Wien – Demonstration gegen rechten WKR-Ball untersagt

In Wien findet gerade der jährliche Ball des Wiener Korporationsringes (WKR) in der Hofburg statt. Der Korporationsringes ist eine Vereinigung rechter Gruppierungen der auch zahlreiche deutschnationale Burchenschaften angehören. Diese Männerbunde machen das Jahr über durch rassistische, homophobe und sexistische Äußerungen von sich reden. Frauen* sind in diesen Burschenschaften nur als Begleitpersonen erwünscht.

Die Gegendemonstration, welche von einigen linken Organisationen geplant wurde, wurde heute von der Polizei untersagt. Graund: die Gegendemonstartion gefährdet die Sicherheit der Einwohner_innen.

Die zahlreichen Gegner_innen des WKR-Balls, die sich trotz allen Repressalien gerade auf der Straüße befinden, sind laut Twitter zahlreichen Übergriffen durch die Polizei ausgesetzt.

Zum Demonstrationsverbot eine Stellungsnahme von Nadine Lemke (Hochschüler_innenschaft Akademie der bildenden Künste Wien)

Das Verbot der Demonstration auf eine behördliche
Entscheidung der Exekutive zu reduzieren spiegelt den skandalösen
Leitungsstil österreichischer Regierungsmitglieder wider.
Gesamtpolitische Zusammenhänge werden ausgeblendet während
totalitäre, rassistische Detailentscheidungen zur Tagesordnung
gehören.

Den rassistischen Normalzustand erleben wir täglich in Österreich:
Verbindungen zwischen Neonazis und dem Amt für Verfassungsschutz und
Terrorismusbekämpfung; ein Nationalratspräsident, der einer
rechtsextremen Burschenschaft angehört; eine erneute Verschärfung der
Asylgesetznovelle; Kinderrechte, die nur Gültigkeit haben, wenn auch
die Eltern österreichische Staatsbürger_innen sind; Abschiebungen von
Menschenhandel und Zwangsprostitution betroffenen Frauen, usw. zeugen
davon.


1 Antwort auf “Wien – Demonstration gegen rechten WKR-Ball untersagt”


  1. 1 Luna 31. Januar 2011 um 22:25 Uhr

    Ich finds zum Kotzen.
    Nicht nur dass so ein Ball überhaupt erlaubt wird, sondern auch, dass sich die Polizisten/innen auf die Seite der Rechten schlagen müssen. Ich will ja niemanden das Lebensrecht absprechen (das wäre ja wieder rechts), aber ich frag mich echt, was solche Brudernschaften der Menschheit sagen wollen :-?

    Und dass nicht mal der AKS (Aktion Kritischer SchülerInnen), die SPÖ-nahe und somit „ungefährlich“ sind, das Recht gewährt wird, (mit)zu demonstrieren, dann haperts echt wo.

    Was mich außerdem ärgert: sehr viele sind gegen solche Brudernschaftsbälle und äußern dies auch. Aber links zu sein, das bleibt dann doch „böse“…

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


sieben − eins =