Rabbit statt Bunny

Rachel1Mädchenblog proudly präsentiert: ein Interview mit Rachel Rabbit White, Sexjournalistin, Bloggerin und Feministin, über ihr Blog auf dem es um ganz viel Sex geht – und das aus feministischer Sichtweise!

Erzähl uns was über Dich und Dein Projekt!

Wenn man mich auf der Straße sieht, kann man vielleicht an meinen lächerlichen – und manchmal ironischen – Outfits erkennen, daß ich mit dem Third Wave Feminismus aufgewachsen bin (oder einfach nur mit den Spice Girls und Kathleen Hanna). Aber wenn man neugierig genug ist, zu fragen, findet man raus, daß ich Journalistin und Bloggerin bin, die über Sexualität, Beziehungen und Gender schreibt.
Mein letztes Blogprojekt war der Lady Porn Day: einen Tag für Frauen, um ihre Gedanken und Erfahrungen mit Porno mal rauszulassen und zum Schluß eine Herausforderung, ihre heißen Links zu teilen. Davor gab es die No Make-Up Week, in der ich die Frauen bat, eine Woche lang ohne Make-Up rauszugehen und dann zu erzählen, was sie dabei so erlebt haben. Bei meinen Blogprojekten geht es um den Erfahrungsaustausch unter (meist) Frauen bei Dingen, die man gern verleugnet oder unterdrückt, Dinge, für die sich zu schämen man uns beigebracht hat. Das sind so die Dinge, über die ich Dialoge eröffnen will.
Als Journalistin schnüffel ich für meine Serie The Man Project im männlichen Sexleben rum und in ihrer Idee von Sex Positivity. Ich habe nämlich bemerkt, daß deren Stimmen in der Sex Positivity Sphäre fehlen, was mich neugierig machte. Ein anderes momentanes Presseprojekt heißt The Secret Life of Johns und es geht um Sexkunden. Ich habe dutzende Männer interviewt, die regelmäßig für Sex zahlen. Meine Hoffnung ist es, den Schmuddelschatten vom Medienimage dieser Leute zu nehmen, so daß wir alle genauer und rationaler mit den juristischen Problemen von Sexarbeit umgehen können.

Warum eigentlich dieses Thema? Warum so sehr dem Sex gewidmet?

Sex war lange Zeit kulturell unterdrückt. Ich denke, wir sind nun bei einer Trendwende angekommen, mit dem Internet, mit Sex Positivity und Feminismus, wo Sex als Thema schnell bei der Hand ist.
Sex ist eine meiner Lieblingserfahrungen als Mensch und es ist so ein großartiges Thema – ein bißchen Wissenschaft, ein bißchen Psychologie, Soziologie, feministische Theorie.

Ich bin Sexaktivistin, ich bin neugierig, wie eine sexuell nicht unterdrückte Gesellschaft aussehen würde. Als Journalistin kann ich sagen, angelangt sind wir noch nicht.

Wozu brauchen wir noch eine weitere „Sexseite“?

Hehe naja, ich bin nicht sicher, ehrlich. Nun, ich schreibe über anderer Leute sexuelle Erfahrungen. Ich schreibe über Sexualität und Schrullen und Gender von einem journalistischen Standpunkt aus. Ob es sich dabei um Ältere mit BDSM-Vorlieben handelt, den ersten rein bisexuellen Swingerclub oder Clownssex – das Ziel ist es, nie zu schockieren, sondern einen Dialog über Sexualität anzustacheln.

Auf meinem Blog erfährt man allerdings auch etwas über meine eigenen Beziehungen, meine Sexualität, mein Körperbild – in der Hoffnung, anderern damit beim Verstehen ihrer eigenen Geschichten hilfreich zu sein. Es ist mir ein leidenschaftliches Bedürfnis, anderen bei der Verbesserung ihrer Beziehungen zu helfen, sei es der mit ihren Partnern oder mit sich selbst.

Laß uns über Feminismus sprechen. Was ist so anders an einer feministischen Sicht auf das Sexleben?

Feminismus und Sex Positivity spenden einen gewissen ethischen Rahmen für Sex. Ich bin in einer sehr christlichen Gegend der USA aufgewachsen und während die Kids gegen Abtreibung und Sex vor der Ehe waren, hatten sie dennoch Sex. Aber sie hatten immer diesen Abstinence-Only – Blick auf Sexualität. Alles, was irgendwie sexuell war, war schlecht. Und so lief wohl auch ihr Sex. Und das ist so gefährlich in Bezug auf Dinge wie Konsens oder auch nur ein gesundes Sexleben. Sex braucht einen ethischen Rahmen und den bietet Sex Positivity und der Feminismus. Und für mich bedeutet das auch, die eigene sexuelle Geschichte zu erforschen, die eigenen Vorlieben. Ich glaube, man muß sich nach der Selbstverwirklichung strecken und Arbeit in sich selbst investieren, um wirklich sex positive zu sein.

Wie bist du zum Feminismus gestoßen?

Damals, als ich von den Spice Girls besessen war und mit 12 geheult habe, als Ginger ausstieg – da sehe ich einige frühe Keimlinge meines Feminismus! Wirklich eingetaucht aber war ich dann in der High School. Dank des Internets und meiner Liebe zu Riot Grrrl habe ich angefangen, meine Nase in feministische Texte zu stecken.
Das war in den frühen 00′er Jahren, ich bin also mit der Third Wave aufgewachsen, die sex positive war. Und das brauchte meine High School – Welt so sehr. Damals waren „Schlampe“ und „Nutte“ die schlimmsten Beleidigungen, die man hinterhergerufen kriegen konnte. Feminismus hat mir dabei geholfen zu verstehen, daß das nicht nur Doppelmoral war, sondern auch, daß an Sex nichts falsch war!
Ich habe dann Gender Studies als Nebenfach im College studiert und begeistere mich immer noch für Feminismus.

Was ist Dein Hauptanliegen, die Grundidee Deines Blogs?

Ich will einfach nur weltweit Mädels erreichen und mehr interessante Konversationen über Sexualität und Gender und Beziehungen führen. Sobald man die eigenen Geschichten unter Kontrolle hat, kann man auch die größere Story in Angriff nehmen, all unsere Geschichten und dann können wir anfangen, das ganz große Bild zurechtzurücken, so wie soziale und kulturelle Probleme.

Gibt es Dinge, die Dich regelmäßig auf die Palme bringen?

Heute habe ich mit Pick Up Artists zu tun, was die Kommentare zu dem Artikel angeht, in dem ich sie kritisiere. Es geht um eine Männercommunity, deren Ziel es ist, Frauen zu verführen und sie sind auch vehement antifeministisch. Aber eigentlich hat es sich zu einem sehr fruchtbaren und interessanten Dialog entwickelt. Ich finde, sie haben interessante Sachen über Beziehungsdynamik zu sagen.

Was war der bisher einprägsamste LeserInnenkommentar oder E-Mail? Irgendwas denkwürdiges?

Rachel2

Es sind diese kleinen positiven Nachrichten, die mich antreiben. Letztens hat mir eine Leserin, deren Frage ich beantwortete, zurückgeschrieben und das hat mich total gefreut. Sie schrieb: „ich hab letzte Woche Dein Video angesehen und Du drückst Dich so aus, daß ich mich nicht allein, sondern sicher in meiner Sexualität und meinem Frausein fühle. Noch am gleichen Tag habe ich Deinen Tip mit meinem Freund ausprobiert und hatte 3 Orgasmen! So vielen Dank für Deine Hilfe. Ich brauchte es, das von jemand so weisem und selbstsicheren zu hören.“

Woher hast Du Deine Quellen, woraus bestehen sie?

Ich lese einen Haufen Bücher, aber ich werde hier ein paar Blogs empfehlen:

Violet Blue, The Beautiful Kind, Carlie Glickman, Hugo Schwyzer, Clarisse Thorn.
Zu Körperbild: Medicinal Marzipan, Already Pretty, Beauty Schooled, The Fat Nutritionist, Naked Jen, The Demoiselles.
Beziehungen und Selbstliebe: Gala Darling, Sex Love Liberation, Slutever, Cynosure.

Zu guter Letzt: bitte stell uns den ultimativ-gloriosen Sextip vor!

Arbeite darauf hin, kein sexueller Roboter zu sein. Dir weniger Sorgen zu machen, wie Du nackt aussiehst oder was Du leistest. Dich nicht mehr darum zu kümmern, wie Du riechst oder schmeckst. Öffne Dich stattdessen ganz der Erfahrung der empfundenen Lust. Ziehe die radikale Idee in Betracht, daß Dein Partner Dich genau so, wie Du bist, auch richtig findet. Dazu braucht es Übung und Verletzlichkeit. Und wenn Dich das fasziniert, dann halt die Augen nach meinem Blog offen, denn darüber werde ich noch mehr berichten!
~~~~~~~
Rachel Rabbit White


21 Antworten auf “Rabbit statt Bunny”


  1. 1 Sina 03. Mai 2011 um 16:15 Uhr

    Danke für dieses Interview. Die ist genau mein Fall!

  2. 2 Bäumchen 03. Mai 2011 um 22:02 Uhr

    Ein echt toller Mensch; wir brauchen mehr davon! Super, das Interview!

  3. 3 Männlich 05. Mai 2011 um 22:20 Uhr

    nur warum trägt sie diese kleidung einer typischen, durchschnittlichen, normalen „tuss“?

  4. 4 delilah 06. Mai 2011 um 0:28 Uhr

    nur warum steht das hier und nicht bei hatrrrrr?

  5. 5 Bäumchen 06. Mai 2011 um 15:54 Uhr

    :d
    Das hab ich mich auch schon gefragt. Ich finde, bei hatr gibts noch genug Platz für Aussagen wie diese.

  6. 6 dodo 06. Mai 2011 um 18:56 Uhr

    @männlich:
    na, wie hättest denn gern, wie sie aussieht?8-|

  7. 7 Männlich 07. Mai 2011 um 21:35 Uhr

    (na schön. ihr scheint euch ja alle ganz einig zu sein. außerdem scheint ihr es auch nicht für nötig zu halten, argumentativ auf meinen kommentar einzugehen, sondern ihr begnügt euch damit, mich (fälschlicherweise) in eine bestimmte kategorie zu stecken.)

    @dodo http://maedchenblog.blogsport.de/2011/05/03/rabbit-statt-bunny/#comment-53413 :
    ich möchte nicht dass sie auf eine bestimmte weise kleidet. mein punkt ist nur folgender: unsere sexistische gesellschaft besteht aus 2 stereotypen: 1. der frau, stark geschminkt, im idealfall mit schuhen mit absätzen, am besten möglichst viel haut zu sehen (kurze hose/ großer ausschnitt) (dazu kommt, dass die frau im gegensatz zum mann röcke tragen „darf“). [dadurch wird die frau zum „hübschen ding“ und dadurch wiederum tendenziell zum sexualobjekt degradiert.] 2. dem mann, stark, (ungeschminkt, keine schuhe mit absätzen, kein rock,) i.d.R. nicht viel haut zu sehen.
    um diese sexistische gesellschaft nun zu zerstören hilft es nix diese stereotype zu repoduzieren, und genau das werfe ich Rachel vor. es ist mir schon klar, dass Rachel gegen sexismus ist, aber faktisch reproduziert sie ihn meiner meinung nach. ich frag mich auch wieso sie sich wie dies tut, wo sie doch weis dass sie so nur ein klischee reproduziert.

    @delilah, @Bäumchen:
    danke für den beitrag zur diskussion.

  8. 8 traumtanz 07. Mai 2011 um 23:39 Uhr

    @ Männlich
    das problem von schönheitsnormen wird aber nicht dadurch gelöst, indem das nichtentsprechen der schönheitsnorm zur norm wird, sondern in dem menschen sich nicht mehr das recht nehmen über das aussehen anderer menschen zu urteilen.

  9. 9 sarah 08. Mai 2011 um 0:27 Uhr

    @männlich
    keine frau wird zu einem hübschen ding durch ihre kleidung. das findet in den köpfen der leute statt, die das so sehen (wollen).

    sie hat offenbar bock rumzustylen und du hast überhaupt kein recht sie (und andere menschen) auf grund von kleidung zu degradieren!!

    was mich ärgert ist, dass du weiblich codierte kleidung mit „hübschen ding“ gleichsetzt. sexismus zerstören stell ich mir irgendwie anders vor!!

  10. 10 delilah 08. Mai 2011 um 20:57 Uhr

    du nennst „männlich“ und rachel rabbit eine „tuss“ – was erwartest du bei soner bescheuerten provo-aktion? dass jemand deine hihihi-total-gelungene punchline argumentativ zerpflückt?

  11. 11 Angelika 09. Mai 2011 um 3:31 Uhr

    ui, finde ich klasse & danke !
    ich lese Rachel’s blog schon seit längerem und habe viele anregungen = gedankenfutter („food for my thoughts“) für mich bei ihr gefunden *freu*

    bitte nicht vergessen : es gibt unterschiedliche kulturkreise auch in der sog. westl. welt.
    ich finde Rachel bemerkenswert & mutig, weil … because.
    (keine frau muss mE was begründen, das nur nebenbei)

    auch die anderen blogs kenne ich – wer sich für u.a. selbstfindung/selbst-entwicklung und sex-positivität interessiert, da gibts z.b. noch scarleteen und Dodson & Ross (auch beides in engl.)

    n.b. frage meinerseits : wieso haben „wir“ sowas nicht in deutsch im webz ?!

    cheerioh :-)

  12. 12 Maren 09. Mai 2011 um 19:17 Uhr

    Zu der „Tuss“– Diskussion:

    Sich aufzuhübschen kann durchaus Spaß machen. Ist im besten Fall zu vergleichen mit Karneval, auch ein Pippi Langstrumpf Kostüm trägt man ja nicht täglich. :d
    Es befriedigt in gewisser Weise den Spieltrieb, zudem gibt es JEDEM! (m oder w) ein gutes Gefühl, wenn man in den Spiegel guckt und es gefällt einem, was man sieht. Völlig natürlich.

    Das Problem fängt da an, wo man meint es tun zu müssen, weil man sonst nicht gemocht und akzeptiert wird.
    Wenn man sich nur über sein Aussehen definiert und meint, keine anderen Qualitäten zu haben/haben zu müssen.

    Das scheint mir bei ihr nicht das Problem zu sein, wie man auch schön an ihrem Blog erkennen kann.

    P.S. Stereotypen find ich persönlich total kacke, aber weniger aus Prinzip, sondern weil sie Menschen einengen.
    Und nun kommst du daher und sagst, eine bestimmte Frau wäre eine Tussi, bloß weil sie Make-Up benutzt und auch mal nen Rock anzieht? Denk mal drüber nach.

    P.P.S.
    Ich war schon fast versucht, auf ein anderes Stereotyp einzugehen, nämlich (frei nach Bukowski) das der ungeschminkten, potthäßlichen Emanze. Aber das war mir doch zu blöd. :)

    P.P.P.S. Tolle Frau!

  13. 13 gtz 10. Mai 2011 um 15:45 Uhr

    zudem gibt es JEDEM! (m oder w) ein gutes Gefühl, wenn man in den Spiegel guckt und es gefällt einem, was man sieht. Völlig natürlich.

    man darf sich dann aber durchaus mal die frage stellen, WARUM einem das gefällt, was man da sieht, respektive welche muster man da anlegt und woher die stammen.

    ob das natürlich is oder nich is vollkommen unerheblich.

  14. 14 Sina 11. Mai 2011 um 1:10 Uhr

    @angelika: Ich finde les petits plaisirs für den Deutschsprachigen Raum vergleichbar mit Rachels blog, auch wenn der erstgenannte leider selten aktualisiert wird.

  15. 15 schakri 11. Mai 2011 um 8:17 Uhr

    keine frau muss mE was begründen, das nur nebenbei

    Es muss sogar überhaupt niemand was begründen, weil man das eh nicht erzwingen kann. Wenn man so drauf ist, nichts begründen zu wollen, braucht man sich freilich auch nicht zu wundern, wenn man entsprechend wenig ernst genommen wird und niemanden überzeugt.

  16. 16 tee 11. Mai 2011 um 15:00 Uhr

    Wenn man so drauf ist, nichts begründen zu wollen, braucht man sich freilich auch nicht zu wundern, wenn man entsprechend wenig ernst genommen wird und niemanden überzeugt.

    allerdings läuft überzeugung oftmals nicht über begründung. also in der realität jetzt.

  17. 17 Hachja. 13. Mai 2011 um 11:31 Uhr

    Sich anhören zu dürfen, als Frau nur richtig gut/antisexistisch/feministisch/ernstzunehmen/politisch/einwandfrei sein zu können, wenn man sich ja nicht modisch/tussig/mädchenhaft/sexy/bla anzieht, ist in etwa so dämlich wie die Vorstellung, eine Frau müsse sich genau so kleiden um weiblich zu sein.

    Beides sind Zwänge und allein die Erwartungshaltung ist unverschämt. Frau darf selbst entscheiden, was sie trägt und dass dies zur Debatte wird, spricht traurigerweise für sich. Das Recht Rachel oder sonst wem ihre Kleidung „vorzuwerfen“ hat hier sicher niemand. Was für ein Unfug.

    Im Übrigen reproduiziert man Stereotype sicher genau so, wenn man sich den Anforderungen und Erwartungen anderer unterwirft und brav auf’s Kleidchen verzichtet, um einigen Außenstehenden ja ein gut erkennbares Bildchen von der Vorzeige-Feministin zu liefern, auch wenn es dem eigenen Geschmack und Wohlempfinden widerspricht. Ich möchte gar keinen Druck. Weder von einer Gesellschaft, die mir zwingend sagen will, wie ich weiblich zu sein habe, noch von Konsorten wie Männlich, die mir erzählen wollen, wie ich als Frau antisexistisch zu sein habe. Kommentare wie letzteres sind nur dann noch etwas trauriger, wenn es aus Kreisen kommt, die doch eigentlich wissen sollten, dass das die gleiche Zwangs- und Druckgrütze ist, wie das, was man sonst bekämpft. Gerade in den Kreisen wünscht man sich doch die Freiheit, nicht ständig anhand so dämlicher Kriterien wie Kleidung, zu sexy/zu unsexy, ist das angemessen?, zu männlich/zu weiblich, muss ich heut Zopf tragen um ernstgenommen zu werden? zu konservativ/zu offen, etc. einkategorisiert, begutachtet und bewertet zu werden.
    Ich kann nur empfehlen, sich weder vom einen noch vom anderen belabern zu lassen und das aus dem Kleiderschrank zu greifen, womit mensch sich wohlfühlt.

    Und ja, natürlich kann ich überlegen, woher es kommt, dass ich genau das wähle, das ist eine spannende Frage, die ich mir in vielen Bereichen stellen, und dennoch muss das nichts am Wohlfühlen ändern. Ich frag mich auch, wie es kommt, dass ich Gemüsepfannen mag und reflektiere dies, ohne mir dann ein Kilo Mett reinzuzwingen, weil ich ja nicht dem Klischee entsprechen möchte. Genau so ziehe ich Flaschenbier dem bunten Cocktail vor und halte dies nicht für eine antisexistische meisterleistung, die ich mir hart erarbeiten müsste und die, zum Glück!, keinem Stereotyp entspricht.

  18. 18 Männlich 14. Mai 2011 um 23:50 Uhr

    @Hachja. http://maedchenblog.blogsport.de/2011/05/03/rabbit-statt-bunny/#comment-53748
    „(…) und das aus dem Kleiderschrank zu greifen, womit mensch sich wohlfühlt.“
    Volle Zustimmung! Ich würde auch meinen kommentar
    „nur warum trägt sie diese kleidung einer typischen, durchschnittlichen, normalen „tuss“?“
    zurücknehmen. (insofern als dass ich ihr nicht vorschreiben will sich nicht wie eine „Tuss“ zu kleiden.) Allerdings geht es ja genau darum, „womit mensch sich wohlfühlt“, und ich vermute eher dass der Willen Rachels, sich so zu kleiden wie sie sich eben kleidet, unbewusst unserer sexistischen Gesellschaft entspringt. Oder es kommt eben daher dass sie unter sexistischen Umständen aufgewachsen ist und sich daher daran gewöhnt hat.

  19. 19 thusnelda 15. Mai 2011 um 10:24 Uhr

    also ich laufe so gerne in 12-cm-absatz-mörder-high-heels-mit-fett-plateau-drunter durch die gegend, weil leider so selten ein drahtseil in der nähe ist, auf dem der platzhirsch in mir seine waghalsigkeit zur schau stellen könnte :)>-

  20. 20 delilah 15. Mai 2011 um 14:15 Uhr

    du kannst vermuten, was du möchtest. wenn sie aber nicht belegen kannst, bleibt deine vermutung spekulation und damit völlig uninteressant. dass jeder wille* (und sein gegenteil) in irgend einer weise „der gesellschaft entspringt“, mag sein, nur was folgt daraus?

    *zb der wille, sich „Männlich“ zu nennen

  21. 21 linda 30. Juni 2011 um 11:56 Uhr

    keine ahnung, warum seine vermutungen uninteressant sein sollen?! jede forschung und jedes forschungsergebnis brauchte erst einmal menschen mit ideen, vermutungen, spekulationen, theorien etc. pp. ich finde „männlich“ hat interessante beiträge geleistet und meine position ist von seiner gar nicht so verschieden. seine vermutungen ließen sich ja auch weiter verfolgen und durchargumentieren.

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