Snowden setzt der Feministin den Aluhut auf

Vorweg: ich bin kein an TOR mitarbeitender IT-Freak. Bewege mich aber oft genug im Netz, um nach dem Bekanntwerden dieser ganzen Überwachungen nachdenklich zu sein und vorsichtiger vorzugehen.

Immer mal wieder stolpert man über Berichte zur Pille danach, Abschaffung der Rezeptpflicht für Deutschland. Sowas hat man wegen der Wahl ja auch im Hinterkopf. Und wie man in Resteuropa meist wesentlich einfacher an die Dinger kommt.

Beispielsweise hab ich eine gute Freundin, die nach Österreich ausgewandert ist (nein, nicht deswegen). Die Feministin denkt: die könnt ich doch eigentlich mal fragen. Wäre ja optimal im Notfall, also wenn man die Dinger wirklich mal braucht, eventuell nur eine Tür weiter ins Badezimmer zu müssen und diese Pille so schnell wie möglich in sich hineinzubefördern.
Als konservative Netzfeministin würd ich normalerweise Kontakt über E-Mail aufnehmen. Evtl. tät’s auch ne SMS. Oder ich könnt sie auch eh mal wieder anrufen.

Dann liest man irgendwo (tazblog? Find’s wohl eh nicht mehr. Selber groß, selber suchen), was für ein Bullshit dieses „Wir brauchen Überwachung wegen den Terroristen“ ist. Daß die Terroristensuche/-überwachung minimalen Anteil an der Sache hat. Und daß sich der aller-, allergrößte Teil der Überwachung von Internet, Handy, Telefon und sämtlichen Mischformen um Drogenkonsum und -handel dreht.

Jetzt mag man über die Prioritätensetzung streiten, aber darauf will ich gar nicht hinaus.
Nur kann man sich ja jetzt jedenfalls recht einfach vorstellen, nach welchen Schlüsselworten die so suchen und womit man einfach im Filter landen MUSS.

Beispielsweise, wenn ich meiner österreichischen Freundin Bescheid geb, sie soll mir ein rezeptpflichtiges Medikament, an das ich hier nicht so leicht komme, über die Grenze schicken…? Extra Pech auch für Leute, die das bei Freundinnen versuchen, die in den Niederlanden leben? Oder der Türkei? Da ist die Pille danach übrigens rezeptfrei.

Aluhut

Nennt mich paranoid, aber ich weiß nicht, ob die Idee jetzt noch so gut ist. Ich laß es.

…da dachte man eigentlich, man würde im Alter so der Typ „verrückte Katzenlady“ werden (nur wären mir Hunde lieber), aber manchmal geht es auch eher in die Richtung „einsame Verschwörungstheoretikerin“, die sich mit anderen alten Säcken im Internet drüber unterhält, ob Myspace jetzt die Mondlandung verhindert hat oder ob ich lieber mit einem feministischen Geheimorden aus meinen Sims die Revolution auslösen soll.

Also falls diesen Blog als Logo einmal eine Simone de Beauvoir mit Aluhut zieren sollte: ich habe Euch gewarnt. Sorgen machen müßt Ihr Euch erst, wenn Ihr bis dahin zur Autor_innenschaft gehört.


4 Antworten auf “Snowden setzt der Feministin den Aluhut auf”


  1. 1 Name (notwendig) 27. September 2013 um 15:20 Uhr

    Bei dir ist mensch ja viel Unsinn gewöhnt, aber das? Bist du auf Crack?

  2. 2 Pennsatucky 20. Oktober 2013 um 15:34 Uhr

    @Vorposter_in:
    …ich find: man muß schon auf Crack sein, um sich über so was nicht Gedanken zu machen. Ist ja dummerweise nicht nur Verschwörungstheorie, sondern real, das mit dem Abhören und so!

  3. 3 Schura 01. November 2013 um 12:23 Uhr

    Die Tor Entwickler die für dich nur „IT-Freaks“ sind ermöglichen es Millionen von Menschen die in Diktaturen leben unzensiert auf das Internet zuzugreifen und anonym im Internet ihre Meinung äußern zu können ohne Angst davor haben zu müssen verhaftet zu werden weil sie zum Beispiel einfach nur die Regierung kritisiert haben.

    Mod-Anmerkung: Kommentar gekürzt wegen Feminismusbashing

  1. 1 Filmmonster, bedingungsloses Grundeinkommen und Philipp „Breaveheart“ Rösler « Reality Rags Pingback am 22. September 2013 um 4:52 Uhr

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