutschen TV mit so einem Mist belästigt werden, statt über ihre Rechte informiert zu werden.
(Danke an Melba für den Hinweis)
Super Video über die Gegendemo zum „1000 Kreuze Marsch“ in Berlin.
Nur wenige natürliche Erscheinungen werden von der modernen Medizin derartig pathologisiert, wie die Phänomene „Menopause“ und „Menstruation“. Gerne versuchen Mediziner_innen und Wissenschaftler_innen Frauen davon zu überzeugen, dass ihre Körper mit Eintritt in einen der beiden Zustände besonderen Behandlungsbedarf brauchen, also krank sind. Ob körperliche oder psychische Beschwerden die „Allgemeine Medizin“ ist sich sicher: mit Frauen stimmt zu jenen Zeitpunkten irgendwas nicht. Die Pharmaindustrie reibt sich bei soviel Schwarzmalerei schon die Hände, immerhin hat sie allerlei Präparate für Frauen in diesen ganz „speziellen Situationen“. Dass jene Zustände aber ganz normal und natürlich sind, also fast zum Leben jeder Frau gehören und schon alleine dadurch keineswegs mit Krankheit gleichzusetzen sind, will die männlich-dominierte Medizin ungern wissen.
Zwar gab es auch schon Wissenschaftler_innen, wie zum Beispiel die Amerikanerinnen Margie Profet oder Marcha Flint, die sich um ein anderen Blickwinkel auf den weiblichen Körper bemühten, gängige Meinung ist aber immernoch, dass die Spezifika des weiblichen Körpers mehr Nachteile also Vorteile bringen. Diese patriarchale Darstellung die nicht erst seit Darwin Einzug in die Wissenschaft erhalten hat, deklariert Frauen als Menschen zweiter Klasse.
Worin eine derartige Sichtweise mündet zeigt jene Studie: menopausale Frauen welche eine Hormonersatztherapie als Allerheilmittel bekommen haben, haben ein erhöhtes Todesrisiko.
Eine Hormonersatztherapie nach der Menopause mit kombiniertem Östrogen und Gestagen führt nicht nur zu mehr Herz-Kreislauf-Zwischenfällen (Infarkt, Schlaganfall) und Brustkrebserkrankungen, sondern auch zu mehr Todesopfern durch Mammakarzinome. Außerdem erhöht sich die Sterblichkeit aus allen Ursachen bei Frauen. Das geht aus der neuesten Auswertung der Women’s Health Initiative-Studie (WHI) hervor, die am Mittwoch in der renommierten US-Fachzeitschrift JAMA publiziert wurde.
Dass Frauen in der Menopause bestimmte körperliche Veränderungen durchmachen, die nicht gerade lebensverlängernde Auswirkungen haben, ist nicht abzustreiten. Der Knochenabbau, zum Beispiel, steigt mit sinkenden Östrogenwerten, diese Alterungserscheinungen betreffen aber keineswegs nur das weibliche Geschlecht, zumal auch nicht jede Frau gleich reagiert. Allgemein lässt sich also sagen, dass Wissenschaft die Menschen hilft nur dann stattfinden kann, wenn die Medizin endlich ihr negatives Bild vom weiblichen* Körper aufgibt und begreift, dass wir Menschen nicht nur als Geschlecht, „rosa“ oder „blau“ funktionieren, immerhin gibt es auch „orange“, „grün“, „rot“, „lila“ usw, also keinesfalls nur „weibliche“ und „männliche“ Körper.
Das EU-Parlament will eine Verlängerung des Mutterschutzes von 14 auf 20 Wochen.
Da stand ich mal wieder in der Dusche und weil ich grade mal Lust dazu hatte, hab ich mir auch die Beine rasiert. Wie ich da so stand, mit dem Rasierer in der Hand, kam mir der Gedanke, ob es wohl Frauen gibt, die sich ihre Brüste rasieren? Meiner Erfahrung nach sind auf so einer Brust ja nicht allzu viele Haare und selbst wenn, bekommt selbige nur dann jemand zu sehen, wenn wir ihm sie zeigen. Ich stand da also und war am überlegen und da kam mir der Gedanke: Ja, es wird wohl Frauen geben, die sich ihre Brüste rasieren. Nicht weil sie halb Werwölfin sind. Sondern weil dieser ganze Anti-Behaarungstrend (außer auf dem Kopf, natürlich) immer schlimmere Auswüchse treibt. Das soll mittlerweile so weit gehen, dass manche neben den Beinen und dem Intimbereich und den Achseln auch die Arme rasieren. Weil Haare an diesen Körperstellen ja grundsätzlich bäh sind. Und bis zur Brust ist es dann nicht mehr ganz so weit. Uääähh, schon den Gedanken find ich schlimm. Nicht nur, weil ich dann noch mehr Zeit mit einer für mich völlig unnötigen Körperkultivierung verbringen müssen würde, sondern auch, weil man beim Rasieren ja auch mal abrutschen kann. Und wenn man dann beim Brustrasieren abrutscht und sich ordentlich in die Brustwarze rasiert, ja dann gute Nacht. U-Ä-H! Bei dem Gedanken bin ich doch froh, dass ich diesen ganzen Trend hinter mir gelassen habe und mir nur noch dann rasiere, wenn ich Bock dadrauf hab.
Matthias Lore monologisiert in der taz darüber, wie sich in der Erziehung von Jungs nicht viel geändert hat.
Vor gut einem Jahr wurde ein Pärchen in Queensland, Australien, wegen einer illegal durchgeführten Abtreibung angeklagt, das Mädchenblog berichtete. Das Gericht sprach die beiden nun zwar frei, Schwangerschaftsabbrüche bleiben in Queensland jedoch illegal. Um dies zu ändern wurde nun die Kampagne „My choice is not a crime!“ ins Leben gerufen. Unterstützung kann man leisten indem man die Online-Petition unterzeichnet und auf diesem Weg Premier Bligh auffordert Abtreibung nicht als Straftat sondern als medizinische Notwendigkeit zu betrachten.
Hier die ganze Forderung:
An overwhelming majority of Australians believe that a woman’s reproductive choice should not be subject to criminal punishment.
But in Queensland, as in other Australian states and territories, women and doctors can be tried under 19th century criminal codes and face years of imprisonment for choosing an abortion. These laws have already seen women seeking abortions after sexual assault turned away from public hospitals, and left doctors fearing imprisonment for providing advice and treatment.
Please Premier Bligh, ensure abortion is dealt with in the health code, not the criminal code.