Fuck Gender, versiòn argentina

Auch wenn das Ganze noch ausbaufähig wäre: in Argentinien scheinen ein paar Leute begriffen haben, wie unnötig dieser ganze Mann-Frau-Geschlechterzirkus meist ist. Daher sollen künftig alle ihr eigenes Geschlecht bestimmen können!

In Argentinien darf künftig jede und jeder selbst das eigene Geschlecht bestimmen – ganz ohne Hormonbehandlung oder Chirurgie. Es ist ein weltweit einmaliges Gesetz.


Bemerkenswert finde ich auch folgendes:

Am Mittwochabend votierte der Senat mit 55 Stimmen dafür, 17 SenatorInnen enthielten sich, Gegenstimmen gab es keine. Da das Abgeordnetenhaus bereits vergangenen November zugestimmt hatte, brandete vor dem Kongress der Jubel auf.

Zwar ließe sich anmerken, daß die Bezeichnung an sich irrelevant ist und somit unnötig, aber immerhin würden in Argentinien Gendergrenzen in einem Maß gesprengt, wie es hier kaum vorstellbar ist.
Denn während in Deutschland die Behörden schon den Untergang des Abendlandes prophezeien, wenn ein Kind lieber Mädel statt Kerl sein will, soll es dort noch ganz andere Möglichkeiten geben:

Minderjährigen garantiert das Gesetz ebenfalls die freie Geschlechterwahl. Sollten Eltern oder andere Erziehungsberechtigten die notwendige Zustimmung verweigern, kann die minderjährige Person einen sogenannten Kinderanwalt anrufen. Zudem wurden die öffentlichen und privaten Krankenversicherungen zur Kostenübernahme von geschlechtsverändernden Behandlungen und Eingriffen verpflichtet. Damit werden auch hier jahrelange Wartezeiten und bisher notwendige richterliche Genehmigungen abgeschafft.

Inwieweit dieses Gesetz in der Praxis dann für einzelne funktioniert, wird sich zeigen.
Dennoch: davon könnte man sich hierzulande eine dicke fette Scheibe abschneiden. Sieht man auch ganz gut an den Kommentaren zum taz-Artikel – es gibt noch massig zu tun!


4 Antworten auf “Fuck Gender, versiòn argentina”


  1. 1 Robin 14. Mai 2012 um 16:08 Uhr

    leider gibt’s in Argentinien ja doch nicht die „Fuck you“-Variante. Korrigiert mich, wenn ich mich irre, aber man kann zwar das Geschlecht frei wählen, muss aber zwischen den zwei (und nur zwei!) Kategorien entscheiden. Was machen da nur die intergeschlechtlichen Personen, die sich auch als inter* identifizieren?

  2. 2 dodo 14. Mai 2012 um 17:46 Uhr

    stimmt. wie gesagt, wäre noch ausbaufähig.

  3. 3 Luna 16. Mai 2012 um 17:53 Uhr

    Mir gefällt das Bild! :D

    Find ich ebenso toll, dass auch Minderjährige frei wählen dürfen… nur frage ich mich, wie das dann doch in der Realität wird. Bin gespannt!

  4. 4 Miriam 23. Mai 2012 um 16:42 Uhr

    14.01.2011 Nepal
    Transgender and gender non-conforming Nepalese will not be ignored this year. After enacting marriage equality and allowing third-gender ID cards across the nation, Nepal is going to count the transgender community in its 2011 census.

    Bikash Bista, the director of Nepal’s Central Bureau of Statistics said, “Earlier, we had only two categories, men and women. But in the upcoming census, we are including a ‘third gender’ category.” This move will allow those who do not fit into binary gender categories or who identify solely as a third gender to be counted. The new category should also ease the path to citizenship, to which transgender Nepalis are already entitled by law.

    Nepal’s first openly gay parliamentarian, Sunil Babu Panta, says the transgender community welcomed the change.

    Nepal’s neighbor, India, will also be adding a third category to its 2011 census.

    http://news.change.org/stories/nepal-includes-transgender-people-in-census

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