Afghanische Frauenhäuser – Update

So wie es aussieht, werden die afghanischen Frauenhäuser nun doch nicht, wie ursprünglich geplant, unter staatliche Kontrolle gestellt:

Die afghanische Regierung hat jetzt davon Abstand genommen, von unabhängigen Organisationen (NGOs) betriebenen Frauenhäuser unter Regierungskontrolle zu stellen. Ein entsprechender Gesetzentwurf soll nicht eingebracht werden. Stattdessen einigte sich die Regierung mit NGOs darauf, eine gemeinsame Kommission zu bilden. Die soll Qualitätsstandards existierender Einrichtungen überwachen und neue Häuser etablieren, wo sie bisher nicht existierten. In den Häusern untergebrachte Frauen sollen auch nicht zurück in ihre Familien gebracht werden.

Gut, daß man sich dafür eingesetzt hat!

Diese Kehrtwende zeigt, wie eine „Koalition aus Verteidigern von Frauenrechten und internationalem Druck Erfolg haben kann“, sagte Rachel Reid, Leiterin des Afghanistan-Büros der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, der taz. Doch blieben Fragezeichen, so Reid: Der Kampf sei nur „für den Augenblick“ gewonnen.

Also eine gewonnene Schlacht, aber der Krieg geht weiter.


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