Was du nicht sehen willst, ist trotzdem da – oder: Warum Postgender im Falle der Piratenpartei antifeministisch ist

Wer sich nicht in die mediale Isolation begeben hat, wird in den letzten Tagen um die folgende Nachricht kaum drumherum gekommen sein: die Piraten sind in das Berliner Abgeordnetenhaus eingezogen. Mit überraschenden 8,9 Prozent darf die junge Partei ganze 15 Sitze bekleiden. Böse Zungen mögen behaupten, die Piratenpartei sei nicht nur jung, sondern auch noch recht inhaltsleer; in jedem Fall lässt sie sich aber bisher schwer einordnen. So wird überall wild darüber spekuliert, ob die Piraten nun rechts oder links, die neuen Grünen oder die neuen Linken sind. Und ein weiterer Punkt spielt irgendwie auch immer mit rein: Unter den 15 Abgeordneten ist nur eine Frau.

Wirft mensch einen Blick in das Parteiprogramm der Piraten, klingt alles erstmal ziemlich vielversprechend:

Freie Selbstbestimmung von geschlechtlicher und sexueller Identität bzw. Orientierung

Die Piratenpartei steht für eine Politik, die die freie Selbstbestimmung von geschlechtlicher und sexueller Identität bzw. Orientierung respektiert und fördert. Fremdbestimmte Zuordnungen zu einem Geschlecht oder zu Geschlechterrollen lehnen wir ab. Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der Geschlechterrolle, der sexuellen Identität oder Orientierung ist Unrecht. Gesellschaftsstrukturen, die sich aus Geschlechterrollenbildern ergeben, werden dem Individuum nicht gerecht und müssen überwunden werden.

* Die Piratenpartei lehnt die Erfassung des Merkmals „Geschlecht“ durch staatliche Behörden ab. Übergangsweise kann die Erfassung seitens des Staates durch eine von den Individuen selbst vorgenommene Einordnung erfolgen.
* Der Zwang zum geschlechtseindeutigen Vornamen ist abzuschaffen.
* Geschlechtszuordnende Operationen bei Kindern sind abzulehnen, wenn deren Selbstbestimmung dadurch eingeschränkt wird.

Umgesetzt bedeutet das aber…

…dass niemand zählt, wie viele der etwas über 1.000 Mitglieder in Berlin Frauen und wie viele Männer sind. Dass das Verhältnis ausgeglichen wäre, behauptet jedoch niemand. Das wäre auch sehr unwahrscheinlich: Schließlich werden auch in die Bezirksparlamente mehr als viermal so viel Piraten mit Männer- wie solche mit Frauennamen einziehen.

Doch die Piraten verfahren nach dem Prinzip: „Wo kein Geschlecht, da keine Diskriminierung“ und lassen außen vor, dass eine Strukturkategorie nicht an Wirkungsmacht verliert, nur weil sie konstruiert ist. Oder anders: Das Fehlen von naturgegebenen Unterschieden macht eine geschlechter separierte Sozialisation noch lange nicht ungeschehen.

„Eine Quote lehnen wir ab“, stellt der Listenerste Andreas Baum am Tag nach der Wahl klar. Das ist zwar nicht Konsens in der Partei, aber die Meinung der meisten Piraten. Auch von Frauen selbst. Das Argument, das häufig kommt: Man wolle keine Quotenfrau sein. Schließlich gehe es nicht darum, per se Frauen nach vorne zu bringen, sondern gute Leute. Und außerdem sei man in der Piratenpartei über Geschlechterdifferenzen weitgehend hinaus.

Und weil die Piraten von diesem Selbstbild anscheinend sehr überzeugt sind, gibt ihnen auch die folgende Erkenntnis keinen Denkanstoß:

„Viele Frauen bleiben bei uns lieber in der zweiten Reihe“, sagt Pavel Meyer, der ebenfalls im Abgeordnetenhaus sitzen wird. So sei das Programm maßgeblich von Frauen geschrieben worden.

Frauen die im Hintergrund agieren, Männer, die die öffentliche Sphäre dominieren – das kann doch nur ein Zufall sein…? Genauso wie die Tatsache, dass die Piraten Themenschwerpunkte behandeln, die in unserer momentanen gesellschaftlichen Realität in erster Linie männlich sozialisierte Personen ansprechen.

Sie übersehen dann, dass Diskriminierung sehr subtil stattfindet, oft über einen bestimmten Habitus und über die Auf- und Abwertung bestimmter Männlichkeits- und Weiblichkeitsmuster. Sie führen aber dazu, dass sich bestimmte Menschen von den Piraten angesprochen oder nicht angesprochen fühlen.

Christopher Lauer, einer der Kandidaten, der in das Berliner Abgeordnetenhaus einziehen wird, kann hierzu sogar ein paar Zahlen liefern:

In der Fraktion haben wir 93 Prozent Männer, die CDU hat rund 85 Prozent und die Grünen haben die geringste Männerquote mit 47 Prozent. Ich glaube also schon, dass dahin gehend ein Problembewusstsein bei uns da ist. Aber, und das habe ich in einem Interview auch schon gesagt, man muss den Piraten zum jetzigen Zeitpunkt eine eigene Lösung zugestehen.

Und die eigene Lösung kann, wie es scheint, nur von einem Piraten getroffen werden – die Piratin Leena Simon hatte hierzu nämlich schon einen Ansatz geliefert, der entschieden abgelehnt wurde.

Auf einem Parteitag hatte Simon angekündigt, eine Mailingliste nur für weibliche Mitglieder zu gründen, weil es bei den Piraten machistische Diskussionen gebe und Frauen eine andere Atmosphäre brauchten, um sich zu äußern. Der Vorschlag hatte ungefähr zwei Minuten Bestand. Der Landesvorstand war dagegen, die meisten Mitglieder auch und im Internet gab es reihenweise blöde Witze bis hin zu persönlichen Diffamierungen gegen Simon.

Die Erinnerungen der Initiatorin sind auf ihrem Blog nachzulesen: Argumente wie „Wir sind postgender“ und „Du bist hier die Sexistin“ hätten ihr „jeglichen Boden geraubt, auf dem ich hätte aufbauen können“.

Und das ist nicht der einzige Anknüpfungspunkt mit dem beliebten „umgedrehter Sexismus“-Vorwurf; die Piratenpartei ist nämlich auch mit MANNdat vernetzt, einer selbsternannten „geschlechterpolitischen Initiative“, die sich „Gegen Benachteiligung von Jungen und Männern“ einsetzt. Ganz scheinen die Piraten die Kategorie Geschlecht also doch noch nicht überwunden zu haben…

Doch wie sehen die Perspektiven aus, an denen sich die Piraten und Pirat*innen in Zukunft orientieren können?

Das bequeme Szenario sieht so aus: In der Piratenpartei findet man sich mit dem niedrigen Frauenanteil ab – schließlich hat die Partei ihre Wurzeln in technischen Kontexten, da gibt es ja auch meist mehr Männer als Frauen: warum also aufregen.

Man lässt das sowieso männerdominierte Parlament noch etwas männerlastiger werden und steht in dreißig Jahren im Geschichtsbuch als die Partei, die sich bis zuletzt vehement gegen eine Frauenquote wehrte.

Das unbequeme Szenario: Die Piraten beschließen mit breiter Mehrheit, etwas gegen den niedrigen Frauenanteil zu unternehmen. Sie verbannen das Wort „Postgender“ vorerst dorthin, wohin sie auch den „Feminismus“ geschmissen haben, und entwickeln Strategien, die am Ende sogar Gleichberechtigung und nicht nur Gleichstellung schaffen.

Wenn die Piratenpartei überleben will, sollte sie zusehen, dass sie schleunigst Szenario 2 in Angriff nimmt.

Wer jetzt noch die Nerven dazu hat, kann übrigens hier Leena Simons eigene Stellungnahme zu ihrer „Klarmachen zum Gendern“-Kampagne lesen.


28 Antworten auf “Was du nicht sehen willst, ist trotzdem da – oder: Warum Postgender im Falle der Piratenpartei antifeministisch ist”


  1. 1 Christian Buggedei 23. September 2011 um 10:43 Uhr

    Zu der Leena-Sache hab ich damals das hier geschrieben, und da stehe ich heute auch noch zu: http://www.orkpiraten.de/blog/feminismus-aufmerksamkeitswahn

    Zu der Repräsentation von Frauen in der Piratenpartei: Klar, das könnte deutlich besser sein. Und es sollte definitiv nicht einfach auf das Prinzip Hoffnung gesetzt werden, nach dem Motto „passiert schon irgendwann“. Aber ich halte zB die Quotenregelung innerhalb einer Freiwilligenorganisation für verfehlt.

    Zudem behaupte ich mal frech, dass das innerparteiliche Verhältnis von „Frauen mit Amt“ zu „Frauenanteil in der Partei“ sogar besser aussieht als das von „Männer mit Amt“ zu „Männeranteil in der Partei“. Belege kann ich natürlich keine liefern. Das ist quasi nur anekdotisch aus dem was ich im Hamburger Landesverband so mitbekomme. Und die Frauen, die ich in der Partei sehe, beschweren sich in der Regel überhaupt nicht über mangelnde Feminismus-awareness.

    Das Problem ist meiner Ansicht nach wirklich nicht, dass die in der Partei vorhandenen Frauen irgendwie benachteiligt werden, sondern dass schlicht nicht genug Frauen in der Partei vorhanden sind. Diese jetzt mit dem Versprechen von Vorteilen (wie zB einer Quote) hineinzulocken stösst sich allerdings mit dem egalitären Selbstverständnis der Piraten. Das jetzt antifeministisch zu nennen halte ich allerdings für zu weit gegriffen.

    Für konstruktive Vorschläge, wie die Partei für weibliche Neumitglieder attraktiver gemacht werden kann wird sich allerdings keiner verschließen – ich auf jeden Fall nicht.

  2. 2 Piratenweib 23. September 2011 um 11:04 Uhr

    Tja, das war eine heiße Zeit, damals mit der „Piratinnen-Mailingliste“. Ich erinnere mich gut, aber nicht gern.
    Ergebnis der Angelegenheit? Die mMn besten Frauen haben den Piraten den Rücken gekehrt, weil sie schlichtweg keinen Bock drauf haben, gegen sexistische Windmühlen zu kämpfen. Das ist sinnfrei und verschwendet unnötig Energie. Hab da damals schon drüber geschrieben und meine Meinung dazu bis heute nicht geändert.
    http://www.piratenweib.de/piratinnen-kommen-aber-gewaltig
    http://www.piratenweib.de/piratinnen-personliche-an-einsichten

  3. 3 viruletta 23. September 2011 um 12:15 Uhr

    @ Christian Buggedei: Die Art und Weise wie das Thema auf den Tisch gebracht worden ist, mag nicht die beste gewesen sein – allerdings stellt sich mir als außenstehende Person auch die Frage, warum Leena Simon diesen Weg gewählt hat. Was hat sie davor zurückschrecken lassen, das Thema offen in der Partei zu diskutieren? Ich glaube nämlich kaum, dass sie der Partei schaden wollte – sie engagiert sich ja schließlich bis heute dort. Vermutlich befürchtete sie, auf andere Art und Weise kein Gehör zu finden? Und überhaupt: Wenn es die Form gewesen ist, die den Piraten übel aufgestoßen ist, und nicht die Inhalte – wieso wurde dann nicht genau diese kritisiert? Wieso schlug sich dann trotzdem der altbekannte antifeministische Beißreflex auf die Themen nieder? Wieso wurde ihr dann vorgeworfen, sie sein eine „umgedrehte Sexistin“ (wobei alleine die Bezeichnung lächerlich ist, wenn sie gegenüber Frauen gebracht wird, die in patriarchalen Gesellschaften leben)?

    Dass die Frauen* in der Partei sich nicht über fehlenden Feminismus beschweren, kann auch Selbstschutz sein – an Leena Simon wurde immerhin ein Exempel statuiert, dem die wenigsten werden folgen wollen. Da wird sich oftmals lieber an den (falschen) Regeln der Herrschenden (in patriarchalen Gesellschaften: Männer) orientiert, als selber Sanktionen zu riskieren.

    Konstruktive Vorschläge hat Leena Simon übrigens einige geliefert – vielleicht hätte es Sinn gemacht, ihr Konzept auch mal zu lesen, nachdem sich über die Form echauffiert worden war. Die Pirat*innen könnten sich zB für „einen chancengleichen Zugang zu den neuen Informations- und Kommunikationsnetzen“ einsetzen – wie unter anderem in dem von Piratenweib verlinkten Text zu lesen ist. Dafür müsste mensch aber auch erst einmal anerkennen, dass Geschlecht als Strukturkategorie in unserer Gesellschaft immer noch wirkungsmächtig ist, und die Position von weiblich sozialisierten Personen hier besonders förderungswürdig ist.

  4. 4 Mirage 23. September 2011 um 12:51 Uhr

    Der Postgender Ansatz ist ja auch die Loslösung von der erzwungenen Zweigeschlechtlichkeit. Geschlechtliche Identitäten sind ja eben nicht Frau-Mann und nichts sonst. Die Frauenquote ist ein Widerspruch zum Dekonstruktivismus und Poststrukturalismus. Wie soll eine Frauenquote auch funtionieren. Wie sollen denn Intersex Personen bei der Quote zählen. Oder was ist Trans*Personen, ab wann zählen die als Frau und wann als Mann?
    Mit der Forderung einer Frauenquote wird die Genderdebatte zurück ins letzte Jahrtausend kapatultiert. Progressive Genderpolitik sieht anders aus.

  5. 5 inkorrupt 23. September 2011 um 14:12 Uhr

    Liebe transsexuellen Eichhörnchen, willkommen im Kegelclub!
    http://kegelklub.wordpress.com/2011/09/23/liebe-presse/

  6. 6 Christian Buggedei 23. September 2011 um 14:36 Uhr

    Wie ich schon damals schrieb: Die Diskussion wurde von beiden Seiten zugetrollt. Das ging damit los, dass die Kritik an der Form teilweise als Kritik an der Sache missverstanden wurde, dann wurde daraus tatsächlich Kritik an der Person, und dann eskalierte der Streit so richtig… Im Endeffekt siegte die laute Mehrheit der Trolle.

    Langsam aber sicher lernt die Piratenpartei mit Trollen umzugehen, bis der Prozess abgeschlossen ist, dauert da aber noch eine ganze Weile.

    Warum Leena ausgerechnet diesen Weg gewählt hat? Ich weiss es nicht, da ich sie auch nicht persönlich kenne. Allerdings glaube ich nicht, dass das der letzte Ausweg war, dieses Anliegen bekannt zu machen. Mir sah das eher nach einem mehr oder weniger bewusst veranstalteten Medientheater aus.

    Meine These bleibt: Die Aufregung hatte weniger mit einer Frauenfeindlichkeit der Partei zu tun, als mit einer fehlenden Diskussionskultur.

    Und zu Leenas Vorschlägen: Ich erinnere mich nur an die Sache mit den Schutzräumen. Und die kann ich nicht nachvollziehen, da zumindest in dem mir bekannten Piratenumfeld keinerlei sexistischen Umgangsformen herrschen. (Es gab und gibt viel zu viele Fälle von rauhen Umgangston, Fehlgriffen und Anfeindungen. Und da sind sicherlich auch Frauen von betroffen. Aber IMHO selten bis gar nicht weil sie Frauen, sondern weil diejenigen, die da losanfeinden Idioten sind, die nach jedem Schimpfwort greifen, von dem sie glauben, dass es trifft. Analog zu Anke Gröners „Es ist leicht, gemein zu einem dicken Menschen zu sein.“)

    Andererseits: Wenn jemand gerne in kleinen Kreis sprechen möchte, sehe ich da überhaupt kein Problem. Aber solche Kreise kann jeder bei Bedarf spontan aufmachen, ohne dass es dazu einer Parteintervention braucht.

    Zuletzt: Es ist eine Sache, in der Partei dafür zu werben, die Gesellschaft besser zu machen, aber eine andere, der Partei diffus Frauenfeindlichkeit vorzuwerfen, und das an einer nicht-vorhandenen Quote oder der Sichtbarkeit von Frauen festzumachen.

    Auf letzteres reagieren viele Leute dann nämlich leider rein defensiv, fragen „was haben wir denn genau falsch gemacht?“, suchen nach Lücken in der Argumentation, etcpp. Blödes Geek/Technikerdenken. Gerade die Sache mit dem „chancengleichen Zugang zu den neuen Informations- und Kommunikationsnetzen“ ist ein hervorragendes Beispiel dazu: Das ist ein Gesellschaftsproblem, dass sich in der personellen Zusammensetzung der Piratenpartei manifestiert.

    Dieses Problem den Piraten anzulasten ist aber verkehrt und wird wenig Freunde in Piratenkreisen finden. Denn wir können nichts dafür, dass die Generation vor uns das nicht schon geregelt hatte…

  7. 7 Nils 23. September 2011 um 16:31 Uhr

    @Christian: Wenn die Piraten mal von ihrem hohen Post-Gender-Ross heruntersteigen und nicht jeden Versuch, die Geschlechterfrage zu thematisieren, brüsk abweisen würden, wäre wahrscheinlich schon viel gewonnen. Es lastet den Piraten ja niemand an, dass es einen offensichtlich geschlechtsspezifischen Unterschied zB bei der Nutzung neuer Medien gibt. Kritisiert wird vielmehr die offensichtlich exakt entlang der für überwunden erklärten Geschlechtergrenzen verlaufende Praxis der Piraten, weit überwiegend Männer in den Vordergrund zu stellen und Frauen nicht wirksam aktivieren zu können. Wahrscheinlich würde es schonmal reichen wenn es innerhalb der Piratenpartei zum Mainstream werden würde zu sagen: Hey, offensichtlich haben wir hier einen blinden Fleck, weil 14 Männer und 1 Frau in der Abgeordnetenhaus-Fraktion irgendwie nicht so richtig zu unserem Anspruch passen, Geschlechterdifferenzen überwinden zu wollen (manche behaupten ja sogar: überwunden zu haben – eine Hypothese, die anhand der empirischen Daten zurückgewiesen werden muss).
    Eine spannende und zu klärende Frage wäre davon ausgehend, warum der Frauenanteil bei den Piraten so gering ist. Desweiteren kann man sich dann überlegen, wie mehr Frauen zur Mitarbeit motiviert werden können. Die schwedische Piratenpartei hat sich für eine Quote entschieden, die deutsche hält davon bislang nichts. Was sind die Alternativen? Vielleicht braucht es engagiertere Crews vor Ort als Empfangskomitee? Eine andere Diskussionskultur in Foren, Wikis und Mailinglisten? Ein anderes Auftreten der überwiegend männlichen, medial präsenten Köpfe der Partei? Ich weiß auch nicht, was hiervon wirklich Erfolg versprechend ist. Ich weiß aber, dass solange wir Piraten leugnen in der Genderthematik ein paar dicke blinde Flecken zu haben, sich an der Situation herzlich wenig ändern wird. Wir können nämlich gar keine konstruktive Debatte darüber führen, wie dieses Problem angegangen weden kann, solange der Großteil der Piraten kein Problem sehen will.
    Der Shitstorm, der nach Gründung der Piratinnen über Leena hereingebrochen ist, hat übrigens auf sehr eindrückliche Weise belegt, wie nötig ihre Initiative war. Souverän wäre es gewesen, sie einfach mal machen zu lassen. Chance vertan.

  8. 8 viruletta 23. September 2011 um 16:42 Uhr

    @Mirage: Wie ich in dem Ausgangstext schon geschrieben habe, besteht bei dem Thema Gender eine klaffende Lücke zwischen Theorie und Praxis. Nur weil uns eine gesellschaftliche Realität nicht gefällt, macht sie das nicht weniger existent. Und die Quote muss sich ja nicht nur auf Frauen* beschränken, sondern sollte allgemein Menschen bestärken, die sich aufgrund ihrer Sozialisation eher zurückhaltend verhalten und häufig gesellschaftlichen Sanktionen unterliegen. Cismänner fallen da tendenziell nunmal nicht drunter.

    @inkorrupt: Hast du meinen Text eigentlich gelesen oder ist das deine obligatorische Antwort auf alles, was die Piratenpartei bzgl. ihrer Geschlechterpolitik irgendwie in Frage stellt? Der von dir verlinkte Text tut ja geradezu so, als sei es irgendwie zufällig, dass genau die Frauen* der Partei sich eher hinter den Kulissen beteiligen. Was Kommentare wie

    Wir sind auch ganz sicher mehr als nur zwei Brüste, und wir haben keine Absicht, diese auf irgendwelche Kandidaten-Listen oder in Kameras zu schieben, nur weil die Medien das gerne hätten und meinen, dass wir andernfalls ja völlig unter den Tisch fallen würden.

    aussagen sollen, verstehe ich auch nicht – in jedem Fall verleiten sie mich dazu, den Text nicht mehr richtig ernst nehmen zu können. Die geschlechterpolitische Kritik an der Partei lässt sich nunmal nicht eben so runterbrechen auf ein polemisches: „Die Menschen wollen mehr Brüste in der Politik sehen“.

    Auf die Frage „Warum steht nur eine Frau auf der Liste?“ könnte man antworten „Weshalb ist das relevant? Und Wofür?“

    Es ist relevant, weil eine Partei, die einen emanzipatorischen Anspruch verfolgt, sich auch mit herrschenden Machtverhältnissen beschäftigen und nach Auswegen aus diesen suchen sollte. Eines dieses Machtverhältnisse (was von den meisten anderen Parteien inzwischen angegangen wird) war viel zu lange Zeit (und ist zu großen Teilen immer noch), dass Politik als Männersache galt.
    Natürlich ist das (fehlende) Engagement von Frauen* in Politik, technischen Berufen usw. ein gesamtgesellschaftliches Problem – aber ist es nicht Aufgabe der Parteien, diese anzugehen?

    @Christian Buggedei:

    Und zu Leenas Vorschlägen: Ich erinnere mich nur an die Sache mit den Schutzräumen. Und die kann ich nicht nachvollziehen, da zumindest in dem mir bekannten Piratenumfeld keinerlei sexistischen Umgangsformen herrschen.

    Es wird dich vielleicht schockieren, das zu lesen, aber: Das kannst du als Cismann gar nicht beurteilen. Du verfügst nämlich schlichtweg nicht über den Erfahrungshorizont, über den eine Frau* verfügt, die in einer patriarchalen Gesellschaft aufwächst und lebt. Du kannst hier nicht für andere sprechen, deren gesellschaftliche Realität eine ganz andere ist als deine. Und wenn es diesen Personen nicht – deiner Wahrnehmung widersprechend – so vorkommen würde, wieso sollten sie dann Schutzräume fordern?

    Übrigens, wo hier gerade schonmal so viele Pirat*innen anwesend sind: Es wäre schön, wenn ihr auch nochmal zu der „AG Männer“ und der Zusammenarbeit mit „MANNdat“ Stellung beziehen würdet.

  9. 9 viruletta 23. September 2011 um 16:53 Uhr

    @Nils:

    Wir können nämlich gar keine konstruktive Debatte darüber führen, wie dieses Problem angegangen weden kann, solange der Großteil der Piraten kein Problem sehen will.

    Sehr schön auf den Punkt gebracht!

  10. 10 Christian Buggedei 23. September 2011 um 17:27 Uhr

    @Nils: Auf Krampf die vorhandenen Frauen in sichtbarere Ämter zu drücken, sei es über Motivation, Quote, oder was-weiss-ich kann keine Lösung sein. Die Partei für weibliche Mitglieder attraktiver zu machen ist hingegen auf jeden Fall etwas, was ich befürworte. An der Diskussionskultur muss so oder so gearbeitet werden – die ist zwar schon besser geworden, aber bei weitem noch nicht perfekt.

    @viruletta: Natürlich kann ich das nur schwer beurteilen. Andererseits unterschreibe ich nicht die These, dass man Betroffener sein muss, um Situationen beurteilen zu können. Ich kann ein priviligierter heterosexueller Mann sein, und dennoch sexistisches unterdrückendes Verhalten anderer erkennen. Vielleicht nicht immer, aber immer öfter.

    Zudem unterhalte ich mich ja auch mit meinen Mitmenschen. Wenn mir dann bekannte weibliche Piraten im privaten Gespräch sagen, dass sie das Gefühl haben, nicht-sexistisch behandelt zu werden, dann glaube ich denen das erstmal.

    Aber ja, das sind rein anekdotische Hinweise, nicht empirisch belastbar, und woanders mag das ganz anders aussehen. Aber ich kenne eben auch keine Erzählungen oder konkrete Beispiele von solchen Ereignissen, und neige momentan daher dazu, meine Erfahrungen zu verallgemeinern.

    Was die AG Männer angeht: Die ist meines Wissens ziemlich inaktiv bis tot, und hat auch nie irgendeinen erwähnenswerten Rückhalt in der Partei gehabt. Dass es sie gibt/gab ist eben der offenen Struktur der Piratenpartei geschuldet, nicht aber Ausdruck irgendwelcher Mehrheiten. Von Manndat weiss ich nichts, kann dazu also auch nichts sagen.

  11. 11 Macros 23. September 2011 um 19:10 Uhr

    Ich habe gerade wenig Zeit und möchte deshalb einfach mal zu der von dir angesprochenen Leena Simon folgendes Video in den Raum atellen:
    http://www.archive.org/details/AufzeichnungDes1.Bundesparteitages2010DerPiratenparteiDeutschland
    Dort 1-22-WahlstellvVorsitz2 auswählen.

    Bitte beachte wie viele Frauen an den Mikrophonen stehen.
    Sind sie auch alle „fehlgeleitet“?

    Beachte auch den Applaus nach ihrer Aussage, dass ihr die Männerquote unter den Kandidaten die sich stellen zu hoch ist.

    Beachte, dass in Berlin viele Wichtige Personen von Frauen besetzt werden. Beispielsweise die Spitzekandidatin für Friedrichsheim-Kreuzberg, oder der der Posten der Schatzmeisterin.
    Mir ist kein Fall bekannt in dem je jemand wegen seines Geschlechts innerhalb der Partei benachteiligt würde.

    Zwei kurze Punkte:
    Von der AG Männer halten die meisten so viel wie von Leena Simon.
    Eine Quote ist einfach nur unsinnig, damit stimmen absolut alle in meinem Umfeld überein.

  12. 12 GwenDragon 23. September 2011 um 19:37 Uhr

    Schon mal die priratige AG 2X (vulgo XX) für Frauen angesehen? Das strotzt nur so von Biologismus und Fehlinformation.

    Wie der Name 2X mit der Referenz auf die weiblichen zwei Chromosomen bereits andeutet, besteht der Fokus der AG hauptsächlich darin, Frauen zu involvieren

    http://wiki.piratenpartei.de/AG_2X

  13. 13 Andreas Kemper 23. September 2011 um 19:54 Uhr

    Zitat: „Was die AG Männer angeht: Die ist meines Wissens ziemlich inaktiv bis tot, und hat auch nie irgendeinen erwähnenswerten Rückhalt in der Partei gehabt.“

    Naja, die Männer AG hat noch im Sommer dieses Jahres Beiträge verfasst. Und die allererste Ausgabe der Piratenzeitung Kompass, die dieses Jahr erschien, hatte einen Schwerpunkt und ein Titelblatt, welches von der Männer AG gestaltet wurde: „Jungenbenachteiligung“? Maskulinisten in der Piratenpartei.

  14. 14 choooo 23. September 2011 um 23:09 Uhr

    die piratenpartei ist doch auch nur eine bürgerliche witzfigur, die NICHTS verändern wird. warum kümmert ihr euch um sie? postfeminismus ahoi!

  15. 15 lilith 24. September 2011 um 18:51 Uhr

    @macros
    tatsächlich habe ich mir die ganze Frage/Antwort/Lena angeschaut und muss sagen, wie es auch der vorletzte Redner gesagt hat: Die „Eier“, die diese Dame bewiesen hat, würden den Piraten nur gut tun. Mir stellt sich nur die Frage was passieren würde, wenn tatsächlich mal Kandidaten auftreten, die das Gender-Thema zu ihrem Fokus machen. Nachdem Lena ja eigentlich für ein ganz anderes Themenspektrum steht, das sie auch wiederholt vertreten hat, schätze ich, dass ein genereller Gender Diskurs bei den Piraten wie es Anno 2010 auf dem Parteitag aussieht, erstmal chancenlos bleibt. Die Gleichsetzung von ihr und der Männer-Ag zeigt leider auch keine differenzierte Auseinandersetzung, sondern verweist meines Erachtens auf den Sexismus, der angeprangert wird.

  16. 16 pan 25. September 2011 um 17:44 Uhr

    Stellen wir uns mal vor, die Geschichte wäre ein wenig anders verlaufen: 2006 wurde die Piratinnen Partei gegründet, die postgender ein Mitglied geschlechtsneutral Piratin nennt. Der Rest bleibt gleich. Wie wäre wohl das Geschlechterverhältnis heute? Warum?

  17. 17 fritz 25. September 2011 um 18:47 Uhr

    Nein. Ich tu mir natürlich leicht, hier nein zu sagen, als männlicher Pirat, aber wenn zu wenig Frauen in der Piratenpartei sind, liegt das nicht an den Trollen (von welchen es bei den Piraten mehr gibt als anderswo) und schon gar nicht an der angeblichen „technischen Orientierung“ der Piraten (die nämlich keine Technik-, sondern eine Bürgerrechtspartei sind) sondern an der sexistischen Schere in unseren Köpfen. Um die loszuwerden, müssen wir ens tun: Aufhören, die sexistische Scheisse zu glauben. Wie Männer seien, und wie Frauen, und was beide tun müssten, um welche zu sein. Da hilft auch keine Quote. Ich denke, gegen die real existierende Diskriminierung hilft nur, sie direkt zu bekämpfen. Da, wo sie statt findet. Und zwar gemeinsam.

  18. 18 Macros 25. September 2011 um 23:16 Uhr

    @lilith
    Meinst du jemanden, der die Genderdebatte ins Rollen bringt oder eine Frau die politisch aktiv wird? Zweiteres begrüße ich sehr, z.B. hat in der Letzten Sitzung der Piratenfraktion Zuse wichtige Argumente eingebracht. Die Genderdebatte halte ich jedoch innerhalb der Partei für sinnlos, da Frauen, Männer und alle anderen/dazwischen gleichgestellt sind. Gründet man eine Gruppe um innerhalb der Partei für Frauenrechte zu kämpfen, muss es auch eine für Männer geben, eine für Schwule, eine für Lesben, eine für Muslime usw. Viel besser ist es jedoch wenn Menschen die sich nicht akzeptiert fühlen, oder aufgrund irgendwelcher Merkmale benachteiligt, das offen ansprechen. Sofern es nichts ist, womit man eh zur Polizei gehen sollte (nein, das ist nicht vorgekommen), erfährt man immer Unterstützung. Ein Vorschlag von mir wäre: Besuch doch mal einen unserer Parteitage, Gäste sind immer willkommen. Überlege dir zu einem Thema einen Diskussionspunkt und bringe ihn ein, du wirst sehen er wird aufgenommen erden wie jeder andere. Das Thema sollte natürlich nicht die Genderdebatte sein, denn die sind wir Piraten ziemlich leid ;)
    Wenn Kandidaten auftreten, die das Genderthema zu ihrem Fokus machen, kann ich dir jetzt schon sagen, dass sie deshalb schlechte Chancen haben werden. Wir wollen jeden Menschen gleichstellen, jemand der für eine einzelne Gruppe eintritt kommt da nicht gut an. Abgesehen davon, dass jemand der Antritt sich auf viele Themen konzentrieren sollte.
    Das andere Themenspektrum für das Leena steht würde mich interessieren. Ich erinnere mich, dass ich ihr damals auch deshalb keine Stimme gegeben habe, weil Fragen nach Inhalten immer wieder darauf hinausliefen, dass sie Politikwissenschaften studiert (hat?) ohne, dass sie einen konkreten Punkt genannt hätte.
    Dein letzte Satz erschließt sich mir leider nicht und auch nicht 2 anderen Menschen hier im Raum, eine davon weiblich falls das für dich einen Unterschied macht. Eine meint, du denkst vielleicht ich will das Verhalten der AG Männer mit Leena Simons gleichsetzen? Ich hab lediglich die Beliebtheit beider verglichen ( wobei hier Leena stellvertretend für die Genderdebatte die sie aufbrachte und ihre Nur-Frauen-Mailingliste stand, sowie die AG Männer für ihre neueren Aktionen und Äußerungen) und das empfinde ich nicht als sexistisch. Falls es das in deinen Augen sein sollte, würde ich mich freuen, wenn du mir erläuterst warum.

  19. 19 Gedankensprung 26. September 2011 um 11:11 Uhr

    Das Problem ist doch nicht die gesamte Partei sondern, wie (fast) immer, die Einzelpersonen. Solange die einzelnen Menschen innerhalb der partei den Sexismus nicht überwunden haben, wird es immer wieder zu solchen Diskussionen kommen! Ich denke (und hoffe) das zum Beispiel Rassismus in den Köpfen der Mitglieder überwunden wurde, weshalb in solch einem Falle eine innerparteiliche Gruppe, zum Beispiel nur für „Migranten“, unnötig wäre. Aber der Sexismus ist eben nicht überwunden nur weil man ihn totschweigt. Viele denken sexistisch und in patriarchalischen Mustern, nur fällt es ihnen eben nicht auf. Vor hundert Jahren wäre es vielleicht mit einer „Rassismus-Debatte“ ähnlich gewesen.
    Und solange der Sexismus in den Köpfen nicht überwunden wird, wird es, wie schon gesagt, immer wieder zu solchen Debatten kommen…
    Ich will hier nicht sagen, dass ich Gruppen gutheiße die NUR Frauen zugänglich sein sollen, aber ich würde diejenigen befürworten, die sich offen gegen sexistische Denkmuster stellen, Arbeitsgruppen gründen und so weiter, um sie zu bekämpfen!
    Solange Totschlagargumente wie „Wir sind postgender!“ innerhalb der Partei kursieren, kann es gar nicht zu einem offenen Dialog über solch eine Thematik kommen….geschweige denn zu vernünftiger antisexistischer Arbeit.

  20. 20 peme 26. September 2011 um 21:22 Uhr

    „Das Problem ist doch nicht die gesamte Partei sondern, wie (fast) immer, die Einzelpersonen.“

    nein. die piratenpartei ist STRUKTURELL sexistisch und transphob. abgesehen von diesem unglaubwürdigen „das generische maskulinum schließt auch frauen mit ein, es gibt keine piratINNEN“-gefasel gibt (gab?) es beispielsweise seit ewigkeiten eine AG männer (mit passwortgeschütztem zugang). und daran hat sich noch nie jemand ernsthaft gestört, weil die AG natürlich offiziell auch für frauen offen ist. unklar bleibt mir dabei, was mich als frau dazu bewegen sollte, so einer gruppe beizutreten. exklusion und sexismus machen sich nicht immer mit einem plakativen „mädchen müssen draußen bleiben“-schildchen an der eingangstür bemerkbar. manchmal reicht es, wie hier, schon aus, frauen einfach keinen anreiz zu bieten, sich zu beteiligen. oder sie sonstwie abzuschrecken, z.b. durch die diskussionskultur in den foren, in denen „feministisch“ ein schimpfwort ist (!), maskulinisten und biologisten aber geduldet werden.

    dann gibt es noch eine AG 2X, weil *natürlich* alle frauen 2 x-chromosomen haben. aber andererseits – völlig widerspruchsfrei – gibt es frauen zeitgleich auch überhaupt nicht, denn: wir piraten sind post-gender. manchmal sind wir aber auch transsexuelle eichhörnchen – und diese stelle war mir beim lesen wieder mal bestätigung genug, dass ich in diesem männerverein definitiv nicht erwünscht bin.
    denn was sind das für menschen, die ernsthaft von sich behaupten, „post-gender“ und gegen ein binäres geschlechtersystem zu sein, und sich dann trotzdem über transgender – gerade die menschen, die mitunter am häufigsten aufgrund ihrer sexuellen identität diskriminiert werden – mit einer derart kindischen formulierung lustigmachen? als ich eine piratenfreundin vom lv berlin darauf ansprach, meinte sie nur, das sei nicht abwertend gemeint und wenn ich das falsch verstünde, sei das mein eigenes problem.

    und sowas wird einem bei den piraten wirklich andauernd entgegengebracht, wenn es um gender-themen geht. die einwände der frauen, die sich wegen ihres geschlechts ungleich behandelt fühlen, und auch die einwände von transgender, die sich wegen ihrer sexuellen identität scheiße behandelt fühlen, sind alle „völlig unbegründet“. auch ein schutzraum für frauen sei „nicht notwendig“. und die entscheidungsmacht darüber, was notwendig und begründet ist, haben nicht WIR frauen und transgender, sondern die maskus.

  21. 21 lilith 27. September 2011 um 0:04 Uhr

    @macros und die anderen, die da vielleicht noch immer sind.

    - zum Punkt: Damen die politisch aktiv werden sollen – weil ihr sie braucht, sonst werdet ihr jedes Jahr um die gleiche Zeit egal ob Landtags-, Bundestags- whatever Wahl ansteht mit diesem Vorwurf konfrontiert – schon klar: Ich denke dass sich momentan die Themen, die da auch eine Lena (wie ich es zumindest aus dem kurzen Video vernommen habe) anbringen wollte, ich habe da irgendwas von „Freier Software, Grundeinkommen, Umgang mit geistigem Eigentum…“ im Kopf nicht von Gender/Sex- Diskurs was auch immer trennen lassen.

    Ich will damit sagen, so wie die Nacherzählung hier im Netz stattfindet (ups surfe ich zuviel auf Queer-feministischen Seiten etc.) hat diese Dame versucht ihre Inhalte einzubringen, ist mit bestimmten Erwartungshaltungen und Kategorisierungen (verschärft Sexismen) konfrontiert worden und hat sich daraufhin mit dem für Euch anscheinend leidigen Thema „Gender und Co.kg“ beschäftigt.Sie hatte also keine Chance „nur“ Politik zu machen.

    Wie es viele schon gesagt, geschrieben und in Twitter gehustet habe: Auch ich gehe davon aus, dass es sehr schön ist von einer gleichberechtigten Welt zu sprechen (mit verschiedenen Sexualitäten, Gender-Entwürfen usw.) – bin dabei – wo ist die Tür?

    Ich glaube aber wir stehen einer anderen sozialen Realität gegenüber. In dieser Realität mag es nicht nur einen Pay-Gab geben, in der ab heute bis Silvester die Damen (die mit dem anatomisch weiblichen Geschlecht) nichts verdienen, sondern auch Erwartungshaltungen gegenüber diesen Kategorien existieren – die gerade so eine schicke Partei wie die Piraten durchaus de-konstruieren könnte…wenn se ordentlich Bock hätte.

    Allerdings bräuchte es dazu auch ein Einsehen (und damit meine ich nicht die Quote), dass man keine Klarheit darüber schafft in einem binären Denkmuster zu verharren bei gleichzeitiger Negation desselben.

    Und ja: Natürlich sollten auch alle Minderheiten die Möglichkeit haben sich in der Piratenpartei (wie generell in allen Parteien) zu engagieren, AK zu gründen oder euer flüssiges Feedback zu unterwandern. Naja, aber ich sehe jetzt auch nicht so einen krassen Zuwachs an türkischen Pirat_innen – oder irre ich mich da?

    Meiner Meinung nach bringt es nichts die hohle Fahne der Gleichstellung/Gleichberechtigung/ vor sich her zu tragen, weil mans cool findet. Warum nicht genau diese Gruppen ins Boot holen? Aber wie? NIcht indem man von vornherein davon ausgeht, dass alle die gleiche Chancen haben…

    Und zum Thema Sexismus: Was ich meinte ist, dass das ein General-Bashing von Lena war, jeder zweite hat sie gefragt: Was sie für eine andere Qualität als die hat eine Frau zu sein. UNd diese Frage kommt wiederholt, obwohl sie sie meines Erachtens mehrmals beantwortet hat. Das ist einfach nur Provokation – das hat nichts mehr mit Inhahlt zu tun. Und natürlich sind da auch viele DAmen, die – wie es sich in einer postfeministischen Welt gehört – nicht die solidarische Pfeife machen, sondern – man könnte hier wahrscheinlich davon sprechen, dass sie den männlichen Blick übernehmen, das wäre fies,

    man könnte sich aber auch fragen und das zurecht, warum es in unserer Gesellschaft nicht ab und zu passender ist darauf zu bestehen, das man kein Geschlecht ist.. was soviel ist, wie ein Kerl zu sein

    und ob da nicht der Hase in der Gurke begraben ist?

    GUten Abend gute NAcht

  22. 22 Dora 27. September 2011 um 12:44 Uhr

    Für wie feministisch halten Sie die Frauen in der Partei?

    Ich kann das nur aufgrund der Reaktionen auf meinen Blog einschätzen. Da gab es ein breites Spektrum. Frauen, die gendertheoretisch sehr fit sind und auch Frauen die das Thema für erledigt halten. Ich habe auf meinen kritischen Beitrag zu ihrer Geschlechterpolitik eine recht flapsige Antwort von einer Frau bekommen: Man könne ja keine Frau zwingen, bei den Piraten mitzumachen.

    Es gibt auch Antiquotenfrauen: Wir haben das nicht nötig und wir diskriminieren ja niemanden. Sie übersehen dann, dass Diskriminierung sehr subtil stattfindet, oft über einen bestimmten Habitus und über die Auf- und Abwertung bestimmter Männlichkeits- und Weiblichkeitsmuster. Sie führen aber dazu, dass sich bestimmte Menschen von den Piratenangesprochen oder nicht angesprochen fühlen. Darüber nachzudenken, das würde sowohl Männern als auch Frauen in der Partei weiterbringen.

    Wirkich gut sag ich nur!

  23. 23 Vivi 27. September 2011 um 12:46 Uhr

    Auch sehr interessant!

    Für wie feministisch halten Sie die Frauen in der Partei?

    Ich kann das nur aufgrund der Reaktionen auf meinen Blog einschätzen. Da gab es ein breites Spektrum. Frauen, die gendertheoretisch sehr fit sind und auch Frauen die das Thema für erledigt halten. Ich habe auf meinen kritischen Beitrag zu ihrer Geschlechterpolitik eine recht flapsige Antwort von einer Frau bekommen: Man könne ja keine Frau zwingen, bei den Piraten mitzumachen.

    Es gibt auch Antiquotenfrauen: Wir haben das nicht nötig und wir diskriminieren ja niemanden. Sie übersehen dann, dass Diskriminierung sehr subtil stattfindet, oft über einen bestimmten Habitus und über die Auf- und Abwertung bestimmter Männlichkeits- und Weiblichkeitsmuster. Sie führen aber dazu, dass sich bestimmte Menschen von den Piratenangesprochen oder nicht angesprochen fühlen. Darüber nachzudenken, das würde sowohl Männern als auch Frauen in der Partei weiterbringen.

  24. 24 dodo 29. September 2011 um 5:55 Uhr

    an wolle keine Quotenfrau sein. Schließlich gehe es nicht darum, per se Frauen nach vorne zu bringen, sondern gute Leute.
    Wie ich dieses Argument hasse! Es geht bei der Quote doch nie darum, die näxtbeste Person mit Eierstöcken zu nehmen, wurscht wie gut die ist. Es geht darum, die Frauen nach vorne zu bringen, die eben auch gut und qualifiziert sind, aber ansonsten oft übersehen oder zu wenig unterstützt werden!
    Ohne gut zu sein, wird man auch sonst nirgends „Quotenfrau“!!
    Nun – falls sie eine andere, bessere Lösung haben sollten: her damit! Würde mich ganz ehrlich interessieren. Bis jetzt scheint dem aber nicht so zu sein.
    Und außerdem sei man in der Piratenpartei über Geschlechterdifferenzen weitgehend hinaus.
    Selbst wenn das wahr wäre (was ich nicht glaube, siehe allein schon die Sache mit der Mailinglist…)und die Piratenpartei tatsächlich über Geschlechterdifferenzen erhaben wäre: die Gesellschaft, die sie als Partei ja schließlich vertreten will, ist es offensichtlich nicht. Also sollte man sich als politische Partei, die ernst genommen werden will, dem auch annehmen.
    Blöderweise lassen sich Probleme nicht dadurch lösen, wenn man sie ignoriert. Das ist ja nun irgendwie nicht so die klügste Taktik…
    Und dieses Problem der subtilen Benachteiligung von Frauen (das nicht nur innerhalb von Parteien, sondern auch sonst eigentlich überall stattfindet), die ja nun als Geschlecht auch wahrlich keine Minderheit darstellen, einfach zu übergehen, ja, das kann man schon antifeministisch nennen – feministisch bedeutete nämlich, anzuerkennen, daß ein Problem vorhanden ist und etwas (zumindest IRGENDetwas, wie gesagt: wenn sie ne bessere Idee als Quote haben, soll’s ja auch allen recht sein!!) dagegen zu tun. GERADE als computeraffine Partei und GERADE, weil es hier im technischen Bereich einen Frauenmangel gibt, GERADE deshalb sollte ihnen doch auffallen, daß da irgendwie was schiefliegt und GERADE deshalb sollten sie doch dann auch versuchen, die Frauen, die sich trotzdem zugehörig fühlen und sich da reinwagen in dieser „Männerwelt“ der Piratenpartei, aktiv zu unterstützen und das nicht einfach mit „sie kann doch, wenn sie will. wenn sie sich das nicht zutraut, dann will sie halt auch einfach nicht“ abzutun.
    Und ich sehe auch nicht das Problem, daß mit der Quote die „es gibt nur 2 Geschlechter, punktaus“– Einstellung zementiert würde. Warum sollte Frauen zu fördern automatisch eine Diskriminierung von Trans- oder Intersexmenschen sein? Eine Quote wäre bei denen zwar enorm schwierig auszuführen, aber andere Arten von politischem Beistand und Förderung können ja dennoch praktiziert werden, auch mit (also „trotz“) Frauenquote. Wo sollen sie da dann diskriminiert werden?

    @Christian Buggedei:
    (…)da zumindest in dem mir bekannten Piratenumfeld keinerlei sexistischen Umgangsformen herrschen.
    Doch.
    Sag ich jetzt mal einfach so. Ey, sogar ich als überzeugte Feministin habe „sexistische Umgangsformen“, zumindest auf jeden Fall Verhaltensweisen, die patriarchal-rollenkonform sind.
    KeineR von uns ist in einer sexismusfreien Welt aufgewachsen, wir sind alle davon beeinflußt, manche mehr, manche weniger.
    Und ohne jetzt arrogant sein zu wollen, aber oft merken sie es auch nicht, wenn sie Frauen diskriminieren. Von einigen männlichen Freunden weiß ich, daß sie nunmal zugeben müssen, daß es auch als feministisch bewegter Mann gar nicht so einfach ist, die von Familie oder Gesellschaft anerzogenen Machismen unter Kontrolle zu halten. Gerade beispielsweise bei Diskussionen zeigt sich das im Diskussionsverhalten Frauen gegenüber.
    Fraue wiederum sind da ja genauso betroffen – und wenn man unsicher ist, fällt man ganz, ganz leicht in alte Rollenmuster zurück, da diese (zumindest gefühlsmäßig) vermeintliches Sicherheitsgefühl geben (wer sich konform verhält, fällt nicht auf und ist aus dem Schußfeld). Und politisch zu diskutieren mit einem Haufen Leute, die fast nur aus Männern bestehen (und sehr wahrscheinlich auch ihr anerzogenes dominierendes Diskussionsverhalten zeigen), kann schon einschüchternd sein! Dann ist man als Frau oft erstmal ruhig, hört lieber interessiert zu – statt sich aktiv einzumischen und auch mal wen zu unterbrechen, bzw. sich nicht unterbrechen lassen. Geschweige denn, sich gleich auf einen Posten zu stürzen.
    Was aber nicht heißt, daß diese Frau, die sich erstmal einfach nicht traut, nicht evtl. voll die super Politikerin abgeben würde! Vielleicht aber, wenn sie aktiv unterstützt würde, vllt. bei Diskussionen drauf geachtet wird, sie nach ihrer Meinung (gern auch zu ihrer Meinung „als Frau“ – ich meine, als Frau erlebt man die Gesellschaft und deren Probleme und Idiotien in manchen Bereichen einfach zwangsläufig anders. Und da nochmal nachzuhaken könnte für die Diskussion nur von Vorteil sein. Nur weil wer was nicht sagt, heißt das nicht, er/sie hätte auch nichts zu sagen. Und so taut sie vielleicht auf, so kriegen alle Seiten evtl. neue Erkenntnisse.
    Oder wenn es klar hieße „Du, wir haben jetzt nur Mannsbilder bis jetzt auf unserer Liste – hättest Du als Frau nicht auch Bock?“, vielleicht denkt sie sich „Ja, wenn die mich brauchen, dann kann ich’s ja mal versuchen!“
    Aber den Versuch, ein politisches Amt zu bekleiden, wagt man normalerweise eher selten, wenn man nicht das Gefühl hat, die Leute unterstützen einen – als Menschen, als Politikerin, aber eben AUCH als FRAU, die Politik macht. Da gehört oft schon einiges dazu.
    Und vielleicht ist sie ja wirklich enorm talentiert.
    Ihr verschenkt so nicht nur schlichtweg ein mords Potential, das ihr bei den Frauen habt (bzw. hättet). Sondern auch die Chance auf neue Sichtweisen und Blickwinkel, die sich erschließen könnten, bei euch und anderen.

    Denn offensichtlich scheint die bisherige Piratenvorhergehensweise für die Frauen in der Partei ja nicht gerade zu motivieren, sich für ein Amt aufstellen zu lassen. Anstatt darauf zu kontern mit „Ja, die wollen halt nicht“ könntet Ihr Euch fragen – woran liegt das? Was kann man daran ändern? Macht doch halt mal ne Umfrage bei den Frauen: „Was würde euch motivieren, euch aufstellen zu lassen, was wäre dafür nötig für euch?“ (am besten anonym, dann sind die Antworten ehrlicher und es entsteht nicht wieder so ein Rumgehacke auf jemandem wie bei der Mailinglist Sache!) – oder auch gleich ne Umfrage and weibliche Nicht-Mitglieder, was sie dazu bringen würde, als Frau bei euch mitzumachen, welche Bedingungen das wären etc.
    …und das alles hat ja mal null damit zu tun, die Frauen in Ämter „reinzudrücken“ – sondern nur, dafür zu sorgen, daß der Weg dorthin nicht voller Scheiße ist.
    Oder lasst euch sonstwas einfallen.
    Naja, es sei denn, ihr legt keinen Wert darauf, das wissen zu wollen oder es euch egal ist.
    @fritz:
    Da hilft auch keine Quote. Ich denke, gegen die real existierende Diskriminierung hilft nur, sie direkt zu bekämpfen. Da, wo sie statt findet. Und zwar gemeinsam.
    Prima Sache! Aber wenn die Quote laut Dir nicht hilft, was dann? „Sie direkt bekämpfen“ klingt ja supi, aber wie soll das aussehen? Quote ist auch eine direkte Kampfansage gegen Sexismus (wenn auch nicht jedeR dieser Meinung ist). „Direkt bekämpfen! Gemeinsam!“ klingt – sorry – ohne weitere Ausführungen so nur wie eine weitere abgedroschene Politikerplatitüde.
    @marcos:
    Viel besser ist es jedoch wenn Menschen die sich nicht akzeptiert fühlen, oder aufgrund irgendwelcher Merkmale benachteiligt, das offen ansprechen. Sofern es nichts ist, womit man eh zur Polizei gehen sollte (nein, das ist nicht vorgekommen), erfährt man immer Unterstützung.
    Ähm… bei der Mailinglist-Debatte sah das aber anders aus. Und wenn die Spitze der Partei immer wieder lautstark und ganz offiziell dieses post-gender-dingens bei jeder gelegenheit rauströtet und anscheinend jeder pirat von vorne herein gleich klarstellt, es gebe gar keine diskriminierung, punktaus, wir brauchen diese Diskussion nicht – wie verträgt sich das denn?
    Du sagst ja selber: Das Thema sollte natürlich nicht die Genderdebatte sein, denn die sind wir Piraten ziemlich leid.
    Findest Du das fair? So nach dem Motto: Wir diskutieren gerne über alles, aber wenn Du dich als Frau (Mitglied odert nicht) von der Piratenpartei in irgend einer Form diskriminiert fülst, halt bitte die Klappe, weil uns das Thema nervt.
    Ja, wie wollt Ihr mit so einer Einstellung denn sexismusfrei sein/werden??? Oder interessiert es euch einfach nicht, wie Frauen die Atmosphäre in der Partei empfinden? Kein Bock auf Input, auf Verbesserungsvorschläge, auf Entwicklung und Wachsen?

    Auch dieses von Dora zitierte „Argument“ man könne ja keine Frau zwingen, bei den Piraten mitzumachen, hat soooo einen Bart. Nein, zwingen könnt ihr sie nicht. Will ja auch niemand. Aber rausfinden, warum sie nicht wollen, was sie davon abhält, sie besser motivieren und unterstützen und auf sie eingehen!
    Doch das tut ihr nicht, stattdessen schlagt ihr mutige Leute wie Lena (und andere), die das sogar netterweise von sich aus ansprachen, die „Sexismus gibts bei uns nicht!!!“-Keule übern Schädel. Und, das muß auch mal gesagt werden: um das Thema, so wie Lena es tat, anzusprechen – dazu gehört Mut, Initiative und das Bedürfnis, die Partei, in der man ist, zu bereichern! Nur, wer ein echtes, lebendiges Interesse daran hat, daß diese Partei wächst und gedeiht, wagt sich freiwillig mit so einer Offenheit nach vorne. Unmd dafür hat sie dann virtuell eins auf die Schnauze gekriegt. DAS ist nicht gerade eine Motivation für Frauen, sich bei Euch zu engagieren oder beizutreten…
    Außerdem wollen viele Frauen eben auch als solche wahrgenommen werden, mit ihren spezifisch weiblichen Bedürfnissen und Problemen. Nicht jede möchte politisch geschlechtslos sein.

    Und ehrlich gesagt, anfangs hatte ich ja echte Hoffnungen in die Piratenpartei gesetzt.
    Die Reaktion auf die Mailinglist-Sache hat mich dann aber regelrecht schockiert, so wie mit dieser Frau umgegangen worden ist – aber auch der allgemeine Umgangs- und Diskussionston hat mich erschreckt. Ich möchte definitiv nicht von Menschen regiert werden bzw. sie als „meine“ (bzw. Volkes) Stellvertreter sehen, die anscheinend derart wenig Respekt einem Menschen gegenüber zeigen. Da kommt dann zwar immer das Argument, das seien halt die lautesten Idioten gewesen, die aber keineswegs für die ganze Partei stünden – allerdings ist die „offizielle“ Reaktion der Piraten auf derartiges auch nicht besser. Subtiler, höflicher, klar (is ja auch schon was) – aber ernstgenommen wird man nicht. Sogar abgeraten wird einem, das Thema „gender“ überhaupt nur anzusprechen. Aber als Wählerin (und, würde ich je einer Partei beitreten, auch als Mitglied) will ich verflixt nochmal ernst genommen werden mit meinen Sorgen, auch wenn die sich nicht schön brav in euren no-gender-utopismus quetschen lassen.
    Das, also Euer Umgangston untereinander und auch nach außen, sowie diese hartnäckige Weigerung, anzuerkennen, daß „post-gender“ ein netter Gedanke, aber keine Realität ist – diese zwei Dinge machen die Piraten für mich unwählbar.
    Es tut mir ja leid (denn ansonsten find ich viel gutes und bin da auf einer sehr ähnlichen Wellenlänge wie die Piraten), aber wer in unserer patriarchal geprägten, sexistischen Gesellschaft von vorne herein gleich das Genderthema über Bord wirft und trotz ständiger Kritik daran (scheiß WählerInnen, jetzt nerven die auch noch…) null und gar nix ändert, der hat für mich einfach nicht genug politisches Verständnis oder Kompetenz, um von mir eine Stimme zu bekommen.

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