Kulturelle Aneignung/Cultural Appropriation Linkspam

In einigen Blogs geht gerade eine spannende Diskussion über Cultural Appropriation, also kutlurelle Aneignung, ab.
Laut Wikidefinition wird Cultural Appropriation wie folgt beschrieben:

Cultural appropriation is the adoption of some specific elements of one culture by a different cultural group. It describes acculturation or assimilation, but can imply a negative view towards acculturation from a minority culture by a dominant culture.

Ein wichtiges Thema, das nun endlich so langsam in den Fokus rückt und diskutiert wird – teilweise auch sehr emotional, aber ziemlich produktiv.

Ziemlich geladen, aber gut und verständlich rezensiert wird bei der Mädchenmannschaft:

Wer bei Google „cultural appropriation“ in die Suchleiste tippt, bekommt einen Eindruck davon, wie gut People of Color es finden, dass die Devotionalien ihrer jeweiligen Kultur von weißen Leuten getragen werden, die es nicht interessiert, was sie damit tun und wen sie damit beleidigen.

Raisa Bhuiyan erklärt, wie ausfällig es ist, wenn ein für Hindus oft sehr bedeutungsvolles Symbol wie Bindis gedankenlos als Fashionchique getragen werden:

When a non-South Asian person wears the bindi, it is generally seen as edgy and cute. Fans and music media alike praise these celebrities for their bold “fashion” choices. But when someone like me or my mom wears the bindi out in public, we are either stared down with dirty looks, told to go back to where we came from, or exotified as having magical qualities.

Dort gibt es auch zahlreiche eindrucksvolle Fotos, die ihre Aussagen sehr anschaulich verdeutlichen:
Bindi Scenester

Auch Teariffic beschäftigt sich mit dem Thema; auch hier ist Critical Whiteness ein wichtiger Punkt:

Zweitens ist es mir wichtig zu betonen, dass es einen Unterschied zwischen kultureller Adaption und Aneignung gibt. Adaption ist im Zuge der Globalisierung kaum vermeidbar und ist per se nicht negativ. Das Feiern von Weihnachten in nicht-christlichen Ländern oder multi-kulturelle Küche sind die geläufigsten Beispiele dafür.
Bei der Aneignung ist es allerdings immer mit Privilegien und Rassismus verbunden.

Andrew Chin spricht an, wie unsensibel sich Weiße (und in dem Fall die US-amerikanische Gesellschaft) asiatische Kultur aneignen:

The limits of this „willingness to understand“ extend also to a willingness to share cultural power: whites are generally willing to engage in cultural and social transactions with Asian Americans only to the extent that white domination of American culture and society is not challenged. The eating of sushi and the wearing of Chinese-character tattoos as fashion trends do nothing to protect Asian Americans from continuing racial discrimination.

The Angry Black Woman analysiert das Problem:

I thought it would be appropriate to first define what we mean when we talk about Cultural Appropriation. What is it? What do you mean when you apply that term? If we can all express that and put up a few loose boundary markers around the subject, that will make discussing its effects and manifestations a little easier.
As a writer of color, I’m used to discussing cultural appropriation in the artistic sphere. Remember, though, that the issue extends beyond art – spirituality, style/fashion, speech, attitudes and more. Let’s bring them all in.

Bei Thisisnotindia wird auch nochmal grundlegendes erklärt:

While Hindu iconography is commonplace and used pretty much everywhere, you will never see it imprinted on commonly used items such as t-shirts, pants, shirts or tattooed on bodies.
The context of religion, politics and history is erased completely —- only to be replaced by the vacuous and profitable hook found in the imagery of elephant-heads, multi-hands, multi-heads, and hanging tongues. When Hindu iconography is reduced to its consumerist shock value in the West, it becomes a question of cultural neocolonialism.


Lady Lukara bloggt bei Reality Rags
einen Text mit einer etwas anderen, differentzierteren Sichtweise und fordert respektvollen Dialog (der in den durchaus interessanten Kommentaren auch entsteht):

Ich liebe Multikulti, das ist für mich nicht nur ein Wort, es fühlt sich bis ganz tief in mir drin gut an, wenn Kulturen sich kennenlernen, verstehenlernen und vermischen, auf allen Ebenen! Ich bin Weltbürgerin, yes!!! Natürlich meine ich nicht die „Veroberflächlichung“ zu Fashionstatements. Wie oben schon erklärt finde ich es wichtig, dass der Ursprung und die Bedeutung der Symbole, Rituale und Trachten erhalten und respektiert werden muss, weil sie das Leben ungemein bereichern und ich bin dafür, dass diese respektvolle Bereicherung allen, unabhängig von Hautfarbe und Herkunft, zugänglich sein sollte, da dies – entgegen der ganzen beschissenen Abschottung – uns zusammenführen mag, uns Verständnis und Gemeinsamkeiten unserer Kulturen entdecken lassen kann.

Und sie verweist auf Johnny Clegg, den „weißen Zulu“, „the white guy who dared to dance with the blacks“ – zu Apartheidzeiten ein riesen Skandal.
Eindrucksvoll, wie ein Weißer und ein Schwarzer gemeinsam einen Zulu Kriegertanz aufführen und sich hinterher umarmen:

Vorsichtig ausgedrückt: da ist massiver Diskussionsbedarf. Und es ist gut und wichtig, daß dieses Problem thematisiert wird. Es scheint eine recht kontroverse Diskussion zu sein – aber auch das ist wichtig, es ist dringend erfordelich, daß diskutiert wird. Im Prinzip ist dies der Versuch, zu klären, wie man mit dieser kulturellen Aneignung umgeht, wie wir es schaffen, uns gegenseitig repektvoll zu behandeln. Ein sehr grundsätzliches Thema, bei dem sich vom Prinzip her alle einig sind: bringt den kulturellen Symbolen von people of colour Respekt entgegen, entwertet sie nicht aus egoistisch-ästhetischen (oder gar kommerziellen) Gründen.
Nur wie das im Alltag praktikabel umgesetzt wird, wo die Grenzen liegen – das müssen wir wohl noch ausdiskutieren, und das sollten wir tun.
Ich denke dabei an das Manifest von Riot Grrrl Europe (kann ich leider nicht verlinken, gibt’s leider nicht mehr – R.I.P.), in dem stand, daß unsere Kontroversen unsere Stärke sind; verschiedene Meinungen und temperamentvolle Diskussionen schärfen unsere Erkenntnisfähigkeit und halten uns am Denken.

Also: laßt uns drüber reden.

Ich entschuldige mich für sämtliche Tipp-/Rechtschreibfehler, bin grad unter Zeitdruck und werd das später korrigieren
Hab’s jetzt korrigiert, sorry nochmal; jetzt müßte auch der Link zu Angry Black Woman funktionieren.


11 Antworten auf “Kulturelle Aneignung/Cultural Appropriation Linkspam”


  1. 1 name 08. September 2013 um 12:28 Uhr

    schwieriges thema.

    die entscheidende frage ist doch: wann ist das tragen von symbolen/kleidung/whatever anderer kulturen unrespektvoll und wann ist es okay?
    ich weiß da keine antwort drauf. soll doch einfach jeder tragen was er/sie/es will. ich verstehe nicht warum menschen sich beleidigt fühlen wenn andere menschen dinge aus ihrer kultur tragen. inwiefern entwertet das ihre kultur? ist ihre kultur nur dann etwas „wert“ wenn sie von einer minderheit gelebt wird?

    dass diese ganzen faschionvictims, die ständig „germanys next topmodel“ gucken, und die ganze modeindustrie einfach total bescheuert sind, da brauchen wir wohl nich drüber zu diskutieren

  2. 2 Mina 09. September 2013 um 4:23 Uhr

    “ soll doch einfach jeder tragen was er/sie/es will. ich verstehe nicht warum menschen sich beleidigt fühlen wenn andere menschen dinge aus ihrer kultur tragen. inwiefern entwertet das ihre kultur? ist ihre kultur nur dann etwas „wert“ wenn sie von einer minderheit gelebt wird?“

    Das geht nicht darum, dass das Dingdann keinen Wert mehr hat. Sondern dass man den Wert/Bedeutung ignoriert.

    Ich mein, wenn wer ein Symbol aus ner anderen Kultur trägt, das für die Leute aus dieser Kultur ne tiefe bedeutung hat und der das dann nur als Mode trägt, ist das schon respektlos.
    Gerade die Sache mit dem Holifest find ichn gutes beispiel – da machen irgendwelche Deutsche daraus ein Besäufnis mit Techno zur Belustignung von deutschen Partygängern und ignorieren total, das das ursprünglich in Indien ein voll bedeutungsvolles Fest ist, wo alle feiern und die ganzen Kastenunterschiede bei dem Fest nicht gelten und das für die eine tiefe religiöse Bedeutung hat. Und dann kommen irgendwelche Deutsche und kommerzialisieren das unverschämt und reduzieren das auf Party, bei der man sich mit Farbpulfer bewirft, so wie halt auch mal die Schaumpartys IN waren.
    Da bügelt die dominante europäische „kultur“ einfach die indische Kultur nieder, das find ich nicht gut.
    Das ist wie (okay, ne ganz andere sache, aber ähnlich ignorant) alle grölen bei Partys immer besoffen „99 Luftballons“ mit, aber keiner checkt mehr, das es ein politisches anti-kriegs-Lied ist.
    Die Leute sollten einfach mal ihr Hirn einschlaten.
    Da fand ich auch gut, was Lukara da geschrieben hat, ich copy das mal hier rein:
    „Klar, es wäre mir am Liebsten, wenn Weiße sich mehr mit ihren Privilegien beschäftigen würden, und wenn alle Menschen die ethnischen Symbole/Trachten, die sie tragen, hinterfragen, sich damit auseinandersetzen. Das gilt meiner Meinung nach für alle Symbole. Wenn ich ein Symbol auf dem Shirt hab und es nur hübsch finde und keine Ahnung hab, für was es steht, mach ich mich schnell zum Deppen. Es gibt auch echt hübsche Runen, aber mit etwas Pech trag ich dann Nazi-Propaganda auf mir rum!“
    so.
    word
    :)>-

  3. 3 Herr* Dummkopf 11. September 2013 um 23:16 Uhr

    „‚Es gibt auch echt hübsche Runen, aber mit etwas Pech trag ich dann Nazi-Propaganda auf mir rum.‘“

    Eben nicht, die Nazis haben sich in diesem Falle doch jene Symbole (cultural appropriation) kulturell angeeignet oder? ;)

    „Ich mein, wenn wer ein Symbol aus ner anderen Kultur trägt, das für die Leute aus dieser Kultur ne tiefe bedeutung hat und der das dann nur als Mode trägt, ist das schon respektlos.“

    Hm, ich zweifle daran, ob ich meine Dreads nun weiter bedenkenlos tragen darf, oder ob ich – weil ich ja keinerlei gedanken an rastafari verschwende, mich nun auch respektlos verhalte.

    Andererseits möchte ich Symbolen, ob es Frisuren, Accessoires, Festlichkeit und verschiedenes mehr sind, gern ihre Wirkmächtigkeit und Exklusivität nehmen. Immerhin MÖCHTE ich die meisten Werte und Inhalte des rastafari nicht unterstützen, noch vertreten, im Gegenteil, aber ich möchte dennoch das, was ich als schön an mir selbst erachte auch führen dürfen, sofern es niemand anderen verletzt.
    Nun ist das mit dem Verletzen aber so eine Sache und wir können die Definitionsmacht zu Rate ziehen. (Aber da möchte ich gleich mal einen hanebüchenen Vergleich herbeiziehen, wo fundamentalistische Heterosexist_inn_en sich verletzt fühlen, wenn gleichgeschlechtliche Paare miteinander verkehren, sehen sie das doch als unzulässiges Entlehnen aus dem heterooehelichen Kontext. Da ist es mir egal, ob ich deren kulturell-religiöse Gefühle verletze.)
    Weiter im Text: Ich finde es sogar gut, Symbolen ihre mystische Unantastbarkeit und kulturelle Exklusivität zu nehmen. Im Falle des Hakenkreuzes wäre es sogar sehr dienlich, wenn man es in allerlei anderen Kontexten öfter und daher weniger im nationalsozialistischen Kontext wahrnehmen können würde. Den Nazis wird eines ihrer heiligsten Symbole genommen und von (Neo)nazismus Betroffene könnten sich seltener verletzt fühlen, wenn sie diesem Symbol begegnen – da es andere Assoziationen weckt.

  4. 4 Leave 12. September 2013 um 16:51 Uhr

    Wenn Symbole und Rituale aus anderen Kulturen (oder auch bloß aus anderen Bereichen der eigenen Kultur) übernommen werden, verlieren sie meist ihre religiös-kulturelle Aufladung: Wer eine Jacke mit Aztekenmuster trägt, wird wohl kaum an diese Kultur erinnern wollen. Der Hipster mit dem Christuskreuz als Anhänger an der Halskette wird wohl auch in den meisten Fällen damit nicht seinem Glauben Ausdruck verleihen wollen.
    Ein Gegenbeispiel ist das Palästinensertuch. Viele, die es tragen, möchten damit ein politisches Statement abgeben, eine Haltung zum Ausdruck bringen.
    Es muss also stets abgewogen werden, ob ein Symbol nach einer (fremd-)kulturellen Aneignung auch weiterhin ein Symbol ist (also ein verweisendes Zeichen) oder nur noch ein Designelement.
    -- Und das sage ich als Religionswissenschaftler mit Schwerpunkt Ritual- und Symbolforschung, der noch nie den Ausdruck „cultural appropriation“ gehört hatte…

  5. 5 dodo 12. September 2013 um 19:38 Uhr

    @ Herr* Dummkopf:
    Kleine Anmerkung: Verfilzte Haarlocken sind bei weitem nicht nur unter Rastafaris üblich, da gibt es viele Kulturen, bei denen das Tradition ist.
    (Und ich nehm an, das Runenbeispiel sollte wahrscheinlich nur verdeutlichen, daß es generell eine gute Idee ist, sich über die Symbole, die man an sich rumträgt, zu informieren).

  6. 6 MJKW 14. September 2013 um 1:15 Uhr

    Das Problem ist auch, das ähnlich wie in der Sexismusdebatte, objektive und subjektive „Tatbestände“ gemischt werden und in der (wichtigen!) Debatte oft nicht differenziert diskutiert werden. Beispiele? Mal nur am Beispiel Religiöses Symbol (geht auch mit nicht transzendental belegten, anderen kulturellen Symbolen, ist nur Stellvertretend zu lesen)

    Ich kann ein Kreuz/Davidstern/inseryourowntreligiousitemhere als Fashionitem tragen und damit jemanden religiösen in seinem Empfinden negativ berühren.

    Ich kann ein Kreuz/Davidstern/inseryourowntreligiousitemhere in seiner religiösen Bedeutung tragen ohne selbst der Religion anzugehören und damit jemanden andres religiösen in seinem Empfinden negativ berühren.

    Ich kann ein Kreuz/Davidstern/inseryourowntreligiousitemhere in seiner religiösen Bedeutung tragen und selbst der Religion angehören und damit jemanden anderen nicht religiösem in seinem Empfinden negativ berühren.

    Ich kann all das tun, um damit ein aktives Zeichen zu setzen, ich kann es aus Unwissen oder Unbedachtheit tun.

    Ich kann das tun ohne jemals davon zu erfahren, ich kann das tun, ohne das der andere es jemals erfährt.

    Da wirds sehr schnell sehr grau, mit Blick auf „wie soll ichs machen ohne jemandem weh zu tun“. Ich würde, solange es nicht extern erkennbar mit Absicht zum Verletzen von anderen genutzt wird es mir einfach machen und sagen:
    Rücksichtnahme, wenn sich jemand mir persönlich entsprechend äußert, dass es ihn/sie stört? Gern.
    Gegenmaßnahmen gegen den absichtlichen Mißbrauch von Symbolen etc. um Ressentiments, Alltagsrassismus, Kulturelle Überlegenheitsgefühle zu schüren? Auf jeden Fall.
    Schulen von Achtsamkeit, Behutsamkeit und „Erstmal Nachdenken ob das ne gute Idee ist“? Immer!
    Vorrauseilender Verzichtsgehorsam, damit sich niemand angegriffen oder kolonialisiert fühlt? Never.

    Es gibt nunmal kein Recht darauf, das jeder auf die eigenen Befindlichkeiten 100% Rücksicht nimmt. Wer einen Grund sucht um sich Angegriffen zu fühlen wird ebenso immer einen Grund finden, wie jemand der Streit sucht.

  7. 7 gendalus 14. September 2013 um 21:31 Uhr

    Die Waybackmachine von Archive.org findet das Manifesto noch :) http://web.archive.org/web/20050604082954/http://riotgrrrleurope.net/manifesto.html

  8. 8 SOOS 15. März 2016 um 9:27 Uhr

    Ich finde das gesamte Thema etwas überzogen.
    Meiner Ansicht nacht gibt es so etwas wie kulturelle Aneignung, im Sinne der ,,Wegnahme“ kultureller Errungenschaften nicht.
    Wenn wir damit anfangen, kulturelles Copyright auf bestimmte Traditionen, Kleidungsstücke, Kunstformen, Sprachen, oder Begriffe anwendend, werden wir sehr bald an dem Punkt sein, an dem wir schon vor 200 Jahren waren. Es wird zu einer absoluten kulturellen Segregation kommen.
    Und wo wir beim Thema sind: Soll ich jetzt die Schauspieler eines schwarzen Ensembles in Simbabwe beleidigen, weil ihre Kultur niemals eine messbare theaterliche Blüte, wie Shakespeare oder Goethe, hervorgebracht hat?
    Soll ich mich darüber echauffieren, dass für meine Kultur ,,Fremde“ einfach ,,meine weiße Kultur“ in Besitz nehmen?
    Die Antwort ist schlicht Nein!
    Wer Kunst liebt und kulturelle Vielfalt anstrebt, muss über den Tellerand seiner eigenen beschränkten Sichtweise hinausblicken.
    Ich weigere mich, dass Verlangen nach Aufmerksamkeit von ein paar Versagern zum Anlass zu nehmen, den Dingen, die ich liebe einen Stempel aufdrücken zu lassen.

  9. 9 Miriam 15. Juni 2016 um 10:34 Uhr

    @SOOS
    Was bringt dich zu der Annahme, dass es sich bei kultureller Aneignung um „Verlangen nach Aufmerksamkeit von ein paar Versagern“ handelt?

    Hier ein kleines Beispiel aus einem anderen Artikel, in dem es um Indianerschmuck geht:
    „Was Menschen gerne übersehen […] ist die Tatsache, dass es den Menschen, von denen diese Tradition eigentlich stammt, nicht in der gleichen Form möglich ist, sich selber auszudrücken, wie es weiße Menschen können. Die amerikanischen Ureinwohner wurden zu tausenden abgeschlachtet, ihnen wurde es verwehrt, eigenes Land zu besitzen, ihnen wurde das Recht genommen, ihre eigene Religion auszuüben, und ihre Kinder wurden auf Internate geschickt, damit sie zusammen mit den „Zivilisierten“ lernen konnten. Glaubst du, den amerikanischen Ureinwohnern war es erlaubt, auf den Straßen im neuen Amerika einfach in Mokkasins und Federschmuck langzulaufen? Nein, sie wurden gezwungen, Anzüge zu tragen, sich nett gegenüber den Weißen zu verhalten und Sonntags in die Kirche zu gehen. Jetzt verstehst du vielleicht auch, wie ärgerlich es sein muss, die Kinder deiner Unterdrücker halbnackt auf Festivals mit eben den Symbolen deiner Kultur rumtanzen zu sehen, die dir selber verboten worden waren.“
    (http://noisey.vice.com/de/blog/kulturelle-aneignung)

    Ich hoffe, das konnte darstelllen, dass es nicht um das „Verlangen nach Aufmerksamkeit von ein paar Versagern“ geht und ich möchte dich bitten, deinem eigenen Aufruf zu folgen und mal über den Tellerrand zu schaun.

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