Archiv für Dezember 2010

Cheers!

Sicher, bis zu Silvester ist es noch hin, aber wer die Fete schon im Voraus plant, dem/der seien hier ein paar spaßige Ideen präsentiert. Und zwar die der alkoholischen Sorte – with a feminist twist!
Soll heißen: feministische Cocktails, lecker und vorgetestet!

THE ANGRY FEMINIST

- ca. 45 ml Wodka
- ca. 25 ml Himbeerlikör
- ca. 15 ml Sekt
- ca. 30 ml frisch gepresster Orangensaft
- 1 dünne Ananasscheibe für Deko
- Eiswürfel
- gute Portion Estragon

Der Estragon wird ca. 1 Woche vorher in den Wodka eingelegt, dann abgeseiht.
Anschließend alles in den Mixer/shaker und kalt servieren.
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Frauen und Technik

An manchen Unis gibt es nun technische Studiengänge, die nur für Frauen zugänglich sind. Grund dafür ist, mehr Frauen in diese sogenannten „MINT-Fächer“ zu bringen.
Oft eingeschüchtert von dem Vorwissen männlicher Kommilitonen hält frau sich da lieber ganz zurück. Von einem reinen Frauenstudiengang erhofft man sich, weniger paternalistische Sprüche hören zu müssen, nachfragen dürfen, ohne belächelt zu werden und bei Null anfangen zu dürfen. Was aber nicht heißt, daß man weniger leisten muß:

Da sie im Hörsaal unter sich bleiben wollen, werden die Studentinnen an der HTW oft belächelt. Kommentare wie: „Ihr seid wohl zu dumm für einen normalen Studiengang“, hört Sandra häufig. Doch müssten sich Frauen keinesfalls belächeln lassen. „Wir machen kein Informatik light, sondern behandeln genau das Gleiche wie in gemischten Studiengängen.“

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Wunschzettel der Frauenhäuser

Wer zu Weihnachten wirklich sinnvolles verschicken will, kann sich hier informieren, was das nächstgelegene Frauenhaus momentan gerade braucht. Das Schöne dabei ist, daß auch Leute mit weniger Kohle mithelfen können, da teilweise auch einfach kleinere Dinge wie beispielsweise Taschenkalender, Wollmützen oder Schulhefte benötigt werden. Also, auf geht’s!!
Via Piratenweib.

Vergewaltigungsvorwurf Assange

Nach dem Vergewaltigungsvorwurf gegen den Wikileaks Gründer Julian Assange, beteuert zuminderst die ganze Internetcommunity seine Unschuld. Schuld sind die USA und wenn nicht die, dann das schwedische Rechtssystem, welches angeblich Sex ohne Kondom als Vergewaltigung definiert.
Zu letzterem: das ist völliger Schwachsinn.
Eine Vergewaltigung ist auch in Schweden der mit Gewalt oder Drohung erzwungene Geschlechtsverkehr.

Es kommt also auch in Schweden darauf an, dass sich der Mann über die erkennbare Ablehnung der Frau hinwegsetzt und diese zum Sex zwingt. Auf das Motiv der Frau für ihre Ablehnung kommt es dabei nicht an. Ob sie den Mann nicht mag, zu müde ist oder sich mit dem Partner nicht über die Verwendung von Kondomen einigen kann, immer gilt: „No means No“. Wenn ein Kondom platzt, wie es angeblich bei Assange passiert ist, ist das natürlich noch kein strafrechtliches Delikt. Wenn der Mann die Frau dann aber gegen ihren erkennbaren Willen zwingt, den Sex ungeschützt fortzusetzen, dann ist das sehr wohl eine Vergewaltigung. Das deutsche und das schwedische Recht unterscheiden sich da nur in Nuancen.

taz

Zu dem anderen Vorwurf, natürlich ist es nicht normal sein, dass sich Interpol an der Suche eines Sexualverbrechers beteiligt und natürlich haben viele Staaten und Menschen erhebliches Interesse daran Assange mundtod zu machen.
Aber mal ganz abgesehen von der politischen Person Assange, kann dieser Mann durchaus ein Vergewaltiger sein. Bei der ganzen Assange und Vergewaltigungsdiskussion spielt nämlich genau ein alt-bekannter Faktor mit: die Angst der Männer Frauen könnten jeden der ihnen nicht passt, der Vergewaltigung beschuldigen. So läuft das aber nicht. Im Gegenteil, die Dunkelziffer bei Vergewaltigungen ist extrem hoch.

In Fall Assange sind Verschwörungstheorien leicht (und vielleicht auch angebracht) aber dann bitte nicht in alter „Rape Culture“-Mannier wie Wiki:

Medienberichten zufolge werden sexuelle Vergehen von Schwedens Gesetzen im internationalen Vergleich ungewöhnlich weit definiert; Marianne Ny war schon vor dem Fall als „besonders weitgehende Staatsanwältin“ (Die Zeit) aufgefallen.

oder die taz:

Auf einem anderen Blatt steht, ob die Anschuldigungen auch der Wahrheit entsprechen. Dabei ist weniger an eine CIA-Verschwörung als einen privaten Racheakt zu denken.(…) Plausibler ist die Annahme, dass die Frauen sauer wurden, als sie feststellten, dass Assange mit beiden geschlafen hatte. Nach unbestätigten Medienberichten beklagte sich die eine Frau bei der anderen, weil sich Assange nicht mehr bei ihr meldete.

Meiner Meinung nach sollten die Fälle sachlich geprüft werden, statt die Frauen oder die Staatsanwältin irgendwelchen Beschuldigungen auszusetzen. Die Anzeige ist auch nicht erst in diesen Monaten aufgekommen, sondern besteht schon seit August dieses Jahres.

out of form

Die neue „outside the box – Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik“ ist erschienen. Schwerpunktthema diesmal ist „Form“. Sehr interessant ist darin u.a. ein Beitrag zum Thema „Fat is a feminist issue“.outside Mehr aus dem Inhalt gibt es im Blog der Zeitschrift. Sie kostet wie gehabt 3 Euro und lässt sich unter vertrieb ät outside-mag.de bestellen.

Hochwasserhilfe für Maruschka

Weihnachtszeit ist Spendenzeit – und darum poste ich hier einen Spendenaufruf, der mich erreicht hat, für ein Mädchenprojekt:
Maruschka – der besondere Reithof – braucht Hochwasserhilfe!

Der Reithof Maruschka wird getragen vom Verein Babayaga e.V. und bietet traumatisierten Mädchen ein sicheres Zuhause in Form einer rund um die Uhr betreuten WG, oder besser: einer liebevollen Großfamilie. Ca. 40 Pferde und viele andere Tiere haben hier ihren Platz und helfen u.a. in therapeutisch angeleiteten Mensch-Tier-Begegnungen bei Aufarbeitung und persönlicher Entwicklung. Der Reithof Maruschka bietet Mädchen und Frauen in Gefahr einen Schutz- und Zufluchtsort, um Kraft zu schöpfen und neue Lebensperspektiven zu entdecken.
Der Damm in Meuselko ist gebrochen. Das Hochwasser hat Haus und Hof überschwemmt. Erheblicher Schaden wurde angerichtet, der von der Versicherung nicht getragen wird. Der sozialen Einrichtung fehlen finanzielle Mittel um die zusätzlichen Kosten der Schadensbeseitigung tragen zu können. Die derzeitige Situation hat den Hof in eine existenziell bedrohliche Lage gebracht – aus eigener Kraft kann der Reithof Maruschka nicht
überleben. (mehr…)

„Mit freundlichen Grüßen, Eure Trolle“

Falls sich immer noch wer fragt, weshalb wir die Kommentare auch weiterhin einzeln freischalten, dem/der sei hier versichert, daß dies nur zum Schutze Eurer zarten Seelen geschieht – bzw. überhaupt eine Diskussion möglich ist, ohne ständig auf solche oder ähnlich qualifizierten Schmankerl zu stoßen:

(Achtung – nicht jugendfreie Sprache)

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Sexuelle Gewalt Nicaragua

Neuer Amnesty International Bericht deckt das Ausmass sexueller Gewalt in Nicaragua auf.

Zum Tod von Frau Prof. Dr.-Ing.habil. Dr.h.c. Lieselott Herforth

„Lieselott Herforth war die erste Rektorin nicht nur einer deutschen technischen Universität, sondern einer deutschen Universität überhaupt. Ihr Hauptforschungsfeld war die angewandte Radioaktivität: technische Isotopenanwendung, Strahlenmesstechnik, Dosimetrie. Das „Praktikum der angewandten Radioaktivität“ – in den 90er Jahren erneut in überarbeiteter Fassung herausgebracht – ist noch heute ein Standardwerk. Ihre Familie war im 2. Weltkrieg zweimal ausgebombt worden, sie verlor den Bruder und den Bräutigam. Aus eigener Erfahrung heraus hatte der Erhalt des Weltfriedens für sie höchsten Stellenwert; dafür arbeitete sie. Lieselott Herforth bekleidete wichtige Funktionen in Wissenschaft und Gesellschaft, sie wurde mit hohen Auszeichnungen geehrt.
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