Archiv für Oktober 2011

Modelposen im realen Leben.

Nur mal wieder als Hinweis…

In letzter Zeit häufen sich mal wieder die zu löschenden Kommentare, wie immer mal wieder, hmpf.
a) Unter anderem auch zahlreiche Doppelposts oder auch Beiträge, die 2 Minuten nach dem ersten Beitrag geschickt wurden und die dann oft mit ach so passenden Worten wie „Da mein erster Beitrag ja von Euch zensiert wurde…“ eingeleitet werden.
Deshalb nochmal zur Erinnerung: Hier im Mädchenblog landen
alle geschriebenen Beiträge erstmal in der Moderationsschleife.
Dort warten sie dann auf jemanden, der sie freischaltet .
Zugegeben, das kann manchmal eine Weile dauern, schließlich sind wir kein professionelles Blog mit angestellten MitarbeiterInnen (MBlog-Leute haben lediglich den Vorteil, daß sie sich gleich nach dem Verfassen eines Kommentars selbst freischalten können).
Wer wissen will, wieso das so ist und wie das genau abläuft: nach dem „Mehr“-Klick steht was dazu.

b) Wie vielleicht doch dem/der Einen oder Anderen bekannt sein dürfte: das Mädchenblog hat eine Netiquette, die eigentlich gut verständlich und auch nicht sooo viel zu lesen ist. Generell empfiehlt es sich, eine Netiquette durchzulesen und sich an sie zu halten, bevor man auf einem Blog postet. Und es hat auch nur Vorteile: Ihr werdet dann freigeschaltet und wir haben weniger Arbeit.
Und wer unsere prima Netiquette nicht mehr so 100%ig im Kopf hat, kann die Gelegenheit nutzen und einfach nochmal reinschauen. Gerade die Punkte 6, 7 und 9 ließen in letzter Zeit zu wünschen übrig. Ähem.

Jetzt zu den Details: (mehr…)

Awareness- handicap

Awareness

Wir sind da. Wir sind mitten unter euch. Wenn es geht. Aber habt ihr uns schon gesehen? Wir sind nicht viele…

Wir sind die Subgruppe „Krank“. Queer und „krank“. Passt das? Es ist auf jeden Fall nicht das hot topic. Und wird auch nicht gern gesehen. Versteckt euch nicht mehr! Versteckt nicht mehr euer Anderssein. Versteckt nicht mehr eure Narben und Wunden, eure Glatzen, eure Mäkel, eure Ängste und Erfahrungen. Es kann so schnell gehen. Ein Unfall, eine Diagnose, ein Röntgenbild, ein Blutwert und Zack, du wirst in eine Welt aus Medizinern, Krankenhäusern, MRTs, Cts, OP- Tischen, Narkosen, Einwilligungen zum Risiko zu Sterben, Medikamenten, Nebenwirkungen, Reha und endlosen Wartezeiten katapultiert. Schwerbehindertenausweis. Ich? Vielleicht bist du schon immer hier. Gehörlos. Blind. Queer? Das spielt im Krankenhaus keine Rolle. Kämpfen für den Feminismus? Vielleicht, wenn die Chemo um ist. Demonstrieren gehen? Ja, wenn die Entzündungen weg sind. Hier wirst du nach deiner Konfession gefragt und ob dein Ehemann an deinem Bett sitzt.
Du wirst rausgezogen aus deiner queeren Welt, die du dir selbst gebastelt hast. Als Einsiedlerkrebs musst du gerade da weiterkämpfen, wo du dich sowieso schwach fühlst. Mit Glück findest du ein paar coolere Leute. Die dich so nehmen, wie du bist.
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XXS

„XXS“ von Kim Caspary. Und das heißt: Ja, schon wieder eine Buchbesprechung. Diesmal aber etwas ganz anderes: am Titel kann man schon recht treffsicher erraten, um was es sich handelt: um Magersucht. Das Cover (seht ihr weiter unten im Text. Uuuuh, Spannung!!) weist dann auch auf die Richtung hin – hübsches Mädchen, schwarzweiße Fotographie, traurig guckend. Also: kein Selbsthilfebuch, sondern ein Roman, was auch deutlich unter dem Titel steht.

Eigentlich hatte ich ja nicht vor, das Ding zu lesen, aber mir sind bei einem Besuch bei meinen Eltern die Bücher ausgegangen und das hier lag halt irgendwo rum. Denn so wild bin ich auf das Thema eigentlich nicht, aus Mangel an Selbstidentifikation – Eßstörungen und der ganze Rattenschwanz, der da mit dranhängt, ist für mich sowieso immer ein bißchen verwirrende terra incognita. (mehr…)

Der Mann, ein Mägelexemplar???

In der taz kritisiert Aram Lintzel den aktuellen „Männerkrisen“-Wahn:

Obwohl es sich bei den Herausgebern keineswegs um fundamentalistische Männerrechtler handelt, beschweren sie sich im Vorwort über „vielfältige Diskriminierungen“ und „diffamatorische Zuteilungen“.

Zugleich legen sie den heterosexistischen Kern aktueller Männerbilder offen: Den Jungs und Männern würden ihre „aggressiven Impulse“ durch ein „Erziehungsmatriarchat“ gewissermaßen abtrainiert, was nicht zuletzt sexuelle Unsicherheit zur Folge habe.

Gegen diese Erziehung zum Weicheiertum hilft offenbar nur die Renaturalisierung von Geschlechterrollen – jeder Identitätswandel stößt nach dieser Logik auf natürliche Grenzen.

Haha – Witze über Geschlechter

Puh. Wer wirklich denkt Onlineformate wie SZ-Online bringen Information werden hier eines besseren belehrt. Nicht Information ist Output meines kurzen Besuches dieser Plattform, sondern Ärgernis.
Und zwar darüber:

Eine kleine graue Zelle kommt zufällig in das Gehirn eines Mannes. Alles ist dunkel, leer und ohne Leben. „Huhuuu“, ruft die Zelle. Keine Antwort. Sie ruft ein zweites Mal: „Huhuuu, ist hier denn niemand?“ Wieder bleibt alles ruhig. Da erscheint plötzlich eine andere graue Zelle und fragt: „Hey, was machst du denn hier oben? Komm doch mit, wir sind alle unten.“

Höhö. Wie kreativ, Männer denken mit ihrem Glied. Ja klar, liebe SZ da wart ihr aber mal kreativ.
Und es geht noch einer.

Was versteht ein Mann unter einem Sieben-Gänge-Menü? Ein Sixpack Bier und die Bild-Zeitung.

Ja Bier ist ja auch nur was für Männer. Geil.

Aber bitte jetzt noch nicht aufgeben. Wir können noch tiefer gehen.

Was ist schwarz und knistert? Eine blonde Elektrikerin.

Ha, ne Frau als Elektrikerin, das muss ja schief gehen und blond noch dazu. Haha
Dass Frauen inkompetent sind und erst gar nicht Berufe ausüben sollten, will uns auch dieser Witz sagen:

Hält eine Polizistin eine Blondine an und bittet um Vorlage des Führerscheins. Die Blondine frägt: „Führerschein? Was ist das? Wie sieht der aus?“ „Das ist das, wo ihr Lichtbild drin ist.“ Die Blondine kramt in ihrer Tasche und entdeckt sich in ihrem Taschenspiegel, den sie daraufhin der Polizistin gibt. Diese klappt den Spiegel auf und stottert: „Tschuldigung, wenn ich gewusst hätte, dass Sie Polizistin sind, hätte ich Sie nicht angehalten!“

Der ganze Wahnsinn läuft unter der Rubrik, Entertainment/Humor. Ich fühle mich aber weder entertained noch belustigt, sondern nicht mehr in der Lage mein Frühstück im vollen Maße zu genießen. Liebe SZ wer ist den bitte Online-Chefredakteur? Mario Barth?

Sexismus fürs Klo

Einfach nur widerlich.

gefunden via

Der wahre Facebook-Skandal (Triggergefahr!)

Seitdem Facebook vor ein paar Tagen ein weiteres Mal seine Nutzungsbedingungen zugunsten des Profits und zum Nachteil der Nutzer*innen verändert hat, schreiben sich Journalist*innen auf der ganzen Welt die Finger wund, um darüber zu sinnieren, ob Facebook sich diesmal nun doch ein bisschen zu weit aus dem Fenster gelehnt hat oder nicht.

Dass parallel dazu ganz andere Petitionen gegen Facebook ins Leben gerufen worden sind, darüber berichten nur eine Hand voll englischer Medien und auf deutscher Seite gerade mal die österreichische „dieStandard“ und die Mädchenmannschaft. Die Petitionen beziehen sich darauf, dass Facebook sich weigert, Seiten vom Netz zu nehmen, die sexualisierte Gewalt verherrlichen bzw. verharmlosen. (mehr…)

Mütter und Sexismus

Mütter haben in Sachen Sexismus mehr Einfluss auf die Kinder als die Väter (laut einer Studie).

„Ist das unrecht?“

Abtreibung, Vergewaltigung – und die männliche als auch die weibliche Hilflosigkeit bei beiden, wenn darüber gesprochen wird: ein Dialog aus Minette Walters‘ Roman „Die Schandmaske“ zwischen dem Künstler Jack, der mit der Ärztin Sarah verheiratet ist, und der 17 Jahre jungen Ruth, die ungewollt schwanger geworden ist:

„Sarah ist die vernünftigste Ärztin, die ich kenne. Sie wird Ihnen helfen, sich zu entscheiden, was Sie tun wollen, und dann alles für Sie tun. Sie wird Sie nicht zwingen, das Kind zu bekommen, und sie wird Sie auch nicht zwingen, es nicht zu bekommen.“
Die Tränen begannen wieder zu fließen. „Ich will es nicht.“ Sie ballte ihre Hände. „Ist das unrecht?“ (mehr…)