Sexistische Kackscheiße

Es ist Sommer, naja zumindest fast. Meteorologisch gesehen befinden wir uns zwar noch im Frühling nichtsdestotrotz beginnt aber nun die Zeit in der Eis- und Sonnencremekonsum stetig steigt. Also eigentlich ein Grund zur Freude, wäre da nicht – die Werbung. Denn wer heute durch die Straßen der Städte läuft oder fährt kommt fast nicht an sich räkelnden, gephotoshopten Damen in Bikinimode vorbei. In der unnatürlichsten und unbequemsten Pose blicken uns die Models lasziv ins Gesicht und sagen uns „kauf dieses heiße Teil und Baby du wirst genauso toll aussehen wie ich.“
Vom Konsum-und Werbewahn unserer Gesellschaft mal abgesehen sind solche Darstellungen von „Weiblichkeit“ einfach nur zum Kotzen. Die Frau ist nicht Mensch, sondern Objekt, Kleiderbügel, der einzig und allein zu dem Zwecke in der Stadt rumhängt um Männeraugen zu beglückten und Frauen zum Konsum und Abnehmen zu bewegen.
Und weil Werbung von Männern für Männer Scheiße ist, hier eine kleine Anregung- verschönern wir die Städte!

Und sagen unsere Meinung!


33 Antworten auf “Sexistische Kackscheiße”


  1. 1 choooo 25. Mai 2011 um 22:49 Uhr

    hm du hast schon recht mit dem was du schreibst und worüber du dich aufregst. ob das plakat „schöner“ wird mit diesen drübergepinselten und doch eher noblen parolen, darüber lässt sich aber streiten. vllt geschmackssache.

    vor einiger zeit hatte ich mal eine etwas zynische idee zum thema guerilla defacement von irgendwelchen firmen die so werbung machen – nur wären diese dann wahrscheinlich etwas zu teuer um sie auch wirklich in die tat umzusetzen. aber ich will sie euch trotzdem mal verraten:

    also zunächst müsst ihr wissen, dass es sich um fake-plakate handeln würde in denen einfach nur ein entsprechendes firmenlogo und ein kleiner slogan benutzt werden würde.

    idee #1 wär dann ein bild von einer wand in der nacht, auf der z.b. irgendein antifa – oder vielleicht speziell antisexism – spruch mit weißer farbe in großbuchstaben mit rolle gemalt wurde. dann nimmt man sich das logo von alpinaweiß und schreibt passend den slogan „perfekte deckkraft.“ daneben.

    idee #2 (und die ist schon ziemlich zynisch) wäre eine person die im krankenbett liegt mit einer anderen person daneben die gerade entspannt an einer kippe zieht. dazu kommt dann ein logo von einer tabakfirma und mein slogan dazu würde lauten „einfach mal abschalten“.

    das ganze lässt sich durch alle möglichen ideen und konzepte erweitern und vielleicht kommt ja jemand von euch oder den leserInnen hier auf eine passende idee zum thema sloggi? Weiter bin ich der überzeugung, dass es sich nur lohnt (vor allem was die kosten betrifft), wenn man sowas so verpackt, dass es auch ein bisschen hängt und von möglichst vielen leuten gesehn wird…

    btw.: weiß evtl jemand, wie viel ein gedrucktes exemplar auf einer solchen wand ungefähr kostet?

  2. 2 fallu 26. Mai 2011 um 12:51 Uhr

    ich find das plakat jetzt auch nicht toll, zb. weil es die gesellschaftliche norm von schlanken,… körpern als „schön“ wiederspiegelt – und dadurch natürlich auch bestärkt. aber der vorwurf des sexismus erschließt sich mir nicht ganz. es ist eine werbung für frauenunterwäsche, ich finde dafür das bild nicht so weit hergeholt. ginge es um männerunterwäsche, würden eben schlanke,… männerkörper gezeigt, was dann eben die schönheitsnorm für männer wiederspiegelt würde.
    natürlich gibts verschränkungen, nämlich dass die schönheitsnormen „gegendert“ sind, also andere attribute als „schön“ gelten: zb. unbehaart+langhaarig bei frauen, das gegenteil bei männern (wobei das sich ja auch ändert). außerdem gibts wahrscheinlich immer noch mehr unterwäschewerbung für frauen als für männer.
    aber trotzdem würde ich mir da eine etwas differenziertere analyse wünschen.

  3. 3 ypsilonchromosom 26. Mai 2011 um 20:02 Uhr

    „In der unnatürlichsten und unbequemsten Pose blicken uns die Models lasziv ins Gesicht und sagen uns „kauf dieses heiße Teil und Baby du wirst genauso toll aussehen wie ich.“

    Der Mädchenblog mal wieder für Natürlichkeit, Bequemlichkeit und scheiße aussehen – nix neues, aber trotzdem nochmal danke für, äh, eure „Meinung“, Leonie.

  4. 4 abc 27. Mai 2011 um 17:55 Uhr

    ich habe die plakate oft gesehen, fand sie scheiße und konnte nie erkennen für welches produkt eigentlich geworben wird.
    für wäsche also, naja

  5. 5 subjekt 27. Mai 2011 um 18:55 Uhr

    objektivieren ist immer noch kein sexismus. in der aktuellen h&m-bademoden-kampagne bspw. gibt es auch männer. ist also nicht so, dass nur frauen „betroffen“ wären. vielleicht kann leonie das mit dem sexismus nochmal aufdröseln, bitte?!

  6. 6 Bäumchen 27. Mai 2011 um 20:24 Uhr

    Erwin Goffman hat bereits 1981 in seinem Buch ,,Geschlecht und Werbung“ darüber geschrieben; dabei kam auch heraus, was typisch für die Darstellung der Geschlechter ist.

    Beim Mann: aufrechte, bequeme, gelassene, breitbeinige Position;
    --> wirkt raumfordernd; die aufrechte Körperhaltung ist dabei ein Zeichen der Überlegenheit, stellt Selbstbewusstsein dar.

    Bei der Frau: verbogene, geknickte, schiefe, unbequeme Position
    --> wirkt zerbrechlich, hilflos, unsicher; die Frau liegt oft, was Unsicherheit, aber auch sexuelle Verfügbarkeit bedeutet; den entblößten Nacken sieht Goffman als Zeichen der Unterwerfung.

    Weitere Besonderheiten:

    „Relative Größe“: Größenunterschiede als Zeichen des gesellschaftlichen Ranges; Frauen stehen nur dann höher als Männer auf Werbeanzeigen, wenn die Männer einem sozial niedrigeren Rang angehören, z.B. Kellner sind.

    „Die weibliche Berührung“: Frauen berühren, streicheln, umfassen oder deuten es zumindest an; Männer packen zu und halten fest. Dazu gehören noch (Fast-)Berührungen mit dem Gesicht bei Frauen oder auch sehr beliebt: Selbstberührung

    „Rangordnung nach Funktion“: Der Mann hat zumeist die ausführende Rolle, was sich in der Werbung oft in Berufsrollen zeigt. Sieht man Männer im traditionellen Tätigkeitsbereich der Frauen, also im Haushalt, sind sie passiv; oder sie sind hilflos, brauchen die Hilfe der Frau in ,,ihrem“ Bereich.

    „Die Familie“: Meist 1 Sohn und 1 Tochter; besondere Beziehung zwischen Mutter und Tochter sowie zwischen Vater und Sohn. Letztere agieren als Beschützer der Familie.

    „Rituale der Unterordnung“: Die Frau liegt auf dem Bett oder dem Fußboden; Männer werden erhöhter dargestellt; dann die bereits erwähnten schrägen Körperhaltungen; sowie ständiges Lächeln und kindliche Darstellung der Frau.

    „Zulässiges Ausweichen“: Frauen häufiger als Männer: entfliehen der Situation psychisch oder sind orientierungslos; ihr Gesichtsausdruck wirkt ,,entrückt“; sie wenden ihr Gesicht ab oder verbergen es; der Finger wird gerne an den Mund gelegt oder die Hände aneinander; die Frau wirkt allgemein abwesend; während Männer einen kontrollierenden oft argwöhnischen Blick haben. Die Frau schmiegen sich wo an oder kuscheln bzw. schirmen sich ab.

    Zu all den Sachen ist zu sagen: Das Buch von Goffman ist 30 Jahre alt, aber meiner Meinung nach immer noch sehr aktuell.

    Quelle Literatur: Goffman, E. (1981). Geschlecht und Werbung (T. Lindquist, Trans.). Frankfurt am M.: Suhr-kamp.

  7. 7 Bäumchen 27. Mai 2011 um 20:55 Uhr

    Und das alles ganz abgesehen davon, wieviel Haut gezeigt wird.

  8. 8 Steffie 28. Mai 2011 um 2:14 Uhr

    Die neue Axe-Werbung, die momentan in der ganzen Stadt zu sehen ist, geht mir tierisch auf die Nerven, die finde ich auch nochmal eine Stufe schlimmer. Das liegt auch an verschiedenen Messages, die sie vermittelt. Halt zum Einen das Frauen sind zum Sich-Für-Den-Man-Ausziehen da und haben gefälligst bestimmte Schönheitsmerkmale aufzuweisen, sowie komische Vorstellungen von Sexualität und Hygiene (der Slogan ist so wie „umso sauberer du bist umso schmutziger wird es“ – was mit es gemeint ist, ist ja klar, hetero/weißer/klinischer Sex)
    Brrrrrr….

  9. 9 leonie 28. Mai 2011 um 10:29 Uhr

    @subjekt: finde bäumchen hat das ausgezeichnet gemacht. Noch Fragen?

  10. 10 subjekt 28. Mai 2011 um 12:33 Uhr

    Bei der Frau: verbogene, geknickte, schiefe, unbequeme Position
    --> wirkt zerbrechlich, hilflos, unsicher; die Frau liegt oft, was Unsicherheit, aber auch sexuelle Verfügbarkeit bedeutet; den entblößten Nacken sieht Goffman als Zeichen der Unterwerfung.

    bis auf den entblößten nacken sehe ich fast nichts davon auf dem plakat. die linke frau verbiegt sich, um ihre brüste (und somit das beworbene bikini-oberteil) besser zur geltung bringen zu können und die in der mitte für ihre hüfte. sie wirken selbstbewusst, keineswegs zerbrechlich. und daß es (geschlechtsunabhängig) sexy wirken soll, ist bei bikini-werbung doch nicht zu verurteilen, oder?

    wo ist denn nun der sexismus, leonie?

  11. 11 leonie 28. Mai 2011 um 13:22 Uhr

    alle frauen besonders die links ist verbogen. die anderen vor allem nach vorne gebogen um die brust gephotoshoppte brust zu vergrößern. schief sind alle und unbequem sind die positionen auch. setz dich doch mal hin wie die mittlere und erzähl mir, dass da bequem ist. du würdest da sicher nicht lange so nett lächeln wie die dame da…

  12. 12 subjekt 28. Mai 2011 um 21:40 Uhr

    das ist ein werbeplakat, leonie. da muss niemand bequem sitzen, da ist jedem klar, dass es gestellt ist. das lächeln, die positionen, alles. WIE das bild gestellt ist, KANN sexistisch sein. ich sehe das in diesem fall (nach der vorliegenden definition) jedenfalls nicht.

  13. 13 dodo 29. Mai 2011 um 3:02 Uhr

    es ist zumindest sexistisch im sinne, daß die posen die typisch sexistischen „bunny-posen“ sind: männliche models würden sie kaum in dieser „verletzlich/fickmich“-pose mit hochgezogenen schultern und nach oben gedrückter brust posen lassen.

  14. 14 GwenDragon 29. Mai 2011 um 18:11 Uhr

    Das ist einfach Werbung für den Müll. Schweinbauch.

    Haben die Modelle alle einen Rückenschaden? Warum verbiegen die sich? Oder ist das die Haltung, in Erwartung des Prinzen, der den BH öffnet?

    Wenn Männer in Unterhosen sich so tuntig verbiegen würden und abstrus lächeln, wäre das ziemlich albern. Und keiner würde das beworbene Produkt beachten.

    Davon mal ganz abgesehen von der Erwartung, dass ein BH ein notwendiges Kleidungsstück für Personen mit intakten Mammae darstellt. Das ist sexistisch!

  15. 15 subjekt 29. Mai 2011 um 19:58 Uhr

    Davon mal ganz abgesehen von der Erwartung, dass ein BH ein notwendiges Kleidungsstück für Personen mit intakten Mammae darstellt. Das ist sexistisch!

    die sind für „männliche“ brüste genauso praktisch. reflektier erstmal deinen eigenen sexismus, der nur menschen aus der kategorie frauen brüste und bhs zugesteht.

  16. 16 fallu 31. Mai 2011 um 1:04 Uhr

    @ subjetk: warum genau sind bhs für männliche (oder auch weibliche) brüste „praktisch“? das erschließt sich mir jetzt nur so semi-mäßig.
    da wäre ja schon eher der begriff „tuntig“ ( vor allem in der kombi mit „albern“) zu kritisieren!

    im übrigens finde ich die erklärung von bäumchen schon ganz gut. aber solange jetzt keine „direkte“ abwertung innerhalb einer werbung vorhanden ist (zb. mann ruht sich aus, während frau kocht), würde mich (ehrlich) interessieren, mit welcher sexismus-definition hier gearbeitet wird. in werbung werden natürlich rollenklischees dargestellt, eben der gesellschaftliche „idealtypus“ von frau und mann. und das ist in jedem fall einschränkend, mehr oder weniger für beide seiten (nicht-weinen-dürfen ist auch nicht besonders angenehm – auch wenn mir klar ist, dass gerade geschichtlich gesehen männer meist klar im vorteil waren). aber ist jetzt jede geschlechterrolle in werbung sexismus? also auch wenn ein mann als „harter macker“ dargestellt ist (und somit jungs auch nen bild liefert, wie sie sein müssen, um „anzukommen“)? oder bezieht sich das nur auf frauenklischees? oder nur wenn nen klarer abwertender aspekt dabei ist? …

  17. 17 subjekt 31. Mai 2011 um 20:38 Uhr

    da steht „genauso praktisch“. ich wollte auf gwens sexismus hinaus.

  18. 18 talesofdystopia 01. Juni 2011 um 13:52 Uhr

    :d Lookismus trifft es vielleicht eher – aber Frauenunterwäsche wird glaub ich einfach mehr beachtung geschenkt. Die Idee find ich aber gut!

  19. 19 GwenDragon 01. Juni 2011 um 16:16 Uhr

    @subject

    Davon mal ganz abgesehen von der Erwartung, dass ein BH ein notwendiges Kleidungsstück für Personen mit intakten Mammae darstellt. Das ist sexistisch!

    die sind für „männliche“ brüste genauso praktisch. reflektier erstmal deinen eigenen sexismus, der nur menschen aus der kategorie frauen brüste und bhs zugesteht.
    Wo gestehe ich nur Frauen Brüste und BHs zu?

    Ich schrieb:

    abgesehen von der Erwartung, dass ein BH ein notwendiges Kleidungsstück für Personen mit intakten Mammae darstellt

    Wo steht, dass dies meine Erwartung wäre?

    Mir ist das egal, ob irgendjemand jeglicher körperlicher, seelischer Identität BHs, Röcke usw. trägt.
    Ich bin gegen Kleidungszwänge bei Geschlechtern.

    Aber mir ist nicht egal, wenn die Gesellschaft erwartet, dass Mädchen und Frauen BHs tragen müssen! Und die Erwartung wird auch wohl die Wäschefirma gehabt haben, sonst würden Männer als BH- und Schlüpfer-Model existieren (ich sah noch keine solche Werbung).

    @fallu

    da wäre ja schon eher der begriff „tuntig“ ( vor allem in der kombi mit „albern“) zu kritisieren!

    Hmm. crossdressig? karnevalistisch?
    Du bist der Meinung, das sich die Träger von Unterwäsche verbiegend und seltsam lächeln sich ganz natürlich verhalten oder siehst du das nicht als aufgesetzt, übersteigert, gar sexuelle überspitzt an?
    Wie würdest du das überspitzte kopieren weiblichen Verhaltens durch Männer nennen? Ach so, effiminiert oder lasziv oder sexy. Aber selbst das könnte wieder nicht p.c. oder sexistisch sein.

  20. 20 fallu 02. Juni 2011 um 23:23 Uhr

    @gwendragon:
    was ist denn deiner meinung nach „natürliches verhalten“? dass männer eben nicht das „überspitzte kopieren weiblichen Verhaltens“ praktizieren, sondern sich „männlich“ verhalten?
    zumindest wie du vor einer kamera posierst, hat ja immer was mit gesellschaftlichen erwartungen zu tun, das ist nicht „natürlich“ (was auch immer das überhaupt sein soll)
    aber mein punkt war eigentlich eh nur, dass tuntiges verhalten (meinetwegen auch „sexuelle“ überspitztes“ oder „laszives“) von männern nix „albernes“ oder „unnatürliches“ ist.

  21. 21 tee 04. Juni 2011 um 0:43 Uhr

    Aber mir ist nicht egal, wenn die Gesellschaft erwartet, dass Mädchen und Frauen BHs tragen müssen.

    Und eine handelsübliche Heckenschere-Werbung sagt mir, dass ich eine heckenschere benutzen MUSS? komische logik. vielmehr richtet sich das plakat an frauen und mädchen, weil diese oft bhs tragen. die erwartung dazu kommt schon viel früher und weniger aus der werbung, als aus der schule, von den eltern etc. pp.

  22. 22 05. Juni 2011 um 13:33 Uhr

    Ich stelle mir gerade vor um wie viel schöner die Welt wäre wenn @Leonie sich durchsetzen würde, das Kapital endlich von seinem „Werbewahn“ Abstand nähme, die KonsumentInnen mit dem „Konsumwahn“ Schluss machen und Unterwäsche nur noch von übergewichtigen Butchfrauen mit Bartschatten in „natürlicher“ Haltung präsentiert würde.

    Herrlich!

  23. 23 erika 07. Juni 2011 um 22:51 Uhr

    kleiner tipp: wieso denn nicht die email adresse von sloggi beim beitrag schreiben? service@shop-de.triumph.com
    so kann man direkt seine meinung sagen..man könnte auch ein muster protest email reinschreiben damit auch wer wenig zeit hat schnell dagegen protstieren kann..
    wir haben es auch so in italien gemacht und schon einige sexistische werbungen (und jetzt auch ferhsehprogramme) entfernen lassen ;)

  24. 24 Bombe 20 22. Juni 2011 um 23:49 Uhr

    „Werbung von Männern für Männer“? Ich habe keinen Ahnung, wer dieses Plakat designt hat, aber die meisten BHs werden doch immer noch in eigener Entscheidung von Frauen gekauft. Ein Hersteller, der Werbung schaltet, die Frauen nicht anspricht, sondern einen Großteil sogar abstößt, wird wohl über kurz oder lang aus dem Geschäft sein.

    Warum sollte eine BH-Werbung „für Männer“ sein? Die Anzahl der Männer, die Frauenunterwäsche (für sich selbst oder ihre Freundin/Frau/Mutter/…) kaufen, dürfte verhältnismäßig gering sein, zu gering jedenfalls, um extra für sie eine Kampagne zu entwerfen.

    Und auf dem letzten Bundesmännertreffen ist der Antrag, die Städte durch Aufstellen von Plakaten mit leichtbekleideten Frauen zu verschönern und das aus der patriarchalen Dividende zu bezahlen, auch mit deutlicher Mehrheit abgelehnt worden. (Stattdessen gab es Eis.)

    Bombe 20

  25. 25 David 23. Juni 2011 um 1:57 Uhr

    Ein Hallo erstmal an alle!

    Hab eigentlich ‚zwei Ypsilonchromosome‘ bei google eingegeben, hab hier diesen Artikel gefunden.
    Als ich dann mitbekam worum es geht, hab ich gleich weitergelesen.

    Ich empfand die Werbung erst als richtigen Hingucker nachdem ich in der U-Bahn den Text S.K. dort gelesen habe.

    Göttlich!

    Ich meine, dass es mich gefreut hat, dass eine mutige Person ihn dort hingeklebt hat.

    Das Thema jedoch das angesprochen wird, durch diese Tat ist ernst.

    Wenn ich mir das Bild genauer betrachte erkenne ich, dass mindestens eine Frau glücklich ist.
    Als zweites kommt wohl das Unterbewusstsein zum vorschein; mein Blick wandert auf die Position zwischen Busen und Bauch und urnatürliche Bedürfnisse und Möglichkeiten einer Fortpflanzung werden bei mir wach.

    Geht mir ein wenig zu schnell. Das ist das dritte was ich empfinde.

    Wenn das Sexistisch ist gebe ich dir recht, dass das Kackscheiße ist!

    Vor allem suggestiv nehmen ja Leute all die Empfindungen auf. Es verbreitet sich und zwei Sachen entstehen:

    -Männer sind sehr schnell dadurch zur Fortpflanzung bereit

    -Der Name der Firma scheint ein Hinweis zu sein, wie man Männer zur Fortpflanzung bringt.

    Grüße an Leonie

    David

  26. 26 Fritz 23. Juni 2011 um 12:07 Uhr

    Solche Fotos zu machen, dazu gehören ja mindestens zwei. Warum beschäftigt ihr euch eigentlich nicht mal mit den Modellen? Warum machen die das Wohl?

  27. 27 tee 23. Juni 2011 um 22:45 Uhr

    Warum beschäftigt ihr euch eigentlich nicht mal mit den Modellen? Warum machen die das Wohl?

    hm, die brauchen wohl geld. tjaja, den hauptwiderspruch kapitalismus kann man schonmal erwähnen. ;)

  28. 28 Fritz 24. Juni 2011 um 13:08 Uhr

    Verstehe, wenn die Mädels sich sexy fotografieren lassen, weil sie Geld brauchen, ist der Kapitalismus schuld. Wenn Männer solche Fotos machen (warum machen die das wohl?), sind sie sexistische Schweine.

  29. 29 tee 24. Juni 2011 um 17:57 Uhr

    sehe ich nicht so, fritz.

  30. 30 GwenDragon 24. Juni 2011 um 20:54 Uhr

    Wenn Männer solche Fotos machen (warum machen die das wohl?), sind sie sexistische Schweine.

    Ich missbillige, dass du alle Männer in einen Topf wirfst; das ist Sexismus! Oder sollte das Ironie sein?

  31. 31 David 25. Juni 2011 um 16:14 Uhr

    Ich glaube diese Frage ist genauso wichtig und unwichtig zu gleich, wie die Frage ob die Erde rund ist.

    Sie tun es einfach und es erfüllt seinen Zweck, sonst wär es nicht geschehen.

    Für mich als Mann wird es nur schwer und für meine bessere Hälfte dann wohl auch.
    C‘est la vie!
    Auch wenn der innere Stier versucht meine Gefühle einzufangen, bin ich der Überzeugung, dass man ihm Gehör schenken muss.

    Als Frau darin etwas Gutes zu sehen, ist glaub ich genauso schwer, wie für den Mann weg zu sehen.

    Für manche Männer ist es glaub ich diese Reglosigkeit, die so inspirierend wirkt.
    Für manche Frauen ist es glaub ich dann diese endlich aufwachende Kraft.
    Manche Männer sind erst dann frei, wenn die Frau glücklich da liegt und nichts von dir befürchtet, sie muss sich nicht wehren, sie kann warten los lassen sie vertraut dir voll und ganz ohne wenn und aber.
    Dieser Augenblick wo der Mann die freie Wahl haben scheint, versucht der Fotograf einzufangen.

    Es geht wahrscheinlich um gar nichts mehr.

  32. 32 tee 08. Oktober 2011 um 23:01 Uhr

    wie ist das eigentlich mit der feministischen „aneignung“ von bildern, die nach den hier geäußerten maßstäben als sexistisch gelten? also wenn dieselben bilder als werbung benutzt werden von denen, die sie sonst kritisieren? wie rechtfertigt sich sowas?

  1. 1 Mädchenmannschaft » Blog Archive » Pornos, Piraten und Quotenfeministinnen: Die Blogschau Pingback am 28. Mai 2011 um 16:01 Uhr

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