Bitchin‘ Desktops

(ACHTUNG! Der/die EinsenderIn des „Clitorida“-Desktops hat sich bislang n och nicht bei mir gemeldet: ich brauch noch Deine Postadresse, falls Du Deinen Gewinn haben möchtest.)
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Um Euch die anderen Einsendungen beim „Bitch up your Desktop“-Wettbewerb, die nicht in die Top 3 gekommen sind, nicht vorzuenthalten – voilà, hier sind sie:

Wenn Ihr auf die Bilder klickt, kommt Ihr an die größere Version.

Nochmal ein dickes Danke an alle, die mitgemacht haben!!!


15 Antworten auf “Bitchin‘ Desktops”


  1. 1 Khaos.Kind 14. Juni 2011 um 13:50 Uhr

    Das zweite Bild von oben ist ja süß! :)
    Wieso hat es das nicht in die engere Auswahl geschafft?

  2. 2 dodo 14. Juni 2011 um 20:31 Uhr

    Die Top 3 wurden durch eine Abstimmung vom Mädchenblog-Team gewählt.
    Aber hey, die Auswahl ist eh schwer, weil die Einsendungen alle irgendwie voll cool sind.
    Und auch wenn diese Teilnehmer keinen Gewinn bekommen – die Desktopentwürfe sind ja jetzt hier auch für alle verfügbar. So kann jedeR sich an dem Bild erfreuen (und es benutzen), das ihm/ihr am besten gefällt. :x
    Deswegen hab ich sie hier auch reingestellt!:d/

    (im übrigen… das zweite Bild ziert auch grad meinen Computer, ist schon süß! ;) )

  3. 3 Lukas 14. Juni 2011 um 23:29 Uhr

    Cool, danke!

    „El Schnecko“ hab ich mir auch gerade gesichert.

  4. 4 linda 21. Juni 2011 um 16:39 Uhr

    http://diestandard.at/1308186279454/SlutWalk-Boeses-Wort-bleibt-boeses-Wort

    Passend zum Thema.
    Nochmal zu Begriffen wie Slut und Bitch, die von einigen Feministinnen naiver Weise neubesetzt werden wollen… Hatte dazu ja schon was zu den anderen Bitch-Posts geschrieben.
    Auszug:
    Wenn sich schon Frauen selbst als „Schlampen“ bezeichnen, legitimiere das eine verbreitete gesellschaftliche Haltung, sie auch als solche zu behandeln, meinte die britische Wissenschafterin Gail Dines im Streitgespräch mit Jarvis. Mit der Verwendung des Begriffs spiele man erst einer pornofizierten Sichtweise auf Geschlechterverhältnisse in die Hand. Andere feministische Stimmen aus dem angloamerikanischen Raum kritisieren den SlutWalk als unreflektiert und gegenüber vergangenen feministischen Bewegungen blind, denn seit den 70ern hätten die sich darin versucht, die Machtverhältnisse auch über sprachliche Neubesetzungen zu verändern – was nie geklappt hätte.

  5. 5 dodo 21. Juni 2011 um 19:52 Uhr

    Erstmal finde ich es ziemlich paternalistisch und überheblich, alle, die den Begriff positiv besetzen wollen, als naiv zu bezeichnen.
    Zweitens haben „Sluts“ erstmal nichts mit pornofizierung zu tun. es geht dabei erstmal um sex (ualität), und sorry wenn ich grad etwas spitz antworte – aber nicht immer, wenn man sexuelles hervorhebt, spielt das automatisch der „pornofizierung“ in die hände.
    Wenn sich schon Frauen selbst als „Schlampen“ bezeichnen, legitimiere das eine verbreitete gesellschaftliche Haltung, sie auch als solche zu behandeln,.
    ach, und wie hat man schlampen denn bitte zu behandeln? etwa anders als „keusche“ frauen?
    es spielt keine rolle, ob ich rumhure oder jungfräulich bleib oder whatev – ich habe anspruch auf respektvolles verhalten mir und meiner person gegenüber.

  6. 6 fallu 22. Juni 2011 um 0:06 Uhr

    außerdem klappen solche neubesetzungen durchaus, siehe „queer“. und so ne moralische abgrenzung von „pornofizierung“ (was genau soll das überhaupt sein?) finde ich auch ein wenig peinlich bzw. würde ich mir da eien nähere ausführung zu wünschen.

  7. 7 nervbolzen 22. Juni 2011 um 2:23 Uhr

    Erstmal finde ich es ziemlich paternalistisch und überheblich, alle, die den Begriff positiv besetzen wollen, als naiv zu bezeichnen.

    paternalismus ist schon etwas anderes.

  8. 8 tee 22. Juni 2011 um 11:24 Uhr

    außerdem klappen solche neubesetzungen durchaus, siehe „queer“.

    was klappt denn da? ich glaube nicht, dass es weniger homo- und transphobie gibt, nur weil ein begriff den als „anders“ kategorisierten eine noch schärfere identität verleiht. das klappt als abgrenzung nach außen, zu den „normalen“ und hilft denen ebenso, sich von den „queeren“ leuten abzugrenzen und als „normal“ zu sehen. ich fände es hingegen schön, wenn vermeintlich andere lebensweisen nicht als solche stigmatisiert werden, sondern ebenso als normal gelten würden.
    leider spricht u.a. ein gewisses identitätsbedürfnis dagegen.

  9. 9 tee 22. Juni 2011 um 11:25 Uhr

    ps: bei den schlampen sehe ich das allerdings nicht ganz so.

  10. 10 delilah 23. Juni 2011 um 1:38 Uhr

    und warum nicht @tee?

  11. 11 fallu 23. Juni 2011 um 10:08 Uhr

    @tee: naja erstens gings ja nur darum, ob es klappt, begriffe neu zu besetzen. und das ist bei „queer“ gelungen, es nicht nicht mehr oder zumindest nicht mehr primär ein schimpfwort.
    außerdem teile ich deine einschätzung, dass durch den begriff „queer“ eine schärfere abgrenzung zur „mehrheitsgesellschaft“ entstanden ist, absolut nicht. durch „queer“ ist ja ganz im gegenteil alles viel offener geworden, weil es die verschiedensten identitäten zusammenfasst – eigentlich alle, die die heterosexuelle matrix auf die ein oder andere weise brechen. schau doch mal, wer alles auf queer-parties rumspringt, kein vergleich zu irgendwelchen traditionellen schwulen/lesben-parties. für kritiker_innen ist genau das sogar ein problem, weil ihrer meinung nach dadurch privilegien verschwimmen, zb. du definierst dich als queer, aber lebst eigentlich das leben eines hetero-mackers, benimmst dich so auch in queeren räumen und nimmst damit anderen den raum (auch wenn ich diese argumentation nicht wirklich teile).
    „ich fände es hingegen schön, wenn vermeintlich andere lebensweisen nicht als solche stigmatisiert werden, sondern ebenso als normal gelten würden. leider spricht u.a. ein gewisses identitätsbedürfnis dagegen. “
    was willst du denn damit implizieren? dass die queers selber schuld sind, dass sie nicht als normal gelten, weil sie so nen riesen identitätsbedürfnis haben?

  12. 12 tee 23. Juni 2011 um 10:22 Uhr

    @delilah:

    hauptsächlich, weil ich noch nicht dazu gekommen bin, mir ernsthaft gedanken drüber zu machen ;)
    aber kommt vielleicht noch …

  13. 13 nervbolzen 23. Juni 2011 um 22:41 Uhr

    außerdem teile ich deine einschätzung, dass durch den begriff „queer“ eine schärfere abgrenzung zur „mehrheitsgesellschaft“ entstanden ist, absolut nicht. durch „queer“ ist ja ganz im gegenteil alles viel offener geworden, weil es die verschiedensten identitäten zusammenfasst – eigentlich alle, die die heterosexuelle matrix auf die ein oder andere weise brechen.

    naja, zur einen seite hin ist es natürlich schon offener geworden. allerdings fasst dieser begriff nun erstmals alle „anormalen“ unter einem label zusammen und fungiert so schon als klammer, als scharfe abgrenzung zu den „normalen“#

    was willst du denn damit implizieren? dass die queers selber schuld sind, dass sie nicht als normal gelten, weil sie so nen riesen identitätsbedürfnis haben?

    ja, unter anderem. (aber nicht riesig, sondern im vergleich normal)
    die übernahme des begriffs „queer“ will ja genau das. die negativ-bestimmung in eine positiv-bestimmung wenden. das funktioniert nur leider nicht für die heterosexistischen und homophoben teile der gesellschaft, für die sind queers weiterhin die anormalen, ablehnenswerten. „neubesetzung“ ist auch ein wenig irreführend. es handelt sich doch eher um eine „neubewertung“ und die findet eben hauptsächlich von einer seite her statt. dass schwarze in den usa sich bspw. „nigger“ nennen, beseitigt den weißen rassismus auch nicht, da funktioniert der begriff nachwievor sehr gut. dasselbe, schätze ich, ist bei queer der fall. (noch recht jung im deutschen. im englischen sprachraum kann ich’s nicht einschätzen, las aber irgendwo, dass dem auch so sein soll) und eine schlampe wird für die moralist_innen da draußen auch weiterhin eine schlampe bleiben. die verurteilen ja andere lebensweisen mit begriffen wie „queer“ und „schlampe“ und daran ändert die neubewertung der begriffe erstmal nichts.

    ich erkenne im übrigen zwei wesentliche typen von queers: die subkulturelle, politische queerszene und die „klassische“ schwulen- und lesbenszene, die sich mittlerweile des begriffs angenommen hat und ihn (mehr oder weniger) synonym mit homosexuell verwendet. bei beiden sehe ich hauptsächlich eine identitäre bindung an den begriff. was ist denn jetzt eigentlich der nutzen davon?

    ps: sorry, wenn die diskussion jetzt so halb am thema vorbeigeht. aber die analogbetrachtung kann ja auch erkenntnisreich sein …

  14. 14 dodo 24. Juni 2011 um 0:00 Uhr

    Ich glaube, ob „queer“ als neubesetzung funktioniert, kann man noch nicht sagen – ist ja noch recht neu (zumindest hierzulande), wie du schon sagtest.
    Trotzdem sieht es doch gut aus.

    allerdings fasst dieser begriff nun erstmals alle „anormalen“ unter einem label zusammen und fungiert so schon als klammer, als scharfe abgrenzung zu den „normalen“#
    Glaube ich nicht unbedingt… sicher wird ein homophober vollidiot sich nicht selbst als queer bezeichnen – aber inzwischen ist es doch so, daß „queer“ immerhin den weg von beschimpfung hin zu identitätsbeschreibung – und (die grenze verschwimmt natürlich) weiter zur Attitude (was dann ja auch heterosexuelle miteinschließen kann) geht.
    „Queer as folk“ oder „queer eye for the straight guy“ etc. – sowas ginge mit dem Wort „Nigger“ wohl nicht im öffentlichen TV.
    Weiterhin, wenn man angesprochen wird mit „ey, du bist ja voll queer!“ wird das nicht mehr so sehr als Beleidigung empfunden, wie „Nigger“, oder auch (hach, was für ein eleganter Übergang zurück zum Thema ;) )“Schlampe“. Letzteres funktioniert zwar immer noch als Beleidigung, aber längst nicht mehr soooo scharf wie das mal der Fall war – ich erinnere mich an ein 7.Klasse-Drama, als die Klassenlehrerin sogar einschreiten mußte. mädel x hatte an die (jungs)klowand geschrieben „mädel y ist eine schlampe!“, woraufhin die jungs anzügliche bemerkungen machten, y dann in tränen ausbrach und sowohl x als auch y zu nem Gespräch mit der Vertrauenslehrerin geschickt wurden.
    Damals (anfang 90er) undenkbar, daß beispielsweise mal Frauen mit diesem Wort auf nem T-Shirt rumlaufen (abgesehen von ein paar provozierenden Riot Grrrls oder so vielleicht)!
    Das ist jetzt sicher nicht der Mords-Durchbruch, zeigt meiner Meinung aber schon, daß sich die Begriffsbestimmung langsam wandelt.

  15. 15 tee 24. Juni 2011 um 1:34 Uhr

    Weiterhin, wenn man angesprochen wird mit „ey, du bist ja voll queer!“ wird das nicht mehr so sehr als Beleidigung empfunden

    sowas gibt’s? wow.

    was das fernsehen anbetrifft, hast du recht. na teilweise, denn in filmen und serien, die sich mit schwarzen „ghettos“ beschäftigen, kommt nigger ganz selbstverständlich und auch selten als beleidigung vor.

    dass beleidigungen wie schlampe nicht mehr so scharf funktionieren wie im letzten jahrtausend würde ich vor allem auf den übermäßigen gebrauch (v.a. die mediale verbreitung) zurückführen, nicht jedoch auf die neubesetzung bzw. -bewertung. schlampe positiv umzudeuten ist ja auch noch sehr sehr neu, als dass das schon groß wirkung in der mehrheitsgesellschaft entfaltet hätte. ich denke, von aktionen wie dem slutwalk haben bisher die allerwenigsten menschen hierzulande gehört.
    allerdings weiß ich nicht so genau, ob mainstream-medien schon ähnliches wie die gwr zu berichten hat. es macht mich aber stutzig, wenn im wikipedia-artikel zu schlampe als einzige quelle zur umdeutung nur eine anarchistische zeitung angeführt ist. oder wenn ich mal „schlampe“ zusammen mit den namen der großen deutschen zeitungen google.

    ich behaupte auch, dass dein 7.-klasse-beispiel heute noch in fast jeder siebenten klasse genauso abläuft. eben weil sich die ansichten zu (weiblicher!) promiskuität kaum verändert haben. das mag evtl. bei einer trotzigen schlampe-shirt tragenden siebtklässlerin schlechter funktionieren, bei allen anderen (also den „normalen“), jedoch schon.

    also ich sehe da noch keinen wandel, jedenfalls keinen gesamtgesellschaftlichen. wie gesagt, nur bei denen, die solche bezeichnungen (für sich) selbst wenden. sei es „schlampe“, „nigger“ oder „queer“.

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