Berlin Pornfilmfestival – Teil 2: Ein Interview

„Katharina“1 habe ich beim 5. Berliner Pornfilmvestival (s. meinen Bericht) kennengelernt. Im Lesbenfilm Much More Pussy saßen wir zufällig nebeneinander, und sie hat sich danach zu einem Interview zu dem Film und dem Festival bereiterklärt. Da wir nicht in der gleichen Stadt wohnen, wurde das Interview per mail geführt.

Frage: Fangen wir mit der pragmatischen Frage nach dem Nutzen an: Hast Du in Much more pussy (oder anderen Filmen, die Du Dir bei dem Festival geschaut hast) etwas gesehen, was Du bisher nicht praktizierst hat, was Du aber interessant fandest und nun einmal mit Deinen Sexpartnerinnen (und -partnern?) ausprobieren willst?
Antwort: So direkt will ich das nicht beantworten, aber ich muss sagen, dass ich überrascht war, wie „normal“ der Sex größtenteils war.

Frage: Guckst Du Dir Filme wie Much more pussy vor/beim Sex mit anderen oder Masturbieren an? Machen sie Dich/Euch heiß?
Antwort: Das klingt jetzt merkwürdig, aber ich gucke keine Pornos. Ich habe als Teenager mal einen „normalen“- Hetero-Porno gesehen und fand das ziemlich unangenehm. Das war somit erst der zweite Porno meines Lebens. Aber vielleicht ist das ja der Anfang meiner Pornoerfahrung.

Frage: Was hat Porno mit Humor zu tun?

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4 Antworten auf “Berlin Pornfilmfestival – Teil 2: Ein Interview”


  1. 1 nummer.drei 11. November 2010 um 13:49 Uhr

    hei, danke für das Interview! Liest sich sehr schön und unterhaltsam und ist eine nette formale wie inhaltliche abwechslung auf dem blog!

  2. 2 Bernd 11. November 2010 um 15:57 Uhr

    bisschen neben dem Blog Thema, bin auch kein pr0n Fan nur dieser (schwule) Porno ist der einzige der mir jemals gefallen hat und auch mal eine andere Herangehensweise fernab von Idealisierten Stereotypen in Hardcore Posen zeigt:
    “I Want Your Love“ von Travis Mattews
    thx weiterso super Blog =D

  3. 3 tee 13. November 2010 um 2:23 Uhr

    Ich fande die Blowjob-Dildo-Szene sehr unangenehm und mir war echt schlecht während man der Frau bei wiederholtem Würgereflex zusah.

    ist das dieselbe szene, die du so beschriebst?:

    Toll finde ich allein eine Dildo-blow job-Szene, bei der nicht die Dildoträgerin als aktiv penetrierende, sondern die andere als aktiv Blasende agiert. Hier fungiert der Dildo mal tatsächlich nicht als ‚Natur-Ersatz’ (Penis-Ersatz-Penetrations-Instrument), sondern er gewinnt eine eigenständige – ent-naturalisierte, d.h.: politisch konstruierte – sexuelle Bedeutung: denn der Dildo kann weder ‚aufgeblasen’ noch zum Abspritzen gebracht werden (und insofern nichts ersetzen).

  4. 4 TaP 13. November 2010 um 10:03 Uhr

    Das ließ sich auch in der Begleitkorrespondenz zu dem Interview nicht aufklären. Klar ist:

    1. Im Laufe der acht Filme, die ich gesehen habe, und wahrscheinlich auch im Rahmen von Much more pussy alleine gab es Dutzende von Szene, wo ein Dildo in einem Mund zu sehen war.
    Die meisten waren konventionelle Penetrationsszenen; eine war in meinen Augen ein Bruch mit diesem Paradigma und demggü. als blow job-Szene zu beschreiben. Einige Szenen mögen irgendwo zwischen diesen beiden Extremen angesiedelt gewesen sein.

    2. In der von mir als blow job-Szene beschriebenen habe ich kein Würgen wahrgenommen. Es kann natürlich sein, daß ich mal einen Moment abgelenkt war (die Szene war ziemlich lang) oder mittlerweile etwas abgestumpft war, was den Gewalt-Sex anbelangt. Sollte dem so sein, so würde dies aber nichts daran ändern, daß sich diese Szene jedenfalls ansonsten in der beschriebenen Weise von den anderen abhob.

    3. Es gab im Laufe des Festivals und vermutlich auch von Much more pussy diverse Szene, wo das Auslösen von Würgreflexen gezeigt wurden – das ist ja in meiner Frage an „Katharina“ auch angesprochen. Ich kann mich dieszgl. konkret nur an Szene erinnern, wo vier Finger tief in den Mund gesteckt wurden. Es erscheint mir aber sehr wahrscheinlich, daß es auch Dildo-Szenen mit Würgreflex gab.

    Gibt es vielleicht Leserinnen, die DVD besitzen und nähere Aufklärung verschaffen können?

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