Bund katholischer Ärzte – Therapie von Homosexualität

Der „Bund katholischer Ärzte“ beweist wieder einmal die Weltfremdheit der katholischen Kirche. Auf ihrer Webseite informieren die papsttreuen Mediziner_innen über „Therapiemöglichkeiten von Homosexualität“.

Lieber Arztkollege und Besucher*,

es gibt religiöse, psychotherapeutische und medizinisch-homöopathische Möglichkeiten der Behandlung bei Homosexualität und homosexuellen Neigungen.

Wichtig ist festzustellen:
Homosexualität ist keine Erkrankung!

Genau Homosexualität ist keine Krankheit und braucht keine Therapie, sondern eine Gesellschaft die endlich akzeptiert dass es ein Leben jenseits der Heteronormativität gibt. Menschen aufgrund ihrer sexuellen Neigungen zu pathologisieren ist wirklich das Letzte und sollte längst der Geschichte angehören. Aber Papst sei Dank müssen wir uns diesen Schwachsinn immernoch anhören. Lieber „Bund katholischer Ärzte“ ihr könnt mich mal!


16 Antworten auf “Bund katholischer Ärzte – Therapie von Homosexualität”


  1. 1 antichrist 30. Mai 2011 um 21:53 Uhr

    …da sollte sich der Bund katholischer Ärzte mal über therapiemöglichkeiten pädophiler geistlicher gedanken machen…..

    fck verlogen kirche…..!!!!

    lg der weller

  2. 2 Bäumchen 31. Mai 2011 um 0:53 Uhr

    Ich bin verwirrt. Homosexualität sei keine Erkrankung, dennoch gäbe es Therapieansätze gegen ,,homosexuelle Neigungen“?

    Was ich einfach krass finde, ist die Systematik, mit der die Katholische Kirche Homosexuelle im Priesteramt und als Theologen nicht nur kleinhält sondern auch ,,bei der Stange“ und gefügig – durch die Masse an Schuldgefühlen, die sie ihnen einbläut. Peter Bürger auf Telepolis hat da einen sehr guten Artikel vor einigen Wochen drüber geschrieben.
    http://www.heise.de/tp/artikel/34/34735/1.html

    Dennoch finde ich das Thema zu komplex, um es leicht abzutun. Weil ich selber da durch musste, finde ich es schwierig, solche Aussagen rein als ,,reaktionär“ zu betrachten. Heruntergebrochen auf den einzelnen Menschen (und weg von dem systematischen Handeln einer ganzen Kirche) sind da Schuldgefühle, der Wunsch, es ,,richtig“ zu machen, der Gedanke, es sei eine ,,Prüfung“, die Umwelt, die dich verstört und dir verschiedene Signale sendet; auf der einen Seite die, die wollen, dass du ,,loyal“ bist und dich selber verleugnest, auf der anderen Seite die Menschen, die ,,Rebellion“ fordern und die Absage an deinen Glauben. Es gibt Momente, wo du dich selber als krank bezeichnest und fast glücklich damit bist, durch diese Erkenntnis schon ein wenig auf dem ,,Weg der Heilung“ zu sein. Dann wieder Momente, wo du weißt, dass kein Gott und kein Glaube dich glücklicher machen könnte als diesem einen Menschen JETZT die Hand zu halten.
    So ein schwieriges Thema. Mich würde es interessieren, ob es anderen Menschen auf dem Blog hier mal so ging, und wie sie dann damit umgegangen sind. Ich versuche gerade, beide Sachen zu vereinen, bin mir aber auch bewusst wie es so schön heißt: ,,In Gefahr und höchster Not bringt der Mittelweg den Tod“ …

  3. 3 Bäumchen 31. Mai 2011 um 8:30 Uhr

    http://www.heise.de/tp/artikel/34/34851/1.html
    Schön wenn der Mädchenblog schneller ist :-)

  4. 4 delilah 31. Mai 2011 um 11:56 Uhr

    wenn ich an gott glauben würde – dafür hab ich halt keinen grund – würde ich nicht einsehen, dass mir den irgendwelche institutionen erklären müssen.

  5. 5 Bäumchen 31. Mai 2011 um 14:07 Uhr

    Von Institutionen nicht. Aber als soziales Wesen – von anderen Menschen.

  6. 6 delilah 31. Mai 2011 um 15:02 Uhr

    ja. von manchen menschen muss man sich auch mal trennen, wenns nicht funktioniert. ich verstehe übrigens nicht, warum du oben gesagt hast, diese haltung sei nicht reaktionär. das ist sie doch eben auch dann, wenn das opfer (?) sie teilt und darunter leidet. genau da kommt das leiden doch her.

  7. 7 Marie 02. Juni 2011 um 22:15 Uhr
  8. 8 rhabarberkompott 03. Juni 2011 um 9:39 Uhr

    Religiöser Irrsinn
    Ich schwanke zwischen Lachen und Weinen, während ich eigentlich immer noch nicht glauben kann, dass in unserem ach so aufgeklärten Deutschland solche Weltfremdheit und Intoleranz herrschen kann. Um über das Thema dann wirklich lachen zu können brauchte ich die Umfrage zum Thema auf pollphin.de, die das Ganze sehr treffend aufgreift.

  9. 9 St 03. Juni 2011 um 21:28 Uhr

    Weltfremd, drangsalierend und nötigend sind auch genügend andere Therapeuten und Psychiater in Sachen Homoheilung und -verleugnung.
    Dazu braucht es keine christlichen Ärzte.

    Nicht zum Lachen.

  10. 10 tee 04. Juni 2011 um 0:56 Uhr

    …da sollte sich der Bund katholischer Ärzte mal über therapiemöglichkeiten pädophiler geistlicher gedanken machen…..
    ich bezweifle, dass unter den kirchlichen missbrauchstätern und vergewaltigern viele pädophile waren. blöder vergleich.

  11. 11 tee 04. Juni 2011 um 0:57 Uhr

    ps: erster satz gehört zitiert ;)

  12. 12 Luna 04. Juni 2011 um 21:23 Uhr

    Mensch bekommt größeren psychischen Schaden, wenn homosexuelle Gedanken/Gefühle/Neigungen nicht zugelassen werden.

    Würd mich mal interessieren, ob mensch sich auch von Dummheit heilen kann…

  13. 13 roggen 05. Juni 2011 um 21:10 Uhr

    @antichrist:

    Da kommt Ihnen der Bund zuvor:

    Homöopathie bei „Mißbrauch durch Geistliche?“

    Ja, Homöopathie kann bei allen Menschen (nicht nur Geistlichen!) angewandt werden, die sexuellen Mißbrauch betreiben und die sich helfen lassen wollen.

    http://www.bkae.org/index.php?id=416&L=0

  14. 14 Isabel Schäfer 26. September 2011 um 8:11 Uhr

    Das ist so unglaublich… ich komme mir vor wie im Mittelalter!!

    Leider hat sich da bei der Kirche noch überhaupt nichts bewegt… wenn man bedenkt, dass Mitarbeiter in kirchlichen Organisationen oder kirchennahen Vereinen immer noch wegen homosexueller Neigungen gekündigt werden, vgl. http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/179041.html

    Nein, Dummheit läßt sich nicht heilen!

  15. 15 Little_monster 21. Mai 2012 um 21:38 Uhr

    es ist schrecklich wie weit man schon ist… was kommt als nächstes werden die kz wieder eingeführt um alle homosexuellen die sich nicht ‚‘ heilen'‘ lassen wollen einzusperren!!
    Als hätte man es als schwuler nicht schon schwer genug werden einem im 21 jahrhundert immer noch ansichten von vor 200 jahren um den kopf geknallt… ich war nie ein besonders christlicher mensch war aber auch nie gegen die kirche.. aber aufgrund dieses artikels werde ich so schnell wie möglich aus der kirche austretten den das was ich heute gelesen habe ist beleidigend und diskriminirend und solchen leuten steck ich bestimmt nicht mein hart verdientes geld in den rachen um solche aktionen zu finanzieren!!!!! :-w

  1. 1 Mädchenmannschaft » Blog Archive » Fußballerinnen, Trendfrisuren und das Eva-Prinzip – die Blogschau Pingback am 04. Juni 2011 um 11:02 Uhr

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