Gegen sexualisierte Gewalt — NONABSOLVIMUS VOS – WIR VERGEBEN EUCH NIX

Achtung! Auftaktkundgebung ist vom Brandenburger Tor zum Potsdamer Platz verlegt!

Aufruf zum: „Block der Gesichtslosen – gegen sexualisierte Gewalt“ auf der
Demo gegen den Papstbesuch am 22.09.2011 um 16h am Potsdamer Platz (achtet auf
Änderungen)

\\\"block der gesichtslosen

Am 22./23. September 2011 kommt Papst Benedikt XVI nach Berlin. Er wird vom Bundestag als Staatsgast empfangen werden und vor Tausenden von Menschen im Olympiastadion eine öffentliche Messe halten. Diesen Anlass werden wir gemeinsam mit anderen nutzen, um unseren Unmut über die Institution der katholischen Kirche auf die Straße zu tragen.

Gegen patriarchale und hierarchische Strukturen
Gegen das Wegschauen und Vertuschen bei sexueller Gewalt gegen Kinder
Gegen das Decken von Gewalttätern durch die Kirche
Gegen dogmatische Denkstrukturen

Wir als Arbeitsgemeinschaft von Betroffenen sexueller Gewalt in der Kindheit (Wildwasser Frauenselbsthilfe und Beratung, Berlin) rufen deshalb dazu auf, sich an der „der Papst kommt“-Demo des LSVDs zu beteiligen und in unserem Block der Gesichtslosen“ mit eigenen Transparenten mitzulaufen. Die Demo findet am 22. September statt und beginnt um 16:00 Uhr mit einer Kundgebung am Brandenburger Tor.
Weil wir eine Instrumentalisierung von Betroffenen sexueller Gewalt durch die Presse verhindern möchten und auch im Allgemeinen nicht damit einverstanden sind, wie skandalisiert Einzelschicksale von Betroffenen als Opfer in den Medien voyeuristisch breitgetreten werden, machen wir den „Block der Gesichtslosen“. Wir tragen weiße Masken, um gemeinsam den Betroffenen sexueller Gewalt durch die Institution katholische Kirche ein Gesicht zu geben und der Tabuisierung von Missbrauch in Institutionen und Familien etwas entgegen zu setzen.
Sexuelle Gewalt gegen Kinder wird weiterhin ausgeübt. Jeden Tag. Immer noch. In vielen Bereichen der Gesellschaft. Gerade in patriarchalen Strukturen wie jenen der katholischen Kirche.
Deshalb ist es bei weitem nicht genug, wenn die katholische Kirche nun einzelnen Betroffenen geringe Entschädigungszahlungen anbietet und sich halbherzig entschuldigt.

Sexuelle Gewalt gegen Kinder muss aufhören. Jede Form sexueller Gewalt muss aufhören. Und das geht nicht, ohne dass sich die Strukturen der Institutionen, Familien, Staaten und Gesellschaften grundlegend verändern.
Wir rufen alle Betroffenen und auch alle Nichtbetroffenen, die sich mit unseren Inhalten solidarisieren, dazu auf, sich an unserem Protest zu beteiligen.

Weitere Infos sowie die Bastelanleitung für die Masken auf www.wildwasser-berlin.de/veranstaltungentermine.htm und weiteren Anti-Papst-Aktionen auf www.what-the-fuck.blogsport.de

Infoveranstaltungen zur Demo: 13.09 18h im Infoladen der Wildwasser/Selbsthilfe Friesenstraße 6 // 21.09 19h im großen Versammlungsraum Mehringhof Gneisenaustr 2a


7 Antworten auf “Gegen sexualisierte Gewalt — NONABSOLVIMUS VOS – WIR VERGEBEN EUCH NIX”


  1. 1 Angi 13. September 2011 um 22:26 Uhr

    Gute Sache! Habt ihr in Thüringen auch was geplant? Der „Ratz“ (ich nenne den Papst nur noch so) kommt ja auch nach Erfurt….
    Dafür kenne ich nur die allgemeinen Demos. Im atheistischen Osten dürfte er ohnehin nicht viel Zuspruch bekommen – hoffe ich. :-?

  2. 2 Yassi 15. September 2011 um 16:19 Uhr

    ich kann Angi nur zustimmen. Das ist echt eine Tolle Sache die ihr da macht. :):d

  3. 3 Stefanie Meissner 16. September 2011 um 12:44 Uhr

    „Wir tragen weiße Masken“
    Vermummungsverbot, kennste?

  4. 4 Anja 19. September 2011 um 7:25 Uhr

    Hallo – eure Idee finde ich gut, muss meiner Vorschreiberin aber zustimmen: Weiße Masken auf einer Demo könnten euch Probleme machen – eine legale Möglichkeit wäre diese Masken nur für die Augen. Wenn ihr euch dann keine Mützen aufsetzt, sollte das doch okay sein?! :-)

  5. 5 wildwasser_selbsthilfe_berlin 20. September 2011 um 12:43 Uhr

    @Angie: ich habe leider nichts von Tühringen gehört, glaube eher da wird es mehr so allegemeine Proteste zu Ratzis Besuch geben…

    @Stefanie und Anja: natürlich haben wir uns Gedanken gemacht wegen Vermummungsverbot, aber viel wichtiger ist uns zu vermitteln; ja, es gibt viele Betroffene sexualisierter Gewalt und nein, wir wollen uns nicht von der Presse als Opfer instrumentalisieren lassen.

    Laut CSD-OrganisatorInnen sind Masken überhaupt kein Problem solange sie zu einer Verkleidung gehören um etwas zu symbolisieren / auszudrücken.

  6. 6 Geli 20. September 2011 um 20:17 Uhr

    Auftakt heißt das :). Leider bin ich zu weit weg (d.h., in einem anderen Land), ansonsten wär ich gerne dabei!

  7. 7 wildwasser_selbsthilfe_berlin 20. September 2011 um 20:52 Uhr

    @geli: oh ja :“> geändert…

    und ab heute ist es offiziell; wir haben sogar eine Genehmigung auf dem Block Masken zu tragen (die Farbe ist egal), also nix mit Vermummungsverbot!

    :d

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