Kongo – Offizier gibt Befehl zur Massenvergewaltigung

Ein Offizier der kongolesischen Armee soll nach Angaben der „Ärzte ohne Grenzen“, eine Massenvergewaltigung befohlen haben, nachdem einer seiner Soldaten getötet wurde.
DieStandard.at berichtet:

Ein Offizier der kongolesischen Armee soll nach dem Tod eines Soldaten als Rache eine Massenvergewaltigung befohlen haben. Mehr als 50 Frauen in der Stadt Fizi seien Opfer dieser „Vergeltungsaktion“ geworden, berichtete der britische Rundfunksender BBC am Mittwoch unter Berufung auf AugenzeugInnen.(…)
Menschenrechtsorganisationen werfen allen in der Region kämpfenden Gruppen systematische Vergewaltigungen zur Terrorisierung der Zivilbevölkerung vor.

Der Vorfall in Fizi ist der größte bisher bekannt gewordene mit Beteiligung der Regierungstruppen.


4 Antworten auf “Kongo – Offizier gibt Befehl zur Massenvergewaltigung”


  1. 1 spinni 19. Januar 2011 um 23:07 Uhr

    oh mein gott. die menschen werden immer kranker und respektloser.

  2. 2 GwenDragon 21. Januar 2011 um 13:59 Uhr

    Mal wieder?

    die menschen werden immer kranker und respektloser.

    Nein, das gab es in jeder Zeit bei Kriegen. Irgendwie muss doch das Gefühl der Sicherheit bei Frauen des Gegners zerstört werden. Sowas wirkt (auch länger nach wie in Bosnien), ganz besonders wenn die Frauen schwanger werden und nicht abtreiben können/dürfen.
    Das ist System, keine Tat eines einzelnen Offiziers.

    Erst seit dem angeordnete Massen-Vergewaltigung ein Kriegsverbrechen ist, schreibt man darüber.

    Interessiert aber eben wenige Medien; der Kongo ist wichtig als Rohstofflieferant für seltene Metalle wie Coltan, Tantal etc. Da leistet sich Europa wohl kaum einen Kriegsverbrecherprozess. Den Haag ist weit. Den Tätern wird wohl kaum was passieren.

    :-? Noch gruseliger ist die Tatsache, dass erst die Masse der Vergewaltigungen das zur Meldung macht. Wenn es nur 4 Frauen gewesen wären, würde das niemand interessieren. Das verschwindet dann unter Normalität im Leben einer Frau.

  3. 3 O)(O 22. Januar 2011 um 11:52 Uhr

    Massenvergewaltigungen sind seit jeher in jedem Krieg „normal“!
    Früher war das „Sitte“ und das ist garnicht solange her. In Deutschland zb ist das Recht auf Morden, Brandschatzen und Vergewaltigen nach einer Schlacht, erst in der Mitte des dreissigjährigen Krieges auf die Dauer von 3 Tagen begrenzt worden. Vorher ging das manchmal wochenlang. Nach einer siegreichen Schlacht zu furagieren (das ist der damalige Fachterminus fürs „Beutemachen“, wo selbstverständlich Frauen und Kinder inbegriffen waren) war allerdings nicht nur die Aufgabe der Soldaten, sondern auch ihrer Frauen die im Kriegstross ihren Männern als Mitglieder der „Beuteemeinschaft“ (Familie) folgten und oft sogar alleine (wenn der Mann verwundet wat, oder sich erhohlen musste) diese Aufgabe übernahmen.

    Diese „Sitte“ hatt niemals aufgehört. Bis zur französischen Revolution war das offizielle Politik in Westeuropa, bzw. das Massenvergewaltigen das „gute Recht“ des Siegers, das die einfachen Soldaten sogar bei ihren Kommandeuren einklagen konnten. Nach der Aufklärung hat sich das ganze einfach innofiziell fortgesetzt. 1. Weltkrieg, 2. Weltkrieg etc. Im Kosovo und im Irak hat es ebenfalls gleichbedeutendes gegeben, wenn auch nicht in der organisierten Form wie im Kongo.

    Man muss nicht nach Afrika gucken um solche Beispiel zu genüge zu
    finden.

    Ein Link zum „magdeburgisieren“: http://de.wikipedia.org/wiki/Magdeburger_Hochzeit

  4. 4 O)(O 22. Januar 2011 um 11:55 Uhr

    „Dann das Pappenheimische Volck / wie auch die Wallonen / so am aller Unchristlichen ärger als Türcken gewütet / keinem leichtlich Quartier gegeben / sondern haben mit nidergehawen / beydes der Weiber und kleinen Kinder / auch schwanger Weiber in Häusern und Kirchen / ingleichen an Geistlichen Personen also tyrranisiret und gewütet / dz auch viel von dem andern Tyllischen Volck selber ein Abschew darvor gehabt.“

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