Archiv für März 2011

Neverending KonTROLLverlust…

Mal wieder eine kleine Auswahl unserer schönsten Liebesbriefe…

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Europa: UK und Ungarn könnten Abtreibungsgesetze verschärfen

Wie das European Pro-Choice Network berichtet könnte es in der EU bald zwei Länder geben, welche ihre Abtreibungsgestze verschärfen. Namentlich Großbritanien und Ungarn.
In Großbritanien wäre das die erste Verschärfung der Abtreibungsgesetzgebung seit 20 Jahren. Durch den neuen Gesetzesvorschlag wären Frauen gezwungen vor dem Abbruch eine Beratung, auch ungewollt, über sich ergehen zu lassen.

Senior MPs, including former Labour minister Frank Field and Conservative Nadine Dorries, a former nurse, will attempt to change the law so that women must be referred to an independent therapist for counselling before they can have a termination.

Ministerpräsident Cameron kann sich Verschärfung im Bezug auf die Abtreibungsgesetzgebung durchaus vorstellen. Er spricht sich dafür aus die Zeitspanne, in der eine Abtreibung möglich ist, zu senken. In Großbritanien ist ein Abbruch derzeit noch bis zur 24 Woche möglich.

Aus Ungarn hört man zur Zeit relativ wenig Gutes, so ist es vielleicht auch nicht zu verwunderlich, dass die rechts-konservative Regierung um Ministerpräsident Viktor Orban an eine Verschärfung der Abtreibungsgesetzgebung denkt. Dabei geht es genaugenommen um eine Wortlautänderung in der Verfassung. In einem Auszug soll es nun heißen, dass „das Leben vom Zeitpunkt der Empfängnis geschützt werden sollte“. Durch diese Definition von Leben könnte ein Abbruch leicht mit Strafen sanktioniert werden.
Auf dem European Pro-Choice Network wird deshalb dazu aufgerufen dem ungarischen Ministerpräsident eine Botschaft zu schicken in der mensch sich klar und deutlich für reproduktive Rechte einsetzen kann.

Falscher Lösungsansatz

In den USA ist die Schwangerschaftsabruchrate bei afroamerikanischen Frauen besonders hoch. Dafür gibt es zahlreiche Gründe, viele hängen wohl mit der Tatsache zusammen, dass Menschen mit nicht-“weißer“ Hautfarbe einer Kette von Diskriminierungen ausgesetzt sind, welche zuletzt oft in ökomomischer Benachteiligung münden. Viele Frauen können sich adäqute Verhütung nicht leisten von einem Kind ganz zu schweigen. Diese Probleme bedürfen ganz sicher einer baldigen Lösung.
Dies und das sind aber sicherlich nicht die richtigen Ansätze:

Denn mit diesem Hetzkampagnen der Anti-Choice-Organisation „Life Always“ wird weder auf die vorher beschriebenen Missstände aufmerksam gemacht, noch ein wirklicher Lösungsansatz für die Probleme gefunden. (Oft interessieren sich Anti-Choice Organisationen aufeinmal nicht mehr für das Leben, wenn es sich außerhalb der Gebärmutter befindet.) Vielmehr werden Frauen aufgrund von einer persönlichen Entscheidung diffamiert, die eigentlich niemand anderen etwas angehen sollte.
Lösungen für ökomomische Benachteiligungen finden – Ja. Dabei Frauen das Recht auf einen Abbruch zu nehmen und ungeborenes Leben über das Leben und die Entscheidung einer erwachsenen Frau stellen – Nein!
Jede Frau muss das Recht haben ein Kind auszutragen mit der Gewissheit, dass diese Entscheidung sie nicht zu einem Leben in Armut verdammt, sie muss aber auch das Recht haben ein Kind nicht auszutragen, aus welchen Gründen auch immer!

emma thompson ‚imagine‘

gerade geschickt/geschenkt bekommen zum beginn des tages..
emma thompson ‚imagine‘.
wundervoll.

kampagne: endangered species women; nähere infos findet ihr hier: dokumentation endangered species london.

Call for queer Audios

quEAR, das trans*tonale Ohrenfest in Berlin, bringt in diesem Sommer (5.-7.8.) erstmalig in Deutschland Hörstücke, Hörperformances und Klanginstallationen zu Ohr, die sich mit den Themen „Trans*, Inter, Queer“ befassen. Gerade raus ist der Call for Audios

Call for Submissions!

Gerne kündigen wir an:

Die Berlin Femme Mafia präsentiert: feminine Stimmen über Sexismus in der queeren Szene, ein Zine.

Berlin Femme MafiaHast du dich schon mal aus der queeren Szene ausgeschlossen gefühlt oder Vorurteile erlebt wegen deines Genderausdrucks? Die Berlin Femme Mafia will ein Zine rausbringen mit Geschichten von femininenen Trans* und Queers, über Sexismus in den queeren Szenen dieser Welt.

Die Berlin Femme Mafia weiß und erlebt immer wieder selbst, dass es Sexismus gegen Femininitäten in der queeren Szene gibt und wir würden uns freuen, wenn ihr aus eurer Perspektive als sich als feminin identifizierende Queers oder Trans* erzählt. Warum gibt es solch eine Genderungleichheit in einer sich doch oft als feministisch definierenden Bewegung? Wir möchten eure Gedanken und Erfahrungen von Diskriminierung gegen Leute mit femininem Genderausdruck hören.

Dieses Projekt ist aus der Sicht von femininen trans* und queeren Leuten und es soll dabei um Sexismus gegen die verschiedensten Ausdrucksformen von Femininität gehen. Wir freuen uns über Beiträge von allen selbst-definierten Weiblichkeiten, seien es Femmes, Trans*Frauen, Genderqueers und queere Cisfrauen und -männer mit einem femininem Genderausdruck, egal ob ihr den jeden Tag lebt oder nur zeitweise.

Erzählt uns von den Dingen, die euch wütend oder traurig machen. Dabei kann es darum gehen, ausgeschlossen oder diskriminiert zu werden entweder für die Art wie ihr euch bewegt, redet oder anzieht oder auch negative Kommentare über als weiblich gelesene Körperteile. Erzählt uns, was sich eurer Meinung nach ändern sollte. Wie sähe eine perfekte queere Szene für euch aus? Queertopia!

Details und weitere Infos auf:
http://berlinfemmemafia.blogspot.com/

Smells like Grrrl

Die Story, wie Nirvanas „Smells like Teen Spirit“ zu seinem Namen kam, kennt inzwischen fast jeder: Kathleen Hanna schrieb „Kurt smells like Teen Spirit“ auf seine Wand.
Daß dem aber eine irrwitzige Nacht vorangegangen ist und wie Kathleen diese in Erinnerung hat, erzählt sie in ihrer unnachahmlich charmant-witzigen Art bei „Our Hitparade“ – plus musikalische Schmankerl am Ende des Videos.
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Rezension: ‚Geschlecht. Wider die Natürlichkeit.‘ von H.-J. Voß

Nach der Dissertation „Making Sex Revisited“ (Besprechung auf dem mädchenblog) hat Heinz-Jürgen Voß ein weiteres Buch veröffentlicht: „Geschlecht. Wider die Natürlichkeit“ ist in diesem Jahr in der theorie.org-Reihe erschienen. Voß greift hier die Erkenntnisse seiner Dissertation noch einmal pointiert auf und nimmt Debatten um die ‚Natürlichkeit‘ (vs. gesellschaftliche Herstellung) der Geschlechterbinarität in den Blick. (mehr…)

Petition gegen Anti-Homo-App

Online-Petition gegen ein iPhone-App, das „Heilung von Homosexualität“ verspricht – durch Therapie und Beten.

Zu traumatisiert, um auszusagen – Vergewaltiger kommen frei

Es gibt Nachrichten, bei denen ich vor Wut und Trauer schreien möchte: sechs Männer vergewaltigten eine 17jährige stundenlang – und kommen frei, weil das Opfer (Triggerwarnung!)zu traumatisiert ist, um aussagen zu können. Zwar steht laut Richter außer Frage, daß die Tat sich wie von der 17jährigen geschildert zugetragen hat, aber freigesprochen wurden die Täter trotzdem. (mehr…)