Thailand, my love

Das Sextourismus existiert, weiß inzwischen fast jeder Bundesbürger. Doch welches Ausmaß er hat, ist kaum jemandem begreiflich. Wenn man heute von Menschenrechtsverletzungen spricht, denken die meisten an staatliche Gewalt, an Folterkeller und niedergeknüppelte Demonstranten. Doch was, wenn auch private Personen im großen Stil Menschenrechte mit Füßen treten?
Deutschland gilt, zumindest in einigen wichtigen Bereichen, als ein Staat, der Menschenrechte einhält und verteidigt (siehe letzter Amnesty International Bericht). Die meisten Bürger sind sich zumindest rudimentär ihrer Rechte bewusst. Aber mit den Rechten von anderen, nicht-deutschen Bürgern nimmt man es oft nicht so genau.

Beispiel Thailand.

Seit Jahrzehnten gilt Thailand, insbesondere die Metropolen Phuket, Pattaya und Bangkok als landschaftlich reizvolle Gegend mit Tropenklima – wo man ungestört Menschenrechte und insbesondere Frauen- und Kinderrechte mit Füßen treten kann. Laut dem nehemia team (www.nehemia-team.org), einer christlichen Hilfsorganisation, reisen rund eine Viertelmillion Deutsche jedes Jahr ins tropische Thailand; die meisten von ihnen kommen, damit sie „hübsche und sanftmütige Thai-Ladys“ kennen lernen und noch mehr. Es gibt sogar Internetforen, in denen der beste Sexurlaub diskutiert und empfohlen wird (http://www.travel-funblog.com/). Thailand hat den inoffiziellen Status des „Sextouristenparadieses“ schon seit Jahren inne (auch die Emma hat davon berichtet *), viele Deutsche haben sicherlich davon schon gehört. Sie haben sich scheinbar damit abgefunden. Vergewaltigte und ermordete Bardamen, missbrauchte, gefolterte Kinder und allein gelassene Waisen in den Städten und verarmten Dörfern scheinen aus unserem Bewusstsein abzurücken.

Jeder hat schon einmal davon gehört…

Doch auf die Lage in Thailand haben deutsche (und generell westliche) Touristen maßgeblich direkten Einfluss, es ist kein komplexer und indirekter Grund, der Thailand zum Zentrum von Menschenrechtsverletzungen macht. Es sind die „farang“, die weißen Männer, die diese Taten begehen. Es sind Männer, denen europäische Frauen zu viel „Aufwand“ machen; sie mögen keine Frauen, die ihre Rechte kennen, gleichberechtigt leben wollen; Frauen, über die man nicht einfach verfügen kann.

Was ist mit den Ehen?

Betrachtet man den Sextourismus, muss man sich auch zwangsläufig fragen, wie es den Frauen geht, die über ein sog. Heiratsinstitut einen Mann aus dem Westen heiraten. In der Dokumentation „Bride Trafficking Unveiled“ * gehen Joel Mishcon und Laura Barry dem Heiratsgeschäft auf den Grund. Viele der Frauen heiraten einen Mann, ohne irgendeine Ahnung zu haben, was sie tatsächlich erwartet. Barry weist darauf hin, dass die Frauen romantische, rollenorientierte Vorstellungen von Männern haben. Natürlich spielt das sexistische Konzept der Muntehe und der „Eroberung“ einer Frau durch den Mann in der thailändischen Gesellschaft eine wesentliche Rolle, so dass die Frauen überhaupt erst in die Position kommen, missbraucht zu werden. Der Druck für eine thailändische Frau, ihre Familie mitzuversorgen ist enorm, sie sind ihrer Familie „etwas schuldig“, sie müssen sich um Eltern und Verwandte kümmern. Das ist der Nährboden für Abhängigkeit. Die meisten farang wissen das oder haben zumindest Ahnung davon, wollen es aber offensichtlich nicht sehen. Die Unterwürfigkeit, Schweigsamkeit und Selbstkasteiung der Frauen wird als „Familienfreundlichkeit“, „echte Weiblichkeit“ und „Unkompliziertheit“ ausgelegt.
Die Institution Ehe, an sich schon aus historischer Sicht ein Konzept der Unterdrückung, ist in diesem Fall also auch unter dem Gesichtspunkt des Menschenhandels zu betrachten. So wie junge Frauen aus der Ukraine oder aus Bulgarien mit versprochenen Kellnerjobs nach Deutschland gelockt werden, um dann als Zwangsprostituierte in Bordellen zu landen, wird jungen Frauen in Thailand ein Leben wie ein Hollywoodfilm von den Agenturen versprochen. Doch anstatt dessen wartet oft ein Leben voller Gewalt auf sie. Die Männer sind, wie auch in der Dokumentation angesprochen wird, oft alkoholsüchtig und dominant und im schlimmsten Fall körperlich und psychisch gewalttätig; ihre thailändischen Frauen werden wie Leibeigene behandelt. Nichts könnte einer Romanze unähnlicher sein.
Leider sind mir bei meiner Recherche keine Zahlen oder Schätzungen zur Verfügung gestanden, wie viele „mail order brides“ (aus aller Welt und insbesondere Thailand) hierzulande misshandelt werden. Aber schon allein die Viertelmillion Thailand-Touristen machen einen stutzig. Seit Jahrzehnten wissen wir, was in Thailand und damit auch in Deutschland passiert und wer maßgeblich dafür mitverantwortlich ist. Doch nichts geschieht. Es scheint keine rechtliche Maßregelung für Sextourismus zu geben.

* http://www.emma.de/ressorts/artikel/prostitution/bad-men-in-paradise/
* http://www.youtube.com/watch?v=Kk0jhl70TRU


26 Antworten auf “Thailand, my love”


  1. 1 Sina 17. Januar 2013 um 17:19 Uhr

    Ich finde diese Männer absolut widerlich. Trotzdem frage ich mich, was und warum man abgesehen von der Gewalt und der Kinderschänderei DIREKT etwas dagegen unternehmen sollte (d.h. nicht über Bildung, Strukturwandel der Gesellschaft und Institutionen..). Zumindest erweckt der Artikel auf mich den Eindruck, man wolle es allgemein verbieten.
    Es gibt einen Grund weshalb die Frauen sich auf solche Heirats-Arrangements einlassen, und dieser ist Armut und die Aussicht auf Wohlstand, nicht Naivität. Westliche Männer sind auf dem internationalen Heiratsmarkt hoch begehrt, sie haben den Ruf Frauen weniger wie Dreck zu behandeln als die Männer im Heimatland, und ich denke das stimmt tragischerweise auch. Auch bei Prostituierten sind sie beliebt.

    Zwei Freundinnen meiner Mutter kommen aus ärmlichen Verhältnissen von Asien. Ihre Ehemänner haben sie hierher gebracht, nachdem sie sich in den „Ferien“/Brautschau kennengelernt hatten. Ich halte es durchaus für wahrscheinlich, dass eine Agentur hier mitwirkte. Natürlich weiss ich nicht was hinter den Hausmauern vorgeht, aber ich glaube, sie sind sehr zufrieden hier zu sein. Zumindest wollen sie auf keinen Fall längerfristig in ihr Heimatland zurück. Soll man diesen Frauen eine Einreisesperre oder ein Heiratsverbot auferlegen? Oder was genau ist mit rechtlicher Massregelung gemeint?

  2. 2 Nika 17. Januar 2013 um 19:39 Uhr

    Hallo, also um es mal so zu sagen, verbieten ist immer eine fragwürdige Sache. Die Legalisation von Prostitution ist aber ebenso fragwürdig, weil häufig die Grenzen zwischen Trafficking und Verzweiflungshandlung nicht auf den ersten Blick erkennbar sind (schon gar nicht für Einsatzpolizei oä.). Soweit ich weiß wurde in Schweden die Prostitution verboten, aber bestraft dafür werden nur die Freier und nicht mehr wie einst die Frauen. Andererseits ist das deutsche Konzept der Einklagbarkeit von Rechten uä., dem Gewerbestatus und anderen rechtlichen Belangen für freiwillige Prostituierte ein Gewinn. Aber NICHT für Opfer von Menschenhandel oder Frauen, die von Zuhältern bedrängt werden. Und freiwillig (also ohne Gewalt & Not) sind wenige im Geschäft.
    Konkret auf Thailand bezogen müsste eben überhaupt Strafverfahren angeleiert werden wg. Vergewaltigung, Kindesmissbrauch uä. Das passiert bis her kaum, obwohl die Beweislage meist eindeutig ist. Die Gerichte sind überfordert. Dann müssten, um auf die Ehen zu kommen, die Frauen bei der Heirat Informationen über ihre Rechte bekommen, wo sie Sprachkurse sind, wo welche Ämter sind uä. Mir ist ein persönliches Beispiel bekannt: Eine Frau aus meinem Heimatort, aus Asien stammend, hat geschlagene 15 Jahre kein Deutsch gesprochen (und niemand hier ihre Muttersprache), sie wusste gerade mal wo der nächste Supermarkt war. Sie hat nichts mitbekommen, niemand hat ihr geholfen – im Gegenteil. Das könnte man vermeiden. Keine restriktive Zuwandererpolitik, sondern konkrete Hilfe, angestellte Dolmetscher, Infomaterial in allen Sprache etc. Damit könnten sich die Frauen schneller befreien. Und genau weil diese Männer wissen, dass es sowas nicht gibt und sie nicht wollen, dass die Frauen selbstständig und unabhängig werden, gibt es diese misslichen Situationen. Wird alles sehr eindringlich in der Doku beschrieben. Und habe ich eben schon persönlich ähnliche Dinge (wie im Eintrag beschrieben) kennen gelernt.
    Und natürlich müsste die Regierung Druck auf Thailand ausüben, politische und gesellschaftliche Zustände kritisieren. Doch das tut sie nicht, ua. weil man sich wirtschaftliche Vorteile verspricht von der kaufkräftigen asiatischen Oberschicht (s.Export deutscher Waren).
    Also ich finde das Argument mit den ebenso nachlässigen Thai-Ehemännern nicht ganz valid, weil es absolut keine Rolle spielt, wer nun die Frauen wie Dreck behandelt. Es sollte generell nicht passieren. Dazu muss sich die thailändische Gesellschaft von Grund auf ändern, wenn sie nicht will, dass 3 Mio. Frauen und 500.000 Kinder ihre Körper verkaufen/verkauft werden. Es ist egal, ob sie hier im goldenen Käfig leben, jeglicher Autorität beraubt oder ob sie in Thailand auf dem Markt 12 h schuften und ebenso keine Anerkennung bekommen.

  3. 3 Historikerin 19. Januar 2013 um 15:33 Uhr

    Da muss ich sagen das ihr falsch liegt. Nicht der Farrang, also der Ausländer geht am meisten in Thailand zu Prostituerten, sondern der Thai selbst.

    Wird selbst bei Wikipedia erwähnt das ca 2/3 der Kunden selbst Thailänder sind.

  4. 4 Nika 20. Januar 2013 um 13:26 Uhr

    Ich habe ja nicht geleugnet, dass die Thai-Männer unschuldig sind. Natürlich nutzen sie das „Angebot“ auch. Ich denke, es kommt sehr stark auf die Region an und auf den Tourismus der dort herrscht. Ich hab mich im Artikel eben auf die weißen Männer bezogen, die aus Europa bzw. Deutschland kommen und dort tuen, was hier verboten/teuer etc. ist. Und diese „flippen“ vermutlich leichter aus (s. Doku) wenn sie ins „Sexparadies“ fahren. Die thailändischen Männer sind unter anderem Profiteure (wenn sie Menschenhändler, Bordellbesitzer oä. sind). Und die Profiteure nutzen diese Frauen natürlich auch direkt sexuell aus, wenn es ihnen zur „Verfügung“ steht. Aber sicherlich geht auch der „einfache“ Mann dort nicht zu selten ins Bordell. Wie gesagt, wenn sich etwas ändern soll an dieser Situation, dann muss sich zu aller erst auch etwas in der thailändischen Gesellschaft ändern.

  5. 5 Miria 20. Januar 2013 um 19:57 Uhr

    Du hast mit deinem Artikel recht, aber ein Problem habe ich dennoch damit.
    Irgendwie erweckt sich bei mir der Eindruck, dass eine Ehe zwischen einem deutschen mann und einer Thailänderin in deiner Meinung nur aus den eben genannten Gründen zustande kommen kann. Und das finde ich ziemlich schade, da das wiederum dazu führt, dass deutsche Frauen mit thailändischer Herkunft oder in Deutschland lebende Thailänderinnen sofort mit Vorurteilen diesbezüglich zu kämpfen haben.
    Ich habe eine Bekannte, die in Thailand geboren wurde, aber bereits als Kind nach Deutschland kam und deren Heimat Deutschland ist. Dennoch wird auch sie oft damit konfrontiert, ob ihr Mann sie aus Thailand mitgebracht hätte.

    Ich weiß natürlich nicht, wie man dieses Stigma aufheben kann und dennoch andererseits auf die schlimmen Verhältnisse und Verbrechen aufmerksam machen kann und auch was dagegen unternehmen. Vielleicht hätte man im Text einfach mal erwähnen sollen, dass nicht jede in Deutschland lebende Thailänderin oder Asiatin „gekauft“ ist.

  6. 6 Nika 21. Januar 2013 um 12:17 Uhr

    Also erstens sollte man generell Leuten aus dem Ausland ohne Vorurteile begegnen, gerade dann ist ja erst eine funktionierende Hilfe gewährleistet. Klar geht kein Mensch davon aus, wenn er eine Asiatin mit Kinderwagen auf der Straße sieht, dass es sich automatisch um eine „mail order bride“ handelt. Was in der Doku auch angesprochen ist der Fakt, dass Frauen aus Asien hierzulande als „money grabbing“ gelten – das meinst du vllt. auch damit. Die Menschen hier denken, dass die Thailänderinnen nur das Geld der Männer wollen (was natürlich bullshit ist). Man müsste den Leuten eben klar machen, dass Dinge nie so einfach sind. Laura Barry sagt in der Doku auch, dass die Frauen zwar „versorgt“ sein wollen und Zukunftsangst haben, aber ebenso das sie romantische Vorstellungen haben und sich Liebe wünschen, eine große Familie wollen. Das passt nicht so recht zu der gierigen „Katalogfrau“.^^
    Natürlich kann auch in Thailand eine Beziehung zwischen Ausländern und Thais zustande kommen ohne das Ausnutzung/Berechnung/Zukunftsangst/oä. eine Rolle spielen.:)

  7. 7 Thiel Schweiger 27. Januar 2013 um 14:03 Uhr

    Ich kann die im Startbeitrag und in einigen Kommentaren geäußerte moralische Empörung absolut nicht nachvollziehen. Zunächst einmal sollte klar unterschieden werden zwischen irgendwelchen klar indiskutablen Praktiken (Kinderprostitution, Zwangsprostitution etc.) und ganz normaler Prostitution. Ich vermute mal, ein großer Teil der nach Thailand reisenden Männer sucht letzteres. Ich verstehe nicht, was daran per se „widerlich“ sein soll oder warum es eine (ohnehin absurde, da nicht anwendbare – wie will man denn Sex- und normaler Touristen am Flughafen aussortieren? [zumal es da ja ohnehin Schattierungen unterschiedlichster Art gibt]) „rechtliche Maßregelung“ dafür geben sollte.

    Zumal Sextourismus auch kein rein männliches Phänomen ist! (vgl. http://en.wikipedia.org/wiki/Female_sex_tourism)

    Ich kenne jedenfalls einige Männer und Frauen die nach Thailand und Südamerika gereist sind u.a. zu dem Zweck, dort gegen oder ohne Bezahlung erotische/romantische Erfahrungen zu machen, die im Westen anscheinend so nicht möglich sind (aus verschiedensten Gründen). Da gleich mit dem Moralhammer drauf zu hauen, wird der Komplexität des Phänomenes nicht gerecht.
    Man sollte sich eher mal mit den Gründen für das Bedürfnis danach auseinandersetzen.

  8. 8 drittereihe 27. Januar 2013 um 17:22 Uhr

    Ein Hinweis fehlt mit in dem Artikel.

    Der Grund, warum ausländische Frauen auf Eheschließungen angewiesen sind, um aus Armut und Perspektivlosigkeit nach Deutschland und andere westliche Länder fliehen zu können, ist das Grenzregime, dass es auf anderen Wegen unmöglich macht hier eine Staatsbürger_innenschaft, Arbeit und soziale Einbindung zu bekommen.

    Mit dem Ende des Grenzregimes würden auch augenblicklich die mail order bride – Zustände verschwinden.

  9. 9 naja 29. Januar 2013 um 12:19 Uhr

    Wenn die Frauen Arm sind, es aber im Land die Möglichkeit gibt diese Armut mittels Lebensmittelproduktion zu beseitigen, das ihnen aber nicht erlaubt ist, dann ist ihnen das Privateigentum im Weg. Dann muss man das ausräumen. Und das verträgt sich nun auch wirklich nicht mit dem „westlichen Grenzregime“. Wobei ich sie Menschenrechtsstaaten zu nennen Pflege. Und das ohne Ironie. Gut sind sie deswegen aber nicht… Sie können auch gar nicht!

  10. 10 Nika 29. Januar 2013 um 13:31 Uhr

    @Thiel Schweiger: Das ist keine moralische Entrüstung, sondern eine Tatsachenfeststellung. Ich habe es eigenhändig erfahren, wie es diesen Frauen hierzulande geht. Und das nur wenig Frauen freiwillig in die Prostitution gehen, ist wohl klar. Klar gibt es auch weiblichen Sextourismus, das ist nicht weniger unschön als der männliche. Darüber könnte man glatt einen Artikel schreiben;). Und „romantisch“ – das ist sicher auch oft der Fall, aber meist ist es wohl Sex, sry. Klar ist die Grenze zwischen Romantik und sexuellem Verlangen fließend, aber ich glaube nicht, dass eine Viertelmillion Deutsche Romantik in Thailand suchen. Viel eher sollte man sich fragen, warum ein 60-Jähriger „Romantik“ sucht in Thailand, mit einer 20-Jährigen die kaum ein Wort versteht was er sagt. Komisch sind oft auch die „Wertevorstellungen“ dieser Herren…^^
    @drittereihe und naja: Stimme euch zu, natürlich liegt dem ganzen Problem ein größerer Problemkomplex zu Grunde. Kaptialistische und nationalistische Staatenpolitik sind der Grundpfeiler für Ausbeutung, aber das hätte den Artikel überlang gemacht;):

  11. 11 dax 29. Januar 2013 um 13:49 Uhr

    Hallo,
    es ist nicht alles richtig was hier oben gesagt wird.
    Ich bin seit 15 Jahren mit einer Thailänderin verheiratet, wir haben einen Sohn zusammen und arbeiten sogar zusammen in einem gemeinsamen Geschäft.
    Vieles was über Thailändische Frauen hier erzählt wird stimmt nicht.
    Meine Frau hat von Anfang an Deutschkurse belegt ( bevor es Pflicht war). Sie ist weder unterwürfig schweigsam oder unkompliziert. Thailändische Frauen sind sehr stark. Nach aussen wirkt das natürlich ganz anders, da man immer freundlich ist (Gesichtsverlust). Das die Familie in Thailand unterstützt wird ist selbstverständlich , dort gibt es keine richtige staatliche Rente, sodaß die Kinder die Rente der Eltern sind.
    Das meine Frau einen „Farang“ heiraten wollte, hatte für Sie auch den Grund, daß sie keinen Thaimann, der trinkt, spielt und Sie betrügt, ihr ein Kind macht und danach verschwindet haben wollte.
    Ich glaube nicht daß unsere Ehe einfacher oder schwerer ist als eine rein europäische Ehe. Sicher die kulturellen Unterschiede sind groß aber es geht. Und: ja meine Frau will im Moment außer für den Urlaub auch nicht zurück nach Thailand.
    Und noch eins: wir haben in unserem Bekanntenkreis viele Thai/deutsche Ehen. Alle Frauen sprechen deutsch haben sich gut integriert (gehen hier z.b. in Sportvereine), ohne Ihre Kultur zu vernachlässigen. Inzwischen gibt es ganz viele buddhistische Thaitempel mit vielen religiösen Festen. da solltet Ihr mal hingehen und mit den Frauen die hier leben sprechen.
    Chok di na khrap
    Dax

  12. 12 inkog*ni 29. Januar 2013 um 15:21 Uhr

    nika, warum heißt der titel denn „thailand, my love“? was willst du denn damit sagen?

    „Deutschland gilt, zumindest in einigen wichtigen Bereichen, als ein Staat, der Menschenrechte einhält und verteidigt“

    in welchen „wichtigen bereichen“?

    Klar geht kein Mensch davon aus, wenn er eine Asiatin mit Kinderwagen auf der Straße sieht, dass es sich automatisch um eine „mail order bride“ handelt.

    genau das hat miria soch berichtet. warum negierst du es?

    zu den links:
    travel-fun => triggerwarnung?

    nemesia-team:
    auch scheiße eine abhängigkeit gegen eine andere einzutauschen oder nicht?

    „… Die Mädchen, die sich entschieden haben, bei Rahab Ministries ein neues Leben anzufangen, lernen in wöchentlichen Treffen das Evangelium und das christliche Menschenbild kennen. Sie lesen und studieren die Bibel. Sie erfahren, dass sie wertvoll sind und lernen durch die Hilfe von Alex und seinem Team, dass sie gewollt und wertvoll sind.“

    http://www.nehemia-team.org/index.php?id=1944

  13. 13 Nika 29. Januar 2013 um 15:26 Uhr

    @dax: Ich habe auch nicht gesagt, dass alle Ehen darauf basieren, dass ein Ausnutzungsverhältnis besteht und die Frauen unterwürfig sind. Es gibt das Vorurteil, das es so wäre und das ist falsch. Natürlich gibt es die glücklichen, aus Liebe geschlossenen Ehen, so wie die deine. Aber allzu oft ist das nicht der Fall (wie gesagt, selbst kennen gelernt). Keine Frau will einen Alkoholiker oder Psychopathen als Ehemann/Partner, egal woher er kommt. Ich finde es nur dreist, dass den Frauen im Ausland erzählt wird, dass Männer aus dem Westen besser seien. Es ist auch für die Frauen nicht leicht, so weit weg von Zuhause zu sein und ein ganz anderes Leben anzufangen. Das die Frauen hier ihr Kultur weiter pflegen dürfen ist dabei natürlich wünschenswert – aber leider wird das oft abgelehnt von der dt. Mehrheitsgesellschaft. Auch Integration ist da dann oft unmöglich.

  14. 14 @ dax 30. Januar 2013 um 17:49 Uhr

    „Thailändische Frauen sind sehr stark“

    Das ist Rassismus in einer sehr offenen Form. Rassismus ist, ganz allgemein, Menschen eigenschaften in ihre Natur hinein zuzuschreben. Nicht zu sehen, das sie von außen Geprägt werden, und die Verhätnisse zu großen Teilen das Prägende Element sind. Du verallgemeinerst eine Masse an Menschen, und ich wette mit dir, das da auch ein schwacher Mensch bei ist!

    Das gleiche bei deinem „Thaimann“, ebenso rassistisch.

    Ist mir im übrigen auch gleichgültig ob irgendwer in Deutschland deutsch spricht oder nicht. Wäre ja noch schöner: Deutschland den Deutschen!? (Was allerdings, auch wenn es erst Absurd klingt, Staatsprogramm hier, und voll gurchgesetzt ist)
    Nicht falsch verstehen: In einer Gemeinschaft ist es enorm von Vorteil, wenn sich alle Mitglieder verstehen. Aber Deutschland ist eben alles andere als eine nette Gemeinschaft ;)

  15. 15 naja 30. Januar 2013 um 17:54 Uhr

    Ja, dickes Thema, ich weiß. Wollte nur logisch dazwischenhaken…

    Bevor hier die Menschenrechte gelobt werden, da ist dieser Vortrag doch sehr zu empfehlen:

    http://doku.argudiss.de/?Kategorie=KuF#361

  16. 16 Kugel 04. Februar 2013 um 16:59 Uhr

    Wenn man sich den Text durchliest, merkt man deutlich, dass Nika nur wenig Ahnung von Thailand und vor allem dessen Menschen hat. Da werden irgendwelche Zahlen mit Klischees, Vorurteilen und Vermutungen bunt durch einander gemixt. Die angeblich so sanftmütigen und unterwürfigen Frauen in Thailand, welche sich die Sextouristen angeblich immer vorstellen, existieren hauptsächlich in der Fantasie von Menschen wie Nika. Alleine die Idee, den meisten Thailand-Reisenden mal eben zu unterstellen, wegen Sex dort hin zu reisen, ist blanker Unsinn. Ich war schon oft genug im Land – es gibt natürlich nicht wenige Männer, welche eben aus diesem Grund dorthin fliegen, definitiv. Der große Teil der Besucher ist aber als Paar unterwegs, da brauche ich mich nur im Flugzeug umzuschauen. Ich halte auch 250.000 Deutsche nicht für viel, weißt du, wie viele Deutsche jährlich nach Spanien, Italien etc. fahren? An Thailand lockt weitaus mehr als Sex, wie z.B. herrliche Strände mit warmen Wasser, abwechslungsreiche Landschaft, leckeres Essen und eine durchaus interessante Kultur, um nur einige wenige Aspekte zu nennen.

    Irgendwie scheint sich in deinem Kopf ein recht einfaches Bild festgesetzt zu haben: Auf der einen Seite die arme, ausgenutzte Frau aus Thailand, auf der anderen Seite der Ausländer, der nichts anderes im Sinn hat als seine perversen Triebe, weil er ja mit den ach so starken Frauen in seiner Heimat nicht zurecht kommt.

    Du vergisst (oder kennst nicht) nicht andere Richtung: Ausländer zieht zu seiner Angebeteten nach Thailand, kauft Haus und Grund, und steht plötzlich vor der Tür. Auf Grund der Gesetzgebung im Land dürfen Ausländer kein solches Eigentum erwerben, es läuft also alles auf den Namen der Frau. Auch das passiert nicht gerade selten.

    Grundsätzlich verstehe ich dein Anliegen. Du solltest dich aber vielleicht mit der Thematik etwas detaillierter beschäftigen, und dich weniger von Klischees leiten lassen.

  17. 17 Nika 04. Februar 2013 um 18:50 Uhr

    Ich habe nicht behauptet, dass die Frauen unterwürfig oä. sind. Es ist der Wunsch, sie so zu sehen, der das Problem ist. Ich hab nun mal andere Erfahrungen in meinem Leben und mit meiner Arbeit gemacht. Von einer guten Freundin, die mit ASF mehrere Jahre in Thailand gelebt und gearbeitet hat und von den Zuständen dort berichtet hat, von Frauen, die ich hier kennen gelernt habe – ja, Thailand ist ein schönes Land und nicht jeder fährt zum Sex haben dort hin, aber sehr sehr viele tun das! Klar fahren mehr Leute nach Spanien jedes Jahr, aber nicht zum ficken! Glaubt hier etwa irgendjemand, dass dort von 69 Mio. Menschen ca. 3 Mio. Prostitution und Sexbusiness als Hobby sehen? Das machen weil sie es so wahnsinnig toll finden? Es geht nicht darum, alle Europäer/etc. über einen Kamm zu scheren, aber die Zustände sind einfach Ausbeutung und das kann man nicht klein reden.

  18. 18 Kugel 04. Februar 2013 um 21:02 Uhr

    >> Ich habe nicht behauptet, dass die Frauen unterwürfig oä. sind. Es ist der Wunsch, sie so zu sehen, der das Problem ist.

    Nein, hast du nicht? Und was hast du unter „Was ist mit den Ehen?“ am Ende des ersten Absatzes geschrieben? Doch genau das.

    >> Thailand ist ein schönes Land und nicht jeder fährt zum Sex haben dort hin, aber sehr sehr viele tun das!

    Und wie viele sind das deiner Meinung nach? Wie viele sind „sehr, sehr viele?“ Und woher glaubst du zu wissen, dass die Mehrzahl für Sex nach Thailand fliegt? Das ist schon rechnerisch Unsinn, da ja nun Frauen ebenso nach Thailand fliegen. Ich schrieb ja schon, dass die meisten Paare sind, welche man im Flieger sieht.

    >> Klar fahren mehr Leute nach Spanien jedes Jahr, aber nicht zum ficken!

    Was hat das damit zu tun? Laut auswärtigem Amt sollen es 9 Mio. Deutsche jedes Jahr in Spanien sein! Und da findest du einen Bruchteil davon in Thailand erwähnenswert?

    Vielleicht irre ich mich, aber ich glaube, das warst selbst noch gar nicht in Thailand. Ist eigentlich auch kein Problem, ich war auch in den meisten Ländern der Welt auch noch nicht. Nur finde ich es irgendwie problematisch, über ein Land zu schreiben, welches man nur vom Hörensagen kennt. Was du schreibst, gibt es tatsächlich alles. Trotzdem stellst du das Thema viel zu einseitig da. Nicht immer sind die Männern die perversen Monster, nicht immer erfolgt Prostitution auf Grund bitterster Armut. Du hast hier offenbar nur problematische Verhältnisse kennen gelernt – Zufall? Ich kenne auch gut funktionierende Beziehungen, aber das passt eventuell nicht ins Bild.

  19. 19 Nika 04. Februar 2013 um 21:47 Uhr

    Ja, es wird behauptet, dass die Frauen unterwürfig seien, geh bitte mal in x-beliebige Dorfkneipen und frag dich mal durch. Die Leute denken das. Ich denke das nicht. Nur hab ich mir es lang genug anhören müssen und die Gespräche mit Betroffenen hab mich eben dazu bewegt, über diese nicht klein zu redenden Probleme zu berichten. Was aber offensichtlich böse und falsch ist:P…^^
    Ja, es fahren auch viele Paare nach Thailand, schön. Trotzdem gibt es genug deutsche Männer, die dort das „Abenteuer“ suchen. Es ist keine allg. Männerstigmatisierung (s. aktuelle Sexismusdebatte), sondern einfach ein Blick auf die Verhältnisse. Es gibt Prostitution, weil es Kunden gibt. Und ja, ich finde den „Bruchteil“ erwähnenswert, vor allem wenn es um Missbrauch geht. Vor einiger Zeit wurde von der Berliner Staatsanwaltschaft ein Verfahren gegen ein pädophilen Täter nicht weiterverfolgt, weil der Missbrauch über drei Jahre in Thailand statt fand. Es interessiert keinen, wenn es ausländische Kinder sind, aber bei deutschen – sofortiger Prozess. Wir können einfach hier sitzen und zufrieden damit sein, dass wir so gute & nette Menschen hier haben, in Deutschland und Europa, die absolut nichts zu Beanstandendes im Sinn haben! Dann sind das sicher alles Frauenhäuser in Pattaya auf der Straße und die Frauen machen Werbung für Gleichberechtigung:P!^^Frag mal die Prostituierten an der Oranienburger Straße hier in Berlin, woher sie kommen und ob sie freiwillig hier sind, wenn sie dir überhaupt antworten können außer „40 Euro pro Stunde!“. Tut mir leid, das Elend kommt schon genug zu uns und die Mittel für Hilfen werden gekürzt, da muss ich nicht permanent die Welt bereisen. Ich habe genug Erfahrung mit Elend gemacht, dass aus aller Welt hier strandet und wir es tagtächlich ignorieren. Ja, der nette Nachbar von nebenan verprügelt seine junge, thailändische Frau, na und? Zivilcourage ist ein Anfang und breite Aufklärung über bestimmte Phänomene ist nötig. Ich will sicher nicht jede Ehe, die geschlossen wird, unter Generalverdacht stellen. Und ja, ich kenne auch gut funktionierende Beziehungen, die passen ins Bild „gut funktionierende Beziehung“ und nicht ins Bild „Ausbeutung“.

  20. 20 Nika 04. Februar 2013 um 22:02 Uhr

    ach, btw, wenn ich über Ausbeutung berichte, dann berichte ich über Ausbeutung und nicht über niedliche Vorstadtromanzen, die das Gegenteil des angesprochenen Sujets sind. Ich negiere aber auch das Bestehen von glücklichen Beziehungen, die auf Gleichberechtigung basieren, nicht.^^Ach und wegen dem nehemia-team noch ein Nachtrag: ich finde es absolut katastrophal, dass Hilfsteams so oft religiöse Botschaften vermitteln, aber leider sind diese Organisationen immer als Erstes vor ort. Sie berichten häufig von den Verhältnissen, insofern habe ich das genutzt. Das heißt nicht, dass ich die Herangehensweise dieser Orgas gut finde. Ganz im Gegenteil. Mit Religion kommt nur eine weitere Unterdrückung, auch wenn sie nicht im Gewand der Prostitution erscheint.

  21. 21 Pater Maximus 05. Februar 2013 um 10:23 Uhr

    Eine Nonne ist auch nur eine Prostituierte Gottes. Es können ja nicht alle mit ihm Verheiratet sein, sonst wäre er ja Allah.
    Shalom.

  22. 22 invisible 10. März 2013 um 3:16 Uhr

    Tja, ich bin sehr verhalten über das was hier einige Berichten.
    Jedenfalls aber simme ich den Leittext im allgemeinen zu.
    Ein Bekannter von mir hat mit einer Frau aus Deutschland eingeheiratet und auch mittlerweile seit gut einem Jahrzehnt wieder geschieden. Nicht wegen Misshandlung oder Herrschsucht, nein der Kerl ist einfach zu stinkefaul zu arbeiten und hat auch immer mehr Schulden angehäuft. Seine Frau konnte ich disbezüglich gut verstehen. In den ersten Ehejahren reiste er mit seiner Frau nach Thailand zur Familie. Im Flugzeug dorthin kam mein Bekannter dann mit einen anderen Fluggast ins Gespräch. Es outete sich im Verlauf der Unterhaltung dass er auch nach Thailand flöge denn:“ dort könnte man ja so billig fixxxx besonders kleine Taimädchen!“ Mein Bekannter hatte den Puls auf 300 Umdrehungen und sagte dem Typen der zunächst so sympathisch rüberkam:“ das er froh sein könne dass er hier im Flieger säße sönst würde er ihn hier auf der Stelle die Fresse so dermasen Pollieren und dass die Drecksau es nicht noch mal wagen solle ihn an zu sprechen!“ ZITAT ENDE. Auch ich glaube, was der Vermittlung von Frauen nach Europa angeht, dass es für die betroffenen Frauen der Griff in die BOX mit den WUNDERTÜTEN sein muss. Für einen Trostpreis bekommt man bekanntlich nicht viel, denn Glück finden diese in den selteneren
    Fällen. Das Rechtssystem in Thailand (ein Sozialsystem gibt es dort schon gar nicht) hilft einem nur sehr schwer seine eigenen Rechte durch zu setzen. In diesem Land gibt es unvorstellbares Elend aber auch Reiche, was zu lezteren aber auch relativ zu betrachten wäre. Wer nichts hat (und das sind viele) verendet einfach, ist kriminell oder prostituiert sich. Wer da sagt dass Frauen nur wegen Geld ihr Heimatland verlassen, welches man liebt, wo die eigene Familie lebt und wessen Muttersprache man spricht der kann nicht alle TASSEN im SCHRANK haben!!!
    Hier geht es ums blanke überleben, ja, und Aufopferung für die eigene Familie. Das einzige was diese Frauen haben ist nur die Hoffnung auf ein besseres Leben. Erst mal die Tatsachen objektiv betrachten. Heiratet eine junge Frau aus Thailand in eine Familie ein wird diese oft auch von dem Rest des „Familienclans“ gemustert, und argwöhnig begutachtet. Ist sie nett, auch zu den anderen der eigenen Familie, versorgt und umsorgt sie gut den Mann soll soweit alles in Ordnung sein. Die Frauen haben keine Garantie und hoffen das es nicht zur Scheidung kommt. Verstrirbt der Mann muss auch die Frau zittern nicht abgeschoben zu werden. Viele Familien rotten sich oft zusammen und wenn es ums Erben geht verstehen auch diese keinen Spass. Dann stehen wieder solche Wörter wie Ausbeute, Erbschleicherin oder bersser wieder „nach Hause“ Ich frage mich welches Zuhause ist gemeint wenn eine Person z.B. 10 – 20 oder gar 30 Jahre hier gelebt hat, vielleicht auch noch arbeiten gegangen ist und wohlmöglich noch das eigene Heim mit abzahlt hat? Wenn die Anwesenheit einer Ausländerin nicht mehr ins Bild der Familie passt?
    Man sollte sich erst einmal über dieses Land schlau machen als das man irgendweche Vermutungen oder Aspekte abgiebt, hohe Sterblichkeit vor allen Kindersterblichkeit, Verkauf von Kindern, Morde ohne Sühne da nie aufgeklärt, Bildung, Arbeitslosigkeit, Geburtenrate vor allem des Thema betreffend durch Prostitution oder Vergewaltigung durch Sextourismus. Statistiken werden eher durch Organisationen wie Amnisty International oder die WHO erstellt als das vom eigenen Land erfasst würde.
    Sicherlich, es gibt auch gute Ehemänner die sich um ihre Frauen sorgen und auch das auch nachhaltig. Sie führen sicherlich dann auch eine glückliche Beziehung. Man sollte sich selber auch mal die Frage stellen wie so manch einer darüber denkt wenn es zur Scheidung kommt, wie ist es, wo ist der Unterschied wenn sich eine deutsche Frau scheiden lässt oder wenn eine Bindung verschiedener Nationalitäten entzwei geht? Wer wird wohl besser abschneiden und warum? Freilich, der Gesetzgeber und die Justitz urteilt hoffentlich auch gerecht, aber was ist danach?
    Wer hat meistens wohl den besseren Wortschatz, kennt sich in der Gesetzgebung aus und kann aus den Vollen schöpfen, wer ist wohl dann hilfloser?

  23. 23 invisible 10. März 2013 um 3:19 Uhr

    Entschuldigung habe Deutschland geschrieben meinte aber Thailand,
    obriger Text!!!

    Tja, ich bin sehr verhalten über das was hier einige Berichten.
    Jedenfalls aber simme ich den Leittext im allgemeinen zu.
    Ein Bekannter von mir hat mit einer Frau aus T H A I L A N D eingeheiratet und auch mittlerweile seit gut einem Jahrzehnt wieder geschieden.

  24. 24 Siri 14. März 2013 um 23:05 Uhr

    Zitat aus einem obigen Kommentar: „Klar geht kein Mensch davon aus, wenn er eine Asiatin mit Kinderwagen auf der Straße sieht, dass es sich automatisch um eine „mail order bride“ handelt.“

    Nicht? „Kein Mensch“? Kein einziger?

    Ich bin eine asienstämmige Person, die gemeinhin von Fremden als weiblich und jung betrachtet wird. Ich sähe aus wie knapp 18 oder 19 Jahre alt, sagen sie. Und immer wieder kommen Fragen, wenn ich mit meinem weißen, europäischen Partner unterwegs bin: „Bist Du wegen Deinem Mann eingereist?“ Dass ich in Deutschland geboren wurde, wollen sie kaum glauben. Ich habe auch schon öfters Menschen in der Bahn oder im Restaurant über meinen Partner tuscheln hören: „Guck mal, der hat seine Frau bestimmt gekauft.“ Ich wurde sogar schon direkt von Jugendlichen auf der Straße belästigt: „Was kostest Du die Stunde?“, „Guck mal, eine Asia-Nutte“. Einmal haben einige meinem Partner im Vorbeigehen auch „Viel Spaß mit der Kleinen“ gewünscht und dabei obszöne Gesten gemacht. Soetwas kommt auch vor, wenn ich nicht leicht bekleidet unterwegs bin (Wobei auch das keine Entschuldigung wäre, denn frau darf ja wohl anziehen, was sie will!).

    Was ich damit sagen möchte? Solche Vorfälle erlebe ich seit meinem 16. Lebensjahr, also jetzt schon 10 Jahre lang. Mehrmals jährlich. Das sagt viel über das Bild aus, was einige Menschen, egal welchen Alters und Geschlechts, von asiatischen Frauen haben. Ich finde es daher wichtig, in Berichten über Sextourismus und mail order brides klarzustellen, dass nicht jede asiatische Frau in Deutschland aus sexuellen Gründen eingereist ist. Sicher, ein reflektierter Mensch weiß das. Aber leider gibt es eben auch viele Menschen, die nur die Berichte über Pattaya und „Frauen aus dem Katalog“ mitbekommen und dann glauben, alle Asiatinnen mit deutschem Partner wären „gekauft“. Und das erschwert asiatischen und asienstämmigen Frauen das Leben hier wirklich ungemein. Einerseits eben wegen Vermutungen, man sei nur auf Geld aus. Andererseits, weil einige Menschen einen für eine Prostituierte halten und meinen, einen daher herablassend behandeln und sexuell belästigen zu „dürfen“. (Diese Herabwürdigung und Feindlichkeit gegenüber realen oder scheinbaren Prostituierten ist noch einmal ein ganz anderes Thema, aber das wäre nun zu weit ausgeholt).

  25. 25 mensch 18. Januar 2015 um 1:29 Uhr

    ich schließe mich der Vorrednerin „Siri“ ab dem Absatz an.

    Aber ich sage auch, dass ausländische Touristen nicht Schuld an den Problemen totalitärer Staatsformen und den damit einhergehnden Menschenrechtsverletzungen sind.

    Ich denke wenn sich jemand eine Frau in Tahiland kauft und das in dieser Staatsform legal ist. Ist dies kein Problem das Ausländer „mitgebracht“ haben, sondern das bereits existiert. Insbeondere, da nicht nur Touristen sich dort Frauen kaufen sondern auch Einheimische.

    Ich selber war noch nie in Thailand weil mir das Land auch zu gefährlich ist. Aber ich kann schon verstehen warum sich manche Männer eben eine Frau dort „kaufen“. Da ich selber ein Mann bin und auch des öftern versuche Frauen kennen zu lernen und schon mein ganzes Leben auf der Suche nach der „Richtigen“ bin. Das Problem ist die weit verbeitete Krankheit vieler Frauen mit ihrem übertriebenen Narzissmus klar zu kommen. Gefördert wird das ganze noch durch Kommunikations- und Kontaktbörsen, in denen die Frauen meist von über 100 Männern umschwärmt werden. Ist natürlich ganz klar, dass man so nicht mal den Hauch einer Chance hat überhaupt nur Kontakt zu kriege. Es sei denn man lernt direkt jemanden aus seinem Beruf kennen…

    Ich selber kann aus über 10 Fällen berichten. Es ist heute einfach schwerer den jeh eine normale vertrauenswürdige Frau zu finden. Und wenn die meisten männlichen Sinlge Haushalte irgendwann genug Geld gespart haben und keinen Bock mehr auf ihr Singledasein haben kann ich mir sehr gut vorstellen wie das Phänomen Tahifrauen kaufen statt findet.

    Ist für mich einfach ein Zeichen dafür wie sich unsere Gesellschaft verändert hat.

  26. 26 Ursl 26. November 2017 um 0:33 Uhr

    Toll!

    Ihr bespricht das Problem sehr fachmännisch.

    Ich glaube, daß es überall zu solchen Problemen wie Thailand kommen kann.

    Thailand ist sehr weltoffen. Als Gast darf jeder kommen und die Polizei ist auch dort.

    Eine Dunkelziffer gibt es weniger, weil die Statistiken nicht bekannt sind.

    Ich war selbst auch noch nie in Thailand,aber habe hier nette, reife Thai-Mädels kennengelernt. Selbstbewußt und teils sehr attraktiv und gebildet.

    Was mich an eurer Diskussion etwas stört ist, daß ihr hier schreibt, als wäre die thailändische Regierung zu schwach, um gegen Minderjährigensextourismus vorzugehen.

    Das ist ein fataler Fehler!

    Dort gehen sie viel härter gegen diesen Sextourismus vor und nicht zu vergessen:

    30-50 Frauen/Männer eine Zelle und eine Toilette!😆

    Redet Thailand nicht so erbärmlich hilflos.

    Das sind sie nämlich definitiv nicht.

    Im Rotlicht ist es nicht selten eine Abzocke, wie das bei uns auch mal passieren kann, zB. den Freier so besoffen zu machen,daß er sich nicht mehr erinnern kann, daß garnichts war und dann sagen: ‚‘Schatz du warst so gut!'‘. 😅

    Nur, in den entsprechenden Sextourismusorten, ist die Polizei dann gleich um die Ecke.

    Glaubt ihr, daß die Thais blöd sind.

    Dann glaubt ihr auch an den Osterhasen.

    🐇🍳🍳🐇🐰

    Noch eine schöne Zeit!

    P.S.: Man sollte eher warnen als Werbung machen!

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