Der Sexismus der Sexismusdebatte

„Auch wir Männer sind von Sexismus betroffen!“
„Was darf MANN denn dann überhaupt noch? Ist flirten jetzt schon verboten?“
„Wie wäre es denn umgekehrt?“
„Meine Güte, wir haben doch echt andere Probleme, nämlich xyz“
„Alles künstlich dramatisiert, Hallo, wir haben doch eine Kanzlerin!“

Zum Kotzen? Zum Kotzen!

Nachzulesen auf Twitter, auf Facebook, auf all den Blogs, in denen derzeit diskutiert wird.
Und das ist auch schon das Kernproblem: Es wird diskutiert. Nirgends ist es für uns Betroffene möglich, uns einfach auszutauschen, gehört, ernst genommen zu werden, unsere Geschichten zu erzählen. Stattdessen gibt es Gegenwind. Gegenwind für etwas, was ein Fakt ist: Weit über 60.000 Tweets und die Erinnerung im Kopf und Herzen nahezu jeder Frau: Ja, genau so etwas ist mir auch schon passiert.

Es. ist. passiert.

Doch was müssen wir tun? Uns rechtfertigen, uns erklären. Was ist denn Sexismus nun genau, und wo sind die Grenzen, und ist es wirklich so schlimm, ist es vielleicht nicht sogar ganz natürlich?
Es wird relativiert, es wird ignoriert, es wird trivialisiert, es wird wegdiskutiert, es wird die Schuld bei Betroffenen gesucht. Gerechtfertigt wird dieses Verhalten mit dem Totschlagargument Nummer 1: Der -trommelwirbel- Meinungsfreiheit!

Was es wirklich ist? Ein Abwehrreflex. Der Beweis für die Existenz von Sexismus. Und vor allem: nicht angebracht. Die Erlebnisse, die Kränkungen, die Wut, die Hilflosigkeit, aber auch die Entschlossenheit und Stärke- das alles geht nicht weg, durch diesen Gegenwind. Keine von uns wird sagen: „Ach ja, du hast Recht, ich lösche sofort meinen Tweet, meine Erinnerung und das Problem.“ Es gibt hier nichts in Frage zu stellen.

Wir haben ein Problem mit Sexismus, das kann niemand weg reden. Es ist ein Fakt. Doch es beweist die existierende Dominanz von Männern, die viele so gern runterspielen würden. Im Grunde genommen ist es eine sich selbst erfüllende Prophezeiung: Frauen lehnen sich gegen die Macht von Männern (ob nun tatsächliche oder propagierte) auf und diese halten dagegen, in dem sie sich aufbauen und abwehren und rum tönen: „Uns geht es doch auch so“. Merkt ihr es? Ihr wollt etwas dominieren, ihr wollt etwas an euch reißen – und wieder landen wir in einem Machtspiel.

Also werden wir weitermachen müssen, weiter aufschreien, weiter schreiben, weiter reden, bis wir nicht mehr überhört werden können. Denn: ernst genommen werden wir zurzeit ausschließlich von uns selbst. Zu wünschen wäre, mann würde uns doch wenigstens diesen Schutzraum, den wir offensichtlich brauchen, gewähren. Einige tun das. Sie unterstützen schweigend, sie sorgen dafür, dass die Debatte verbreitet wird, die Stimmen gehört werden, ohne sich selbst vor sie zu stellen, sie retweeten, sie liken, sie beobachten. Aber sie lassen die reden, um die es geht. Das Internet ist kein Schutzraum, es sei denn es wird straff moderiert. Aber sollte das nötig sein? Ganz sicher nicht.

Die reden lassen, um die es geht, das sollten bitteschön auch Jauch, Will und Co. Die Männer, die in diese Sendungen eingeladen werden, werden deswegen eingeladen, weil sie? Ja, Männer sind! Ist das nicht Sexismus at its best? Brauchen wir etwa unbedingt diese Männer, damit sie die bestehenden Probleme „absegnen“? Brauchen wir sie um ernst genommen zu werden? Na, herzlichen Glückwunsch, genau das ist ja das Problem!
Jetzt könnte mensch entgegnen: Ja, aber sie auszuschließen wäre doch genauso sexistisch. Dabei geht es gar nicht ums Ausschließen. Es geht schlichtweg darum, ob in einer solchen Show Menschen sprechen, die auch etwas beizutragen haben, etwas voranbringen, oder nur zur Manifestation des Sexismus beitragen oder diesen verteidigen. Und es geht darum, Menschen zu helfen. Warum keine Menschen bei Jauch oder Will eingeladen werden, die beispielsweise bei Beratungsstellen arbeiten? Das würde ja bedeuten, dass das Problem ernst genommen wird.

Aber verdammt noch mal: Es geht hier um sexuelle Übergriffe an Frauen, um strukturelle Macht – endlich trauen sich Betroffene an die Öffentlichkeit zu gehen. Warum gibt es nicht eine reine Frauen-Runde in einer solchen Talkshow? Warum nicht zu diesem Zeitpunkt einen Schutzraum gewährleisten, wenn doch ersichtlich ist, dass von vielen Männern nur Angriffe zu erwarten sind? Wie sollen Frauen die Probleme benennen können, wenn sie die meiste Zeit damit beschäftigt sind, sich zu rechtfertigen?

Eine breite, allumfassende Sexismusdebatte, die alle Geschlechter umfasst, ist sicher mehr als notwendig, aber hier sollte es zunächst nur um den Schutz und Hilfe für Betroffene gehen.
Ich bin eine Betroffene, und nachdem ich mir diese Sendungen angesehen habe, hat sich an meiner Position nichts geändert, im Gegenteil, ich werde noch mehr in einen Raum gedrängt. Es fühlt sich nur eher an wie ein Panic Room und weniger wie ein Schutzraum, den ich freiwillig verlassen kann.


12 Antworten auf “Der Sexismus der Sexismusdebatte”


  1. 1 fyrecrotch 31. Januar 2013 um 1:27 Uhr

    „Wie sollen Frauen die Probleme benennen können, wenn sie die meiste Zeit damit beschäftigt sind, sich zu rechtfertigen? “
    Super Satz. Genau das bringt das Problem/die Zwiespältigkeit, in der wir stecken, genau auf den Punkt.
    Es ist etwas anderes, ob wir den abstrakten Sexismus eines Brüderle (der einen ja nicht „selbst“ betrifft) in den Alltag übertragen und den nice guys, die echt die besten Absichten haben (aber eben auch, wie wir alle, patriarchlisch sozialisiert sind), erklären.
    Man sollte meinen, den „nice guys“ muß man das alles nicht erklären – aber manche sind von der Debatte dennoch verunsichert (was im Zweifelsfall ja eher für sie spricht!) und ich weiß nicht, wie ich das anders ausdrücken soll als: hey, wenn ihr respektvoll mit anderen Menschen umgeht (auch beim Flirten), braucht ihr euch keine Sorgen machen!!!!
    Aber Sorgen, oder zumindest Gedanken, machen sich einige doch, und das ist entweder aus Machotum zu erklären (ich meine damit diejenigen, die meinen, auf den Busen starren oder Brüderle-Sprüche à la „Dirndl ausfüllen seien wirklich Flirten und nicht belästigen – und denen ist vielleicht echt nicht mehr zu helfen, auch wenn ich Idealistin das Gegenteil hoffe) sowie diejenigen, die sich echt darüber Gedanken machen um Machtgefälle usw., einfach, weil diese Debatte sie zu ehrlichem Nachdenken angeregt hat. Irgendwie sollte es für diese verschiedenen Leute/*Männer verschiedene Sphären geben… ach, oder doch nicht, ich weiß nicht…
    Jedenfalls bin ich froh, daß diese Debatte überhaupt geführt wird.
    Nötig ist es – scheinen doch (ich bezieh mich mal auf die allermeisten Bemerkungen, die in den Kommentarfunktionen verschiedener Online-Presse gemacht wurden/werden) viel zu viele nicht mal den Unterschied zwischen „einen Blick in den Ausschnitt werfen“ (wogegen kein_r was sagen wird) und „in den Ausschnitt STARREN (großer Unterschied!) kapieren wollen.
    Auch, wenn ich befürchte, daß die Debatte in kurzer Zeit wieder abklingt… wenigstens gibt’s das Mädchenblog, das sich weiter damit beschäftigt! Würden nur mehr Männer es lesen… *seufz*

  2. 2 Johannes 31. Januar 2013 um 13:28 Uhr

    Ich glaube du verlangst hier etwas viel auf einmal.

    Natürlich haben wir ein Sexismusproblem und dieses Sexismusproblem schwappt natürlich in die Debatte rein. Wie sollte es denn nicht?

    Ich denke, wenn es gelänge, die Debatte sexismusfrei zu führen, wäre sie gar nicht mehr so notwendig.

    Gibt nur eine Möglichkeit: weitermachen.

    Leider sehe ich als nicht-Betroffener und nicht-Betreffender keine richtige Möglichkeit, was ich beitragen könnte. Das lässt mich gerade alles etwas ratlos.

  3. 3 Nika 31. Januar 2013 um 20:33 Uhr

    Guter Artikel:). Klar sollte man hier das männliche Geschlecht (biologisch und soziologisch gesehen) nicht unter Generalverdacht stellen, aber es ist schon nervtötend, wie manche gerade reagieren. Auf Twitter habe ich Männer ganz betroffen davon reden hören, dass es ja auch Männer gibt, die von Frauen vergewaltigt werden und man müsse harscher gegen diese Frauen vorgehen; es war die Rede von gewaltsamer Verabreichung der Pille danach und Zwangsuntersuchung etc. Erstens ist es ein kriminologisch minimales Phänomen (erfahren ersterhand im Jurastudium), zweitens unterstützt es den Mythos der „bösen“ Frau, die ruchlos wird, wenn es um den Kinderwunsch geht. Ich war schockiert, wie man mit solchen Debatten versucht hat, die Sexismus-Debatte kleinzumachen und Frauen als zahlenmäßig genauso „täterfreudig“ hinzustellen wie Männer. Sorry, aber die Statistik sagt etwas anderes. ^^
    Ebenso albern war die letzte #login-Sendung des ZDF. Nicht nur das eine Frau der ganzen Sache mit wilden Unterstellungen von „Klein-Matriarchaten“ die ganze Debatte ad absurdum geführt hat, nein, sie laden auch noch so einen sog. Pick-up-Artist an – einen professionellen Frauenanbaggerer (Zitat „Ein Nein heißt nicht automatisch Nein“ oder so ähnlich). Es stimmt schon, dass es nicht immer ganz leicht ist, einen passenden Partner zu finden, aber mit tollen Sprüchen und mental-Testosteron-Boosts löst man das Problem nicht. Wie wäre es anstatt Kindergarten-Flirterei oder Empfehlungen wie „Frauen kann man gut auf der Straße kennen lernen“ (kenne weder Mann noch Frau die das wirklich gut finden)einfach mal mit einem ernsthaften Überdenken von Beziehungs- und Rollenkonstrukten und dem Versuch von Bindungen auf Augenhöhe? Keine meiner Beziehungen und keine der Beziehungen in meinem Umfeld wurde durch Anbaggenr auf der Straße oder Disse gestiftet, sondern durch Freundschaften, geteilte Interessen und einem ernsthaften Interesse an Emanzipation. Klar ist das nur persönliche Erfahrung und keine Statistik, aber es funktioniert!;)

  4. 4 Nastassia Fischer-Brehling 01. Februar 2013 um 12:53 Uhr

    „Warum gibt es nicht eine reine Frauen-Runde [zum Thema Alltagssexismus] in einer solchen Talkshow?“

    Wie schwer ist es, zu kapieren, dass Sexismus nicht nur ein Problem für Frauen ist? Wieso wollt ihr hier im Namen aller Frauen fordern, dass die Männer bitte zum Thema Sexismus die Klappe halten mögen? Erstens sind sie die Beschuldigten und haben daher ein Recht auf Verteidigung (dieses Recht gibt es sogar in den archaisten Kulturen). Zweitens sind sie ebenfalls bisweilen Opfer und deswegen ebenso berechtigt wie Frauen, ihr Opferdasein in Worte zu fassen. Mit welchem Recht könntet ihr das irgendjemandem absprechen? Weil ihr es wollt?

    Wenn ihr eine reine Frauenrunde zum Thema Alltagssexismus gegen Frauen wollt, dann benutzt nicht so allgemeingültige Aussagen wie „Der Sexismus der Sexismusdebatte“ sondern „Der gegen Frauen gerichtete Sexismus in der Sexismusdebatte über gegen Frauen gerichteten Sexismus.“

    Tut nicht so, als würdet ihr überhaupt alle hören wollen. Ihr wollt nur die hören, die euch bestätigen, sonst niemanden. Leiden, dass mit eurer Ansicht nicht vereinbar ist, das ist für euch dann eben kein Leiden. Für euch ist das Störung. Und für mich ist euer Verhalten verbal gewalttätig.

  5. 5 anonymin 01. Februar 2013 um 13:04 Uhr

    Warum Männer mitreden müssen:

    „Wenn man gehört, beachtet und respektiert werden möchte empfiehlt es sich, genau das mit dem Gegenüber auch zu tun. Ansonsten besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, in Grabenkämpfe abzudriften und das Thema Machtspielen zu opfern.“

    http://thehappywhore.wordpress.com/2013/01/31/zur-aktuellen-diskussion/

  6. 6 anonymin 01. Februar 2013 um 13:22 Uhr

    wisst ihr, durch das Löschen der Kommantare mit anderer Meinug verstärkt ihr nur den Eindruck, dessenwegen ihr solche Artikel hier verfasst. Ihr schiesst euch damit ins Knie.

  7. 7 dodo 01. Februar 2013 um 16:20 Uhr

    Hallo Anonymin,
    hier im Blog landet jeder Kommentar erstmal in der Warteshleife, bis er freigeschalten wird (und da das Mädchenblog ein Freizeitprojekt ist, kann’s manchmal etwas dauern).

  8. 8 die schirmherrin 01. Februar 2013 um 18:02 Uhr

    Unter Generalverdacht stellen? Nein, natürlich nicht. Sind alle Männer „SO“? Nein! Gibt es Formen des Sexismus, die alle Menschen betreffen? Ja!
    „Wenn man gehört, beachtet und respektiert werden möchte empfiehlt es sich, genau das mit dem Gegenüber auch zu tun.“ – na klar. Aber ich kann sowieso nur aus meiner Sicht sprechen: Wenn ich Dinge, die mir passiert werden, die mich mitnehmen, schildere, wünsche ich mir -zunächst- einen Schutzraum, weil es Mut und Kraft erfordert. Der ist die Öffentlichkeit so gut wie nie, ist mir klar. Aber er kann gewährt werden. Meinem Problem näher zu kommen, indem gesagt wird „Aha, aber das und das ist auch ein Problem“ löst meines leider nicht. Diese anderen Probleme, die zweifelsfrei alle miteinander zusammenhängen, da sie einem komplexen Geschlechterkonstrukt zu Grunde liegen, müssen genau so gelöst werden, ja. Nur wünsche ich mir dass Betroffenengruppen auch agieren können.
    Das wird aber gelähmt, ich fühle mich nicht ernst genommen, weil mein Problem ja nur „eines von vielen“ ist.

  9. 9 anonym 15. März 2013 um 10:31 Uhr

    Bei allem respekt, das größte Problem bei dieser debatte/diskussion über sexismus ist die pauschalisierung eines geschechtes

    1. In nahezu jedem beitrag geht es um männer. Das sexismus erstens nicht von jedem mann ausgeübt wird sondern von einer bestimmten gruppe, sagen wir mal „sexisten“ kommt nirgendswo vor.

    Sowas löst unnötigerweise in jedem mann nicht nur eine gewollte sensibilisierung, sondern ebenso ein gefühl von verunsicherung/ mitverschulden aus, der damit konfontriert wird.

    Würden wir von „sexisten“ sprechen, würde sich auch nicht jeder mann betroffen fühlen wenn pausenlos von männern die rede ist und könnte in dieses thema auch etwas neutraler und objektiver eintreten.

    2. Weiters geht es hier nicht nur um die hetero frau als opfer eines mannes, auch homo-/bisexuelle frauen/männer können sexistisch sein und wird pausenlos außer acht gelassen – selbst wenn von einer minderheit die rede wäre, ist das ein thema das dazu und auch gerwähnt gehört.

  10. 10 Honey Badger 19. März 2013 um 23:27 Uhr

    @anonym:

    „In nahezu jedem beitrag geht es um männer. Das sexismus erstens nicht von jedem mann ausgeübt wird sondern von einer bestimmten gruppe, sagen wir mal „sexisten“ kommt nirgendswo vor.“

    Dass es nicht um alle Männer geht, wurde sehr oft und regelrecht gebetsmühlenartig von Anne Wizorek sowie den anderen Aktiven wiederholt. Auch auf der Seite alltagssexismus.de, wo Menschen (meist Frauen, aber auch Männer) von ihren Erfahrungen berichten, lese ich immer wieder Sätze wie „natürlich geht es nicht um alle Männer, aber…“ wenn nicht sowieso von EINEM EINZELNEN Mann konkret die Rede ist.

    Wer sich trotz all der Versicherungen, dass nicht alle Männer gemeint sind, immer noch angesprochen fühlt, hat vielleicht nicht den Originalquellen seine Aufmerksamkeit und seinen Glauben geschenkt, sondern der teilweise sehr verzerrten Berichterstattung in den Medien.

    Einige – auch einige Männer – haben jedoch den #aufschrei richtig verstanden und sich NICHT im Kollektiv angesprochen gefühlt. Ich zitiere hier:

    http://www.curi0us.net/blog/2013/01/29/was-mich-so-aufregt-aufschrei/

    Dieser tolle Beitrag ist nur ein Beispiel von mehreren, die ich hier zitieren könnte. Also, mit ein bisschen Anstrengung kann man es schaffen, sich nicht pauschal angesprochen zu fühlen, nicht mit einem „Abwehrreflex“ zu reagieren und zu kapieren, wobei es bei dem #aufschrei geht. Es ist nicht zu spät, und jeder der jetzt das Problem erkennt, kann bei dessen Lösung helfen.

  11. 11 Honey Badger 19. März 2013 um 23:36 Uhr

    noch einmal @anonym:

    Ich sehe gerade, dass selbst auf DIESEM BLOG hier ein Beitrag steht, wo mehrmals betont wird, dass es nie um alle Männer gegangen ist und nie um alle Männer gehen wird, dass auch Männer von Sexismus betroffen sein können, dass wir deshalb alle gemeinsam gegen das Problem vorgehen sollten…

    http://maedchenblog.blogsport.de/2013/02/01/dear-nice-guys/#more-1466

    Wer erzählt eigentlich immer herum, dass alle Männer angegriffen wären? Und warum lese ich hier so eine Meinung, auch wenn auf dem gleichen Blog betont wird, dass NICHT alle Männer gemeint sind?

  12. 12 freezy 22. Mai 2013 um 14:32 Uhr

    Mein Freund hat einen Arbeitskollegen, mit dem wir uns manchmal am Wochenende getroffen haben, und den ich eigentlich sehr mochte. Aber nur, bis ich ihn auf facebook hinzugefuegt hatte.
    Der hat fast taeglich Fotos von Brasilianischen Models (nackt) gepostet, Fokus dabei staendig auf dem Arsch. Er faehrt auch immer zum Urlaub nach Brasilien uebrigens (den Umstand finde ich schon ekelhaft… Muss er einem so unter Nase reiben, dass er nach Brasilien in den Puff faehrt?! Oder zumindest verzweifelt versucht, eine aufzureissen? Sowas will ich von meinen Bekannten nicht wissen.)

    Das allein hat mich ja immer schon zur Weissglut gebracht, und ich habe ihm auch oefters kommentiert, dass er ein sexistischer Idiot ist, was er totaaaal witzig fand.

    Dann hat er irgendwann mal eine Nachricht verlinkt, in der es darum ging, dass eine Lehrerin mit maennlichen Schuelern Gruppensex gehabt hat. Kommentar war irgendwas in die Richtung, dass er sich so ne Lehrerin ja auch mal gewuenscht haette.
    Warum ich das zum kotzen finde, muss ich euch ja nicht erklaeren.

    Aber dann kam der absolute Hoehepunkt, der auch den thematischen Zusammenhang meines Kommentars zum Blogpost klarmacht:
    Im Zuge der Sexismus-Debatte hat er irgendeinen Artikel verlinkt und kommentiert dazu: „Die Frauen haben anscheinend keine Probleme mehr, wir muessen sie wieder mehr schlagen“

    Daraufhin hab ich ihn dann aus meiner Freundesliste geloescht, ich hatte ihn bis dahin nur drinbehalten weil er, wenn man ihn in persona getroffen hat, voellig normal war und ich daher keinen Affront starten wollte. Ab dem Zeitpunkt hab ich aber auch nicht mehr sinnvoll gefunden, mich darueber staendig aufregen zu muessen, daher die Loeschung.

    Das hat er dann gemerkt und mir ne „nette“ Nachricht geschrieben, in der er meinte „spricht ja sehr fuer deinen Charakter, dass du mich einfach aus deiner Liste loeschst“ – Ich ihm daraufhin erklaert, dass ich in persona gerne mag, aber ich mir die Dummheit, die er auf facebook verbreitet, nicht mehr reinziehen kann weil ich sonst vor Wut meinen Computer zerschlage.
    Ende der Geschichte, ich bin ein „Arschloch, weil mir die Freundschaft nichts wert war, sonst haette ich ja mit ihm geredet“

    Wie soll ich denn diskutieren mit jemanden, der so verkorkste Ansichten hat? Ich habs versucht ihm geduldig zu erklaeren, ich hab ihn beleidigt, nichts hat geholfen.

    Er selber ist laut eigener Aussage uebrigens jemand, der keine Freundin kriegen kann, weil er zu den Frauen einfach zu nett ist. HAHAHAHAHA

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