Der wage-gap existiert

Ein Studie des „Georgetown University’s Center on Education and the Workforce“ zeigt, eine Frau mit PhD verdient soviel wie ein Mann mit Bachelor.

Women earn less at all degree levels, even when they work as much as men. On average, women who work full-time, full-year earn 25 percent less than men, even at similar education levels.

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6 Antworten auf “Der wage-gap existiert”


  1. 1 Jan 10. August 2011 um 14:35 Uhr

    Ja, die promovierte Kulturwissenschaftlerin, die als Lektorin bei einem kleinen Verlag jobbt, verdient genauso viel, wie der Informatiker mit Bachelor, der jetzt für SAP arbeitet.

    Was bringt es, ständig neue Studien zu kreieren, die noch nicht mal ein Mindestmaß an Logik oder Statistikstandards einhalten.
    Frauen verdienen durchschnittlich weniger als Männer. Ja, bekannt. Arbeiter verdienen auch weniger als Akademiker, ist das Diskriminierung? Nein, sie erfüllen eine für das Kapital nicht so relevante Aufgabe wie es Akademiker (im Durchschnitt) tun. Und ebenso ist die Rolle von Sozialwissenschaftlerinnen oder Erzieherinnen auch weniger relevant für das Kapital wie die von BWLern und Polizisten. Diskriminierung ist es erst dann, wenn man alles herausgerchnet hat, was den Arbeitslohn beeinflusst, wenn man also zwei Personen vor sich hat, die die identische Qualifikation, die identischen Noten, die identische Firmenzugehörigkeitsdauer, die identische Wichtigkeit für die Firma, die identischen Gehaltsforderungen usw. haben und dann die Frau weniger als der Mann bekommt. Bei allen anderen Statistiken werden Äpfel und Birnen verglichen.

  2. 2 Neo.R. 10. August 2011 um 16:57 Uhr

    Sorry Jan, was soll denn der hohle Vorwurf? Hast du dir den Report angesehejn bevor du hier ganz wichtig verbreitest was alles so das Einkommen beeinflust? Das steht alles auf Seite 2. Also besser mal nachschauen, bevor man hier mit Begriffen wie „Statistikstandards“ rumfuhrwerkt :)>-

  3. 3 Jan 10. August 2011 um 17:33 Uhr

    @Jan:
    Auch bei völlig gleicher Ausbildung existiert ein Genergap, gerade in dem von dir genannten Bereich der Betriebswirtschaft.

    Im weiteren ist zum Beispiel bei LehrerInnen das Studium gleich aufwendig und der Job immer gleich wichtig, Grundschule wird aber immer schlechter bezahlt als Oberstufe, und da arbeiten mehr Frauen.

    Die spezielle Statistik hier ist aber wirklich ein bisschen dünn, das ist wahr. Finde nur das aus schlechtem Forschungsstil einzelner nicht geschlossen werden kann das Gerechtigkeit bestehen würde.

  4. 4 Jan 11. August 2011 um 13:17 Uhr

    @Neo.R.: Ich habe mir den Report angesehen. Aber mein Kritikpunkt ist nicht, dass sie zu der recht trivialen Einsicht gelangt sind, dass auch andere Faktoren die Höhe des Einkommens bestimmen.
    Mein Kritikpunkt ist, dass sie, anstatt das einzubeziehen und auf dieser Basis eine ernstzunehmende Untersuchung durchführen, dies ignorieren und statt wissenschaftlicher Erkenntnis kaum verholen Ideologie verbreiten.
    Nehmen wir das oben zitierte Bild: rechts daneben ist von den Studienmachern hinzugefügt worden: „Women have to have a PhD to make as much as men with a BA“. Wie ungerecht, die Bachelor-Absolventin der Harvard Business School wird wohl nur die Hälfte dessen verdienen, was der promovierte Sozialarbeiter bekommt. Eine solche Schlussfolgerung, und es handelt sich nicht um eine verunglückte Bildunterschrift, sondern zieht sich durch diese Studie, aus dieser Statistik abzuleiten, hat mit Wissenschaft nichts, mit Ideologie alles zu tun. Eine Frauen-“Forschung“, die nicht nach Erkenntnis strebt, sondern sie nur als ein Sprachrohr zum Ausposaunen ihrer Ideologie benötigt, braucht kein Mensch und ich wundere mich, dass eine solche noch an den Universitäten existieren kann.

    @Jan: Ich habe nicht nur auf eine identische Ausbildung abgestellt, sondern einige relevante Faktoren aufgeführt. Eine seriöse Untersuchung müsste all diese Faktoren statistisch herausrechnen, um den realen Gender-Gap zu berechnen. Ich habe keinen Zweifel, dass dieser existiert, also dass ein durchschnittlicher Personaler Männern mehr zutraut, sie für entscheidender hält, und ihnen deshalb mehr Geld zugesteht. Natürlich gibt es gesellschaftlich verankerte Vorannahmen, die sich an genau einer solchen Stelle auswirken. Nur ist das dann kein Gehaltsunterschied von 20 %, sondern wahrscheinlich einer von durchschnittlich 2 %*. Es gibt so viele Studien, die zeigen, dass Frauen seltener nach einer Gehaltserhöhung fragen, viel häufiger eine Babypause machen, lieber Soziale Arbeit als Informatik studieren usw. Dass die Frauen-“Forschung“ auch nach 40 Jahren nicht über die Statistik-Kenntnis eines durchschnittlichen Mathe-Leistungskurses verfügt ist ein Armutszeugnis.

    „Im weiteren ist zum Beispiel bei LehrerInnen das Studium gleich aufwendig und der Job immer gleich wichtig, Grundschule wird aber immer schlechter bezahlt als Oberstufe, und da arbeiten mehr Frauen.“
    Das ist falsch, die Ausbildung eines zukünftigen Managers ist für den Staat viel wichtiger als die des zukünftigen Imbissbuden-Betreibers. Folglich verdienen Grundschullehrer, genauso wie Hauptschullehrer deutlich weniger. Zudem ist die Ausbildung meines Wissens auch unterschiedlich. Aber Du machst den Punkt deutlich, um den es mir geht: Frauen wissen doch, dass sie als Grundschullehrerinnen weit weniger verdienen als als Sekundarstufe II-Lehrerinnen. Sie entscheiden sich ja aber ohne dazu gezwungen zu werden dafür. Macht man jetzt eine statistische Untersuchung, dann wird man feststellen, dass männliche Lehrer mehr als weibliche verdienen. Das beruht aber überhaupt nicht auf dem Vorenthalten des Lohns durch das Patriarchat, sondern auf ihrer Entscheidung sich um Kleinkinder zu kümmern. Dies hält manche Feministen leider nicht davon ab, darin pure Frauenunterdrückung zu sehen.

    „Die spezielle Statistik hier ist aber wirklich ein bisschen dünn, das ist wahr. Finde nur das aus schlechtem Forschungsstil einzelner nicht geschlossen werden kann das Gerechtigkeit bestehen würde.“
    Das würde ich auch nie behaupten. Nur mit solchen Statistiken lässt sich überhaupt nichts zeigen, erst mit einer wissenschaftlich ernstzunehmenden Statistik ließe sich der reale Gender-Gap feststellen.

    * es gibt einige wenige Statistiken, die andere Faktoren miteinbeziehen und zumindest nicht unterschliedliche Berufe miteinbeziehen. Die kommen bei dem Vergleich von Männern und Frauen auf der gleichen Position zu einem Gender-Gap von deutlich unter 10 %, berechnen aber viele Faktoren nicht mit ein, so dass der reale Gender-Gap, also der Gehaltsunterschied, der wirklich rein auf die Tatsache, welches Geschlecht jemand besitzt, sehr gering sein dürfte. Alle anderen Faktoren haben natürlich mit dem Geschlecht zu tun und mit gesellschaftlichen Diskursen, die dafür sorgen, dass Frauen sich mehr für den Erzieherberuf begeistern als für den des Gymnasiallehrers, es ist aber keine Unterdrückung, wenn sie sich frei dafür entscheiden. Es müsste also mehr darum gehen, die gesellschaftlichen Vorstellungen, was dem Mann und was der Frau gut zu Gesicht steht, aufzubrechen und diesen Unterschied weitestgehend zu nivellieren, dann gibt sich auch der Gender-Gap.

  5. 5 Neo. R. 14. August 2011 um 2:08 Uhr

    Sag mal Ja, kommst du dir nicht doof vor? Erst was von den Anforderungen des Kapitals berichten und dann sowas hier bringen: „ich wundere mich, dass eine solche noch an den Universitäten existieren kann“. Entscheide dich mal :d

  6. 6 Oro 23. August 2011 um 8:26 Uhr

    Der Ursprung dieses Problems waren ganz sicher Machogedankengut von der bereits etabilierten gut verdienenden/einflussreichen Männern, da bin ich mir sicher.

    Aber das eine patriachistische(oder wie man das schreibt) Gesellschaft der Grund dafür ist, das dieses Problem noch existent und sogar dermaßen prägnant ist liegt garantiert nicht daran.

    Schaut einfach auf unsere Banken und Großkonzerne, schaut wie die Finanzmärkte zerbersten, Volksaufstände in Griechenland,Spanien und soagr England am laufenden Band sind. Es liegt einfach an der mangelnden sozialen Gerechtigkeit und das die reichen immer reicher werden wollen.
    Es gibt doch einige Frauen in der Politik in hohen Positionen, welche von denen hört ihr den groß sich deswegen beschweren? hmmm? Es ist den Menschen egal wies den anderen geht sobald sie an der Macht sind oder Geld haben und in der Position sind da noch leicht viel mehr zu machen wie es den anderen Menschen geht. Menschen lassen sich einfach leicht korrumpieren, da ist egal welches Chromosom man trägt.
    Und wärt ihr in Führungspositionen und würdet gut geld verdienen, würdet ihr freiwillig euren Platz räumen damit ein Kerl oder ein Behindeter oder ein Emigrant irgendwie quotentechnisch dafür rein rücken soll? wirklich? Ich bezweifle das stark.

    Und wenn ihr jemand sein/ihr Gehalt klein halten kann aus irgend nen noch so beschissenen Grund um damit am Ende selber mehr Gehalt oder Boni am Ende des Monats zu kriegen, dann würdet ihr das auch tun, so ist die Welt und so wird sie bleiben bis wir den Karren so tief in die scheisse gefahren haben das überall Aufstände und Revolutionen sind die hoffentlich hoffentlich auch bald hier anrollen.

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