Andere Probleme als Impotenz

Die TAZ berichtete heute über die Potenzprobleme russischer Männer. Diese leben zu ungesund, rauchen und trinken zuviel und sind zu risikofreudig.
O-ton TAZ:

Im Reich des Machos Putin haben Frauen ein Problem: Sie bleiben sexuell häufig unbefriedigt. Depressionen und Wodka machen aus ihren Männern lustlose Schlaffis.

Mal ganz abgesehen von der Irrelevanz dieses Themas haben russische Frauen ganz andere Probleme als impotent-gesoffene Männer, nämlich immens hohe Zahlen an sexueller Belästigung und häuslicher Gewalt.

According to a recent survey, 100 per cent of female professionals said they had been subjected to sexual harassment by their bosses, 32 per cent said they had had intercourse with them at least once and another seven per cent claimed to have been raped.[…]
Human rights activists say that Russian women remain second-class citizens and are subjected to some of the highest levels of domestic abuse in the world.

Laut Amnesty International stirbt in Russland jede Stunde eine Frau an den Folgen häuslicher Gewalt. Bei diesen Zahlen stellt sich durchaus die Frage ob es die Impotenz ist, die Frauen am Alkoholabusus ihres Mannes stört.
Bei soviel Kurzsichtigkeit des Jouralisten stellen die folgenden Sätze nur noch das Sahnehäupchen der Ignoranz dar.

Langfristig führt das zu einer noch tieferen Verunsicherung des Mannes. Er wird zwar als defizitäres Wesen umworben und mit Reizen angelockt – kann es aber nicht genießen. Im autoritären Staat hat der Mann ohnehin wenig zu sagen, muss sich unterwerfen, wird kontrolliert. Zuhause muss er sich auch noch zunehmend selbstbewussteren Frauen unterstellen.

Klar im Endeffekt ist wieder mal der Feminismus schuld.


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