Pervocracy zu Diskussionen über Vergewaltigung und Gay Rights

Die hier schon mehrfach zitierte Holly von The Pervocracy stellt eine Typologie von Positionen in Vergewaltigungsdiskussionen auf: The People You Meet When You Write About Rape.

Mr. I‘m Not Blaming Her But It’s Her Fault
„Rape is never the victim’s fault, of course. But I just want people to admit that she has some responsibility. That she maybe played a part in it. That in an alternate universe where she‘d done things differently and she lived in a steel Battlemech wearing a chastity belt, she wouldn‘t have gotten raped, and she did make the choice to not use a Battlemech. I just need people to acknowledge that.“

Ebenfalls empfehlenswert ist ihre Sammlung von „Argumenten“ zum Thema Gay Rights: How to discuss gay rights like a reasonable adult.

Argument from Children Starving In India, New Millenium Edition
„Why are we even arguing about this when our economy is in the state it’s in?“

Argument from Gays Starving In India
„Why are you worrying about some poorly chosen words when gay people still get beaten in other places?“

Argument from Blind Faith
„The number one, most important tenet of Christianity is to hate gay people. It’s the entire foundation of my faith. Look at the first page of the Bible: „In the beginning God created the heaven and the earth, and don‘t be a faggot.“


12 Antworten auf “Pervocracy zu Diskussionen über Vergewaltigung und Gay Rights”


  1. 1 frankenstein 30. Oktober 2010 um 15:34 Uhr

    danke für die lesetipps. mal wieder gute zusammenstellungen.

  2. 2 classless 30. Oktober 2010 um 17:06 Uhr

    Danke schön!

  3. 3 scharfekritik 30. Oktober 2010 um 21:33 Uhr

    Und was ist jetzt der politische Gehalt davon, Positionen, die man nicht teilt, einfach noch mal zu sammeln? Es käme doch auf ihre argumentative Widerlegung an.

  4. 4 mensch im mohn 30. Oktober 2010 um 23:55 Uhr

    @schrafekritik: Sich der immer wiederkehrenden Argumentationsmuster bewusst zu werden ist der erst Schritt.

  5. 5 dodo 31. Oktober 2010 um 3:58 Uhr

    Super!b-)

  6. 6 scharfekritik 31. Oktober 2010 um 8:49 Uhr

    Ach und wessen wird man sich da bewusst? Dass es glatt Leute gibt, welche die eigene Position nicht teilen? Dass sie diese Ablehnung auch äußern? Dass das immer wieder auftritt? Tja, dann muss man sich eben streiten. So hingegen wird sich nur kollektiv in der Empörung gesuhlt, wie grausam und schrecklich gemein die Welt doch sei, weil nicht alle von sich aus der gleichen Meinung wie man selbst sind.

  7. 7 l 31. Oktober 2010 um 11:43 Uhr

    voraussetzung der kritik ist die zurkenntnisnahme des gegebenen – um überhaupt beurteilen zu können, ob es kritisierenswert ist; und wenn ja, wieso.

  8. 8 frankenstein 31. Oktober 2010 um 16:22 Uhr

    @scharfekritik: ich begegne immer wieder leuten die einer sachlichen diskussion eigentlich nicht abgeneigt sind, aber schnell in so einer argumentationsschiene landen. da finde ich so etwas auch als „auflockerung“ ganz hilfreich. hat mir jedenfalls schon geholfen leute zum weiterdenken anzuregen und für neue arguemente zu öffnen. klar kommt man nicht drum herum dann wirklich zu argumentieren, aber darum geht es doch auch nicht. und ja, ich finde es ab und an ehrlicherweise auch mal erholsam sich „kollektiv in empörung zu suhlen“, gibt mir kraft fürs streiten ;)

  9. 9 scharfekritik 31. Oktober 2010 um 21:18 Uhr

    Klar muss man nen Inhalt zur Kenntnis nehmen, bevor man sich mit ihm befassen kann – nur dass der „immer wieder auftaucht“ trägt zu dem Inhalt doch gar nix bei, weil das eine quantitative und keine qualitative Aussage zu ihm ist. Und wo in dem speziellen Fall der Übergang zur Kritik der Inhalte sein soll, wenn man sich eh nur gegenseitig bestätigt, wie „super!“ es doch sei, dass man mal auf den Skandal aufmerksam gemacht hat, dass es Leute gibt, die nicht von sich aus der gleichen Meinung wie man selbst sind und es auch noch wagen, das zu äußern.

  10. 10 tee 01. November 2010 um 2:05 Uhr

    scharfekritik, dein insistieren auf kritik und nichts als kritik schlägt mal wieder in’s leere. dein argument

    nur dass der „immer wieder auftaucht“ trägt zu dem Inhalt doch gar nix bei, weil das eine quantitative und keine qualitative Aussage zu ihm ist.

    ist nämlich insofern obsolet, weil es sich überhaupt nicht lohnen würde, sich mit quantitativ marginalen aussagen zu befassen. dann wären kritiker_innen aller welt die meiste zeit mit theorien beschäftigt, die für die gesellschaft bzw. sie selbst keinerlei gefahr darstellen. oder warum beschäftigst du dich gerade mit so weitgereichten themen wie mikrokredit und volksentscheid? doch ganz sicher, weil du um die quantität dieser debatte weisst.

    inhalte entfalten wirkung und erst die ist das reale problem, welches wir zu spüren bekommen. und so ist die bewusstwerdung dieser entfaltung elementar für eine entscheidung zur kritik der inhalte.

    aber gern kannst du auch die kommissarische reichsregierung so richtig scharf kritisieren, wenn es dir zum spass gereicht.

  11. 11 scharfekritik 01. November 2010 um 20:46 Uhr

    Und wo geht mein Insistieren auf Kritik deswegen ins Leere? Selbst mal unterstellt, der Verweis auf die Quantität würde deshalb gebracht werden, weil man seine Ressourcen auf die Befassung mit relevanten Diskursen (no PoMo) konzentrieren will: dann muss diese aber schon auch noch stattfinden. Genau das ist aber nicht der Fall. Weshalb ich das auch – anders als Mensch im Mohn und l – nicht als eine Art Zitatesammlung sehe, damit alle an einer Diskussion Beteiligten auch die Inhalte vorliegen haben, über welche diskutiert wird. Die inhaltliche Befassung ist dort doch schon längst gelaufen, allerdings auf die blöde moralische Art, dass die gesammelten Meinungen deswegen für verkehrt erklärt werden, weil sie nicht identisch mit der eigenen Meinung sind, wie man schon den sich zwischen Empörung und Belustigung bewegenden ironisch zusammenfassenden Überschriften entnehmen kann. Deswegen auch der Verweis auf die Quantität: immer wieder (Skandaaaal!) wird man mit solchen idiotischen (hihihi) Meinungen belästigt, die glatt nicht der eigenen entsprechen. Und deswegen wird das hier auch – im Unterschied zu einer drögen Materialsammlung – gebloggt und „Super!“ gefunden.

  12. 12 classless 02. November 2010 um 11:55 Uhr

    @scharfekritik

    Wenn du meinst, die inhaltliche Auseinandersetzung würde nicht stattfinden: Hast du irgendwie die letzten paar Jahre verpaßt?

    (Dein Alias/Blognamen hab ich übrigens erstmal für einen schlechten Fake gehalten…)

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