Archiv für Mai 2011

Roseanne

When the show went to No. 1 in December 1988, ABC sent a chocolate “1” to congratulate me. Guess they figured that would keep the fat lady happy—or maybe they thought I hadn’t heard (along with the world) that male stars with No. 1 shows were given Bentleys and Porsches. So me and George Clooney [who played Roseanne Conner’s boss for the first season] took my chocolate prize outside, where I snapped a picture of him hitting it with a baseball bat. I sent that to ABC.

Persönlicher Bericht von Roseanne Barr auf nymag über den Sexismus, den sie in der Fernsehlandschaft erlebt hat.

(gefunden auf der mädchenmannschaft

rum-schieben

Reisen ist nicht nur wunderbar um viele neue Orte und Städte zu erkunden, sondern die Zeit die man mit Warten auf verschiedene Verkehrmittel aufwendet, kann auch gleich dazu genutzt werden, seine Mitmenschen zu beobachten.

So saß ich also am Flughafen müde auf meinem Gepäck und wartete bis mein Check-In-Schalter öffnet, als mir eine zwischenmenschliche Geste besonders auffällig und negativ ins Auge stach – Männer die ihre Frauen in die richtige Richtung schieben. Die Sache sieht ungefähr so aus: Mann und Frau gehen nebeneinander, soblad sich aber ein Richtungswechsel abzeichnet legt der Mann „sachte“, aber doch mit Druck, die Hand auf den Rücken der Frau und verleiht der eingeschlagenen Richtung mit einem leichten Schieben Ausdruck. Die Geste ist zwar nicht wirklich aggressiv und ist dem Handelnden in dem Moment sicher nicht immer bewusst aber trotzdem passiert sie.Und trotzdem zeigt sie wie die Rollen so verteilt sind.
Diese Geste findet sich nämlich außerhalb der Heterobeziehung noch bei Eltern die mit ihren kleinen Kindern unterwegs sind. Im Gegensatz zum diesen bräuchte die Frau diese „Hilfe“ aber gar nicht. Weder am Flughafen, noch auf der Straße, wo besorgte Liebende ihre Angebetete gerne von Autos wegschieben, die diejenige auch ohne ihr zutun nicht im geringsten gestreift hätten.
Der Mann ist also als Beschützer überall vor Ort (ob bewusst oder unbewusst) und weiß dank ausführlichem Studium des Heldentum wie er im Beisein seiner Liebsten zu handeln hat. Immerhin könnte die wehrlose Frau ja im Dschungel des internationalen Luftverkehrs verloren gehen. Von den vielen gefährlichen „unbeaufsichtigten Gepäckstücken“ will ich gar nicht erst anfangen. Wie gut, dass der Mann genau auf diese Situation vor tausenden von Jahren durch andauerndes Jagen von Mammuts evolutionär bestens ausgestattet ist. (Haha ,Achtung Ironie)

Hier zeigt sich also, dass dieses Beschützertum nur ein weiteres antrainiertes Klischee ist, dessen wir uns gut und gerne entledigen können, wenn wir wirklich gleichberechtig auf das falsche Gate zusteuern wollen.

Mitmachen beim LaDIYfest in Berlin

Cross-Post in Kooperation mit der Mädchenmannschaft.

LaDIYs, Grrrls, Trans* & Queers!
[English version: see below]

Auch in diesem Jahr freuen wir uns über eure Vorschläge für das Berliner LaDIYfest 2011, welches vom 07. bis 14. August 2011 stattfinden wird. Ladyfeste sind Mitmachfestivals und leben von den Ideen aller Beteiligten. Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt: Workshops, (politische) Vorträge, Kunstausstellungen, Musik (Chor, Band, Tanz, Percussion…), Diskussionsrunden, Performances, Basteln, Technikkram und, und, und! Worauf wir keine Lust haben: Auf sexistischen, rassistischen, heteronormativen, transphoben und sonstwie diskriminierenden und ausschließenden Bockmist.

Wenn du Lust auf ein DIY feministisches Event hast und etwas anbieten, vorführen oder kreieren möchtest, schreib uns bis zum 15. Juni 2011. Das LaDIYfest sucht Menschen, die im Rahmen des selbst organisierten feministischen DIY-Events ihre Fertigkeiten und Talente mit anderen teilen.

Schreib‘ einfach eine Mail an:

workshop[at]ladyfest[dot]net
music[at]ladyfest[dot]net
film[at]ladyfest[dot]net
art[at]ladyfest[dot]net

oder komm’ zu unseren wöchentlichen Treffen jeden Mittwoch um 20 Uhr im f.a.q. Laden (Jonasstr. 40, Berlin – Neukölln; zwischen Hausnummer 40 und Tierfutterkrippe). Wir suchen auch noch Leute, die uns beim Organisieren helfen möchten. Mehr Infos gibt es unter Ladyfest.net. Bei generellen Fragen schreib‘ einfach an: info[at]ladyfest[dot]net.

English Version >>

LaDIYs, Grrrls, Trans* & Queers!

Our next LaDIYfest will take place August 7 – 14, 2011. Since LaDIYfest is a Do it Yourself festival, we would love for you to get involved: Whether you want to play, sing, and/or dance, or exhibit your paintings, show your self-made movie or give a lecture, workshop, performance, (and, and, and …!) we’re happy to receive your submissions. What we are definitely not happy with: sexist, racist, heteronomative, transphobic and other discriminatory bullshit.

If you’d like to be part of a DIY kick-ass feminist event, send an e-mail to:

workshop[at]ladyfest[dot]net
music[at]ladyfest[dot]net
film[at]ladyfest[dot]net
art[at]ladyfest[dot]net

The deadline is June 15, 2011!

You can also still join our weekly meetings! They take place every Wednesday evening at 8pm @ f.a.q. Laden (Jonasstr. 40, Berlin – Neukölln; between house number 40 and Tierfutterkrippe), U8 Leinestr. + S / U8 Hermannstr. We are always looking for activists who would like to help us organize LaD.I.Y.fest! More information: Ladyfest.net.

Der Entwurf für ein Anti-Homosexuellen-Gesetz in Uganda wurde im Parlament abgewiesen. Die Kampagne von Avaaz.org, in der 1.6 Mio. Menschen weltweit eine Petition gegen das Todesurteil für viele Homosexuelle unterschrieben, war erfolgreich.

,,Let’s rape!“ oder: Warum Medien es eineM so leicht machen

Das Thema Vergewaltigung und sexuelle Nötigung: Schön, dass wir mal wieder darüber reden. Schlimm, dass es medial immer nur als Verteidigungsplädoyer mächtiger Männer aufgerissen wird. Dabei fiel mir eine Aussage der Online-Taz auf, die in einem der ersten Artikel über diesen Fall fiel:

Strauss-Kahns Image als Schürzenjäger und Schwerenöter war hinreichend bekannt. Er hätte wissen müssen, dass er solche Anschuldigungen nicht aus der Welt schaffen kann – seien diese berechtigt oder nicht. Die Folgen hat er sich in erster Linie selber zuzuschreiben.

Was hat das ,,Image als Schürzenjäger und Schwerenöter“ damit zu tun, dass man mit Frauen gegen ihren Willen sexuellen Verkehr hat oder sie nötigt? Was Strauss-Kahn mit anderen Frauen im gegenseitigen Einverständnis macht, ist seine private Angelegenheit. Was mich anwidert: dass ein Saubermann-Image geholfen hätte, diese schweren Vorwürfe schneller aus der Welt zu schaffen, weil medial immer nur interessiert, wie ,,moralisch“ sich jemand zeigt, d.h. wie verhaftet an eingestaubten vertrockneten Moralvorstellungen, die noch aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts stammen.

GenderCamp die Zweite

Ab morgen ist es wieder so so weit: in der Weltstadt Hüll startet das zweite GenderCamp, das BarCamp rund um Feminismus, Queer, Gender und Netzkultur. Da es diesmal bereits nach einem Tag ausverkauft war, ist eine spontane Teilnahme leider nicht möglich – aber wer Lust hat, kann das Event quasi von „außen“ mitverfolgen.

fuckermothers am start

Kritik an Dogmen in Schwangerschaft und Stillzeit oder an den neuesten familienpolitischen Ergüssen, Möglichkeiten genderneutraler Kindererziehung oder multipler Elternschaften, und überhaupt die Problematiken des Mutterseins in einer heterosexistischen Gesellschaft – wo frau so gerne alles ganz anders machen möchte und dabei doch wieder in die immer gleichen Fallen tappt. Feministische Perspektiven auf Mutterschaft bietet seit kurzem das viel versprechende neue Blog fuckermothers.

Werde Feministin!

Die neu erschienene Einführung „Feminismus“ von Gisela Notz rezensiert Heinz-Jürgen Voß

Gleiche Rente für HomopartnerInnen

Der Europäische Gerichtshof entschied, daß eingetragene HomopartnerInnen nun bei Besoldung und Rente mit Verheirateten gleichgestellt werden müssen.

Was Hänschen nicht lernt…

Touché vom 19. 02. 2001.