[Berlin] Theaterprojekt „Speak Out!“

Einladung für das selbstorganisierte Theaterprojekt „Speak Out!“ für Frauen*.

“When I dare to be powerful, to use my strength in the service of my vision, then it becomes less and less important whether I am afraid.”
- Audre Lorde

Die Idee
Die Idee des Theaterprojekts „Speak Out!“ ist es sich kollektiv dem Thema sexuellen Mißbrauch und Vergewaltigung aus einer künstlerischen, kreativen und politischen Perspektive zu nähern. Meistens trauen wir uns nicht über unsere Erfahrungen zu sprechen, weil wir gesilenced, stigmatisiert, kriminalisiert und für die erlebte Gewalt selbst verantwortlich gemacht werden. Dagegen wollen wir uns wehren und selbstbewusst die Perspektive und Stärke von uns Überlebenden sichtbar machen. Fight back and Speak Out!

Die Methoden
Wir sehen das Projekt als kollektiven Prozess und wollen uns gemeinschaftlich kreativ und künstlerisch mit den eigenen Erfahrungen von Mißbrauch und Vergewaltigung auseinandersetzen. Auf der Basis von theaterpädagogischen Methoden und verschiedenen Theaterformen wollen wir einen neuen Zugang zu unseren Erfahrungen und unseren Körpern finden und die Perspektiven von Überlebenden zum Ausdruck bringen.
Der Prozess soll von und mit den Ideen und künstlerischen Ausdrucksformen, wie z.B. Film, Foto, Musik oder Spoken Word der Teilnehmenden gestaltet werden.
Hierbei schlagen wir vor, den Fokus darauf zu legen wie der Umgang mit dem Erlebten in der Gesellschaft und im nahen Umfeld uns beeinflusst.
Wie haben Freund_innen reagiert? Warum ist das Sprechen oft mit Scham verbunden? Haben Freund_innen, Familie, Therapeut_innen dir die Schuld zugeschoben? Warum macht das rechtliche Prozedere/ die de facto Kriminalisierung von Überlebenden eine Anzeige oft unmöglich?
Die praktischen Auseinandersetzungen mit gesellschaftlichen Machtstrukturen wie (Hetero-)Sexismus, Rassismus, Klassismus, Ableismus etc. sollen Teil des Theaterprojekts sein und einen Kontext für die Analyse der eigenen Erfahrungen schaffen. Uns ist es wichtig, dass eine kritische Auseinandersetzung mit den
verschiedenen eigenen Positionen innerhalb dieser Strukturen statt finden kann. Wir verstehen dies als eine der Grundlagen um gemeinsam einen möglichst inklusiven Raum zu schaffen.

Wer sind „wir“?
Wir sind keine Therapeut_innen oder ausgebildete Sozialpädagog_innen, sondern haben in verschiedenen Kontexten mit theaterpädagogischen Methoden gearbeitet und Gruppenprozesse begleitet (und eine macht gerade eine berufsbegleitenden Ausbildung zur Theaterpädagogin) und uns mit unseren eigenen Mißbrauchs-/Vergewaltigungserfahrungen auf verschiedenen Ebenen und Weisen auseinandergesetzt.

Rahmen
Der Beginn des Theaterprojekts ist für Frühling 2014 geplant und wird voraussichtlich über einen Zeitrahmen von 3 Monaten einmal wöchentlich statt finden. Der Abschluss soll, wenn alle einverstanden sind, eine Aufführung oder Präsentation der erarbeiteten Themen, künstlerischen Prozesse und Kreationen sein. Diese soll in einem Rahmen präsentiert werden, mit dem sich alle Teilnehmenden wohl fühlen.
Das Projekt richtet sich an Frauen*.Die Gruppe wird zwischen 6-10 Personen sein, die Räumlichkeiten barrierefrei und Übersetzungen können organisiert werden, damit jede sich in der Sprache ausdrücken kann, mit der sie sich am wohlsten fühlt.

Kontakt
Wenn du interessiert bist und/oder Fragen hast, komm zu einem der Kennenlerntreffen:

Samstag, 04.01. 16:00 h und Donnerstag, 16.01, 20:00 h in den Projekträumen der Oranienstraße 14a (Heinrichplatz)

„Don‘t find truth in the way you‘ve been hurt,
the truth is the way you bounce back!“


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