Danke Frau Friedrichsen – erzwungener Oralsex ist keine Vergewaltigung

Mir war bekannt, dass Alice Schwarzer die Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen schon lange ein Dorn im Auge war. Ich kann Schwarzer mittlerweile nur beipflichten: Frau Friedrichsen hat Ansichten, die einem die Haare zu Berge stehen lassen.

[Triggerwarnung!!]

Der Spiegel interviewte die Journalistin aus eigenem Hause zum Thema „Macht, Sex und Lügen – Vergewaltigungsvorwürfe gegen Prominente“. Befragt zu der Affäre um Dominique Strauss-Kahn hatte sie folgendes zu sagen: „Wenn es da hieß: Oralsex. Da frage ich mich natürlich ganz persönlich als Frau… also ich muss nicht unbedingt Oralsex bei einem Mann machen, wenn ich nicht will. Und auch wenn er mich an den Haaren packt, muss ich es nicht machen. Ich kann auch mal zubeißen. Ich bin dem nicht ausgeliefert. Ich kann mich durchaus wehren.“

Frau Friedrichsen lacht, als sie das von sich gibt. Ihr Gegenüber Tatjana Berg schluckt, nickt mechanisch und legt dann den Kopf zur Seite. Man kann nur erahnen, was Berg in dem Moment gedacht haben muss. Aber vielleicht fand sie die Aussage auch nicht weiter schlimm. Der Spiegel zumindest scheint sich für diese Worte wenig zu schämen, sonst hätte das Magazin das Video nicht veröffentlicht.

[Nochmal: Triggerwarnung!!]

Gisela Friedrichsen ist bekannt dafür, dass sie sich auf die Seite der Täter schlägt und die Opfer als Lügner diffamiert. Sie wird sich sicherlich noch an den Fall Andreas Türck erinnern. Von daher müsste sie doch wissen, wie eine orale Vergewaltigung ablaufen kann. Das hatte die Zeugin mehr als deutlich zu Protokoll gegeben: „Er drückte mich auf die Knie, nahm dabei wohl auch die zweite Hand. Dabei schlug er mir den Kopf ans Brückengeländer. Ich sah Funken vor meinen Augen. Dann steckte er sein Glied in meinen Mund. Ich war benommen vor Angst und von dem Schlag. Ich stand unter Schock und Panik. Das nächste, was ich weiß, war, dass er mich dann irgendwann wieder hochzog.“

Frau Friedrichsen hatte damals das Strafverfahren gegen den TV-Moderator für einen „völlig unnötigen Prozess” gehalten. Das (nicht nachgewiesene) Verbrechen beschrieb sie als eine harmlose Begegnung: Andreas Türck ließ „sich eines schönen Sommerabends im August 2002 auf der Frankfurter Honsellbrücke von einer damals 26-jährigen Bankangestellten oral befriedigen”. Frau Friedrichsen verwechselt hier sexuelle Gewalt mit einvernehmlichen Sex. Absurd zu glauben, dass erzwungener Oralverkehr genauso abläuft wie gewollter, dass die Frau dabei den aktiven Part einnimmt und damit auch entscheiden kann, ob sie zubeißt oder nicht.

Vermutlich hat sie noch nichts davon gehört, dass Opfer bei oraler Vergewaltigung gewürgt oder ihnen die Wangen zwischen die Zähne gedrückt werden, was ein Zubeißen unmöglich macht. Allein der Moment der Überrumpelung lässt meist keine Möglichkeit sich zu verteidigen. „Ich hatte keine Chance,“ ist häufig die Aussage von denen, die einem solchen Angriff zum Opfer gefallen sind. Genauso wenig können sie sich wehren, wenn der Mann auf ihrer Brust sitzt, ihnen ein Messer an den Hals hält oder eine Pistole an den Kopf. Abgesehen davon: allein die Androhung von Schlägen und Tod haben eine brachiale Wirkung, die Angst davor wirkt lähmend.

Ich denke, über all das muss nicht weiter diskutiert werden. Was da Frau Friedrichsen von sich gegeben hat, ist einfach nur widerwärtig und ein Skandal. Es ist ein Hohn für alle Opfer von sexueller Gewalt.

Link: Emma über Gisela Friedrichsen


26 Antworten auf “Danke Frau Friedrichsen – erzwungener Oralsex ist keine Vergewaltigung”


  1. 1 Lose 08. Juni 2011 um 1:37 Uhr

    Trigger-Warnung bitte!

  2. 2 Angelika 08. Juni 2011 um 2:54 Uhr

    hallo Angry – ich wusste garnicht wer diese Frau F. ist, bis ich sie zufällig sah/hörte i.d. kommentaren „nach dem Kachelm.-pozess“.
    sorry, mir wurde/wird dabei total kotzübel.
    und DIE ist dann im sog. medien-mainstream und „macht meinung“.

    meine bitte bzw. hoffnung : liebe jüngere frauen/feministas, bitte tut/auch was dagegen.
    ich weiss, es ist echt schwer gegen diese „macho-diktatur der krawatten-männer“ (kommentar aus Frankreich wg. DSK).
    //aber hoppla, wir haben ja in dld. Frau F. und consortas//

    sexuelle selbstbestimmung/konsensprinzip – war da nicht was in den 1970er jahren ?!

  3. 3 Keks 08. Juni 2011 um 9:10 Uhr

    Da wird mir richtig schlecht, wenn ich sowas höre bzw. lese.

    Und kann dieser alte Mythos „Eine Vergewaltigung ist nur eine Vergewaltigung, wenn ich als Frau alles getan habe, um meine … ‚Ehre‘ … zu retten“ bitte endlich aussterben?

  4. 4 jojo 08. Juni 2011 um 10:33 Uhr

    Hi angrywoman, bitte bitte mach vor solche Texte eine fette Triggerwarnung.

  5. 5 G 08. Juni 2011 um 11:51 Uhr

    Die Frau F. hat viel Verständnis für sexuelle Gewalt.

    Aber so ist das, wenn nicht viel Gewalt, Androhung eines empfindlichen Übels wie die Juristen sagen, angetan wird ist es juristisch keine Vergewaltigung sondern nur Nötigung zum Sex.
    Die Staatsanwältin aus einem Sonderdezernat für Sexuelle Gewalt (Name entfallen) hatte es ja auch nicht anders in einer Abendtalkshow ausgedrückt.

    Wenn Juristen dieser Meinung sind, warum nicht auch Gerichtsreporter.

    Ob eine Betroffene das als Vergewaltigung ansieht, ist deren Gefühl – bös gesagt, Fehlwahrnehmung das als Vergewaltigung zu sehen.
    Zynisch? Nein, nur erfahren.

    :(

  6. 6 G 08. Juni 2011 um 11:54 Uhr

    PS: als selbst Betroffene war das so und hat sich leider nicht geändert, was so als Vergewaltigung vor Gericht gilt.

  7. 7 Wayne 08. Juni 2011 um 15:03 Uhr

    Ich kann weder Frau Friedrichsen noch Frau Schwarzer beipflichten. Schreckliche Personen. Aber passen somit perfekt in die Medienlandschaft.

  8. 8 Taunide 08. Juni 2011 um 23:34 Uhr

    Wurde Türck nicht freigesprochen?

  9. 9 Paulinchen81 09. Juni 2011 um 11:48 Uhr

    ich hab letztens auch was drüber geschrieben.
    Mich kotzen diese Vergewaltigungsmythen an und verstehe schon gar nicht, wie eine Frau sich auf die Seite der Täter schlagen kann. Null Empathie – selbsterleben macht da schlauer.

    Wie gesagt, niemand wirft den Opfern der S-Bahn-Schlägern vor, wieso hast du dich nicht genug gewährt? auch wenn die Täter oft wesentlich jünger sind als die Opfer.

    Vergewaltigten Frauen und Kindern wirft man das vor: wieso hast du dich nicht losgerissen, wieso hast du dich nicht gewehrt, wieso bist du nicht gestorben, jede wäre lieber gestorben als ihr Ehre zu geben…es wird ja nicht nur der schwanz in einen reingesteckt, sondern man wirdmit dem Tod bedroht und man hat als einziges Ziel: Überleben!

    http://briefeausberlin.blog.de/2011/06/03/i-king-kong-emanzenkotze-11259677/

  10. 10 petr 11. Juni 2011 um 14:15 Uhr

    @Redaktion:
    -wärs möglich bei solchen Texten eine stärkere Schutzfunktion als das Wort „Triggerwarnung“ einzuführen.
    Ich stell mir da soetwas wie ein Vortext vor, in dem klar gesagt wird, dass der Text sehr detailierte Beschreibungen hat die sich auf sexuellen Missbrauch und Körperverletzung beziehen.
    -Allein das Wort „Triggerwarung“ regt nicht wirklich zum Überlegen, ob man den Text lesen will, an.
    …hatte nach Lesen sehr lange Kopfschmerzen, weil ich mir die Situation: Kopf-Geländer vorgestellt hab und hatte als meine Liebste vor mir die Treppe hoch ging eine Assoziation zum Text, die ich nicht haben wollte.

    Danke

  11. 11 Heiko 11. Juni 2011 um 20:44 Uhr

    Sie wird sich sicherlich noch an den Fall Andreas Türck erinnern. Von daher müsste sie doch wissen, wie eine orale Vergewaltigung ablaufen kann. Das hatte die Zeugin mehr als deutlich zu Protokoll gegeben:

    Sie wird sich sicherlich daran erinnern. Du offensichtlich nicht.

    Wie sonst lässt sich erklären, dass du hier als Beispiel dafür, wie eine orale Vergewaltigung ablaufen kann, allen Ernstes ausgerechnet die Beschreibung einer Vergewaltigung von einer Person anführst, die laut einer Gutachterin unter einer „massiv eingeschränkten Aussagezuverlässigkeit“ litt und deren Angaben zum tatsächlichen Tatgeschehen „gravierende Mängel in Quantität und Qualität“ aufwiesen?

    Dein Verhalten ist ein Hohn für Andreas Türck.

  12. 12 Marie 11. Juni 2011 um 21:34 Uhr

    Ja Andreas Türck wurde freigesprochen.

  13. 13 Nita 11. Juni 2011 um 23:35 Uhr

    Ohne Worte …

  14. 14 Brutha 14. Juni 2011 um 9:11 Uhr

    Es schadet der Seriösität des Artikel immens, wenn hier ehemalige Vorwürfe gegen Herrn Türck als Argument gebraucht werden. Der Mann wurde freigesprochen – und zwar auch auf Antrag der Staatsanwaltschaft, weil keine Glaubhaftigkeit der Vorwürfe des angeblichen Opfers mehr gegeben war. Vorwürfe trotz eines so eindeutigen Freispruchs hochzuhalten, einem höchstwahrscheinlich zu Unrecht Angeklagten damit die Wiederherstellung von Ruf und Unschuld dauerhaft zu verweigern, ja, das ist eine Art, die höchstens von der Blut-Sperma-Titten-Bild so zu erwarten gewesen wären.

  15. 15 GwenDragon 14. Juni 2011 um 14:07 Uhr

    Und auch wenn er mich an den Haaren packt, muss ich es nicht machen. Ich kann auch mal zubeißen. Ich bin dem nicht ausgeliefert. Ich kann mich durchaus wehren.“Schön, dass die Friedrichsen schon öfters einer Vergewaltigung beiwohnte. Daher hat sie ja wohl die Erfahrung, was adäquates Wehren ist.

    Ich frage mich gerade, was widerlicher ist, der vergewaltigten Person Wehrlosigkeit vorzuwerfen oder Friedrichsens Rat zur Abwehr in einen Schwanz zu beißen. Igitt!

  16. 16 AngryYoungWoman 19. Juni 2011 um 21:41 Uhr

    Ich verstehe die Kritik an dem Beispiel aus dem Andreas Türck-Prozess. Ich habe das Beispiel aber nicht gewählt, um ihn erneut zu verurteilen. Das habe ich auch nicht getan, sondern vielmehr geschrieben, dass ihm nichts nachgewiesen werden konnte. Mir ging es allein um die Aussage der Zeugin und die Reaktion der Medien darauf. Damals wurde nämlich genau dieselbe Frage diskutiert: Orale Vergewaltigung? Das geht doch gar nicht! Viele konnten sich das nicht vorstellen, obwohl die Aussage der Zeugin deutlich gezeigt hat, wie eine orale Vergewaltigung ablaufen kann. Ob es sich tatsächlich so zugetragen hat, ist eine andere Frage, die nicht Thema meines Textes ist und die niemand von uns beantworten kann. Ihr konnte keine Falschaussage nachgewiesen werden und ihm keine Vergewaltigung. Niemand also weiß, was wirklich in der Nacht geschehen ist.

    Frau Friedrichsen hingegen hat sehr wohl damals geglaubt, beurteilen zu können, was geschehen war. Ein weiterer Punkt, warum ich das Beispiel gewählt habe: Sie hatte sich erdreistet, das Ereignis nach ihren Vorstellungen darzustellen und als einvernehmliches Liebesspiel zu interpretieren. Egal, ob es nun wirklich ein Verbrechen gewesen war oder nicht, hat auch sie nicht das Recht zu beurteilen, wie es denn nun wirklich gewesen sein muss.

    Zudem denke ich, dass man heute noch den Fall Türck besprechen und als Beispiel für Medienreaktionen nutzen kann. Ansonsten dürften wir auch nicht mehr über den Kachelmann-Fall reden, da der Angeklagte freigesprochen wurde.

  17. 17 alfi 22. Juni 2011 um 8:07 Uhr

    Eine Frechheit sowas und das aus den Mund einer Frau . Natürlich gibt es Orale Vergewaltigung , wie soll sich eine Frau wehren wenn sie zuerst ein paar Schläge abbekommt und möglicherweise Angst um ihr Leben hat ? Bei so einem Thema eine solche Aussage zu bringen und dann auch noch hämisch zu lachen ist wirklich letztklassig .

  18. 18 accalmie 26. Juni 2011 um 17:17 Uhr

    Widerlich… Und immer wieder erschreckend, wie viele Frauen sich nicht zu blöd sind, solche Überzeugungen kundzutun (und sich dadurch vielleicht besonders emanzipiert zu fühlen, weil man sich auf die Mehrheitsseite schlägt? Keine Ahnung…) – gerade im Kachelmann-Prozess sind einige offenbar zur Höchstform aufgelaufen (neben Gisela Friedrichsen auch die Jura-Professorin Monika Frommel, einige der ersten Verfechterinnen von Kachelmanns angeblicher Unschuld). Da fällt mir einfach nichts mehr ein…

  19. 19 Boris G. 27. Juni 2011 um 2:07 Uhr

    Ich weiss nicht ob ich überhaupt psychisch in der Lage wäre zuzubeissen. Und ich finde nicht das es überhaupt von mir verlangt werden dürfte das zu können.

    Nicht nur das ich Schwierigkeiten damit habe anderen körperliche Schmerzen zuzufügen – ich fühle sie immer irgendwie mit – ich denke auch an das Blut. Man möchte sich nicht fragen ob man die Situation wirklich verbessert wenn man beisst wenn man bedenkt was das für Folgen hat und haben könnte.

    Das sind alles Argumente dafür das es nicht Aufgabe des Opfers ist sich zu wehren (so toll es auch ist wenn es sich wehrt) sondern Aufgabe aller Menschen keine Täter zu sein.

  20. 20 Sophie 12. Juli 2011 um 12:32 Uhr

    So, wie sie es darstellt, finde ich es auch problematisch. Scholl-Latour sagte bei Maybrit Illner etwas ganz ähnliches, was mir angemessener erschien. Männer stellen die Sache meist anders herum dar, und ich kenne einige, die bemängeln, dass man ihnen nicht richtig zuhört, dafür aber mal wieder einer Frau Friedrichsen.

    Viele Männer weisen darauf hin, dass ein Mann das nicht tun würde, höchstens wenn er die Frau vorher vollständig in seiner Gewalt hat und von ihr keinerlei Gegenwehr mehr zu erwarten ist. Den Kopf gegen ein Geländer schlagen, sodass sie fast ohnmächtig ist und dann oral vergewaltigen: das scheint Männern nachvollziehbar zu sein. Ein Zimmermädchen rutscht bei der Flucht auf einem Handtuch aus, fällt auf die Knie und dann erzwingt der Täter Oralsex, erscheint allen Männern, die ich kenne, als völlig unvorstellbar. Die Aussage bei denen ist also nicht: „Sie hätte doch zubeißen können“, sondern: „Ein Mann hätte so viel Angst, dass die noch keineswegs völlig überwältigte Frau, die er nicht kennt, in der Situation zubeißen könnte, dass eine orale Vergewaltigung für ihn erst gar nicht in Frage kommt.“

    Auch deshalb spricht einiges dafür, dass die Vorwürfe gegen DSK erfunden sind (lässt sich forensisch schlechter widerlegen als eine normale Vergewaltigung). Ein anderer Grund ist: Frau Diallo hat ein sehr sehr starkes Motiv, sich eine solche Tat auszudenken.

  21. 21 AngryYoungWoman 17. Juli 2011 um 22:37 Uhr

    @ Sophie: Ich bin recht bestürzt über die Aussagen der Männer, die Du kennst: sie könnten sich orale Vergewaltigung nicht vorstellen, solange sie die Frau nicht unter Kontrolle hätten – ansonsten allerdings schon? Bei Vergewaltigung – egal ob vaginal, oral oder anal – geht es nicht immer darum, wer körperlich der Stärkere ist, vielmehr geht es um ein Machtgefälle zwischen den Personen. Derjenige, der die Vergewaltigung ausführt ist in dem Moment von der eigenen Allmacht absolut überzeugt und weiß, dass er die Person seinem Willen unterwerfen kann. Dass eine orale Vergewaltigung ausgeführt werden kann, ohne das Opfer völlig ruhigzustellen, zeigen die Fälle, in denen Männer vergewaltigt werden. Sie müssten doch viel eher in der Lage sein, sich zu wehren – in der Regel sind die stärker als Frauen. Sie tun es aber genauso wenig. Sie empfinden in dem Moment Ohnmacht. Sie sind – wie Frauen auch – einfach völlig fassungslos, dass ihr Wille, ihre Gefühle, ihr Menschsein so eklatant ignoriert wird und jemand sich herausnimmt, über sie zu verfügen. Viele sagen hinterher, sie haben gar nicht gewagt, sich zu bewegen oder zu schreien. Schock und Angst können in dem Moment so überwältigend sein, dass es nicht gelingt sich zu wehren. Dafür sollte sich kein Opfer rechtfertigen müssen.

  22. 22 Melba 18. Juli 2011 um 1:24 Uhr

    Sehr schockiert war ich vor kurzem über ein Interview mit der französischen Autorin Catherine Millet in der Zeitschrift „profil“ vom 4.Juli 2011, die sich im Zusammenhang mit dem Fall Strauss-Kahn zum Thema Vergewaltigung wie folgt äußert:

    „Man muss den Frauen ein für alle Mal erklären, dass eine Vergewaltigung nichts ist, wobei man zu Tode kommt.“

    Desweiteren behauptet sie:

    „Eine Vergewaltigung ist natürlich eine moralische Verletzung, aber meistens keine körperliche. Man kann danach aufstehen, sich waschen und sein Leben wieder aufnehmen. Eine Vergewaltigung ist nicht irreparabel. Abgesehen davon, dass solche Vorwürfe oft auch, wie wir hier sehen, aus Rache oder Gier zum Einsatz gebracht werden.“

    Diese Frau leidet offensichtlich an starkem Realitätsverlust.

    Ein Leser-Kommentar auf „derstandard.at“ (ebenfalls von einer Frau) bestätigt zudem Frau Millets Ansichten.

    http://derstandard.at/1310511084058/Gewalt-an-Frauen-Das-Leben-nach-der-Vergewaltigung-geht-weiter?seite=3

    Es ist mir völlig unerklärlich, wie man sexuelle Gewalt öffentlich so verharmlosen kann…

  23. 23 GeHa 26. Juli 2011 um 13:40 Uhr

    Eine Vergewaltigung ist natürlich eine moralische Verletzung, aber meistens keine körperliche. Man kann danach aufstehen, sich waschen und sein Leben wieder aufnehmen.

    Seit wann hilft Waschen gegen Schwangerschaft, üble übertragbare Geschlechtskrankheiten wie AIDS? Oder nimmt der verantwortungsbewußte Vergewaltiger mittlerweile Gummis?
    :(

    Frau Millets Denkweise: Wenn Vergewaltigung so unschädlich, so toll wäre, also wenn Vergewaltigung keinen moralischen Makel mehr hatte, könnte es dem Opfer auch Spaß machen?
    Es stellt sich mir dann die zynische Frage: Warum ist dann Vergewaltigung von Erwachsenen und Kindern verboten?

  24. 24 Fr.Geib 08. Juni 2017 um 11:54 Uhr

    :)>-Hallo,zuerst einmal beisse ich auch sehr gerne..vor allem junge Männer…(lecker)natürlich hat die Dame recht…aber es kommt immer auf die Situation an!!Ich kann natürlich als angegriffene Frau den/die Angreifer mit meinem Mundwerk durchaus verletzen..wie eine Katze z.B. grob und wild!!

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