Don´t be that Guy

In Kanada wurde eine Anti-Rape Kamapagne ins Leben gerufen, die ausnahmsweise mal nicht die Opfer, sondern die Täter anspricht.
Die Kampagne „Don´t be that guy“ richtet sich explizit an Männer zwischen 18-24, geworben wird in Bar-WC-Räumen und in öffentlichen Verkehrsmitteln.

By focusing their message on men ages 18 to 24, the coalition is hoping to get men to think before they become perps, unwitting or not. Their main bullet point: that a drunk woman who isn‘t conscious can‘t actually consent to sex. It does seem that many men (and some women, too) don‘t get this simple fact. Maybe the campaign will help.

Wie wichtig Kampagnen dieser Art sind wird klar, wenn man bedenkt wie verbreitet die Meinung ist, dass eine Frau die „aufpasst“ und „sich unter Kontrolle hat“ nicht vergewaltigt wird. Damit wird die Verantwortung für die Tat oft unbewusst der Frau in die Schuhe geschoben, obwohl diese nicht das Geringste dafür kann – Niemals!
Anti-Rape Tips für potentielle Opfer können auch nur halb so effektiv sein wie Aufklärungskampagnen die sich ausdrücklich an Täter wenden. Denn nicht Frauen können Vergewaltigungen verhindern, sondern Männer.


39 Antworten auf “Don´t be that Guy”


  1. 1 Stefan 21. November 2010 um 23:18 Uhr

    Vergewaltigung ist kein männliches Phänomen.
    Sexueller Missbrauch kommt auch mit weiblichen Täterinnen vor.
    Allerdings sind die Opfer selten erwachsene Männer, sondern vor allem Kinder.

  2. 2 utrumque 22. November 2010 um 0:59 Uhr

    den statistiken zufolge ist das zunächst mal hauptsächlich ein männliches problem:
    kriminalstatistik des bundeskriminalamtes 2009, s. 85:
    Der durchschnittliche Anteil weiblicher Tatverdächtiger im gesamten Bundesgebiet betrug 24,9 % und wurde
    unter den aufgeführten Straftaten(gruppen) nur beim Diebstahl ohne erschwerende Umstände [es folgt eine aufzählung diverser straftaten mit prozenangaben] Demgegenüber stellen
    sich besonders Vergewaltigung einschl. besonders schwerer Fälle der sexuellen Nötigung, Verletzung der
    Unterhaltspflicht, Straftaten gegen das Sprengstoff-, das Waffengesetz und gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz,
    Raub sowie Diebstahl unter erschwerenden Umständen als Straftaten mit in der Regel männlichen
    Tatverdächtigen dar.

    die prozentuale verteilung liegt bei 99% zu 1%.

    vergewaltigung ist ein männlicher delikt.
    du aber vermischt zudem zwei straftaten und sprichst von sexuellem missbrauch.

    da liegt der fall ähnlich (vgl. ebd. s. 134):
    92,8% männlich zu 7,2% weiblich.

    auch sexueller missbrauch ist ein vornehmlich männlicher delikt.

    aber das ist ein altes argument: immer, wenn es um gewalt von männern gegen frauen geht, dann wird das „aber frauen sind auch täterinnen!“ argument herausgeholt.
    wie du siehst: stimmt nur sehr bedingt.

  3. 3 Julinoir 22. November 2010 um 1:24 Uhr

    Danke, utrumque … ich hätte ähnliches geschrieben, hatte aber einfach keine lust für den zigsten maskulisten-holzkopf statistiken rauszusschen.

  4. 4 Janna 22. November 2010 um 1:35 Uhr
  5. 5 Stefan 22. November 2010 um 2:29 Uhr

    Ich bin heute das erste Mal auf dieser Seite und jetzt bin ich schon ein „maskulisten-holzkopf“?
    Ist ja interessant „Julinoir“, dass du meinst dich so über andere Menschen erheben zu können um direkt beleidigend zu werden.
    Aber ich ignoriere diesen Blödsinn jetzt mal und hoffe einfach, dass sich die Moderator_Innen um derartige Kommentare kümmern. ;)

    Im Übrigen ging es nicht darum dem Artikel zu widersprechen, sondern um eine Ergänzung hinzuzufügen. @ Janna/utrumque

    Aber es stimmt, Vergewaltigung und sexueller Missbrauch sind unterschiedliche Dinge.
    Wobei die Dunkelziffer bei sexuellem Missbrauch durch Frauen allerdings deutlich höher liegt, als du sie mit 7% angibst.
    Das liegt vor allem daran, dass es eben immernoch ein Tabu für viele Männer ist, die Opfer von Missbrauchsfällen geworden sind, sich damit in die Öffentlichkeit zu begeben.
    Vor allem, da diese Taten meist im engsten Familien-/Bekanntenkreis stattfinden und die betroffenen Jungs/Männer sich schämen.

    http://www.stern.de/panorama/sexueller-missbrauch-wenn-muetter-sich-an-ihren-kindern-vergehen-1561647.html

  6. 6 Stefan 22. November 2010 um 2:41 Uhr

    Warum wurde mein kompletter Antworttext gelöscht?

  7. 7 Neo. R. 22. November 2010 um 3:01 Uhr

    Stefan, glaubst du dass es bei der Kampagne um Kindesmissbrauch geht? Nein, wahrscheinlich nicht. Also warum dann dieser vermeintliche Einwand?

  8. 8 dodo 22. November 2010 um 4:58 Uhr

    ähm stefan – ohne jetzt weiter auf das thema mütter und kindesmißbrauch einzugehen – das gehört grad nicht hierher.
    die oben genannte aktion richtet sich ja offensichtlich NICHT an diese klientel, sondern an typen, die besoffene mädels abschleppen, das ist doch ziemlich offensichtlich, oder? warum kommst DU dann mit einem ganz anderen thema, nämlich mütter, die ihre kinder mißbrauchen? da drängt sich doch der verdacht auf, daß das typisches maskulistengehabe à la „jaaaa, ABER frauen sind auch böse“ ist. total sinnfrei.
    wenn ich nen blogeintrag über kinderarmut in deutschland lese, dann macht es ja auch nicht viel sinn, mit „aber die erwachsenen in äthiopien haben auch ganz viel hunger und sind arm!!!“ zu kommentieren. ich geh auch nicht auf ein hodenkrebsforum und kommentiere mit „krebs ist kein rein männliches phänomen, weil man das auch woanders als an den hoden kriegen kann“.
    laß das also bitte.

  9. 9 GwenDragon 22. November 2010 um 11:50 Uhr

    @Stefan
    Die Kampagne richtet sich an Männer, die (berauschte) Frauen vergewaltigen (könnten). Lies bitte den Beitrag zur Kampagne.
    Den sexuellen Mißbrauch an Kindern hier reinzubringen ist themaverfehlt.

    @utrumque
    Vergewaltigung ist nur statistisch gesehen ein rein männliches Problem. Ich kenne persönlich ein paar Täterinnen bzw. deren weibliche Opfer.
    Maskulist zu schreien, ist hier unangebracht.
    Täterinnen bei sexueller Gewalt an Erwachsenen im privaten und beruflichem Umfeld ist was für ein eigenes Blogthema, es muss als eigenes Thema benannt werden und nicht tabuisiert.

    @leonie
    Was die Kampagne anbelangt, kenne ich sonst nur Aufrufe, bei denen Frauen sich wehren wie die Real man dont rape campaign oder Tipps an Vergewaltiger zur Verhinderung der Taten geben.
    In Europaweit gab es die White Ribbon Campaig, in der Männer gegen Männergewalt und Vergewaltigung demonstrierten.

    In Deutschland vermisse öffentliche Kampagnen, auch von Seiten der Polizei oder irgendwelcher Staatsministerien. Mir scheint, das ist immer nur unser Problem.

  10. 10 GwenDragon 22. November 2010 um 13:38 Uhr

    Nachdem mein erster Post nicht gepostet werden konnte, noch ein Versuch.

    Sexueller Missbrauch ist hier doch nicht der Inhalt Thematik. Täterinnen auch nicht. Und Frauen als Vergewaltigende an Erwachsenen sind eine ganz andere Thematik, was einen eigenen Blogeintrag verdient.

  11. 11 thorsten 22. November 2010 um 19:00 Uhr

    ich finde es eigentlich erschreckend, dass hier mit statistiken argumentiert wird, dabei wissen doch alle menschen, die sich ernshaft mit dem thema vergewaltigung beschäftigen; durch statistiken wird nur ein bruchteil der vergewaltigungen dargestellt. es gab vor einiger zeit mal linke diskussionen um definitionsmacht usw. -leider entwickelt sich dieses blog aber immer mehr zu einer werbeveranstaltungen für bürgerliche magazine wie das missy-magazin.

    deshalb fallen hier viele diskussionen auf so ein universitär-soziologischen stand zurück, der sich lediglich über zahlen rechtfertigen lässt und NUR die engen grenzen der deutschen gesetzlichkeiten betrifft.

    nur von anzeigbaren „delikten“ zu sprechen ist politisch gesehen ekelhaft und antifeministisch.

  12. 12 malin 22. November 2010 um 19:11 Uhr

    Schon vor einer ganzen Weile habe ich mit Freund_innen diesen englichsprachigen Artikel zum Thema bestaunt:
    http://www.scarleteen.com/article/boyfriend/how_you_guys_thats_right_you_guys_can_prevent_rape

    Darin wird unter anderem erklärt, was es bedeutet wenn eine Person vergewaltigt wird und was es bedeuten kann, selbst zum Vergewaltiger zu werden. Ich bin eh ein großer Fan dieser sex-positiven Aufklärungsseite und fand es gut, dass das Thema Vergewaltigung auch Jungs auf eine recht niedrigschwellige Art näher gebracht wird. Einziges Manko: Der Aktikel ist ewig lang. Aber lesen lohnt sich trotzdem.

  13. 13 Simon 22. November 2010 um 20:22 Uhr

    Um mal ein Ricky Gervais Zitat auszupacken:
    What kind of a sick society has to remind people not to rape?

  14. 14 Helga 22. November 2010 um 23:13 Uhr

    @GwenDragon: utrumque hat gar nicht von Maskulismus gesprochen. Dass Julinoir es getan hat, kann ich aber gut verstehen, denn diese Mischung aus Trollen und Derailing kommt jedes. einzelne. Mal.

  15. 15 GwenDragon 23. November 2010 um 13:21 Uhr

    @Helga
    Oh, Mist, das habe ich das nicht sauber kommentiert. Mein Fehler.
    Ja, die Bemerkung zu Maskulismus sollte sich an Julinoir richten.

  16. 16 Julinoir 23. November 2010 um 13:53 Uhr

    @ GwenDragon:

    Vergewaltigung ist nur statistisch gesehen ein rein männliches Problem. Ich kenne persönlich ein paar Täterinnen bzw. deren weibliche Opfer.
    Maskulist zu schreien, ist hier unangebracht.

    Sorry, aber ich verstehe den argumentativen Gehalt deines Einwands nicht. Das du persönlich Täterinnen kennst widerspricht weder den statistischen Zahlen, noch fügt es ihnen etwas in hinzu.
    Maskulistisch ist die von Stefan gebrachte Argumentation, bei einer Kampagne, in der es um Vergewaltigung von (hauptsächlich betrunkenen Frauen geht, zu behaupten, Frauen wären (maßgeblich!) auch Täterinnen bei sexuellem Missbrauch, was, wie du ja schon selbst erkannt hast, ein anderes Thema ist.

  17. 17 Diandra 23. November 2010 um 14:17 Uhr

    Nette Kampagne, und in den Köpfen mancher (erschreckend vieler, und auch junger) Männer scheint immer noch nicht klar zu sein, worum es bei Vergewaltigungen eigentlich geht. (Den Fakt ignorierend, dass auch Männer Opfer von Vergewaltigung sein können, z.B. durch andere Männer.)

    „Aber wenn sie mitkommt, darf sie sich doch nicht beschweren!“

    „Ja klar, sich erst so freizügig anziehen und dann losschreien!“

    Ähm, Jungs, das ist erstens nicht sehr weit gedacht von euch und zweitens mal überhaupt nicht der Punkt…

    An dieser Stelle scheint es ein überraschendes Informations- und Aufklärungsdefizit zu geben.

  18. 18 Sarah 23. November 2010 um 17:52 Uhr

    Ich will mich als sich weiblich definierende Person zu Wort melden:

    Mich ärgert die Formulierung: „Denn nicht Frauen können Vergewaltigungen verhindern, sondern Männer“.

    Ich kann verstehen, dass es viele Frauen ärgert, wennn es heisst: aber wir Männer sind doch auch Opfer..! und dadurch die Realität verschoben wird, in der mehr Frauen von Männern vergewaltigt werden als andersrum. Aber mich ärgern solche Sätze, weil es Frauen in die Opferrolle setzt und leugnet, dass auch Männer betroffen sein können (und: auch Frauen können Vergewaltigungen verhindern, indem sie nicht vergewaltigen). Ich finde es auch sexistisch, wenn von Frauen nur als Opfern, und von Männern nur als Tätern gesprochen wird, wie im letzten Satz dieses Blogeintrags.

    Ich glaube, Stefan wollte mit dem posten von Statistiken nur zeigen, dass er die statistische Realität nicht leugnen will, weder die weiblichen, noch die männlichen Betroffenen. Ich habe in seinem Kommentar nichts gelesen, was in eine Richtung geht von Verharmlosung, den Vorwurf finde ich hier konstruiert.

    Ich finde es schade, dass diese Kritik nicht geäußert werden kann, ohne dass Leute gleich mit dem Finger auf jemanden zeigen und „Macho“ schreien.

  19. 19 Maximilian 24. November 2010 um 3:33 Uhr

    Ok, zum Thema: Was ist eigentlich wenn sowohl die Frau als auch der Mann betrunken ist, wie es ja meistens so ist….

    Dann würden sie sich ja gegenseitig vergewaltigen oder wie?

    Ich meine, weibliches Opfer das betrunken ist und männlicher Täter der nüchtern ist, ok, aber so wirds wohl in den wenigsten Fällen sein. Wenn es also nun so ist, das beide betrunken sind kann ja wohl kaum noch von Vergewaltigung gesprochen werden und wenn dann müsste man ja auch fragen, wieso dann nicht der Mann das Opfer ist.

  20. 20 Stefan 24. November 2010 um 4:31 Uhr

    Wow, also doch noch ein Mensch hier, der verstanden hat, worum es mir ging. *Daumen hoch*

  21. 21 Janna 24. November 2010 um 12:30 Uhr

    Sagt mal ist es so schwer diese Kampagne zu verstehen? Müssen jetzt wirklich andauernd Leute angerannt kommen die sich ganz clever fühlen und doch nur mit dem immer gleichen alten Derailing anfangen?

  22. 22 Neo R. 24. November 2010 um 15:10 Uhr

    Ok, zum Thema: Was ist eigentlich wenn sowohl die Frau als auch der Mann betrunken ist, wie es ja meistens so ist….

    Dann würden sie sich ja gegenseitig vergewaltigen oder wie?

    Nein, schau dir bitte einfach nochmal die Bilder mit den Botschaften an. Das haben wir z.B. das Szenario wo die Frau nicht mehr in der Lage ist „nein“ zu sagen. Da mag der Mann ebenfalls betrunken sein und seine Hemmschwelle derart herabgesetzt sein, dass ihm das egal ist, du wuerdest das aber wohl nicht ernsthaft als Vergewaltigung des Mannes ansehen?!?

  23. 23 Stefan N. 25. November 2010 um 3:36 Uhr

    @Simon: Ja, eine Gesellschaft in der jemand Menschen daran erinnern muss nicht zu vergewaltigen ist schlimm, aber noch schlimmer ist ja eine Gesellschaft in der man daran erinnern muss, es aber keiner tut.

    @leonie: Ich gehöre auch zu den Leuten die es nicht mögen wenn so getan wird als würden Frauen nicht vergewaltigen, aber besonders stört es mich wenn so getan wird als würden Männer nicht vergewaltigt.

    Ich bin schwul und habe schon sehr unangenehme Erfahrungen mit Männern gehabt und immer wenn sich jemand darum kümmert das Frauen nicht vergewaltigt werden, wie mit der von dir hier vorgestellten Kampagne, fühle ich regelrecht einen Schmerz im Bauch, weil ich dann immer das Gefühl bekomme das es egal ist was ich erlebe. Aber wenn ich dann noch ein bisschen mehr nachdenke verstehe ich das man wahrscheinlich Minderheiten ausklammern muss, der Effektivität so einer Kampagne wegen. Oder weil man eben Prioritäten setzen muss. Aber ich fühl mich trotzdem scheiße. Frauen geht es wahrscheinlich genauso wenn sich niemand um ihre Belange kümmert.

    Ach es ist alles zum kotzen.

  24. 24 Stefan N. 25. November 2010 um 3:48 Uhr

    @Maximilian: Denk dir einfach was wäre wenn zwei betrunkene Männer zusammen sind. Der eine fickt, küsst, oder begrabbelt den andern, ohne das der andere zustimmen könnte. Jetzt stell dir vor du bist der gefickte. – Ich denke dir wird jetzt klar das der Ficker vergewaltigt und daran auch alleine die Schuld hat.

    Und an dieser Stelle merken hoffentlich auch alle anderen wie viel Vorteile es hat das Geschlecht von Täter und Opfer nicht zu beachten. Dann verstehen alle besser worum es geht.

  25. 25 Neo R 25. November 2010 um 12:05 Uhr

    Ich bin schwul und habe schon sehr unangenehme Erfahrungen mit Männern gehabt und immer wenn sich jemand darum kümmert das Frauen nicht vergewaltigt werden, wie mit der von dir hier vorgestellten Kampagne, fühle ich regelrecht einen Schmerz im Bauch, weil ich dann immer das Gefühl bekomme das es egal ist was ich erlebe.

    Das hättest du doch auch anders ausdrücken können als durch den unpassenden Verweis von sexuellem Missbrauch von Frauen an Kindern.

    Und an dieser Stelle merken hoffentlich auch alle anderen wie viel Vorteile es hat das Geschlecht von Täter und Opfer nicht zu beachten. Dann verstehen alle besser worum es geht.

    Nein, das geht daraus nicht hervor. Aber sag mir mal, warum du das denkst.

  26. 26 Stefan N. 25. November 2010 um 23:37 Uhr

    @Neo R: Es tut mir leid, ich habe nicht gemerkt das hier schon ein anderer unter dem Namen „Stefan“ schrieb als ich „Stefan N.“ wählte. Die aussagen von „Stefan“ teile ich nicht.

    Nein, das geht daraus nicht hervor. Aber sag mir mal, warum du das denkst.

    Das geschlechtsneutrale Beispiele besser sind bezieht sich direkt auf den Absatz davor:

    @Maximilian: Denk dir einfach was wäre wenn zwei betrunkene Männer zusammen sind. Der eine fickt, küsst, oder begrabbelt den andern, ohne das der andere zustimmen könnte. Jetzt stell dir vor du bist der gefickte. – Ich denke dir wird jetzt klar das der Ficker vergewaltigt und daran auch alleine die Schuld hat.

    Und an dieser Stelle merken hoffentlich auch alle anderen wie viel Vorteile es hat das Geschlecht von Täter und Opfer nicht zu beachten. Dann verstehen alle besser worum es geht.

    Viele Menschen verstehen Beispiele mit Frauen als Opfern und Männern als Täter einfach nicht, das sie (ich vermute das mal) sich einfach nicht mit einer Frau identifizieren.

    Und wenn es darum geht Menschen Vergewaltigung zu erklären, dann ergibt es keinen Sinn es ihnen unnötig schwer zu machen – sie sollen Vergewaltigung erkennen können, egal welches Geschlecht das Opfer hat.

    Und Maximilian hat zwar (noch) nicht geantwortet, aber ich glaube jetzt sieht er die Situation schon als sexuellen Übergriff.

  27. 27 Neo R. 26. November 2010 um 2:56 Uhr

    Okay, tut mir Leid dich da vermengt zu haben. Ich glaube aber dass du zu nachsichtig bist. Viele verstehen die Beispiele mit Frauen als Opfer nicht, weil sie es nicht verstehen wollen. Die sind dann nicht zu blöd, die wollen es bewusst nicht begreifen. Wenn jemand Vergewaltigungen nicht schlimm findet, dann muss es nicht darum gehen es ihm „unnötig schwer zu machen“, sondern darum ihn deswegen anzugreifen.

  28. 28 onkobu 26. November 2010 um 10:28 Uhr

    Interessanterweise geht ihr alle von euch aus. Ein amerikanischer Psychologe ist mit einem selbst gekauften Computertomographen in Gefängnisse gegangen und hat Gefangene, besonders Gewaltverbrecher, untersucht. Er sprach auch lange und ausführlich mit seinen Probanden und eine Antwort ist mir ganz besonders im Gedächtnis geblieben: „Ich weiß genau, was ich sagen müsste, was ich falsch gemacht habe, dass ich es nie wieder tun würde und bereue. Aber wissen Sie, ich empfinde nichts dabei, wenn ich einem Menschen die Kehle aufschlitze.“

    Das Ergebnis der Studie: die überwiegende Mehrzahl hat tatsächlich funktionale Störungen bei der Signalübertragung zwischen den Nervenzellen. Sie haben eine gestörte Wahrnehmung von Gefühlen. Es geht nicht um schlechte Kindheit, um Einzelfälle oder affektierte Taten. Diese Gehirne sind nicht in der Lage Gefühle wahrzunehmen wie die meisten. Die Verteilung dieser Störung geht zudem zu Lasten er Männer – liegt wohl am fehlenden X-Chromosom.

    (Polemische Diskussion, Gleichmacherei, Vorurteile und Sexismus…ist das nicht der Beweggrund der feministischen Bewegung, oder ist das jetzt das Werkzeug geworden?)

  29. 29 frankenstein 26. November 2010 um 14:32 Uhr

    @onkobu: was willst du denn damit nun aussagen? dass alle vergewaltiger krank sind? keiner hier wird bestreiten, dass es täter gibt die tatsächlich unter einer krankheit leiden, aber nimm zur kenntnis, dass wir in einer rape culture leben in der es sogar für manch einen gesunden mann ganz normal erscheint eine frau zu vergewaltigen – wie eben etwa im oben erwähnten beispiel in dem sie betrunken ist – und dies nicht mal als vergewaltigung zu erkennen.
    deine quelle zu der studie in der behauptet wird, dass „eine überwiegende mehrzahl“ wirklich an einer störung leidet würde mich auch interessieren.

  30. 30 Thomas 26. November 2010 um 14:36 Uhr

    Möchte hier ausnahmsweise auch mal gerne einen Hinweis geben.

    Ich diskutiere hier normalerweise nicht mit, weil ich in einem Alter bin wo ich m.E. in einem „Mädchenblog“ nichts zu suchen habe und als Vater einer Tochter es für mich etwas irritierend wäre.

    Ich möchte nur sehr gerne auf die Standard-Mantras und maskuliskischen Kreislauf-Derailings flankierend Bezug nehmen.

    1. Ist nicht Thema des Threads
    2. Aufgrund bestehender historisch geprägter Geschlechterhierarchien ist dies ein bevorzugt männliches Phänomen. Das kann ich als Mann ohne Probleme einräumen, ohne mich gleich „dämonisiert“ zu sehen.
    3. Dass sofort auf „Fraun sind auch Täterinnen“ focussiert wird, kenne ich, ist langweilig und die geistige Quelle ist MANNdat e.V. mit seinen ausgesprochen misogynen Mitläufern im Fahrwasser der maskuliskischen Herde.

    Meine Empfehlung bei Derailings : Löschtaste.

    Das ist keine „Zensur“, sondern Hausrecht.
    Ein sachlicher „Diskurs“ ist mit diesen Leuten unmöglich.

    Interessant sind die Beiträge der sachlichen Diskutant_innen.

    Weiterhin viel Spaß und nicht entmutigen lassen !

  31. 31 Maximilian 26. November 2010 um 15:16 Uhr

    @ Stefan N

    Ich glaube kaum das sich soetwas vergleichen lässt, es gibt auch Frauen die Männer oder sogar Frauen vergewaltigen.

    Was ist wenn der Mann betrunken ist und die Frau setzt sich auf ihn und „fickt“ ihn…kann man ja dann wohl schlecht behaupten, dass der Mann die Frau vergewaltigt hätte. Aber auch genausowenig das die Frau den Mann vergewaltig hat.

  32. 32 Janna 26. November 2010 um 17:54 Uhr

    onkubo-

    Ja, solche Menschen gibt es auch, die einfach eine ‚Störung‘ haben. Das negiert den Einfluss, den eine Gesellschaft auf die Wahrnehmung von Straftaten (etc etc.) und konsequent auch auf die eigene Tat hat, trotzdem nicht im geringsten.
    In solchen Diskussionen kommt immer irgendwer und schreit, dass solche Aktionen und Kampagnen doch eh keinen Sinn haben, weil die Leute, die gestört sind, die lassen sich halt nicht abschrecken. Also: Es sind nur gestörte Menschen, die Straftaten begehen.
    Aber ähm – NEIN. Das stimmt nicht. Menschen lassen sich ducrh Gruppendynamiken, Rollenzuschreibungen etc. etc. in einem unglaublichen Maß beeinflussen. Nur ein kompletter und absoluter Laie kommt her und sagt, dass das ein Werk von kranken Einzeltätern ist.
    Google mal das Gefängnisexperiment von Zimbardo und mach dir mal deine Gedanken drüber. So als Tipp.

  33. 33 kinky 26. November 2010 um 18:27 Uhr


    onkobu 26. November 2010 um 10:20 Uhr

    Viel wichtiger finde ich die Beweggründe zu nennen. Männer verüben keine häusliche Gewalt, weil sie Macht ausüben. Gewalt ist nie ein Zeichen von Macht, sondern von Ohnmacht. Desweiteren ist es eine reine Erziehungssache

    +

    onkobu 26. November 2010 um 10:28 Uhr

    Es geht nicht um schlechte Kindheit, um Einzelfälle oder affektierte Taten. Diese Gehirne sind nicht in der Lage Gefühle wahrzunehmen wie die meisten. Die Verteilung dieser Störung geht zudem zu Lasten er Männer – liegt wohl am fehlenden X-Chromosom.

    =

    derailing

  34. 34 Janna 26. November 2010 um 20:01 Uhr

    kinky-

    A++++++! Endlich mal jemand, der in der Schule aufgepasst hat :)

  35. 35 Stefan N. 26. November 2010 um 23:29 Uhr

    @Maximilian:

    Ich glaube kaum das sich soetwas vergleichen lässt, es gibt auch Frauen die Männer oder sogar Frauen vergewaltigen.

    Ich hab keine Ahnung welchen Vergleich du meinst. Ich habe nie behauptet das Frauen niemanden vergewaltigen.

    Was ist wenn der Mann betrunken ist und die Frau setzt sich auf ihn und „fickt“ ihn…kann man ja dann wohl schlecht behaupten, dass der Mann die Frau vergewaltigt hätte.

    Ums Behaupten gehts nicht, und das hat hier auch keiner getan – du hast dieses Beispiel grad erst eingebracht. Er wird sie dann wahrscheinlich schlicht nicht vergewaltigt haben.

    Aber auch genausowenig das die Frau den Mann vergewaltig hat.

    Doch, wieso den nicht? Eine Erektion ist keine so bedeutende Sache wie du denkst, und das Teil allein schon einfach aus der Hose zu holen und anzufassen während der Besitzer halb bewusstlos auf dem Boden liegt und nicht gefragt wird ist echt ekelhaft! Wie würde dir das gefallen wenn ich das täte? Du weisst nichtmal wie ich aussehe, und du kriegst deine Augen nicht mehr auf. Aber du wolltest es ja, nicht wahr? Gibs zu Kleiner, du hattest ja grad nen Steifen. Kotz!

    Ich hätte das Maul nicht so aufreissen sollen als ich schrieb du würdest meine Erklärung besser verstehen.

  36. 36 neo. R. 27. November 2010 um 0:46 Uhr

    Was ist wenn der Mann betrunken ist und die Frau setzt sich auf ihn und „fickt“ ihn…kann man ja dann wohl schlecht behaupten, dass der Mann die Frau vergewaltigt hätte. Aber auch genausowenig das die Frau den Mann vergewaltig hat.

    Aber klar ist das eine Vergewaltigung des Mannes, was denn sonst?

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