Marokko: Wunsch und Wirklichkeit

Während die Bevölkerung Marokkos über eine neue Verfassung abstimmen soll, in der Mann und Frau Gleichberechtigung zugesprochen wird, sieht sich die Realität noch meilenweit von so einem Selbstverständnis entfernt.
Die taz im Gespräch mit Aicha und Suleika, Prostituierten aus Marokko:

„Wer eine Schwester hat, hat einen Pickel im Arsch“ – so sprechen Männer in Marokko, wenn sie unter sich sind. Frauen bedeuten ihnen häufig einen Last, denn wenn die Frau ihrer Ehre verliert – entjungfert wird – verliert die ganze Familie die Ehre, insbesondere die männlichen Familienmitglieder.
(…)
Manche ihrer Freier, erzählen die Frauen, sind Geistliche. „Die beschimpfen dich als Huren und belehren dich, dann vögeln sie dich“, sagt Suleika. „Früher“, sagt Aicha, „waren unsere Kunden Dealer oder ältere erfolgreiche Männer.“ Die hätten einfach bezahlt. Jetzt seien es viele soziale Aufsteiger. Und die, sagt Aicha, „sind aggressiv, wollen ihr Geld zurück, wollen verhandeln.“


0 Antworten auf “Marokko: Wunsch und Wirklichkeit”


  1. Keine Kommentare

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


− sieben = eins