Feministisch schenken

Zum Beispiel, indem man auf etsy die DIY-Kultur unterstützt (wenn man schon nicht selber kreativ werden will) und dafür so geniale Geschenke findet wie Virginia-Woolf-Ohrringe:

Und was schenkt/bastelt Ihr so feministisches für Weihnachten?


16 Antworten auf “Feministisch schenken”


  1. 1 Nils 18. Dezember 2011 um 1:58 Uhr

    Wow, die Ohrringe sind großartig!

  2. 2 Elaria 19. Dezember 2011 um 10:35 Uhr

    Feministisch schenken, hmm irgendwie verstehe ich das nicht. Das ich keine Busentasse verschenke versteht sich ja von selbst. Mir fällt da nur feministische Literatur ein. Das T-Shirt für den Herrn „ich bin ein Feminist“ finde ich auch noch ganz lustig, aber meinem Liebsten den Stempel auf zu drücken, och nö.

    Ich finde das Interesse für Feminismus sollte schon aus einem selbst kommen, alles Andere wirkt für mich schulmeisterlich-belehrend. Konsum und Ideologie, das passt für mich einfach nicht zusammen. Genauso wie ein Che Guevara T-Shirt- auch doof.

  3. 3 dodo 19. Dezember 2011 um 15:25 Uhr

    …obwohl eine feministische Busentasse auch ein cooles Projekt wäre =)

  4. 4 in_kogni 21. Dezember 2011 um 13:44 Uhr

    hah, da kommt wieder voll die katholikin in dir durch! :-p
    weihnachten und schenken – pah!
    oder in gsp-sprache: dekonstruier‘ doch mal diesen automatismus

  5. 5 crashintoahouse 21. Dezember 2011 um 22:03 Uhr

    ich will auch ne busentasse.
    daumen hoch für in_kogni.

  6. 6 paul_a 22. Dezember 2011 um 0:12 Uhr

    gsp-sprache?

  7. 7 Elaria 22. Dezember 2011 um 11:52 Uhr

    hihi, da es hier doch so viele Busentassenfans gibt, hier die Einkaufmöglichkeit, bis Weihnachten wird das aber wohl leider nichts mehr^^.

    http://www.affengeile-geschenke.de/Busen-Tasse.htm

    auch als Schnapsglas! http://www.geschenkeideen.de/Schnapsglas-Busen-mit-erheblich-mehr-Volumen.htm

  8. 8 Nadine 23. Dezember 2011 um 10:44 Uhr

    Wow, super schön :) Das wär auch ne super Geschenkidee gewesen!

  9. 9 dodo 27. Dezember 2011 um 18:20 Uhr

    „hah, da kommt wieder voll die katholikin in dir durch! :-p
    weihnachten und schenken – pah!
    oder in gsp-sprache: dekonstruier‘ doch mal diesen automatismus“

    1. Wäre ich wirklich eine derartige Hardcore-Katholikin, wie sich manche Leute das irgendwie einbilden, müßte ich ja eigentlich erst recht gegen weihnachtlichen Konsum und Schenkerei sein, sondern die Sache rein christlich-religiös halten; aus der Kirchenecke regt man sich ja am meisten drüber auf, daß ein Fest wie Weihnachten in der heutigen Zeit seine ursprüngliche Bedeutung mehr und mehr verliert und zur bloßen konsumorgie verkommt – von dem her ist Dein Gedankengang hier nicht so ganz logisch. Ich bin mir auch nicht im Klaren darüber, inwiefern Virginia Woolf, DIY oder Ohrringe im Allgemeinen überhaupt jetzt irgendeinen Bezug zum Katholizismus oder sonst irgendeiner Religion haben?!?
    2. Kann man es nicht unbedingt als superkapitalistischen Konsumterror bezeichnen, wenn man über etsy kreative DIY-Menschen unterstützt statt seinen Kram bei großen Konzernen, Ketten oder Supermärkten kauft. Oder magst Du mir erklären, inwiefern es jetzt großartig den Kapitalismus ankurbelt, wenn meine Kohle direkt an diese eine Privatperson geht, welche die Ohrringe erdacht und hergestellt hat. Ist doch im Gegenteil ne prima Sache! Ansonsten kauft die Menschheit meistens woanders ein, wo die kreativen Leute, die sich sowas ausdenken und in Handarbeit herstellen, normalerweise von dem Geld nicht viel sehen. Genausowenig wie die unterbezahlte Verkäuferin an der Kasse, den ausgebeuteten Lageristen/die Inventurleuts und wer in der ganzen langen Kette sonst noch mit drinhängt. Geschweige denn vom Transport, der dann auch nicht unbedingt ökologisch ist… jede gekaufte Tiefkühlpizza ist so gesehen zigmal antikapitalistisch unkorrekter als ein paar Ohrringe bei etsy.
    3. Kann ich Dich auch insofern beruhigen, daß die Schenkerei bei mir kein Automatismus ist, sondern die pure Freude, jemanden zu beschenken! Ich genieße es regelrecht, einem lieben Menschen eine Freude zu machen. Und ja, unter anderem auch in Form von „Dingen“; sich überlegen und knobeln, was demjenigen gefallen könnte/brauchen kann/sich selbst nicht leisten würde/nicht allzu naheliegend/langweilig ist,… Und zwar das ganze Jahr über, da brauch ich kein Weihnachten dafür. Denn statt automatisch halt Weihnachten und Geburtstag igrendwas Gekauftes rauszuhauen (wie Du es mir seltsamerweise ja wohl vorwirfst), schenke ich dann, wenn es sich ergibt, ich eine gute Idee habe, die jeweilige Person eine Aufmunterung braucht,… whatever. Daß ich Weihnachten auch was schenke, ist daher nicht überraschend. Ich versteh auch ganz gut, wenn jemandem die Schenkerei auf die Eier geht. Meinereiner findet es aber schön, die Gelegenheit zu haben, einfach mal an alle zu denken, was Geschenke angeht. Da denkt man dann auch an Leute, die man nicht mehr so oft sieht, kann so wieder mal Kontakt aufnehmen – und ich selbst freu mich auch, wenn ich eine Kleinigkeit im Briefkasten finde. Nicht, weil ich so scharf drauf bin, „Dinge zu besitzen“, sondern einfach, weil ich es nett finde, daß jemand an mich gedacht hat, mir eine Freude machen wollte und sich Gedanken drüber gemacht hat, was denn der Dodo gefallen könnte. Also einfach Weihnachten als eine weitere Gelegenheit, lieben Menschen eine kleine Aufmerksamkeit zu senden/übergeben. Kann ich nichts falsches oder per se Konsum/Kapitalistisches daran finden.
    Vor allem, weil ca. 90% meiner Geschenke sowieso DIY sind. Von selbstgenähten Kleidern/Taschen/… über Teemischungen aus dem eigenen Garten bis hin zu Mixtapes und Keksen. Die Person, für die eigentlich die Ohrringe gedacht waren, hat stattdessen einen Patchworkrock mit Kunstfellsaum gekriegt, falls es Dich interessiert.
    Man kann also sehr wohl Geschenke machen, ohne sich in diesen vorweihnachtlichen, kapitalistischen Kaufwahn zu stürzen und stattdessen sogar die Gelegenheit wahrnehmen, coole DIY-Projekte zu unterstützen bzw. selbst welche zu starten. =)
    ~~~~~~~~~
    Aber ist halt schon auch doof, wenn man immer noch an das „Alle Christen (wahlweise auch „Ausländer, Schwaben, Frauen, Moslems, Schwule“, etc. …) sind doch gleich!“-Klischee glaubt – nie geht es sich so auf, wie man möchte, blöder Mist. Vor allem, wenn dieses Klischeebild noch nicht mal in sich stimmig ist (siehe oben, Punkt 1).
    Halt mich für naiv-idealistisch, aber für mich ist immer noch jeder Mensch ein Individuum, das man nicht wegen unserer ach so bequemen Vorurteile in irgendwelche Schubladen stopft. Da passen die meisten Leute sowieso nicht rein, die Welt funktioniert halt nunmal nicht so einfach nach der Schwarz/Weiß, Gut/Böse – Einteilung. Und hat sich vor allem schon längst als kontraproduktiv erwiesen…
    Gruß! =)

  10. 10 in_kogni 30. Dezember 2011 um 8:55 Uhr

    „Und was schenkt/bastelt Ihr so feministisches für Weihnachten?“
    ist schon ne suggestivfrage oder?
    aber schoen dass du ein besseres leben im falschen versuchst ;-)
    liebe gruesse

  11. 11 dodo 01. Januar 2012 um 2:48 Uhr

    Naja, angesichts der Tatsache, daß an Weihnachten wohl auch die meisten LeserInnen zumindest einer Person irgendwas schenken, hielt ich diese Anrede für angebracht.

    Ansonsten… ein besseres Leben im Falschen? Meinst Du das so, daß auch „gute Geschenke“ nicht „gut“ sein können, weil schenken an sich „schlecht“ ist? In dem Fall: „Wenn ich keine Leutz beschenken kann, ist es nicht meine Revolution.“ ;)

  12. 12 in_kogni 01. Januar 2012 um 8:01 Uhr

    nee, sorry wegen des missverstaendnisses, das war auf das einkaufen bei privatpersonen und nicht bei grossen ketten sowie das adornozitat bezogen
    „es gibt kein richtiges leben im falschen“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Minima_Moralia#Inhalt
    mit der ueberlegung, ob es aber vielleicht ein besseres oder richtigeres leben im falschen gibt?

  13. 13 dodo 01. Januar 2012 um 8:41 Uhr

    ja das adornozitat kenn ich (hab’s in meiner fragestellung halt sehr vereinfacht ähem), mir fällt es nur schwer, es hier auf diesen inhalt so anzuwenden, daß ich da zum gleichen Ergebnis komme wie Du… denn da kapitalistischer konsum (bzw. somit kapitalistisches konsumschenken) wie oben von mir erläutert, meiner meinung nach ja eben was völlig anderes ist als die paar $ direkt an erfinderin/herstellerin/verkäuferin in einer person gezahlt werden. zu kritisieren wäre eventuell, daß das dingens sich einer großen firma wie paypal bedient. im endeffekt aber dennoch nicht dazu führt, daß der Erwerb selbiger Ohrringe für mich jetzt unter kapitalistischen Konsum fiele.
    es sei denn, wir zwei haben einen grundverschiedenen begriff von „konsum“ im allgemeinen.

  14. 14 in_kogni 02. Januar 2012 um 15:22 Uhr

    nein, aber von kapitalismus, haha.
    du lebst ja nicht ausserhalb des systems, also wer sagt dir, dass die person von der du die ohrringe kaufst, deine kohle nicht fuer was weiss ich benutzt. auch die kosten und vertraege fuer materialien, strom und miete oder was auch immer zur produktion der sachen benoetigt wird – sind diese alle ausserhalb des „normalen“ kapitalistischen betriebs?!? und die 20 prozent steuern an den staat fuer deinen einkauf – wofuer werden die verwendet? und so weiter.
    das ist doch trotzdem scheisse und haelt das system am laufen.
    deshalb nur – was heisst nur, ist doch trotzdem cool! – ein besseres im trotzdem falschen. denk ich mal so.

  15. 15 dodo 03. Januar 2012 um 1:11 Uhr

    Hui, dann würd ich (bezieh mich jetzt auf Deinen ersten Satz) gern wissen, wo da der große Unterschied liegt? Denn so gesehen gäb’s ja keine praktikable Alternative zu diesem besseren Leben im Falschen.
    denn auch bei vorkapitalistischem tauschhandel ist nie sicher, was der/die andere mit meinem kram anfängt.
    klar: die teile werden verkauft und somit isses schon kapitalismus, weil geld dafür verlangt wird.
    auch die kosten und vertraege fuer materialien, strom und miete oder was auch immer zur produktion der sachen benoetigt wird – sind diese alle ausserhalb des „normalen“ kapitalistischen betriebs?!? hier besteht immerhin die möglichkeit, daß dem so ist.
    aber daß gerade das hier das system am laufen hält, möchte ich bezweifeln. zu einem minimini-anteil gewiß. da hält aber jeder noch so idealistische mensch das system bei jedem noch so bewußten essenseinkauf weitaus mehr am laufen!
    würden die leuts alle nur 50% auf DIY (auch gekauftes DIY) umsteigen statt bei karstadt oder sonstwo zu kaufen, wäre dies dem kapitalistischen system sogar noch eher abträglich. weil bei DIY jedeR die möglichkeit hat, etwas zu (er)schaffen und somit felxibel auf die „besitzende“ seite zu wechseln. so wie’s momentan aussieht, kann ich nicht einfach von der „muß kaufen“-seite auf die „kann verkaufen“-seite wechseln. zudem beinhaltet DIY auch viel recycling (mal angenommen, die ohrringe hier wären alte weiße, die sie „verziert“ hat o. äh.), zumindest die möglichkeit, was in großem stil wiederum auch auf die produktion sowie ressourcen einfluß hätte.
    ich sag nicht, daß man so den kapitalismus stürzen könnte.
    aber wenn schon was kaufen, dann doch lieber so. derart viel kontrolle hat man selten, wenn man überhaupt irgendwas einkauft.
    von dem her hast du schon recht vom „besseren leben im falschen“ – aber wo wäre die praktikable alternative?
    sonst müßtest du dich auch bei jedem einzelnen post in diesem blog drüber aufregen – ist ja schließlich mit nem computer erstellt, läuft über wordpress etc. pp. – da sind die ohrringe geradezu bedeutungslos im vergleich. lediglich das image ist beim bloggen „korrekter“, während „weihnachten“ ein reizwort ist – aber das sind oberflächlichkeiten, die echtmal fürn arsch sind.
    daher find ich es schlichtweg übertrieben zu behaupten, ein paar ohrringe auf etsy hielten den kapitalismus am laufen und seien deshalb scheiße…

  16. 16 in_kogni 08. Januar 2012 um 14:15 Uhr

    okay, mein alter ego wuerde sagen, weil du das auch relativ oft schreibst hehe:
    ich finde aersche okay, mensch kann jede menge spass mit ihnen haben!
    wenn dir was nicht gefaellt, dann schreib doch einfach „das ist fuern penis!“

    :x

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