Schlimmer als Schröder

Wer denkt, dass die deutsche Frauenministerin Kristina Schröder schon das Übelste ist was uns die Politiker_innen zur Schaffung von Gleichberechtigung vorsetzen, soll nun eines Besseren belehrt werden.
Monika Ebeling Gleichstellungsbeauftragte im niedersächsischen Goslar, kommt der Personifizierung des Backlash nämlich entscheidend näher. Sorry Kristina!
In Ihrer Amtszeit wehrte sie sich erfolgreich gegen „einäugige“ feministische Politik und wollte Männerthemen vermehrt in den Vordergrund rücken. Als sie eine Ausstellung eines Netzwerks gegen häusliche Gewalt boykottierte und einer weiteren Anti-Gewalt-Aktion Männerfeindlichkeit attestierte, wurde es einigen Politiker_innen zu bunt und Ebeling musste gehen.

Das stieß der Stadt, die Ebeling als Gleichstellungs- und nicht als Männerbeauftragte eingesetzt und bezahlt hat, schließlich sauer auf. Die Linken wollten ihren Abgang, Unterstützung kam von den Grünen und der Homebase der Renegatin, der SPD: Ebeling wurde letzte Woche mit 25 zu 10 Stimmen des Amtes verwiesen, die Stelle soll künftig nur mehr ehrenamtlich besetzt werden.

Traurig ist darüber außer den zahlreichen Männerrechtlern, nicht wirklich jemand in Goslar. Und die vielen „Bitterfotzen Amazonen“, so nennt Ebeling liebevoll Feministinnen können wieder aufatmen. Kurz zumindest, Ebeling will ihren Kampf gegen den „staatlich verordneten Feminismus“ nämlich auch außerhalb des Gleichstellungsbüros weiterführen. Monika Ebeling – ein Name also, den wir uns unter Umständen merken sollten!


33 Antworten auf “Schlimmer als Schröder”


  1. 1 GeHa 28. Mai 2011 um 15:22 Uhr

    Nun, die Frau hat jetzt wieder mehr Zeit sich ihrem Kerngeschäft zu widmen, nämlich Männer, Jungen und traditionelle Familien zu therapieren, die von bösartigen Feministen verfolgt werden.
    Das ist bitter nötig.

  2. 2 Marie 28. Mai 2011 um 20:10 Uhr

    Und wann soll Fr. Ebeling von Bitterfotzen Amazonen gesprochen haben? Wenn man das googelt, kommt als vierter Treffer sofort diese Seite. Und auf den anderen Seiten steht lediglich, dass ihre Unterstützer diese Begriffe verwendet haben. Lügst du, Leonie? Oder hast du Informationen, die uns weiterhelfen, aber sonst niemand hat?

    Aber mal eine ganz andere Frage. Wenn Gleichstellung die gleiche Stellung bedeutet, müsste Ebeling nicht aus Prinzip dann gegen Ungleichstellung voran gehen? Wenn lediglich Männer als Täter gebrandmarkt werden, müsste sie dann aus diesem Prinzip heraus nicht auch Frauen als Täter brandmarken oder eben niemand? Was wäre denn für dich dann Gleichstellung, wenn alle Täter sind, wenn niemand Täter ist oder wenn nur Männer Täter sind?

  3. 3 Piratenweib 28. Mai 2011 um 20:40 Uhr

    Ach manno, jetzt haben die Bitterfotzen doch gar kein Feindbild mehr! Auf wem sollen wir ewiggestrigen Radikalfemifaschistinnen denn jetzt herumhacken?

    Im Ernst: Ein Verlust für die Menschheit ist die Abberufung der Ebeling nun wirklich nicht. Sie hat ihren Job schlecht gemacht. Das kommt vor, das passiert in den besten Familien. Sonst ist nichts passiert. Sollen wir wirklich wegen jeder Entlassung – über die noch dazu demokratisch abgestimmt wurde – so einen Bohei machen? Ach nee, die gute hat jetzt viel mehr Zeit, sich ihrem Kerngeschäft zu widmen (wie @GeHa schon schrieb). Das ist doch gut für sie – und gut für uns.

  4. 4 Bäumchen 28. Mai 2011 um 22:35 Uhr

    @Marie
    Hi; als ich gegoogelt habe, kam ich sogleich auf den Blog der erwähnten ehemaligen Gleichstellungsbeauftragten: http://geschlechterdemokratie.wordpress.com

    Daraus stach mir v.a. dieser Post hervor:

    http://geschlechterdemokratie.wordpress.com/2011/05/18/wer-lesen-kann-ist-klar-im-vorteil/

    über das Buch ,,Bitterfotze“ über Maria Sveland.

    Zitat: ,,Sehr empfehlenswert.  Insbesondere junge Frauen sollten es lesen, um erst gar nicht in die dort beschriebene Bitterfotzigkeit hineinzugeraten. Ohne diese lebt es sich glücklicher  und entspannter – erst recht in einer Partnerschaft!“

    Die Interpretation überlasse ich dir ;-)

  5. 5 Bäumchen 29. Mai 2011 um 0:32 Uhr

    Was ich aber vermeiden will, ist ihren Blog zu bewerben … ich habe mir jetzt einige andere Posts durchgelesen, und mir ist schlecht. U.a. Zitate wie solche tauchen auf:

    ,,Wer gegen den Feminismus ist, ist noch lange nicht „gegen Frauen“ oder gegen die Errungenschaften der Frauenbewegung, wie es manchmal versucht wird zu unterstellen.“
    http://geschlechterdemokratie.wordpress.com/2011/04/04/gleichstellungsbeauftragte-spricht-mit-antifeministen/

    ,,Wieso soll ausgerechnet das Geschlecht Alleinstellungsmerkmal für Benachteiligungen, Diskriminierungen und Ungleichbehandlungen sein?
    Was, wenn wir Benachteiligungen, Diskriminierungen und Ungleichbehandlungen mit einer Parteilichkeit für MENSCHEN begegnen würden, anstatt dem Geschlecht und dann nur einem und gerade dem weiblichen den VIP Bereich anzubieten und Exklusivrechte einzuräumen?
    Oder im Umkehrschluss:
    Was wenn wir statt dem weiblichen genau dem anderen Geschlecht den V.I.P Bereich anbieten und ihm Exklusivrechte einräumen und sagen würden, das weibliche Geschlecht sei schuld an den Benachteiligungen, Diskriminierungen und Ungleichbehandlungen die Mann zu erdulden hätte?
    Es drängt sich immer mehr der Gedanke auf, daß Geschlecht als Dimension nicht zielführend ist, um Benachteiligungen, Diskriminierungen und Ungleichbehandlungen auf dieser Welt erklären und beheben zu können.“
    http://geschlechterdemokratie.wordpress.com/2011/03/31/der-starre-blick-aufs-geschlecht/

    Dann eine kaum implizite und natürlich durch eine ,,Freundin“ ins Gespräch gebrachte Aufforderung, Frauenhäuser abzuschaffen:
    ,,Eine Freundin meinte im Flüsterton zu mir, man müsse die Frauenhäuser abschaffen. Ich verdutzt: Das meinst du doch nicht im Ernst! Aber sie bleibt dabei und spricht leise von Unprofessionalität, Geheimniskrämerei und dem Gewaltschutzgesetz. Das alles aber „hinter vorgehaltener Hand“, denn laut darf man das nicht sagen.“
    → plus ein PDF-Dokument, das gegen Frauenhäuser plädiert.
    http://geschlechterdemokratie.wordpress.com/2011/04/22/frauenhauser-wirklich-abschaffen/

    Und am schlimmsten sind ihre Gründe gegen eine gesetzliche Frauenquote. Bitte lesen und Haare raufen: http://geschlechterdemokratie.wordpress.com/2011/02/27/gleichstellungsbeauftragte-gegen-die-gesetzliche-frauenquote/

    Über die Frau kann man einen ganzen Watchblog einrichten. Wenigstens einen hübschen Artikel ist es wert. Endlich mal wieder eine, die die Wahrheit sagt.

  6. 6 Marie 29. Mai 2011 um 2:07 Uhr

    @Piratenweib
    ,,Wer gegen den Feminismus ist, ist noch lange nicht „gegen Frauen“ oder gegen die Errungenschaften der Frauenbewegung, wie es manchmal versucht wird zu unterstellen.“

    Wieso wird dir schlecht dabei? Ideologie und Menschen, die sich die Ideologie jeweils herausnimmt, für sie zu sprechen, sind doch zwei komplett unterschiedliche Dinge. Selbstverständlich kann man gegen den Feminismus sein, ohne, dass man etwas gegen Frauen hat.
    Du bist doch auch gegen Nazis, ohne, dass du etwas gegen Deutsche hast.
    Du bist doch auch gegen Al Quaida, Taliban,… , ohne, dass du etwas gegen Moslems hast.

    Oder kannst du nur totalitär denken? „Entweder seid ihr mit mir oder gegen mich!!!“?? Ist das dein Motto? Sind für dich alle Russen kommunistische Schweine, nur weil es Stalin gab? Sind für dich alle Chinesen Massenmörder, nur weil Mao 40 Mio. Menschen bei seiner Kulturrevolution ermorden lies?

    Also muss jeder automatisch gegen Frauen sein, wer gegen Feminismus ist? Traurig, wenn das deine Weltsicht sein soll…..wirklich traurig.

  7. 7 Michael Knuth 29. Mai 2011 um 9:34 Uhr

    (Edit leonie)

  8. 8 GeHa 29. Mai 2011 um 11:52 Uhr

    Was ist das nur für eine alberne Einstellung, dass Feministinnen gegen Männer sind. Aber das sind eben auch durch manche Männer und deren Anhänger geprägte Vorurteile und allgemeingültige Aussagen.
    Ich bin nur gegen einzelne, auf die bestimmte Eigenschaften und Handlungen zutreffen.
    Und diese Dauerdiskussion, dass auch Männer Täterinnen sind oder Frauen Täter, nervt gewaltig. Das beide Geschlechter gewaltfähig sind, sind Tatsachen, betrachtbar ist nur die Verteilung und Art derselben.

    Man muss Frau Ebeling nicht hochloben, sie vertritt postadenauersches antiqiertes Lebensbild von Männern und Frauen. So wie in der SPD-Genossenschaft und Schröder auch – Gerhard wohlgemerkt.

  9. 9 Neo.R 29. Mai 2011 um 14:48 Uhr

    Hi,

    wieso ist dieses paternalistische Geschreibe von „Michael Knuth“ hier veroeffentlicht? Findet ihr das in Ordung? Der Typ sagt ja von sich selbst, dass er andere Frauen mit „BFA“ beschimpft. K.a. wie ihr dazu steht aber sowas muss man doch auf einem feministischen Blog nicht lesen muessen, oder?

    Und diese „von oben herab“ Kritik an GeHa finde ich jetzt auch ziemlich fragwuerdig. Kein Argument aber rumlabern. Muss das sein?

  10. 10 Bäumchen 29. Mai 2011 um 18:58 Uhr

    @ Marie
    Du disqualifizierst dich hübsch selber. Feminismus mit Nationalsozialismus vergleichen … ich empfehle dir die Seite hatr.org und alle Menschen, die dort mit dem Godwin-Bonus ausgestattet worden sind. Vielleicht wäre das was für dich und du findest neue Freunde.

  11. 11 Marie 30. Mai 2011 um 0:33 Uhr

    (edit leonie: ich schlate keine Kommentae frei in denen Menschen beschimpft werden, s. Nettiquette)

  12. 12 Marie 30. Mai 2011 um 2:20 Uhr

    @Leonie
    Und du schaltest Kommentare frei, in denen mich „Bäumchen“ als Nazi hinstellen darf? Ich darf nicht ihre Intelligenz anzweifeln, weil Bäumchen nicht in der Lage ist zu lesen, dass ich zwischen Ideologien und Menschen unterscheiden kann – OHNE!! – dass ich behaupte, dass alle Feministen Nazis sind??

    Wer beleidigt wen hier intensiver? Mich als Nazi darstellen, oder weil ich – ZURECHT!!! – Die Lesequalitäten von Bäumchen kritisiere?
    Also, bitte…..dann lösche auch Bäumchens Kommentar.

  13. 13 Bäumchen 30. Mai 2011 um 9:43 Uhr

    @Marie
    Du hast Frauen und Feminismus in direkten Vergleich gesetzt zu den Deutschen und den Nazis, den Chinesen und Mao, den Muslimen und Al Quaida. Dass nicht jede Ideologie mit einer anderen zu vergleichen ist, kannst du (vielleicht, musst aber nicht) daran erkennen, dass ,,der“ Feminismus (den es an sich nicht gibt, nur verschiedene Strömungen) keine Massenmorde legitimiert.

    Außerdem ist jede (auch deine)Art zu denken und jede Kultur Ideologie, weil schon die Art, wie unser Gehirn Sinneseindrücke verarbeitet, in einem gewissen ideologischen, kulturellen Rahmen geschieht. Die Vorstellung, aus einer ,,objektiven“ Perspektive zu reden und völlig ideologiefrei ,,für Menschen“ zu sein, kannst du hübsch vergessen. Ich hab mich schonmal mit der ,,Interessengemeinschaft Antifeminismus“ auseinandergesetzt (bei der geht es nämlich im Post von Monika Ebeling) und kaum etwas ist ideologischer zu nennen. Telepolis berichtete vor einiger Zeit darüber:
    ,,Dem eigenen Anspruch nach einer „Entideologisierung“ des Verhältnisses von Mann und Frau wird sie nicht gerecht, wenn man sich davon eine eher nüchterne Lagebeschreibung und Zukunftsvorstellungen erwartet. Die in amtlichen Stichpunkten abgefasste Prosa des Programms für „eine echte Gleichberechtigung“ trägt den Stempel bitterer Enttäuschung und sentimentaler Überhöhung idealer Verhältnisse, die Fundamentalisten auszeichnet – und zum Teil auch deren unfreiwillige Komik.“
    http://www.heise.de/tp/blogs/6/149639

    Emanzipation ist der Kampf um Machtausgleich (nach einigen Ansichten), und im Zitat von Monika Ebeling steht ,,Wer gegen den Feminismus ist, ist noch lange nicht „gegen Frauen“ oder gegen die Errungenschaften der Frauenbewegung, wie es manchmal versucht wird zu unterstellen.“
    Die Errungenschaften der Frauenbewegung sind u.a. dass Frauen heute emanzipierter sind. Dennoch kann man/antifeminist angeblich für emanzipierte Frauen, aber gegen Feminismus sein? Wie anders als durch den Kampf um Machtausgleich hätten die Frauen das erringen können? Warten, bis die Männer so nett sind und ein bisschen Macht abgeben? Und solange weiterbügeln?

    Wann habe ich dich bitte schön als ,,Nazi“ hingestellt? Dreh mir nicht die Worte im Mund herum. Ich habe dir den Godwin-Bonus zugestanden, der besagt, ,,dass im Verlaufe langer Diskussionen, beispielsweise in Usenet-Newsgroups, irgendwann jemand einen Nazi-Vergleich einbringt“(Wikipedia, Godwin’s Law). Und das hast du getan.

  14. 14 Marie 30. Mai 2011 um 11:04 Uhr

    Sag mal hakts bei dir irgendwie??

    Ich habe lediglich geschrieben, dass man gegen Ideologien sein kann und trotzdem nicht gegen all die Menschen, die die jeweiligen Ideologien angeblich vertreten!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Nicht mehr und auch nicht weniger. (und dein Geblubber mit deiner Antifeminismusvertretung, Telepolis und blablabla……interessiert mich gar nicht!! Es wurde von mir nie erwähnt!!)

    Und ja, auch Feminismus (und ich spreche bestimmt nicht von DEM Feminismus) legitimiert Massenmord. Ich sage nur S.C.U.M. und Sally Miller Gearhart.

    Aber selbst das habe ich nicht mal im Ansatz angedeutet, erwähnt, genannt oder geschrieben. Ich habe lediglich geschrieben, dass man zwischen …….. und jetzt lies dir mal GANZ GENAU durch, was ich jetzt schreibe…….VIELLEICHT, VIELLEICHT, VIELLEICHT……ABER AUCH: VIELLEICHT……verstehst du dann, was ich von Anfang an meinte……….all den Ideologien und jeweiligen Menschen, die sie versuchen zu vertreten unterscheiden kann……wunhuuuuuu……nur eine Information…..Differenzierung. Man kann gegen Feminismus sein, ohne gegen Frauen zu sein. Mann kann gegen jede Ideologie sein, ohne, dass man gegen die jeweiligen Menschen ist.

    Und dann hast du auch noch die absolute Frechheit so zu lügen. Mich nicht in die Ecke zu stellen und trotzdem, nur ein Post vorher:

    „Vielleicht wäre das was für dich und du findest neue Freunde.“

    Also soll ich mich mit all den Faschos befreunden?? Sag mal hakts bei dir irgendwie? Bekommst du deine Lügen überhaupt noch mit?? Oder bist du wirklich so ein totalitärer Fall??

    „Seid ihr nicht für mich, seid ihr alle gegen mich!!!“

    Deine Posts sprechen für sich……lass mich raten, Studentin, Single, arbeitslos…..;)

  15. 15 Marcie 30. Mai 2011 um 11:58 Uhr

    doppelt, bitte löschen

  16. 16 tüdelü 30. Mai 2011 um 12:22 Uhr

    ich würde worte à la „männerrechtler“ nicht in einem negativen zusammenhang verwenden. das lässt nämlich den eindruck entstehen, man sei hier gegen die rechte von männern bzw. ausschließlich für die rechte von frauen – man tritt ja für GLEICHberechtigung ein, gerade die einseitigkeit ist doch der gegner.

  17. 17 leonie 30. Mai 2011 um 16:43 Uhr

    Trolle bitte nicht füttern!

  18. 18 Bäumchen 30. Mai 2011 um 16:44 Uhr

    Beeindruckende Rhetorik. Und dabei all diese Ausrufezeichen. Und diese subtilen Beleidigungen. Ich werde mich heute Nacht in den Schlaf weinen.

    Nochmal: Meine Aussage: „Vielleicht wäre das was für dich und du findest neue Freunde.“ In Sachen Nazivergleich und Godwinbonus auf der Seite hatr.org

    Deine Aussage: ,,Also soll ich mich mit all den Faschos befreunden?? Sag mal hakts bei dir irgendwie? Bekommst du deine Lügen überhaupt noch mit?? Oder bist du wirklich so ein totalitärer Fall??“

    Ich sagte, du solltest dich mit den anderen (auf hatr.org) anfreunden, die gerne Nazivergleiche ziehen und bei denen Godwin’s Law des öfteren eintrifft. Das sind keine Faschisten, aber Menschen, die eben gerne (und in deinem Fall schnell) Nazivergleiche ziehen.
    Beeindruckend ist auch dein Einsatz von Fragezeichen. Ich werde viele Taschentücher heute Nacht brauchen.

    Deine Aussage: ,,Man kann gegen Feminismus sein, ohne gegen Frauen zu sein. Mann kann gegen jede Ideologie sein, ohne, dass man gegen die jeweiligen Menschen ist.“

    Du bestehst sehr darauf, dass ich diesen Punkt verstehe, denn du untermalst ihn mit allerlei rhetorischen Formulierungen, die ich (*ironie-an*) unglaublich bewundere und mir auch VIELLEICHT VIELLEICHT VIELLEICHT aneignen muss!!!!!!!!!!!!! (*ironie-aus*). Ich habe diesen Punkt sehr gut verstanden, aber er war auch nicht der Grund, weshalb mir bei dem Zitat der Ebeling schlecht geworden ist, sondern der darauf folgende Halbsatz, der besagt, dass Antifeministen nicht gegen die Errungenschaften der Frauenbewegung sind, was ich logisch nicht schlüssig finde, dir ja aber bereits schon erläutert habe, warum nicht. Ich bin sogar überzeugt, dass Antifeministen (wie der Name schon andeutet) gegen Feministinnen, aber nicht gegen Frauen ,,im Allgemeinen“ sind; Frauen, die sich unterordnen, Frauen, die mann beherrschen kann – gegen all diese Frauen haben Antifeministen nichts. Jede Frau, die sich gegen so eine Herrschaft wehrt, sei es gegen häusliche Gewalt oder gegen sogenannten ,,wohlwollenden Sexismus“, subtile Dominanz während einer Diskussion etc … jede Frau, die sich dagegen wehrt, ist für mich eine Feministin, egal ob bewusst oder unbewusst.

    ,,Deine Posts sprechen für sich……lass mich raten, Studentin, Single, arbeitslos…..“

    Ja, du hast mich fast durchschaut… Ich bin ein dicker, bärtiger Mann, der nackt vor dem Rechner sitzt und dabei gerne seine Beinhaare flechtet.

    Küss die Hand.

  19. 19 Bäumchen 30. Mai 2011 um 17:04 Uhr

    personal message, leonie:
    sorry, zu spät. aber ich denke, ich belasse es jetzt auch dabei, das sommerwetter ist viel zu schön. :)

  20. 20 delilah 31. Mai 2011 um 1:21 Uhr

    bäumchen: wenn du alle antisexistinnen als feministinnen siehst, nimmst du sie (zb mich) in ihrer eigenen kritik nicht ernst. das ist instrumentalisierung. und paternalistisch.

  21. 21 Bäumchen 31. Mai 2011 um 1:52 Uhr

    @ delilah
    Vielleicht bin ich mir auch eines feminismusfreien Antisexismus nicht bewusst. Meinst du damit, sich dagegen zu stellen, dass auch Männer in eine Rolle gedrängt werden? Ich versteh dann nur nicht, warum eine Antisexistin dabei keine Feministin sein soll; denn ich als Feministin bin ja nicht per se gegen Männer (dass das immer wieder gesagt werden muss!) und will nicht dazu beitragen, diese in eine Rolle zu drängen. Ja, aber ich greife zuweit vor, bin mir nämlich gar nicht so sicher, was deine Kritik gerade ist. Lass hören.

  22. 22 delilah 31. Mai 2011 um 11:51 Uhr

    entschuldige, das hätt ich eigentlich auch gleich dazusagen können. nein, um männer gehts mir dabei gar nicht, die kommen ja im feminismus durchaus vor. meine kritik ist, dass die forderung nach chancengleichheit – m.e. die kernforderung – immer auch bedeutet, dass man diese „chancen“ für was tolles hält oder zumindest kein problem damit hat, dass es trotzdem immer konkurrenzverlierer gibt. das anliegen ist nur, dass darunter nicht so überproportional viele frauen sein sollen, wie das heute der fall ist. und da geh ich nicht mit.

  23. 23 Bäumchen 31. Mai 2011 um 14:02 Uhr

    @delilah

    Wenn ich dich richtig verstehe, formulierst du also antikapitalistische Kritik am sogenannten Gleichheitsfeminismus? Das finde ich schon richtig, was du sagst. Ich bin nicht für eine Welt, in der die Arbeitskraft weiterhin ausgebeutet wird und diesmal von Managerinnen und Managern zu gleichen Teilen. Das wäre für mich kein herrschaftskritischer Feminismus.

    Dennoch glaube ich, dass Antikapitalismus alleine nicht ausreicht. Wie du sagst, Ausbeutung und Konkurrenzverhältnisse kann es durch die Gleichberechtigung von Mann und Frau weiterhin geben; aber die Unterdrückung der Frau (der Kinder, etc.) kann es auch OHNE den modernen Kapitalismus geben; das Patriarchat ist älter, und es kann auch weiterhin bestehen bleiben, wenn der Kapitalismus als Wirtschaftsform irgendwann mal überwunden werden sollte. Auch wenn ich zugeben muss, dass das Patriarchat die meiste Zeit davon gelebt hat, die Frau als (billige bzw. kostenlose) Wirtschaftskraft auszubeuten und/oder durch sie Arbeitskraft zu reproduzieren (mittels Kinderkriegen, Versorgen des Haushalts, Versorgen des Mannes etc.)

    Deshalb glaube ich, dass frau sich klar gegen Seximus und Machismo stellen muss, auch in den Reihen der ach so kritischen männlichen Linken(z.B. in der Antifa). Die Rote Zora sagte dazu mal was:

    ,,Es gibt auch immer wieder nervige Diskussionen. Denn die Männer, die ansonsten ihren radikalen Bruch mit diesem System in eine konsequente Praxis umsetzen, sind oft erschreckend weit davon entfernt, zu begreifen, was antisexistischer Kampf heißt und welche Bedeutung er für eine sozialrevolutionäre Perspektive hat. Es ist unter uns Frauen auch umstritten, wo die Grenzen sind, an denen uns die Zusammenarbeit stärkt oder unseren Frauenkampf lähmt.“

    EMMA-Interview 1984, Quelle: http://www.nadir.org/nadir/initiativ/id-verlag/BuchTexte/Zorn/Zorn50.html

    Nochmal in eigenen Worten: Ich glaube einfach, dass ich als Frau an zwei Fronten stehe.

  24. 24 delilah 31. Mai 2011 um 14:57 Uhr

    dass man auch und gerade innerhalb der eigenen politischen zusammenhänge gegen sexismus kämpfen muss, da bin ich völlig einverstanden. nur ist das halt noch kein feminismus.
    dennoch ist es gerade aus ner antisexistischen sicht wichtig, die ursache für solche ideologien zu zerstören, und die liegt in der konkurrenz. dass sie erst im kapitalismus entstanden seien, sage ich gar nicht; aber ne klassengesellschaft brauchts dafür schon. und dass alle ideologien einfach ewig weiterleben sollen, wenn ihre ursachen von den menschen erkannt und beseitigt wurden, müsstest du jetzt schon begründen.
    um dein abschlussstatement aufzugreifen: ich stehe nur an einer front. mit meinen genoss_innen kann ich reden, wenn sie fehler machen. das sind keine politischen gegner, sondern verbündete.

    ps: sorry fürs hijacken, aber marcie scheint sich ja eh zurückgezogen zu haben..? marcie: du kannst doch nicht aus versehen das „c“ wieder benutzen, so fliegt doch die ganze feine tarnung auf..

  25. 25 Bäumchen 31. Mai 2011 um 15:56 Uhr

    Kannst du mir, bevor wir weiterdiskutieren, erstmal sagen, aus welcher Ecke bzw. Position heraus du diskutierst? Am Anfang dachte ich, du sprichst als Antisexistin und nicht als Feministin, irgendwie wurde es mir nicht deutlich aus deinem Geschriebenen.
    Und dann diese Aussage: ,,nur ist das halt noch kein feminismus.“ Ja … kenn ich irgendwoher, diese tausend ,,Offenbarungen“, was denn nun ,,wirklich“ Feminismus ist. Definiere bitte, bevor wir mit der Lektion ,,Einführung in den Feminismus“ fortfahren und ich mich derweil auf eine gute Note vorbereite.

    Und ich habe nicht davon gesprochen, dass ,,alle Ideologien einfach ewig weiterleben“, wenn die Grundlagen entzogen sind, darf ich zitieren: ,,[das Patriarchat) kann auch weiterhin bestehen bleiben“ also als eine Möglichkeit. Es wird sich durchaus in einer anderen Gestalt zeigen, wenn es so sein sollte, reformiert eben und nicht völlig überwunden, wie es sich manche Antikapitalisten so gerne wünschen, die glauben, mit dem Kapitalismus verschwinde einfach jedes Machtungleichverhältnis zwischen Menschen. So ein Antikapitalismus ist naiv.

  26. 26 tee 31. Mai 2011 um 20:47 Uhr

    Und dann diese Aussage: ,,nur ist das halt noch kein feminismus.“ Ja … kenn ich irgendwoher, diese tausend ,,Offenbarungen“, was denn nun ,,wirklich“ Feminismus ist.

    antisexismus für sich ist aber „wirklich“ KEIN feminismus. das ist ja keine definition des feminismus, sondern etwas, das er *nicht* (automatisch) ist.

  27. 27 delilah 01. Juni 2011 um 0:27 Uhr

    hilfe, nein! so war das natürlich auf keinen fall gemeint. das ist ne miese denunziations-tour, die würd ich so bestimmt nicht bringen. du hattest das schon richtig verstanden. ich bin kommunistin („ecke“). und da gehört antisexismus mit dazu.
    du hast jetzt nochmal unterstrichen, dass die ideologien nicht automatisch weg wären, aber warum sie weiter bestehen würden, hast du nicht erklärt („naivität“ ist keine erklärung).

  28. 28 bigmouth 01. Juni 2011 um 8:18 Uhr

    meine güte, du hängst halt einer bestimmten, vorrausetzungsreichen theorie darüber an, woher sexismus kommt. die muss mensch nicht teilen.

    und eins ist auch klar: klassischerweise hat die „nebenwiderspruchstheorie“ oft genug dazu gedient, feminismus zu marginalisieren, seit alten spd-zeiten

  29. 29 Bäumchen 01. Juni 2011 um 9:38 Uhr

    @tee Ich habe nicht gesagt, dass Antisexismus Feminismus ist. Ich habe lediglich gesagt, wen ICH als Feministin sehe. Und das ist meine persönliche Alltagsdefinition und keine, die ich mir erst in einer elitären Hochschulgruppe aneignen muss. Das hat sicher auch seine Wichtigkeit und Funktion, aber darum ging es mir in meiner Aussage gar nicht.

    @delilah Ich warte immer noch auf deine Definition von Feminismus. Und ,,miese Denunziations-Tour“ … Versuchs doch ein bisschen sachlicher, hier zeigt niemand mit dem Finger auf dich und denunziert dich, ich stelle nur richtig, was ich gesagt habe und will es von dir nicht verzerrt sehen.

  30. 30 tee 01. Juni 2011 um 13:18 Uhr

    Ich habe lediglich gesagt, wen ICH als Feministin sehe.

    ich mein ja nur, weil es delilah darum ging, dass sie sich NICHT als feministin sieht. war halt ein sehr komischer wechsel von dir.

  31. 31 Bäumchen 01. Juni 2011 um 13:30 Uhr

    ich mein ja nur, weil es delilah darum ging, dass sie sich NICHT als feministin sieht. war halt ein sehr komischer wechsel von dir.

    Achso! Ich habs nicht mehr geblickt, sieht sie sich jetzt als Feministin oder als Antisexistin, und dann habe ich einfach geraten und sie auch gerade deswegen gebeten, ihren Standpunkt zum Feminismus zu erläutern bzw. ihre Definition. Die Aussage ,,nur ist das halt noch kein feminismus“ klang irgendwie danach, als wollte sie den Feminismus als Feministin vom Antisexismus abgrenzen.
    *aufdrösel*

  32. 32 delilah 01. Juni 2011 um 16:08 Uhr

    oh mann. alles, was du bisher als angriff aufgefasst hast, hattest du einfach nur falsch verstanden. ok?! ich war die ganze zeit überaus höflich. „das ist noch kein feminismus“ war analytisch gemeint und nicht etwa vorwurfsvoll. und die „denunziationstour“ ist das, was du fälschlicherweise unter meinem „das ist noch kein feminismus“ verstanden hast. die tour schreibe ich also nicht dir zu, sondern jenen, die in der weise „argumentieren“, wie du mich zunächst fälschlich verstanden hattest. kein angriff weit und breit also. frag zur not gerne nochmal nach, wenn das jetzt zu kryptisch war.

    meine definition von feminismus hattest du aufgrund eines missverständnisses verlangt, so dass ich nicht davon ausging, die noch liefern zu müssen – aber gut: ich verstehe unter feminismus das, was du bereits als „gleichheitsfeminismus“ erkannt hast. bis auf sein gegenstück, den differenzfeminismus, ist soweit ich das einschätzen kann jede strömung eine spielart des gleichheitsfeminismus, aber da kannst du mich gerne korrigieren.

    auf meine kritik daran, dass du alle antisexist_innen eingemeindest, bist du jetzt nicht eingegangen. du hast einfach nochmal das wiederholt, was mir ja gerade nicht passt. (das mit der „elitären hochschulgruppe“ bezieht sich hoffentlich auch immer noch auf eines der missverständnisse und ist damit jetzt hinfällig geworden.)

    bigmouth: meinst du etwa mich? könntest du das mal ausformulieren? und wie kommst du auf nebenwiderspruch?

  1. 1 Mädchenmannschaft » Blog Archive » Pornos, Piraten und Quotenfeministinnen: Die Blogschau Pingback am 05. Oktober 2011 um 11:06 Uhr

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