Abtreibung ist böse und schädlich

Autsch, hier wird böse mit der Moralkeule geschwungen.

TV-Spots für Abtreibungen, Nein Danke, sagt zumindest RTL. Zwischen „Chips- und Bierwerbung“ eine Werbung, die Frauen über ihr Recht auf einen Abbrüch informiert, schrecklich. Dies findet nicht nur RTL sondern auch die im Bericht befragten Frauen. Denn ganz klar ist, wer Frauen so eine Werbung zeigt der riskiert, dass Frauen „leichtfertig“ abtreiben und „Kinder sind doch das Schönste der Welt“.
Besser ist es Abtreibungen Schein zu legalisieren und jegliche Werbung dafür zu verbieten, damit Frauen zwar eigentlich dürfen, also nicht mehr die Titelblätter bekannter deutscher Nachrichtenmagazine für ihre Nichtigkeiten beanspruchen, aber auch nicht so richtig wissen was-wie-wann zu tun ist.
Was natürlich auch nicht fehlen darf ist der Hinweis auf ein wissenschaftlich widerlegtes Phämomen- das „Post Abortion Syndrom“. Welches besagt, dass Frauen nach Abtreibungen angeblich ganz schwere Depressionen haben. Das dies Quatsch ist kann mensch hier nachlesen.

Traurig das Frauen im deutschen TV mit so einem Mist belästigt werden, statt über ihre Rechte informiert zu werden.

(Danke an Melba für den Hinweis)


2 Antworten auf “Abtreibung ist böse und schädlich”


  1. 1 asab_m 22. Oktober 2010 um 13:17 Uhr

    Am 30. Oktober kann auch wieder in München für das Recht auf Abtreibung (und gegen die christl. Fundis und ihren „1000-Kreuze-Marsch“) demonstriert werden.

    http://asabm.blogsport.de/special/

  2. 2 contrelescirconstances 27. Oktober 2010 um 15:36 Uhr

    Und das ist eine gängige Tendenz im deutschen (Privat)Fernsehen, sich gegen Abtreibung auszusprechen und die Kleinfamilie nicht als Keimzelle der bürgerlichen Gesellschaft, sondern als Schoß von allem, was gut und richtig ist, zu stilisieren.
    Beispiele sind dafür so gut wie jede dritte Folge von Schmankerlsendungen wie „Mitten im Leben“, bei denen kein einziges der schwangeren minderjährigen Mädchen sich auch nur die FRAGE stellt, ihr ungewolltes Kind abzutreiben.

    Wenn bedacht wird, dass einerseits Schulen ebenfalls unzureichend über das Recht auf Abtreibung berichten und den deutschen Umgang damit problematisieren, fällt also auf, inwiefern ein negatives Bild von Abtreibung den deutschen Diskurs prägt (oder Schwangerschaftsabbrüche nicht einmal als Möglichkeit präsent!!) und den antifeministischen Backlash voran treibt, der die Frau am liebsten mit mehreren Kindern und einem Mutterkreuz behängt am Herd sehen möchte, anstatt uns die Wahl zu lassen unabhängig über die eigenen Körper zu entscheiden.

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