Müssen Taxifahrerinnen sich etwa begrapschen lassen?

Eine Taxifahrerin lehnt die Beförderung eines Fahrgastes ab, der sie bei einer vorherigen Fahrt sexuell belästigt hat: bald darauf folgt die Kündigung, sie sei nicht „hart genug für diesen Beruf“.

Grundsätzlich unterliegen alle Taxifahrer einer Beförderungspflicht, von der es jedoch Ausnahmen gibt: etwa wenn ein Fahrgast eine ansteckende Krankheit hat, gefährliche Gegenstände mit sich führt oder wenn eine vorhersehbare Gefährdungssituation besteht. „Wenn die Sicherheit nicht gewährleistet ist, darf ein Taxifahrer einen Fahrgast ablehnen“, sagt Frank Kuhle vom Landesverband Bayerischer Taxi- und Mietwagenunternehmen.

Gekündigt wurde der Fahrerin trotzdem.
Wenigstens hat die Polizei, bei der die Belästigung angezeigt wurde, eine andere Einstellung:

Die Deggendorfer Polizei hegt keinen Zweifel, dass diese Voraussetzung bei Klier erfüllt war. Die Beamten ermitteln wegen „Beleidigung auf sexueller Basis“, demnächst geht der Fall an die Staatsanwaltschaft. Taxifahrer seien keine Fußabstreifer und Frauen kein Freiwild, sagt der Polizeichef. Durch die Kündigung werde „ein völlig falsches Signal“ an die Bevölkerung gesendet.

Auch wenn deren Vorschlag, für Kameras oder vorübergehend gespeicherte Fotos von Fahrgästen wohl kaum den weiblichen Taxifahrern helfen wird, solange deren Chef_innen solche Übergriffe als normalen Teil des Geschäfts zu entschuldigen versuchen.
Diese Taxifahrerin versucht zumindest, sich juristisch zu wehren:

Sie ist bereits auf Jobsuche, demnächst wird sie vor das Arbeitsgericht ziehen. Nicht um ihre bisherige Arbeitsstelle zurückzubekommen, sondern weil sie sich ungerecht behandelt fühlt.

Via Mädchenmannschaft


1 Antwort auf “Müssen Taxifahrerinnen sich etwa begrapschen lassen?”


  1. 1 ⇒ Ja spinnt denn jetzt jeder? Pingback am 26. Januar 2013 um 13:45 Uhr

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